Cowboy Bebop OST 1

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    Cowboy Bebop OST 1

    Cowboy Bebop OST 1



    In der Zukunft ist die Erde ein verwüsteter Planet. Macht aber nix, dafür hat sich die Menschheit über das ganze Sonnensystem ausgebreitet. Da die Polizei kaum noch der Kriminalität und dem florierenden Bandenwesen Herr wird, haben Kopfgeldjäger Hochkonjunktur. Cowboy Bebop erzählt von den Abenteuer einer solch illustren Kopfgeldjägertruppe, die auf der Suche nach dem nächsten lukrativen Auftrag von Planet zu Planet reisen.


    - Erscheinungsdatum: 28. Februar 2005
    - Label: Victor Entertainment
    - Komponist: Yoko Kanno
    - Produzent: unbekannt
    - Musik: u.a. Steve Conte, Seatbelts
    - Anzahl der CDs: 1


    Trackliste:
    01. Tank! (3:31)
    02. Rush (3:35)
    03. Spokey Dokey (4:06)
    04. Bad Dog No Biscuits (4:11)
    05. Cat Blues (2:37)
    06. Cosmos (1:37)
    07. Space Lion (7:12)
    08. Waltz for Zizi (3:31)
    09. Piano Black (2:49)
    10. Pot City (2:15)
    11. Too Good Too Bad (2:36)
    12. Car24 (2:51)
    13. The Egg and I (2:44)
    14. Felt Tip Pen (2:40)
    15. Rain (3:24)
    16. Digging My Potato (2:21)
    17. Memory (1:30)


    Gesamtspieldauer: 53 Minuten 30 Sekunden


    Kritik:

    1. Tank! (3:31) (Top des Albums)
    Das Opening kommt gemäß dem Stil der Serie sehr flott und modern rüber. Der Eröffnungstrack verlässt sich ausschließlich auf verschiedene Blasinstrumente.

    2. Rush (3:35)
    Wieder stehen die Blasinstrumente klar die im Vordergrund. Zügig, glamourös, wie im Stil der goldenen 1920er Jahre präsentiert sich dieser Track als guter Durchschnitt. Bei diesem Stück fühle ich mich immer wieder an die Musik der Sim City Spiele erinnert.

    3. Spokey Dokey (4:06)
    Ein gut performtes Mundharmonika-Solo, mal zügig, mal melancholisch. Es gibt nicht viel zu sagen. Gutes Solo, guter Track.

    4. Bad Dog No Biscuits (4:11)
    Fröhlich, Flott, bunt wie eine Zirkuskapelle präsentiert sich dieses Lied. Die bewährte Mischung aus Trompeten und Schlagzeug spielt in wenig verrückt und turbulent aber das fördert nur den positiven Gesamteindruck dieses Stücks.

    5. Cat Blues (2:37)
    Der Name wurde mit bedacht gewählt. Die obligatorische Kombination Schlagzeug/Blasinstrumente vermittelt eine Stimmung als ob man durch Schatten schleichen würde und es befällt Einen gar ein diebisches Gefühl. Ganz klar, dieser Track hätte auch in jedem klassischen Einbrecherfilm gute Arbeit geleistet.

    6. Cosmos (1:37)
    Eine einzelne Trompete, einsam und trist wie der Weltraum. - Oder auch langweilig, je nachdem, wie man es sieht.

    7. Space Lion (7:12)
    Deja-vu! Hier bekommt man wieder fast das selbe präsentiert wie im vorhergehenden Track. Nur die einsame Trompete wurde durch ein Saxophon ersetzt, welche sich für diese Einsamkeits-Musik jedoch wesentlich besser eignet.
    Erst später kommen zusätzliche Klänge zur Kulisse hinzu. Eine Trommel, irgendwelcher Indianer-Sing-Sang und noch ein paar Töne aus dem Computer. Das gesamte Stück wirkt zwar ganz nett und freundlich aber doch leblos und die Länge von über sieben Minuten tut ihr übriges um den Zuhörer irgendwann weiterschalten zu lassen. Es sei denn, man lässt die Musik nebenher zur Arbeit, Lesen, Schreiben etc laufen, in diesem Falle wirkt das Stück in der Tat überaus beruhigend.

