Rogue One: A Star Wars Story

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  • Einleitung


    Am 15. Dezember kommt mit ROGUE ONE der erste Film aus der neuen A STAR WARS STORY Reihe in die Kinos. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Filmen, die in sich abgeschlossene Geschichten erzählen, und sich auch nicht primär um die Skywalkers drehen. So erzählt Rogue One davon, wie die Baupläne für den Todesstern in die Hände der Rebellen gelangten. Die Trailer versprechen großartige Bilder und nicht ganz so großartige Texte („Save the rebellion, save the dream!“ „Rebellions are built on hope!“), was hält nun der Film?

    Inhalt


    Captain Andor (Diego Luna) soll mit Hilfe von Jyn Erso (Felicity Jones), Tochter des Todesstern-Architekten Galen Erso (Mads Mikkelsen), die Pläne für den Todesstern stehlen. Mit dabei eine bunt gemischte Gruppe von Rebellen, darunter der zynische Droid K-2SO (Alan Tudyk), der blinde Mönch Chirrut Îmwe (Donnie Yen), sein bester Freund Baze Malbus (Jiang Wen), und der ehemalige Frachtpilot des Imperiums Bodhi Rook (Riz Ahmed). Die Zeit drängt jedoch, denn der Todesstern ist bereit für den ersten Test und Direktor Orson Krennic (Ben Mendelsohn), Chef der imperialen Waffenentwicklung, will sich endlich dem Imperator beweisen.



    Kritik


    Wenn die knapp 134 Minuten Laufzeit rum sind, dann weiß man eines: man hat gerade einen der besten Star Wars Filme gesehen. Eine gewagte Behauptung? Nein, denn Regisseur Gareth Edwards ist etwas gelungen, das gar nicht so einfach ist: einen eigenständigen Film zu drehen, der zwar fest im Star Wars Universum verankert ist, aber davon nicht beschwert wird. Auch ist trotz vieler Anspielungen für die Fans der Nostalgiefaktor nicht so extrem hoch wie in Episode VII und dadurch fühlt sich das Ganze frischer an.

    Die Story ist denkbar einfach und linear. Fans wissen, wie das Ganze ausgeht, aber das spielt keine Rolle, denn der Film ist trotzdem sehr spannend. Zum einen liegt das an den Figuren, von denen wir zwar nicht allzu viel, aber gerade genug erfahren. Dank der Darsteller fiebert man schnell mit den ungewöhnlichen Helden mit. Neben dem animierten K-2SO sticht besonders Diego Luna hervor. Nach Han Solo und Poe Dameron ist sein Captain Andor ein eher stiller Typ, aber er hat eine Präsenz, die einen nie an seinem Heldenmut zweifeln lässt. Felicity Jones wird dagegen von den Jungschauspielerinnen, die Jyn Erso als Kind darstellen, an die Wand gespielt. In der Rolle wäre sicherlich mehr drin gewesen – vom Drehbuch und der Darstellung her. Auch Donnie Yens Leistung schwankt, aber sein Chirrut Îmwe, den die britische Empire als „Space-Zatoichi“ bezeichnet hat, hat einige wirklich coole Momente. Herausragend ist übrigens auch wieder einmal Mads Mikkelsen.

    Die Handlung würde vielleicht nur für einen guten Film reichen, aber was Rogue One in Sachen Optik liefert: alter Schwede! Andauernd will man zur Fernbedienung greifen, um das Bild zu stoppen, damit man in Ruhe staunen kann. Beeindruckende Welten, tolle Details, Anspielungen, Kreaturen und dazu noch Spezialeffekte vom Allerfeinsten. Aber damit nicht genug, Rogue One bietet auch einen wirklich fiesen Bösewicht – und damit ist nicht Vader gemeint. Ben Mendelsohn ist grandios als ambitionierter und eiskalter Direktor Krennic, der seinen Todesstern als Heilsbringer für Ruhe und Frieden in der Galaxis versteht. Es ist halt alles eine Frage der Perspektive.


    Rogue One ist ein düsterer Film, ein Hauch mehr Kriegs- als Abenteuerfilm, aber gerade das macht ihn so gut. Hier gibt es keine überflüssige Liebesgeschichte und Slapstick. Stattdessen gibt es Zerstörung, Verlust und Schlachten. Gerade die finale, massive Schlacht unter den Palmen von Scarif wird das Fanherz höher schlagen lassen. Sie steckt so voller überraschender Momente und so starker Bilder, dass sie den krönenden Abschluss eines tollen Filmes liefert. Wer allerdings mit Begleitung, die nichts mit Schlachten am Hut hat, ins Kino geht, der sollte vielleicht vorher dezent warnen, dass man sich Genöle der Sorte wie-lange-geht-das-noch verbietet.

    Es gibt vieles, das man zu Rogue One sagen könnte (und vor allem möchte), aber damit würde man dem Kinobesucher viele Momente des Staunens oder der Überraschung nehmen und das wäre schade, denn Rogue One zieht einen damit völlig in den Bann. Dass es den üblichen Schriftteppich am Anfang nicht gibt, ist inzwischen weithin bekannt, genauso, dass die Musik diesmal von nicht von John Williams sondern Michael Giacchino stammt ebenso. Letztere ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber umso weiter der Film voranschreitet, umso mehr fühlt es sich organisch an. Dass das CGI hier von atemberaubender Qualität ist, kann man gar nicht oft genug sagen, allerdings gibt es auch mindestens einen Moment am Ende, bei dem man sich wünscht, man hätte da einfach mal die Finger von der Tastatur gelassen.

    Fazit


    Was Regisseur Gareth Edwards hier abliefert, übertrifft die kühnsten Hoffnungen und macht den Erwerb einer Kinokarte zum absoluten Muss für alle, die auch nur ansatzweise etwas mit Star Wars anfangen können. Spannend, unterhaltsam, AT-ACT Kampfläufer, ein zynischer Droid, sympathische Helden, Vader, gewaltige Bilder und fast jede Einstellung ein Standbild wert: was will man mehr? Reingehen!

    9/10
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    von Laetitia Rezay
    Infos
    Originaltitel:
    Rogue One: A Star Wars Story
    Land:
    USA
    Jahr:
    2016
    Studio/Verleih:
    Disney Pictures
    Regie:
    Gareth Edwards
    Produzent(en):
    Kathleen Kennedy, Allison Shearmur, Simon Emanuel
    Drehbuch:
    Chris Weitz, Tony Gilroy
    Kamera:
    Greig Fraser
    Musik:
    Michael Giacchino
    Genre:
    Science-Fiction
    Darsteller:
    Felicity Jones, Diego Luna, Ben Mendelsohn, Donnie Yen, Jiang Wen, Forest Whitaker, Mads Mikkelsen, Alan Tudyk, Riz Ahmed
    Inhalt:
    Rogue One: A Star Wars Story spielt zwischen Episode III und IV und erzählt die Geschichte einer Gruppe von ungleichen Helden, die sich zusammenschließen, um die geheimen Pläne des gefürchteten Todesstern zu stehlen.
    Start (DE):
    15.12.2016
    Start (USA):
    16.12.2016
    Laufzeit:
    134 Minuten
    FSK:
    ab 12 Jahren

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