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Lostprophets - Start Something

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    Es gibt 3 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von DJK.

      Lostprophets - Start Something

      Lostprophets - Start Something






      Einstieg: Die Waliser Band Lostprophets legen mit Start Something den Nachfolger zum "The Fake Sound of Progress" hin und was für einen. Das erste Album ging noch in eine härtere Ecke und bestand zum Großteil aus tief gestimmten Gitarren Riffs und einen schneidenden Lead-Gitarrensound. Ich wie ich auch eher vom härteren Musik-Gefilde kommen ziehe jedoch den Start Something Sound um Welten vor, nicht zuletzt da ich auch sehr gerne einfach gute Musik höre, egal aus welchem Genre (lediglich Hip Hop kann ich so gut wie gar nicht ab) Start Something bewegt sich davon mehr als nur einen Schritt weg. und soviel sei gleich gesagt: Einen riesigen Schritt aus Einheitsgeschrei zum überwältigenden Werk. Viele mögen es als Kommerz ansehen, da es ruhiger und melodiöser angeht wie auf dem Debüt. Natürlich weiß keiner genau ob hier Geld eine Rolle spielt beim Stil-Wechsel, jedoch haben sich die Verlorenen Propheten Reichtum mit diesem Werk wirklich mehr als verdient, denn es geht nicht wie auf vielen anderen als Kommerz abgestempelten Alben ruhig und poppig zu, es ist auf textlich alles andere als Mainstream-Geplänkel. Alles Weitere werde ich nun im Hauptteil beschreiben.


      Die Musik:

      Kurz erst zur Band: Die Band scheint mir wirklich sehr klasse an ihren Instrumente zu sein (bin selber Musiker) und brilliert durch Riffs die einfach sitzen und neue Arten zu drummen um mehr als nur eine Begleitung zu schaffen und die Stimme von Ian Watkins ist einfach phänomenal!

      Der Sound lässt sich nicht so leicht definieren. Würde man es als Nu-Metal bezeichnen, dann würden Leute Rap-Parts und geschrieenen Parts in abwechselnder Besetzung erwarten, jedoch ist das weit gefehlt. Es wird neben den teilweise geschrieenen Refrains nur gesungen und das in einer unglaublichen Perfektion. Würde man es Pop nennen, würden die Leute Pop-Gedudel erwarten, mit Gitarre und Klavier als prägnantes Mittel und hauptsächlich Balladesken Liedern.
      Würde man es Rock nennen, kämen Leute auf Lieder die wenig "drumrum" haben und klassischen Rock wie AC/DC erwarten.

      wenn man den Sound nicht in eine Schublade stecken kann, na wie zum Teufel hört es sich dann an? also hier wird es schon leichter. Zuerst kann man sagen, dass es durchaus straighte sehr rockige/New-Metal hafte Lieder gibt so zum Beispiel "Burn Burn" oder "We still kill the old way". Diese sind sehr spaßig und gehen nach vorne, aber hauptsächlich würde ich sagen, dass das als Experimentelle-Rock-Musik zu bezeichnen ist. Lieder wie "I don't know" und "A Million Miles" um die weniger bekannten/nicht veröffentlichten zu nennen sind dafür ein gutes Beispiel.
      Breaks und Drum-Begleitungen die man so einfach nicht erwartet kommen zusammen und werden durch Keyboard (leicht und unterschwellig) und unverzerrte Gitarrenriffs sehr schön vermischt. Leicht und poppig klingen manche Songs. So zum Beispiel "Last Summer" (eines der Highlights) jedoch wird mit der perfekten Stimme und vielen, wie schon gesagt, experimentellen Übereinanderlegungen von Stimmen oder innovativen Instrumenten-Parts ein Feeling erzeugt welches ich bisher noch nie gehört habe.

      Das zu beschreiben scheint wohl doch nicht allzu leicht sein. Man kann aber definitiv sagen, dass die Lostprophets auf diesem Album mehrere Stile haben und von Nu-Metal (mit Gesang halt) und überwiegenden Geschrei und Ohrwurm-Riffs "Ride" bis zum psychedelischen "Sway" welches mit Echos und Verzerrungen arbeitet ist vieles dabei.

