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Brokeback Mountain

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      Ich denke Brokeback Mountain lässt sich mit To Kill A Mockingbird vergleichen. Der Film war damals ebenfalls sehr umstritten und wurde vor allem von konservativer Seite stark kritisiert. Und gerade deswegen war der Film ein wichtiger Beitrag zum damaligen Zeitgeist. Wenn man den Film heute anschaut, dann ist die zeitaktuelle Brisanz zwar nicht mehr spürbar, aber die Themen von Ungerechtigkeit, Rassismus und Intoleranz wird es in 1000 Jahren noch geben. Von den dramaturgischen Qualitäten der Geschichte die ebenfalls nicht verblasst sind ganz zu schweigen. Und das sehe ich auch bei Brokeback Mountain. Auch wenn Homosexualität irgendwann komplett akzeptiert werden wird, so bleibt der Gerechtigkeitsappell und die Intoleranz im Film bestehen. Und auch vom filmischen Standpunkt her wird ein Niveau geboten die die Zeit überdauern könnte. Ob der Film bloss als guter Vertreter seiner Art im Gedächtnis bleibt oder tatsächlich das Zeug zum "Klassiker" hat (wie auch immer man das beurteilen will) muss wich wohl erst noch zeigen.
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      @Tweety: ich stimme in deinen Ausführungen voll zu, was ist denn verkehrt daran, wenn ich eine Prognose stelle? Es ist nun mal oft so, dass man einige Dekaden später die gesellschaftlichen Konflikte nicht mehr ganz nachvollziehen kann.

      Von RomComs war ja auch nicht die Rede, aber ernstere Liebesgeschichten gibt es in jedem zweiten Independent-Film. Das sind oftmals qualitativ auch keine schlechten Filme, aber mit der öffentlichen Wahrnehmung ist es da nicht weit her. BM ist stilistisch auch eher ein Independent-Film, die Publicity hat er aber wegen dem kontroversen Thema und den damit einhergehenden Skandalmeldungen, welches Kino im Süden der USA sich weigerte, den "Schwulenporno" vorzuführen, bekommen.

      @Data: die Message bleibt, wird aber nicht mehr dieselbe Wirkung erzielen, weil Homophobie vllt. nicht mehr so viel Konfliktpotenzial birgt wie Rassismus. Dann bleibt vllt. der Name in den Geschichtsbüchern erhalten, aber der Film wird auf seine Grundstory reduziert, und die hat für meine Begriffe nichts zu bieten, was einen Oscar oder irgendeinen Filmpreis rechtfertigen würde, obwohl die Academy sicherlich andere Gründe hatte, sich gegen BM zu entscheiden.
      Original von Data
      Original von Tweety
      Wie kann man denn Titanic gegenüber Brokeback Mountain vergleichen? Das ist doch ein komplett anderer Hintergrund.


      Mit dem Vergleich wollte ich ebenfalls auf den gesellschaftlichen Druck hinaus.

      In "Titanic" ist es die Klassengesellschaft, in "Brokeback Mountain" die Sexualität der Personen, die eben jene wahre Liebe wegen gesellschaftlicher Zwänge so "unmöglich" macht. Sorry, aber ich sehe nicht so ganz ein, warum der Vergleich anscheinend so hinken soll, nur weil die Hintergründe der beiden Filme verschieden sind.

      Aber ich denke, im Ganzen stimmen wir wohl überein mit unseren Meinungen zum Film.


      Ach so, nee, ich dachte du sprichst einfach nur die Liebe an. Also ich hab zu schnell gelesen. :headbash: :grins:

      Ansonsten stimme ich mit Data und goodspeed überein. Wie ich oben schon schrieb, geht es gar nicht um die Homosexualität an sich und ich kann mich auch nicht erinnern, das der Film sooooooo für Unruhen gesorgt hat nur weil es um Homosexualität geht. 2006 war was jetzt Filme/Serien angeht Homosexualität schon einigermaßen akzeptiert, nur die Medien haben das mal wieder bissl aufgebauscht, grad vor den Oscars.
      Sicherlich gab es das ein oder andere Kino das sich weigerte den Film zu spielen oder wo die Zeltszene geschnitten wurde etc. Aber z.B. werden bei jedem Harry Potter Buch das erscheint kommen die ganz überzeugten Christen ja auch raus und verbrennen die Bücher. (Ich weis ein bissl blödes Beispiel, aber fiel mir grad so ein.)
      Also ich hatte nicht das Gefühl, das dem Film jetzt irgendwie größer entgegengewirkt wurde.

