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Vincent Price

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    Es gibt 5 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Olly.

      Vincent Price



      Vincent Price (* 27. Mai 1911 in Saint Louis, Missouri, † 25. Oktober 1993 in Los Angeles, Kalifornien; eigentl. Vincent Leonard Price jr.) war ein US-amerikanischer Schauspieler, der hauptsächlich in Horrorfilmen auftrat.


      Leben

      Der mit 1,93 m im wahrsten Sinne große Schauspieler Vincent Price hat Europa bereist und an der Yale University studiert, bevor er Schauspieler wurde. Er war auch für seine markante Stimme bekannt, die nicht nur als Erzähler in Michael Jacksons Thriller zu hören ist, sondern auch in Radioproduktionen (BBC, NBC). Vincent Price spielte in den 60er-Jahren den Bösewicht Egghead in der Fernsehserie Batman. Außerdem schrieb er einige Koch- und Rezeptbücher. Vincent Price, der auch an Parkinson erkrankt war, starb am 25. Oktober 1993 an Lungenkrebs. Sein Leichnam wurde zusammen mit seinem Lieblings-Gartenhut verbrannt und die Asche vor der kalifornischen Küste verstreut.


      Ehen und Kinder

      * 1938 - 1948 (Scheidung): Edith Barrett

      Sohn: Vincent Barret Price (* 1940)

      * 1949 - 1973 (Scheidung): Mary Grant

      Tochter: Victoria Price (* 1962)

      * 1974 - 1991 (Tod der Ehefrau): Coral Browne (* 1913, † 1991)


      Filme

      Filme in den 30er-Jahren

      1938 spielte Vincent Price seine erste Filmrolle als junger Erfinder Robert Wade in der Komödie Service de Luxe. Seine ersten Horrorfilme drehte er schon im darauffolgenden Jahr. In Tower of London (Der Henker von London) spielte er an der Seite von Basil Rathbone und Boris Karloff nur eine Nebenrolle als Duke of Clarence, der in einem Rotweinfass ertränkt wird.


      Filme in den 40er-Jahren

      1940 verlieh Vincent Price seine Stimme dem Unsichtbaren in dem Film The Invisible Man Returns (Der Unsichtbare kehrt zurück). Zu sehen ist er nur kurz am Ende des Films. Bis zum Jahre 1953 drehte Vincent Price keine Horrorfilme mehr. Er spielte vorwiegend Nebenrollen, unter anderem als Bischof in The Keys of the Kingdom (Der Schlüssel zum Himmelreich) an der Seite von Gregory Peck, als Staatsanwalt Dutour in The Song of Bernadette (Das Lied von Bernadette) an der Seite von Jennifer Jones und als Kardinal Richelieu in The Three Musketeers (Die drei Musketiere) an der Seite von Lana Turner und Gene Kelly.

      Außerdem spielte er den Playboy Shelby Carpenter in dem Krimi Laura (Laura) und den arroganten Lehnsherr Nicolas van Ryn in dem Melodram Dragonwyk (Weißer Oleander), seine zwei besten Rollen aus dem 40er-Jahren. In einer Hauptrolle war Vincent Price in Samuel Fuellers Abenteuerfilm The Baron of Arizona (Der Baron von Arizona) zu sehen.


      Filme in den 50er-Jahren

      1951 trat Vincent Price als sympathischer Filmstar Mark Cardigan an der Seite von Robert Mitchum und Jane Russell in dem Abenteuerfilm His Kind of Woman (Ein Satansweib) auf.

      1953 wurde Vincent Price selbst zum Star, und zwar durch die Rolle des Henry Jarrod in dem Horrorfilm House of Wax (Das Kabinett des Professor Bondi), einer Neuverfilmung in 3D des Horrorfilms The Mystery of the Wax Museum (Das Geheimnis des Wachsfigurenkabinetts) mit Lionel Atwill in der Hauptrolle. Ein Jahr später drehte Vincent Price The Mad Magician (Der wahnsinnige Zauberkünstler), in der er den Don Gallico verkörperte, einen Erfinder von Zaubertricks, der einen Zauberer mit Hilfe einer riesigen Kreissäge ermordert, die Leiche beseitigt und die Identität des Ermordeten annimmt. Der Film wurde kein Erfolg.