      Doch glaubt jetzt bitte nicht, dass hier Techno oder unentwegtes Keyboard-Synthi Gejaule auf eure Ohren donnert, man hat es hier geschafft mit dem Ansatz "weniger ist mehr" eine unglaubliche Atmosphäre zu schaffen und auch mal sich etwas zurück zu nehmen oder dinge einfach ausprobieren. Der Sound klingt auch nicht so als ob die LPS während dem aufnehmen experimentiert hätten sondern vor den aufnahmen und dann während dem Aufnehmen nur noch alles perfektionieren mussten und dann eben aufnehmen, denn hier klingt kein Fehltritt in Sachen Experimente durch.

      Textlich gesehen ist das Album ebenso gelungen. Zwar habe ich gesellschaftskritisch hier nichts gefunden oder "bedeutendes" im politisch/gesellschaftl. Sinn aber menschlichen Gefühle (und hier rede ich nicht vom Einheits-Vermarktungsgefühl" Liebe sondern von Situationen die einen vor fragen stellen: Der "letzte Sommer" den man mit seinen Freunden verbringt bevor man in die weite Welt auszieht. Das Rückblicken auf das Leben und die Einsicht, dass man alt geworden ist "Hello Again" werden hier sehr schön geschrieben und nicht so geradeaus sondern oft durch kleine Anspielungen/Metaphern wie "Hello again, it's been so long, why (do) you look so old, wasn't time your friend?" Einfach klasse.

      was mir nun nach hunderte male hören erst auffiel ist, dass durch das durchbrechen von Genre Barrieren anders wie bei anderen Bands die (besonders im Metal etc.) oft nur zwischen hart und balladesk wählen hier zu jedem Song einfach ein Feeling entsteht, dass man durch die Musik praktisch einen film sieht mit dem was passiert, wo es schnell und laut sein muss ist es schnell und laut und wo es langsam oder gar abstrakt sein sol ist es langsam oder gar abstrakt. So ist auch bei Last Summer ein Surf-Feeling nicht zu überhören oder bei Hello Again die Trauer und bei "I don't know" die Unsicherheit und Abstraktheit.

      Ebenso möchte ich hervorheben, dass dies eines von vllt. 5-6 Alben ist die ich kenne, auf dem JEDES Lied zu 100% überzeugt. Viele Aben sind nah dran oder enttäuschen durch viele "so lala"-Lieder, nicht jedoch hier. Will man vergleichbare Bands und Alben aufzählen muss man sich eingestehen, dass man zwar ähnliche Sänger suchen kann oder für ein paar Lieder parallelen findet, jedoch so ein Sound noch nie dagewesen ist. Selbst das Debüt-Album kann man nicht damit vergleichen.


      Fazit:

      Eigentlich will ich gar nicht aufhören zu schreiben, da es immer noch dinge gibt (auch jetzt während dem Tippen) die mir einfallen, ich nach oben scrolle und sie ergänze. aber ich kann noch so viel Lobpreisen vom Album, es wird garantiert nicht jedem Gefallen. Es wird Leute geben die mit dem Sound nciht zufrieden sind, weil sie was Härteres mögen oder anderen ist es zu experimentell an manchen Stellen. Man sollte zumindest mal probe hören, auch wenn ihr sonst nicht so oft in den Laden geht und da mal probe hört (nicht nur 30 sek. Ausschnitte sondern mal etwas mehr) dann kann ich sagen, diese mal ist es die Sache wert. Gebt dem Album eine Chance und hört es euch an. Ich könnte mir ohne diese Scheibe die LPS nicht mehr denken. Für mich eine der besten wenn nicht gar DIE beste Scheibe die ich seit vielen Jahren gehört habe.
      wenn auch mit der Zeit eingesehen werden kann, dass ein paar stücke weniger phänomenal sind und einfach nur gut sind oder auch geil aber nichts ungewöhnlich übermenschliches haben. Was aber auch daran liegen kann dass ich die Platte bis zum erbrechen oft gehört hab.

      Daher mittlerwiele sehr gute:.


      8/10 Punkten
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      Tolle Kritik :goodwork: =) Gefällt mir echt gut!

      Ich mag dieses Album auch sehr gerne. Sind viele, sehr gute Songs drauf!
      Aber leider haben die Jungs mit "Liberation Transmission" irgendwie daneben gehaun. "The fake sound of progress" und "start something" sind toll, aber das neuste Album ist ziemlich unter meinen Erwartungen geblieben. :(
      Kann mich Lou anschließen. Ist ein tolles Album mit vielen guten Titeln. Der Nachfolger ist eher misslungen. "Last Summer" ist mein Lieblingssong vom Album, macht einfach gute Laune :)