Deep Fear

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  • Einleitung


    Tierhorrorfilme pflegen bei vielen Zuschauern eine Stellung als Guilty Pleasure. Wenig Werke sind wirklich gelungen, geschaut werden sie dennoch gerne. Ganz besonders beliebt sind dabei Genrevertreter, die sich mit dem Tier Hai beschäftigen. Mit Deep Fear steht nun der nächste Genrevertreter auf der Matte.

    Darin rettet die Tauchlehrerin Naomi nach einem Sturm zwei Schiffbrüchige aus dem Meer. Doch diese erweisen sich als kaltblütige Drogendealer, die Naomi gewaltsam zwingen, nach einer Schiffsladung Kokain zu tauchen. Die Aufgabe ist lebensgefährlich, denn das Wrack liegt mitten im Jagdrevier eines Rudels hungriger Haie.

    Als Darsteller werden unter anderem Mãdãlina Ghenea (House of Gucci) und Ed Westwick (Gossip Girl) zu sehen sein.

    Die Regie verantwortete Marcus Adams (Octane).

    © 2023 Busch Media Group

    Kritik


    Da einige der gefährlichsten Tiere der Welt meist auch an den malerischsten Orten der Welt leben, bieten dadurch Tierhorrorfilme zumindest schöne Kulissen. Ob Würgeschlangen in faszinierenden Dschungeln, Raubkatzen in sonnendurchfluteten Steppen, Krokodile in geheimnisvollen Flüssen oder eben Haie in traumhaften Buchten oder den Weiten des Ozeans. Und auch der Haihorror Deep Fear weiß davon zu profitieren. Vor den Küsten Maltas gefilmt könnten einige Aufnahme auch problemlos für Tourismus-Werbezwecke genutzt werden. Und eine gewisse visuelle Qualität bleibt auch mit dem Auftritt der weißen Haie bestehen. Immer wieder wurde auf Aufnahmen von echten Tieren zurückgegriffen und die Angriffe sind tricktechnisch überraschend solide geglückt. Überraschend ist das vor allem deswegen, da im Vorfeld die Dialoge und schauspielerischen Leistungen Grauenhaftes erahnen lassen – und das ganz und gar nicht auf den Grusel- oder Schockfaktor bezogen. Begleitet von an schlechte Softcore-Pornos erinnernde Off-Texte zeigt Hauptdarstellerin Mădălina Ghenea eindrücklich, warum sie trotz einiger kleinerer Auftritte in internationalen Produktionen wie House of Gucci, Dom Hemingway, Ewige Jugend oder Zoolander 2 bis hierhin nie eine große Rolle bekam. Sie wirkt als erfahrene Taucherin und Seglerin einfach ungemein unglaubwürdig. Keine Bewegung wirkt natürlich, sodass man annehmen könnte, dass hier jemand zu sehen ist, der weiß, was er tut. Aber auch einfachste Dinge, wie das Zuwinken anderer Bootsleute bei ihrer Ausfahrt aus dem Hafen oder das Erblicken der Schiffbrüchigen in der Ferne, alles wirkt erschreckend gestellt. Dass bei den Dialogen dann ähnliche Schwächen auftreten, ist in dessen Folge nur konsequent. Aber auch ihre Co-Stars bekleckern sich nicht mit Ruhm und ringen mit ähnlichen Problemen. Und Macarena Gómez schafft es dabei noch die Hauptdarstellerin zu unterbieten. Einzig bei Ed Westwick schimmert hin und wieder mal durch, dass hier ein echter Schauspieler zu sehen ist. Gut ist aber auch seine Darbietung bei Weitem nicht.

    So fällt es merklich schwer, bis zum ersten Auftreten der Haie durchzuhalten, auch wenn das bereits nach etwa 30 Minuten passiert. Doch leider wird die Qualität des Films ab dem Augenblick nicht merklich besser. Denn hier rücken dann plötzlich die inszenatorischen Schwächen mehr in den Fokus. Ein laienhafter Schnitt und die wenig dynamischen Kamerafahrten lassen das Geschehen träge erscheinen und untergraben die eigentlich ordentliche visuelle Gestaltung der Raubfische. Folglich fehlt es den Angriffen an der nötigen Wucht, sodass kaum Spannung aufkommt. Darüber hinaus sind die Angriffe dann auch noch spärlich gesät und man versucht mit völlig deplatzierten Rückblenden auf eine Schiffstragödie der Protagonistin die sowieso schon recht knackige Laufzeit von gut 80 Minuten zu füllen. Was dabei herauskommt, ist jedoch lediglich langweilig und nervtötend.

    © 2023 Busch Media Group

    Fazit


    Auch wenn man sich bei den Haien merklich Mühe gegeben hat, ist Deep Fear leider nur ein weiterer völlig missglückter Vertreter des Hai-Horrors. Fürchterliche Dialoge von miserablen Schauspielleistungen getragen sorgen für eine über weiter Strecken nervtötende Seherfahrung. Zumindest die Naturaufnahmen sind nett anzusehen.


    2/10

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    Infos
    Originaltitel:
    Deep Fear
    Land:
    Großbritannien
    Jahr:
    2023
    Studio/Verleih:
    Busch MEdia Group
    Regie:
    Marcus Adams
    Drehbuch:
    Robert Capelli Jr., Sophia Eptamenitis
    Kamera:
    Mark Silk
    Musik:
    Hybrid
    Genre:
    Horror
    Darsteller:
    Mădălina Ghenea, Ed Westwick, Macarena Gómez
    Start (DE):
    20.10.2023
    Laufzeit:
    84 Minuten
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Bilder
    • Deep-Fear-01.jpg

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