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X-Men 1-3

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    Es gibt 3.908 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von DICK TRACY.

      Data schrieb:

      joerch schrieb:

      Data schrieb:

      joerch schrieb:


      Ich muss aber sagen, dass ich X-Men 1 und 2 heute eher nicht mehr gucke (Teil 3 war eh nicht so meins...)


      Ich will mich demnächst zum ersten mal an die Wolverine-Filme ranmachen und dachte, dass ich eine Auffrischung des Gedächtnisses gut vertragen könnte. Grundsätzlich bevorzuge ich aber auch andere Superheldenfilme als X-Men.


      Für mich der (auch dauerhaft) beste Eintrag im X-Men-Universum war Logan - der allerdings richtig gut :)
      Ansonsten habe ich als "Quasi-Eintrag" im X-Men-Universe Deadpool extrem ins Herz geschlossen :)


      Ja, ich bin damals irgendwann ausgestiegen, nachdem mir der erste Origin-Film so missfallen hat. Ich hab dann seither so viel positives über Days of Future Past und vor allem Logan gelesen und gehört, dass ich die auf jeden Fall noch gern sehen möchte. Deadpool hat mich bis heute nicht so gekratzt, aber der wird dann mit Sicherheit auch noch irgendwann geschaut.


      DAYS OF FUTURE PAST und FIRST CLASS kann man ohne Einschränkung empfehlen. LOGAN ist eh über jeden Zweifel erhalten.
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      - X-Men: The Last Stand

      Okay, eines vorweg: Ich glaube, der Film hat einen schlechteren Ruf, als er es verdient hat. Ich glaube gleichzeitig, dass er immer noch tiefliegende Mängel hat, die einen als Zuschauer stellenweise verdutzt, hin und wieder auch verärgert zurücklassen können. So zumindest erging es mir.

      Zu den guten Dingen, die ich sagen ist, dass der Plot um das Heilmittel mit Sicherheit der Ambtionierteste und - aus dem Blickwinkel der Mutanten betrachtet - auch der Persönlichste ist, den die Reihe bis dato versucht hat. Es geht hier um existentielle Identitätsfragen - und nein, X-Men hat noch nie davor zurückgescheut, solche Fragen zu stellen, aber noch nie hat einer der Filme die Frage so offen in den Raum gestellt: Ist es okay, der zu sein, der ich bin? Oder würde ich gerne jemand anderes sein?

      Leider kratzt der Film dieses doch sehr komplexe, teils auch philosophische Thema oft nur an der Oberfläche an und hat ganze sachbuchfüllende Diskussionen auf ein paar Einzeiler reduziert. Teil der Schuld hieran geht sicherlich auf die Übefüllung des Filmes mit zu vielen Charakteren zurück - ein Problem, das bereits der erste Teil hatte und der zweite überraschend gut gemeistert hat. So steht im Zentrum des Hauptplots um das Heilmittel ein Charakter, der vielleicht drei Zeilen im ganzen Film bekommt und über den wir sonst eigentlich nichts erfahren (hatte man dem überhaupt einen Namen gegeben? Ist wenn dann an mir vorbei gegangen). Der Mangel an Screenstime ist diesem Sinne dann doch sehr verblüffend, wenn man sich überlegt, dass dieser Charakter als menschliche Verbildlichung dieser neuen Bedrohung eigentlich der Kern des Filmes ist.

      Aber so schreitet der Film über knapp 100 Minuten voran, von Set-Piece zu Set-Piece und lässt den einzelnen Szenen kaum Zeit zum Atmen. Die Dark Phoenix Storyline ist mit Sicherheit eine der interessantesten des Films, aber der Charakter wurde auf so wenige, für den Plot relevante Szenen reduziert, dass ich kaum Zeit hatte, Interesse dafür aufzubringen. Andere Charaktere werden im Schnelldurchlauf und oft ohne jeglichen Pathos eliminiert und beigesetzt, dass man sich fragen muss, wo die Eile herkommt. Dem Film hätten weitere zwanzig oder dreißig Minuten sicherlich nur gut getan. So wie er ist, wirkt er einfach gehetzt, unausgegoren und nimmt sich selber nicht genug Zeit, seinen eigenen, teilweise doch sehr komplexen Themen und vor allem seinen viel zu vielen Charakteren den Zoll zu bezahlen, den sie verdient hatten.

      Der Film hat seine Momente. Ich fand die Idee gut und mir hat der Look des Films gefallen. Erzählerisch ist er an vielen Stellen schlichtweg missglückt. Für den Abschluss einer großen Trilogie wünsche ich mir mehr Intimität, etwas mehr Melancholie und, naja, einfach auch mehr Zeit.

      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase

      Die (ersten) X-Men-Filme sind meiner Meinung nach leider nicht gut gealtert. Früher fand ich - zumindest die ersten beiden - echt richtig gut. Vor einiger Zeit habe ich den ersten dann auch mal wieder eingelegt und empfand ihn doch als arg trashig. :/

      Daleron schrieb:

      Die (ersten) X-Men-Filme sind meiner Meinung nach leider nicht gut gealtert. Früher fand ich - zumindest die ersten beiden - echt richtig gut. Vor einiger Zeit habe ich den ersten dann auch mal wieder eingelegt und empfand ihn doch als arg trashig. :/


      Also Trash hat ja eher eine andere Definition, als es der Volksmund typischerweise verwendet und X-Men fällt in diese Kategorie eindeutig nicht rein. Dazu waren die Produktionswerte einfach zu hoch - wir reden hier von immerhin mehreren Hundert Millionen Dollar Budget über alle drei Filme verteilt, weswegen es ja nie richtiger Trash sein kann.

      Aber ich weiß, was du meinst, wenn du sagst, dass die Filme nicht gut gealtert sind. Das meinte ich ja, als ich geschrieben habe, dass die Oneliner sehr zum Zähne knirschen führen. Und auch sonst sehen die Filme in Sachen Inszenierung und wie manche Effekte zur reinen Hascherei verwendet wurden halt wie typische Comicbuchfilme aus den frühen 2000ern aus - ein Gesamtlook, der heute altbacken und stellenweise etwas kindisch wirkt - wenn ich für das Genre aus dieser Ära einen typischen Film definieren müsste, dann würde ich immer auf Raimis Spider-Man 3 zurückfallen. Die X-Men fallen in schon in die gleiche Sparte. Das macht die Filme nicht schlecht - sie sind halt Kinder ihrer Zeit und das nehme ich ihnen auch nicht übel. Aber ich hab mich dann selbst doch auch an den Look neuerer Filme gewöhnt.

      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Data“ ()

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      02. Oktober 2020