The Essential Leonard Cohen

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      The Essential Leonard Cohen



      Es war 2002, als diese Doppel-CD erschien, längst überfällig: Die wichtigsten, besten Lieder des kanadischen Genies zusammengefasst! Es ist sicher nicht leicht gewesen, dieses Kompendium zusammenzustellen, wenn man bedenkt, über welch großen Zeitraum Cohen seine Fans immer wieder mit seiner tollen Arbeit beeindruckt hat. Doch man hat gute Arbeit geleistet: Nur 2 Songs, die ich auf jeden Fall zu seinen besten zähle, fehlen: Lady Midnight und The Captain.
      Hier die gesammte Tracklist:

      Disc 1:

      1. Suzanne
      2. The Stranger Song
      3. Sisters of Mercy
      4. Hey, That's No Way to Say Goodbye
      5. So Long, Marianne
      6. Bird On A Wire
      7. The Partisan
      8. Famous Blue Raincoat
      9. Chelsea Hotel #2
      10. Take This Longing
      11. Who By Fire
      12. The Guests
      13. Hallelujah
      14. If It Be Your Will
      15. Night Comes On
      16. I'm Your Man
      17. Everybody Knows
      18. Tower of Song

      *Gesamtdauer: 78:27*

      Disc 2:

      1. Ain't No Cure For Love
      2. Take This Waltz
      3. First We Take Manhattan
      4. Dance Me To The End Of Love (Live)
      5. The Future
      6. Democracy
      7. Waiting For The Miracle
      8. Closing Time
      9. Anthem
      10. In My Secret Life
      11. Alexandra Leaving
      12. A Thousand Kisses Deep
      13. Love Itself

      *Gesamtdauer: 72:30*


      Das macht also insgesamt 2 Stunden, 30 Minuten und 57 Sekunden, die man unbedingt gehört haben sollte!
      Ich bin leider gerade zu faul, um jeden einzelnen Song zu kommentieren, aber ich versuche mal, einige Highlights rauszupicken:

      1. Suzanne:
      Einer der bekanntesten Songs von Cohen, und sein erster(und eigentlich einziger, richtiger) kommerzieller Hit. Er besticht vor allem durch Schlichtheit, eine wunderschöne Melodie und einem etwas merkwürdigem, aber berührendem Text. Man kann sich in dieser Musik ganz leicht verlieren .

      6. Bird on a Wire (oder auch Bird on THE Wire):
      Für viele das beste Lied, dass der Kanadier je gemacht hat. Es hat etwas beruhigendes, trauriges und doch freudiges, das eine herrliche Stimmung erzeugt.
      So verwundert es auch nicht, dass es oft gecovert wurde, unter anderem von Johnny Cash, Joe Cocker, Judy Collins oder den Neville Brothers.

      9. Chelsea Hotel #2:
      "I used to meet people in the elevator there. I met a distinguished singer... a woman... in the elevator. I used to see her every night there, a very famous singer...and i was a famous singer myself... i used to see her in that elevetor and she... she was always alone..you know. I said: 'Are you looking for someone?' She said yes, i said: 'Who?'. She said: 'Kris kristofferson'. I said: 'I'm Kris Kristofferson' . She said: 'No, he is a lot taller than you, isn't he?'...this is true....anyways, the young woman was Janis Joplin and i wrote this song for her!"

      So beschreibt Cohen die Entstehungsgeschichte des Songs... der einzige Lovesong den ich kenne, der einfach nie langweilig wird und nie kitschig oder verlogen wirkt!

      13. Hallelujah:
      Hallelujah wurde vor nicht allzu langer Zeit zum besten kanadischen Song aller Zeiten gewählt, und doch: Viele Leute, die ihn kennen, wissen nichtmal, dass er von Cohen ist, denn kein Song von ihm wurde öfter gecovert, noch dazu von so prominenten Leuten wie: Bono, Jeff Buckley, John Cale, Allison Crowe, k.d. lang, Bob Dylan, Rufus Wainwright. Man kann ihn, gecovert, unter anderem bei Shrek und Scrubs hören.

      17. Everybody Knows:
      Der erste Song auf The Essential vom Album "I'm your Man", dem ersten Album, bei dem vermehrt auch elektronische Musik
      zum Einsatz kommt... und gleichzeitig der politisch kritischste auf Disc 1. Selten wurde Kritik so genial verpackt, sowohl in Sachen Musik als auch in Sachen Text!

      2. Take This Walz:
      Cohen muss sehr von Wien beeindruckt gewesen sein, wenn er gleich ein Lied über seinen Aufenthalt geschrieben hat... noch dazu einen so herrlichen Walzer Wie schade, dass ich nicht tanzen kann

      3. First We Take Manhattan:
      Bis heutige weiß keiner, was Cohen mit diesem Song mitteilen will, außer ihm selbst, und es wird wohl nie jemand erfahren. Etwas bedrohliches schwingt in seinen Worten mit, wenn er sagt:
      I'm guided by a signal in the heavens
      I'm guided by this birthmark on my skin
      I'm guided by the beauty of our weapons
      First we take Manhattan, then we take Berlin
      Es regt zum Nachdenken an, was er meint, wenn er sich für den Affen und die Violine bedankt, die er geschenkt bekam...
      Ist es vielleicht gar eine Vision der Zukunft? Warum gerade Berlin? Meint er vielleicht "erst das Geld, dann die Kultur!"? Fragen über Fragen...


      Jeder Song von Leonard Cohen hätte einen Kommentar verdient, aber ich will auch mal zum Ende kommen.

      Fazit: Im Bereich der "Nicht-klassischen-Musik" macht Cohen die, meiner Meinung nach, beste Musik, die es gibt, und es ist eine Schande, wie sehr der Kanadier mehr und mehr in Vergessenheit gerät...
      Das Beste vom Besten
      10/10

      *PS* : Entschuldigt die Schreibweise, ich hab mein bestes gegeben, aber es fällt mir immer schwer, Leonard Cohen-Songs in Worte zu fassen
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