    8. Waltz for Zizi (3:31)
    Hier bekommt jetzt also die Gitarre ihr Solo. Später ändert sich das Instrument und man hat beinahe das Gefühl das berühmte Theme aus Doktor Schiwago zu hören. Alles in allem ist dieses Stück genauso ruhig, gleichförmig und langatmig wie die drei Tracks zuvor.

    9. Piano Black (2:49)
    Und hier hat das Klavier seinen großen Auftritt. Etwas flotter als die drei Stücke zuvor und mit ein wenig Unterstützung von Saxophon und Schlagzeug kommt auch hier nichts besonderes raus.

    10. Pot City (2:15)
    Wieder so ein Stück mit Einbrecher-Mentalität. Alles ist eher leise gehalten, nur das Schlagzeug spielt durchgängig. Hin und wieder geben die Trompete und eine sich surreal anhörende Gitarre ein kurzes Stell-dich-ein.

    11. Too Good Too Bad (2:36)
    Nochmal ein etwas zügigerer Track mit Trompete, Saxophon und Schlagzeug. Auch in der x-ten Variation wird man von diesem Setting nicht vom Hocker gerissen.

    12. Car24 (2:51)
    Noch ein durchschnittlicher Track, der uns mit Blasmusik und Schlagzeug zu erfreuen versucht. Ein Stück, ohne Höhen und Tiefen, einfach nur gleichmäßig konform, das man sich anhört, ohne es wirklich wahr zu nehmen.

    13. The Egg and I (2:44) (Flop des Albums)
    Flöte, Trommel und später auch Gitarre spielen immer wieder die selbe Musik. Und das ist gelinde gesagt: mäßig aufregend. Da ist man fast froh, dass das Stück nicht länger dauert, sonst wäre die Gefahr groß es gelangweilt oder genervt einfach zu überspringen.

    14. Felt Tip Pen (2:40)
    Willkommen im Mittleren Westen! - mag man sich denken, wenn man dieses Stück hört, denn es könnte genauso gut von einem Cowboy am Lagerfeuer gespielt werden. Eine Gitarre und ein Schlagzeug, das wars. Ziemlich ruhig, aber auch irgendwie öde, es sei denn, man steht auf Musik Marke Hank Williams.

    15. Rain (3:24) (Top des Albums)
    Dieses Lied vermittelt gekonnt eine bedrückte und traurige Stimmung, wie auch schon in der Episode, in der es gespielt wurde. Allerdings wird diese Version nicht wie in der Serie von Mai Yamane, sondern von Steve Conte vorgetragen. Jedoch ist diese Variante mindestens ebenso gut wie das Orginal. Mr. Conte's Stimme, der Text und die musikalische Begleitung in Form einer Kirchenorgel - alles fügt sich zu einem exzellentem ganzen zusammen. Das einzige Lied auf diesem Album, in dem wirklich gesungen wird.

    16. Digging My Potato (2:21)
    Wir haben wieder eine Mundharmonika, diesesmal nur in Begleitung eines einzelnen Schlagzeugs. Ein langsamer und ziemlich cooler Track. Man hat förmlich die verrauchte Bar aus der entsprechenden Folge vor Augen.

    17. Memory (1:30)
    Ein kurzer, wehmüter Track in dem wir lediglich ein Xylophon oder etwas ähnliches hören.


    Fazit:
    Dass Frau Kanno von Musikrichtungen wie Blues oder Funk entscheidend beeinflusst wurde, merkt man diesem Soundtrack deutlich an. Die ruhigen Stücke machen klar den größten Teil des Albums aus, fetzige Tracks sind stark in der Unterzahl.
    Ausnahmen sind lediglich Tank! sowie Rain. Der ganze Rest eignet sich hervorragend um die Musik des Nachts laufen zu lassen, während man sich auf andere Dinge konzentriert.
    Da fragt man sich doch, wo sind die ganzen genialen Tracks wie Green Bird hingekommen, die stark zur Dramatik der einzelnen Cowboy Bebop - Folgen beigetragen haben?
    Wer eher Gitarren-lastige Musikrichtungen bevorzugt wird von dieser Scheibe sehr enttäuscht. Leute, denen Blues, Country und Folk gefallen finden hingegen eine solide Mischung verschiedener Stile.


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