      Vincent Price übernahm eine Nebenrolle als Baumeister Baka in Cecil B. de Mille's Bibelverfilmung The Ten Commandments (Die zehn Gebote), in der er neben vielen anderen Filmstars wie Charlton Heston, Yul Brynner und Edward G. Robinson zu sehen war, ehe er seinen nächsten Horrorfilm drehte. In The Fly (Die Fliege) spielte er Francois Delambre, den Bruder des Erfinders André Delambre. André Delambre hat einen Apparat konstruiert, mit dem er Gegenstände und Lebewesen von einem Ort zum anderen transportiert. Nach einem Selbstversuch hat der Erfinder plötzlich den Kopf und den Arm einer Fliege. Obwohl Vincent Price weder das Opfer noch einen Bösewicht in dem Film verkörpert hatte, wird er bis heute immer noch mit dem Film "The Fly" in Verbindung gebracht. 1985 entstand ein modernisiertes Remake des Stoffes mit Jeff Goldblum in der Rolle des Erfinders Seth Brundle, dessen Gene mit denen einer Fliege vermischt werden, woraufhin er sich allmählich in ein solches Insekt verwandelt. Price selbst hielt zwar Goldblums Darstellung für durchaus gelungen, lehnte die Schleim- und Bluteffekte des Finales aber als überzogen und unglaubwürdig ab.

      1957 übernahm Price die Rolle des Teufels in Irwin Allans Film The Story of Mankind. Dort war in einem Aufeinandertreffen, welches über das Schicksal der Menschheit entscheiden sollte, der Gegenspieler eines Engels.

      Anschließend spielte Vincent Price 1959 in The House on Haunted Hill (Das Haus auf dem Geisterhügel) den exzentrischen Millionär Frederick Loren, der eine Party in einem Spukhaus veranstaltet, während der seine verhasste Ehefrau versucht, ihn zu ermorden. Im Jahre 2000 entstand eine Neuverfilmung mit dem Titel Haunted Hill (Haunted Hill) mit Geoffrey Rush in der Hauptrolle. Die Figur des Frederick Loren wurde zu Ehren von Vincent Price in Stephen Price umbenannt.


      Filme in den 60er-Jahren

      1962 trat Vincent Price als Richard III. in einem Film mit dem Titel Tower of London (Der Massenmörder von London) auf; die Rolle Richards III. spielte in der Version aus dem Jahre 1939 Basil Rathbone.

      In den 60er Jahren drehte Vincent Price sieben Filme nach Werken von Edgar Allan Poe, bei denen der Vielfilmer Roger Corman Regie führte. In diesen Filmen entwickelte er den Charakter des dekadent-wahnsinnigen Exzentrikers, mit dem er zu einem Kult-Star des Horror-Genres wurde. In The House of Usher (Die Verfluchten) spielte er den sensiblen Roderick Usher, den letzten Spross der alten, zum Untergang verdammten Familie Usher. In The Pit and the Pendulum (Das Pendel des Todes) verkörperte er Don Nicholas Medina, der von seiner Ehefrau und seinem Hausarzt in den Wahnsinn getrieben wird. Tales of Terror (Der grauenvolle Mister X) war ein Episodenfilm; die drei Episoden basieren auf Poes Kurzgeschichten Die schwarze Katze, Morella und Der Fall Valdemar. In der Episode, die auf Der Fall Valdemar basiert, trat auch Basil Rathbone auf, in der Episode, die auf Die schwarze Katze basiert, Peter Lorre.

