Man of Steel

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    Es gibt 2.085 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Gambit.

      @joerch

      Klar kenne ich das Ende vom Hulk. Aber der MCU Hulk wurde ja auch deutlich abgeschwächt zur Comicvorlage. Während Supi ja schon näher am Comic ist.


      @GregMcKenna

      Ich denke soweit kommen wir auf den Nenner, zu sagen Marvel macht das einfach besser als DC. Aber das sagen wohl auch 90 % aller Kinogänger. Mal weg von dem Vergleich.

      Für mich macht MOS vieles richtig. Und ich für meinen Teil konnte sehr wohl die Bindung zum Helden aufbauen. Aber ich kann deiner Argumentation folgen und diese auch nachvollziehen.
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      Alexisonfire8 schrieb:

      Ich denke soweit kommen wir auf den Nenner, zu sagen Marvel macht das einfach besser als DC. Aber das sagen wohl auch 90 % aller Kinogänger. Mal weg von dem Vergleich.

      Für mich macht MOS vieles richtig. Und ich für meinen Teil konnte sehr wohl die Bindung zum Helden aufbauen. Aber ich kann deiner Argumentation folgen und diese auch nachvollziehen.

      Ersteres: Ja, macht Marvel. Und das - zum Guten oder Schlechten - eben auch mit vergleichsweise dünnen Storygerüsten, die den Charakteren viel Raum lassen und dann wiederum die Bösewichter etwas vernachlässigen. Was "Black Panther" und "Infinity War" ja wieder etwas ausbaldowern.

      Für Zweiteres: Wenn "Man of Steel" für dich funktioniert - super. Und das meine ich absolut aufrichtig. Es gibt ja auch noch sowas wie Geschmack. Ich kann nur auf die handwerklichen Fehler aufmerksam machen. Und wir haben ja bei "Avatar" mit der Debatte begonnen. Der ist handwerklich in Sachen Story perfekt. Dünn - aber handwerklich perfekt. Und gerade diese Perfektion weist darauf hin, dass er wenige Kanten hat an denen man sich stoßen kann. Was wiederum zur Folge hat, dass er ein großes Publikum erreicht. Aber wenn er dir gefällt: Dann ist das gut. :)

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."

      GregMcKenna schrieb:

      ...

      Superman ist in "MoS" nicht "untypisch für Superman" sondern - er ist nicht Superman. Die Figur hat ihre innersten Werte aufgegeben. MoS ist die Geschichte um einen Superhelden mit den Kräften von Superman. Aber Superman war nie Superman weil er fliegen konnte oder Laserblicke schießen konnte sondern weil er Integrität weit jenseits dessen besaß, was ein Mensch leisten konnte. Er konnte tagelang an der Seite von Selbstmördern auf Brücken ausharren und sie trösten und ihnen Mut zusprechen. Das ist das, was Superman im Kern ausmacht: Hilfe. Aufopferung. Integrität. ...


      Sorry, aber das ist Quatsch. Supie hat nie "tagelang bei Selbstmördern den Tröster" gespielt. Er hat mit ihnen geredet, wenn sie dann doch springen wollte, hat er sie geschnappt und ins Hospital gebracht. Seine innersten Werte in MoS ... er wird sich dieser Werte im Laufe des Films bewusst.

      Er rettet Menschen, verschwindet dann aber wieder. Er weiß, dass es das ist, was er kann - aber andererseits hat ihn sein irdischer Vater Costner davor gewarnt, komplett sich zu offenbaren.

      Diesen Weg von der Anonymität hin zum Outing "Hi, ich bin Superman" erzählt die erste Hälfte des Films. Anders als es damals Siegel und Shuster geschrieben und gezeichnet haben, aber dennoch ganz nach deren Vorstellungen. Denn auch auf diesem Weg IST er Superman.

      Superman hat so viele Facetten ... sich auf ein paar zu beschränken (die auch nicht ohne sich lächerlich zu machen umsetzbar sind) und dann anderen wie ZACK und den Autoren die Fähigkeit abzusprechen, Superman "verstanden" zu haben, ist schon etwas überheblich. Und falsch/einseitig sowieso ...

      In MoS sehen wir ein Alien auf einer Reise (!). Und - trotz viele filmischer Anschlußfehler - trifft MoS den Superman-Charakter, versucht aber, "erwachsen" damit umzugehen und einen Weg in "unsere Welt" zu finden. Bei der Bedrohung, die von Zod ausgeht, hatte er keine andere Wahl als sich gegen ihn zu stellen. Und

      Spoiler anzeigen
      getötet hat er nur Zod. Die restlichen Kryptonier sind wieder in der Phantomzone oder wurden Opfer von Kriegshandlungen mit dem Militär (!), welche sie erst heraufbeschworen haben. Und sicher, die filmische Umsetzung von Zod mit dem Hitzeblick war etwas unschön ... aber wer weiß denn, wie Heatvision "tatsächlich" funktioniert. Vielleicht strahlen die Augen nur beim starren Geradeausblick und so würde es doch passen, dass Zod und Clark am Ende ihr Schicksal in der Kopfbewegung Zods finden: Nach rechts, dann sterben unschuldige Menschen durch Hitzeblick, nach links zum Genickbruch der einzige (!) Weg, ihn aufzuhalten. Begründungen wie "er hätte ihn anders KO-Schlagen können" sind Quatsch, denn es war ja gerade die Wahl, vor der der erwachsene Supie stehen musste am Ende seiner Reise zu sich selbst. Er hat sich für die Menschheit entschieden, es hat ihn sein Volk und seine Unschuld gekostet. Auch ein wichtiger Punkt, den man generell mit Helden verbindet: den Verlust der Unschuld. Ein Schritt, den ein erwachsener Superman gehen MUSS! Denn diese Tat, dieses Opfer hat seinen Kern verstärkt: nie mehr diese Linie überschreiten!


      Das macht einen erwachsenen Superman aus, der keineswegs "nicht Superman ist". Ich lese Supie seit den 70ern und ich habe Superman in Man of Steel gesehen. Modern. Erwachsen. Mit Fehlern. Einen Mann auf der Suche nach seiner Bestimmung. Das war nicht SuperBOY ... Ich habe SuperMAN gesehen!