      Und zu dem anderen Punkt ob der Film in fünfzig Jahren oder so noch Thema sein wird. Du meinst zwar @ Winnfield das auf der Grundstory reduziert nicht mehr viel übrig bleibt, aber wie goodspeed schon meinte, im Film geht es ja mehr um den Druck der Gesellschaft und die Intoleranz und diese ist ja allgegenwärtig und wird uns immer begleiten, da es einfach zum Mensch-Sein dazugehört, bei einigen mehr (leider) bei anderen weniger. Aber es wird denke ich immer Menschengruppen geben die Intolerant sind oder eben das Menschen sich dem Druck der Gesellschaft beugen aus irgendwelchen Gründen sei es nun Homosexualität oder z.B. einfach nur die Kleidung die man trägt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Tweety“ ()

      Original von Tweety
      Du meinst zwar @ Winnfield das auf der Grundstory reduziert nicht mehr viel übrig bleibt


      ich meinte nicht weniger als dass er eines Oscars nicht würdig wäre. Auf emotionaler Ebene funktionert BM ganz gut und dieser Aspekt hat mir auch gefallen. Es ist nunmal ein sehr ruhiger Film mit recht flachem Spannungsbogen. Das muss nichts Schlechtes sein, aber nach meiner Erfahrung sind es gerade Filme mit viel Handlung, viel Suspense und Dramaturgie und/oder Witz und Charme, die auch noch 50 oder 60 Jahre nach Erscheinen einem breiteren Publikum zusagen.

      Auch beim Thema Intoleranz gibt es vermeintliche Perlen, die man heute kaum noch kennt, z.B. Crossfire, Gentleman's Agreement und Suddenly, Last Summer. Ein gesellschaftskritischer Film mit guter Rezeption ist nicht zwingend ein zeitloses Meisterwerk.
      Von zeitlosem Meisterwerk oder über das Wort Meisterwerk hat auch niemand was gesagt. :headscratch:

      So gesehen wenn du das so sagst, muss man dann natürlich erstmal klären für was der Oscar dann steht bzw. welche Filme es unter welchen Voraussetzungen verdient haben einen Oscar zu bekommen. Und wenn man da erstmal zu diskutieren anfängt.......... :freaky: :grins:

      Die Oscarverleihung ist eine eigene Liga mit eigenen Gesetzen. Da gab es sooooo viele Filme die dem Oscar nicht würdig waren und trotzdem gewonnen haben und wiederum soooooo viele Filme die dem Oscar sowas von würdig waren und ihn aber eben nicht bekommen haben. Also da kann man endlose Diskussionen anfangen. Ich denke mal du kannst erahnen das ich Brokeback Mountain zu dem zweiteren zähle. ;) Aber zumindest Ang Lee, das Drehbuch und die Musik wurde ja geehrt. Völlig zurecht meiner Meinung nach. Aber wie gesagt da hat jeder seine eigene Meinung.

      Ich für meinen Teil finde Brokeback Mountain eine kleine Perle und hoffe das auch die kommende Filmfangeneration sich an den Film erinnert. Ob sie es tun werden? Who knows. Das kann man eh nicht so genau sagen. Aber von den hunderten Filmen die jedes Jahr gedreht werden erinnert man sich an die meisten sowieso nicht mehr auch wenn sie "viel Handlung, viel Suspense und Dramaturgie und/oder Witz und Charme" hatten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Tweety“ ()

      Original von Tweety
      Ich für meinen Teil finde Brokeback Mountain eine kleine Perle und hoffe das auch die kommende Filmfangeneration sich an den Film erinnert. Ob sie es tun werden? Who knows. Das kann man eh nicht so genau sagen.


      Das Wort zum Sonntag. Letztendlich ist ja wichtig, wie der Film heute die Gemüter bewegt, über den Rest können wir ja 2050 weiter diskutieren.
      ähm, würdet ihr dennoch freundlicherwiese bitte mal kurz antworten?

      meine frage:

      Original von Ladykracher
      ich muss zu meiner schande gestehen, dass ich den anfang schon zwei mal gesehen habe und heute nacht im TV dann nur das ende, also nie den ganzen film :(

      hab aber mal ne frage und setze es für die, die ihn noch nicht gesehen haben als spoiler:

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      wie stirbt der eine genau? ich sehe nur am ende des films, als heath ledger es erfährt und mit der frau telefoniert ne szene wie man ihn brutal zusammenschlägt. die frau erzählt aber was von ner autopanne und ne felge. da mir der mittelteil fehlt, kann ich mir nur ausmalen, was da lief und denke, dass man ihn so zusammenschlug weil er schwul war. richtig oder wer erklärt es mir bitte kurz?


      danke!




      "Sei einfach du selbst, das Leben ist zu kurz um ein anderer zu sein"

      ok vielen dank ihr zwei, habe mir genau beides so vorgstellt. entweder war es so oder er dachte es sich so. naja die version der frau klang auch etwas weit hergeholt. fand ich schon, als sie es erzählte.
      Spoiler anzeigen
      weil wer haut sich schon ausversehen ne felge ins gesicht beim reifen wechseln? :confused:




      "Sei einfach du selbst, das Leben ist zu kurz um ein anderer zu sein"



      :D


      „Wonder Woman 2“

      1. November 2019