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Hot Summer Nights

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  • Einleitung


    Regisseur Elijah Bynum versucht sich mit Hot Summer Nights an einer seltsamen Mischung aus Drogendrama und Teenie-Liebesdrama. Auf den Spuren von "Call Me by your Name" wandelnd, übernimmt natürlich Timothée Chalamet die Hauptrolle, und gibt einmal mehr den verliebten Jugendlichen.

    Ein Sommer bei seiner Tante in einer kleinen Strandgemeinde in Cape Cod: So hatte sich der 17-jährige Daniel seine Ferien nicht vorgestellt. Es fällt ihm nicht leicht, Anschluss zu finden bei all den reichen Kids, die hier endlos Party feiern. Doch dann lernt er Hunter kennen, den charismatischen Drogendealer der Stadt, und dessen Schwester, die umwerfende McKayla, die allen Jungs den Kopf verdreht. Das verändert alles: Daniel ist zum ersten Mal verliebt. Und hat ein paar coole Ideen, wie man mit Drogen noch schneller richtig viel Kohle machen kann. Dass er sich damit direkt in des Teufels Küche manövriert, merkt er erst, als es schon zu spät ist...



    Kritik


    Es ist Sommer, es ist heiß, die Gefühle spielen verrückt und ehe man sich versieht, ist man verliebt und gleichzeitig noch im Drogengeschäft. Was anfangs nach einer spannenden Prämisse klingt, entwickelt sich jedoch recht schnell zu einem eher durchschnittlichen, teilweise sogar recht langweiligen Mischmasch aus verschiedenen Konflikten. Gerade der gesamte Plot rund um das Drogengeschäft, in das Daniel einsteigen möchte, erweist sich in relativ kurzer Zeit als unglaubwürdig. So soll die gesamte Szenerie etwa bedrohlich wirken, mit einem Gegenspieler, mit dem nicht zu Spaßen ist. Doch am Ende sieht das leider nur nach einer Inszenierung dessen aus, wie man sich in etwa ein Drogengeschäft vorstellt, inklusive drohender Szenen um Standpunkte zu verdeutlichen. Alles wirkt zu flach, zu undurchdacht und auch eine gewisse ungewollte Komik lässt sich erahnen.

    So wundert es auch nicht, dass der Film im Laufe seiner 107 Minuten dann auch fast ausschließlich bereits ausgetretenen Pfaden folgt, die dann auch noch gelegentlich verfehlt werden. Der komplette Werdegang von Daniel und seinem Partner Hunter ist vorhersehbar, wenig originell und leider auch weiterhin unglaubwürdig. Etwas mehr Mut oder zumindest Hingabe wäre lobenswert gewesen und hätte Hot Summer Nights eventuell sogar auf eine höhere Stufe gehoben, denn genug Potential war durchaus vorhanden.

    Was der Film wiederum recht gut macht, ist die Liebesgeschichte. Die ist zwar auch nicht wirklich originell, dafür aber umso glaubhafter geschrieben und inszeniert. Sie basiert zwar auf Klischees, bietet aber dennoch genug Substanz, dass man dem Film tatsächlich abkauft, dass dies so geschieht. Im Verlaufe dieses Handlungsstrangs gibt es auch die besten Szenen, die Hot Summer Nights zu bieten hat. Diese variieren von zuckrig süß, bis hin zu liebenswert und einfach schön. Das liegt zum größten Teil aber auch nur an Timothée Chalamet, der den liebestrunkenen Teenager perfekt spielt und mit seiner Mimik und Gestik allein schon viel Charme versprüht. Diese Art Rolle liegt ihm und er kann sie mittlerweile wohl im Schlaf spielen. Die Verknüpfung der Liebesgeschichte mit dem Drogenplot ist wiederum eher ungünstig und weniger gelungen, da hier einfach zwei Handlungen mit unterschiedlich hoher Qualität verschmolzen werden, und somit maximal ein durchschnittliches Etwas dabei herauskommt, das zwar nicht schlecht ist, aber auch weit hinter den Möglichkeiten verbleibt.



    Fazit


    Es ist schade, dass es sich bei Hot Summer Nights schlussendlich nur um einen knapp überdurchschnittlich guten Film handelt, gerade da mit 'A24' auch ein Powerhouse an Qualität hinter der Produktion steht. Gemessen an einer Hälfte der Geschichte und dem Großteil des Ensembles handelt es sich hierbei tatsächlich um einen guten Film, der jedoch durch die andere Hälfte in Mitleidenschaft gezogen wird und nur in vereinzelten Momenten glänzen kann, was wiederum die eigentlich relativ kurze Laufzeit ungleichmäßig länger erscheinen lässt.


    5,5/10

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    Infos
    Originaltitel:
    Hot Summer Nights
    Land:
    USA
    Jahr:
    2020
    Studio/Verleih:
    Koch Films
    Regie:
    Elijah Bynum
    Produzent(en):
    Dan Friedkin, Ryan Friedkin, Bradley Thomas
    Drehbuch:
    Elijah Bynum
    Kamera:
    Javier Julia
    Musik:
    Will Bates
    Genre:
    Drama
    Darsteller:
    Timtohée Chalamet, Maika Monroe, Alex Roe, Thomas Jane, Maia Mitchell
    Inhalt:
    Ein Sommer bei seiner Tante in einer kleinen Strandgemeinde in Cape Cod: So hatte sich der 17-jährige Daniel seine Ferien nicht vorgestellt. Es fällt ihm nicht leicht, Anschluss zu finden bei all den reichen Kids, die hier endlos Party feiern. Doch dann lernt er Hunter kennen, den charismatischen Drogendealer der Stadt, und dessen Schwester, die umwerfende McKayla, die allen Jungs den Kopf verdreht. Das verändert alles: Daniel ist zum ersten Mal verliebt. Und hat ein paar coole Ideen, wie man mit Drogen noch schneller richtig viel Kohle machen kann. Dass er sich damit direkt in des Teufels Küche manövriert, merkt er erst, als es schon zu spät ist...
    Start (DE):
    25. März 2021
    Start (USA):
    27. Juli 2018
    Laufzeit:
    107 Minuten
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Links
    Webseite:
    https://www.kochmedia-film.de/blu-ray/details/view/film/hot_summer_nights_blu_ray/
    Bilder
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