      In The Raven (Der Rabe - Duell der Zauberer) verkörperte Vincent Price an der Seite von Boris Karloff, Peter Lorre und Jack Nicholson den Zauberer Doktor Erasmus Craven, der sich mit dem Zauberer Doktor Scarabus duelliert, der seine Ehefrau gefangenhält. In The Haunted Palace (Die Folterkammer des Hexenjägers) verkörperte er den Hexenmeister Joseph Curwen, der von Körper seines Nachfahren Joseph Curwen Besitz ergreift. The Haunted Palace basiert außer auf einem Gedicht Edgar Allan Poes noch auf der Erzählung Der Fall Charles Dexter Ward des amerikanischen Autors H. P. Lovecraft. In Masque of Red Death (Satanas, das Schloss der blutigen Bestie) spielte er Prinz Prospero, einen dekadenten Adeligen aus dem Italien des 11. Jahrhunderts. In Tomb of Ligeia (Das Grab der Lygeia) verkörperte Vincent Price den Engländer Verdon Fell, der versucht, seine tote Ehefrau Ligeia wieder ins Leben zurückzuholen. Roger Corman drehte noch einen weiteren Film nach einer Erzählung von Poe; in Premature Burial (Lebendig begraben) übernahm jedoch nicht Vincent Price, sondern Ray Milland die Hauptrolle.

      Zwischen den Poe-Verfilmungen übernahm Vincent Price unter anderem die Rolle des Robur in Master of the World (Robur, der Herr der sieben Kontinente), einer Verfilmung der Romane Robur der Eroberer und Der Herr der Welt von Jules Verne. Neben Vincent Price wirkte auch Charles Bronson mit. Außerdem drehte er mit Boris Karloff, Peter Lorre und Basil Rathbone The Comedy of Terrors (Die "Ruhe Sanft" GmbH), eine Mischung aus Horrorfilm und Komödie, die im Milieu der Totengräber spielt.

      Ende der 60er Jahre drehte Vincent Price drei Horrorfilme. In The Witchfinder General (Der Hexenjäger) spielte er den erbarmungslosen Hexenjäger Matthew Hopkins. In Cry of the Banshee (Der Todesschrei der Hexen) spielte er den von einer Hexe verfluchten Lord Edward Whitman. In The Oblong Box (Im Todesgriff der roten Maske) spielte er Julian Markham, der der Rache seines verunstalteten Bruders zum Opfer fällt. Neben Vincent Price wirkte bei The Oblong Box auch Christopher Lee mit. Außerdem spielte Vincent Price Nebenrollen in dem Western More Dead than Alive (Killer Cain) und in der Komödie The Trouble with Girls, in der er als Mister Morality an der Seite von Elvis Presley auftrat.


      Filme in den 70er-Jahren

      Seine letzten großen Erfolge feierte Vincent Price Anfang der 70er Jahre mit dem Horrorfilmen The Abominable Dr. Phibes (Das Schreckenskabinett des Doktor Phibes) und Theatre of Blood (Theater des Grauens), in denen es um Rache und grausame, phantasievolle Morde geht. In The Abominable Dr. Phibes spielte Vincent Price den Theologen Dr. Anton Phibes, dessen Ehefrau durch den Fehler eines Ärzteteams auf dem Operationstisch starb. Hierfür rächt sich Dr. Phibes, in dem er die Ärzte ermordet; die Todesarten basieren auf den zehn biblischen Plagen. Einer der Ärzte wurde von Joseph Cotten gespielt.

      In Theatre of Blood wirkten mehr Stars als in The Abominable Dr. Phibes mit, unter anderem Diana Rigg und Robert Morley. Vincent Price spielte den Schauspieler Edward Lionheart, der ausschließlich in Stücken von William Shakespeare auftrat. Als die Vereinigung der Theaterkritiker ihren Kritikerpreis einem anderen Schauspieler verleiht, begeht er vor den Augen der Kritikervereinigung scheinbar Selbstmord. Später ermordet er die Kritiker; die Todesarten entnimmt er den Werken William Shakespeares. Eines der Mordopfer spielte auch seine dritte Ehefrau, Coral Browne.


      Filme in den 80er-Jahren

      1986 synchronisiert er im Zeichentrickfilm Basil, der große Mäusedetektiv, den bösen Professor Rattenzahn, was ihm Gelegenheit bietet, auch sein Gesangstalent einzubringen. Vincent Price tritt nur noch in Nebenrollen auf. Eine größere Rolle hatte er 1987 in dem romantischen Melodram The Whales of August (Wale im August) von Lindsay Anderson an der Seite von Bette Davis und Lillian Gish.


      Filme in den 90er-Jahren

      Seine letzte Rolle spielte Vincent Price 1990 an der Seite von Johnny Depp in Edward Scissorhands (Edward mit den Scherenhänden) unter der Regie von Tim Burton. Der Erfinder, den er in diesem Film spielt, stirbt im Laufe des Films. Wie in seinem ersten Film spielte Vincent Price auch in seinem letzten Film einen Erfinder.

      (Quelle: Wikipedia.de)

      _____________________

      Für mich einer der besten Schauspieler überhaupt. Wer ihn in den Edgar Allan Poe-Verfilmungen von Roger Corman gesehen hat, weiß wovon ich spreche. Zudem ein sehr netter und freundlicher Mensch, der sich in seinem Leben hauptsächlich der Kunst widmete. Sein Beruf als Schauspieler war immer nur Mittel zum Zweck. Das Geld das er dabei verdiente, ging hauptsächlich immer für neue Gemälde drauf. Es ging sogar so weit, das er mal in eine Bruchbude zog. Als ein Freund ihn danach fragte, wieso er denn in so einer Baracke leben würde, wo er als Schauspieler doch soviel Geld verdienen dürfte, antwortete Price lapidar: Die Kunst ist mir wichtiger!

      Das er auch als Kunstexperte gilt, beweist er u.a. mit seinem von ihm geschriebenen Werk The Vincent Price Treasury of American Art das in den USA noch heute als Standardwerk in Sachen Kunst gilt.

      Ein großer Mann, der nun in diesem Forum seine verdiente Würdigung erhält.

      Was haltet ihr von Vincent Price?
      "Ich habe Dinge gesehen, die ihr Menschen niemals glauben würdet.
      Gigantische Schiffe, die brannten, draußen vor der Schulter des Orion.
      Und ich habe C-Beams gesehen, glitzernd im Dunkeln nah dem Tannhäuser Tor.
      All diese Momente werden verloren sein in der Zeit, so wie Tränen im Regen.
      Zeit ... zu sterben..."
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Herr Lehmann“ ()

      Total genialer Schauspieler, für mich noch viel besser als Christopher Lee, der bei vielen als die Horrorfigur überhaupt gilt.
      Price´s beste Leistung fand ich allerdings nicht in einem Film, sondern auf einem Lied. In Michael Jacksons Thriller rappt er mit seiner ultimativen Horrorstimme und jagt jeden einen Schauer über den Rücken. :goodwork:
      Es gibt (gab) kaum einen Schauspieler, der die Rolle des dämonischen Bösewichts besser spielen konnten als Vincent Price. Hab schon als Teenager seine Edgar A.Poe-Filme geliebt und immer wieder geguckt. Zusammen mit Christopher Lee und Peter Cushing einer der ganz Großen des 50er und 60er Jahre-Horrorkinos. In den 70ern fand ich Price dann als Dr. Phibes richtig gruselig. Sehr geil übrigens auch "Das Haus der langen Schatten" in dem die drei Schauspieler (Lee, Cushing, Price) gemeinsam auftreten. Nach wie vor einer meiner Grusel-Favoriten. :)
      ich finde tim burtons homage "vincent" an vincent price sehr genial gemacht und vorallem auch noch die original stimme von vincent price dabei. hat mir sehr gut gefallen. zum schauspieler vincent price muss man glaube ich nichtmehr viel sagen. in last man on earth hat er mir auch sehr gut gefallen, von seinen horror und grusel filmen mal ganz zu schweigen. in vielen köpfen die verkörperung des perfekten bösen professors und bösewichtes hat er viele filme nach ihm beeinflusst.
      Dank meines Vaters bin auch ich ein großer Fan der drei großen Christopher Lee, Peter Cushing & Vincent Price geworden. Vincent Price mochte in besonders in Das Kabinett des Professor Bondi, Dr. Phibes Filme, Theater des Grauens, Der Rabe. Auch Das Haus der langen Schatten gefällt mir sehr gut als alle drei zu sehen waren und eine interessante Verfilmung ist.
      Filme gesehen: 7551