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Twin Peaks - Staffel 2

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    Es gibt 59 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Emily.

      Emily schrieb:

      Data schrieb:

      John Crichton schrieb:

      Es bleiben die Probleme, dass die Serie nie wirklich weiß, was sie eigentlich sein will und für meinen Geschmack zu sehr ins vollkommen Absurde und auch Slapstick abdriftet, was das Sehvergnügen für mich deutlich abschwächt.


      Hier muss ich dir ganz klar widersprechen, denn diese Aussage ist nicht korrekt. In meinen Augen wusste Twin Peaks nämlich ganz genau, was sie sein wollte. Der Blend an Seifenoper, Kleinstadtdrama, Satire, Mystery und Krimi ist absolut und mehr als gewollt.


      Und genau das macht es so einzigartig. Man muss auch erstmal schaffen, das wirklich mysteriöse mit dem abgedrehten verbinden zu können. Ich habe der Serie immer alles abgekauft und fand weder das eine noch das andere deplatziert (über den US-Bürgerkrieg können wir uns streiten).


      Man kann sich über vieles streiten. Ich bin ja wahrlich kein Freund gewesen von großen Teilen der zweiten Staffel, weil man der Serie eine klare Orientierungslosigkeit angemerkt hat, nachdem das Network die Macher gezwungen hatte, ihre goldene Eier legende Gans zu schlachten (Lynch's Worte). Von Super Nadine bis hin zu "Bobby's erotic escapades of the week" hat die Serie alles versucht, um die Episoden zu füllen. Eine Rechtfertigung für ihre eigene (Weiter)-Existenz hat sie aber nicht gefunden, bis der finale Stretch an Folgen startete und Windom Earle als neues, zentrales Mysterium der Serie frisches Leben einhauchen konnte.

      Grundsätzlich aber bin ich bei dir, dass Twin Peaks immer authentisch war und sich die Welt als solche stehts echt anfühlte.

      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase

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      Die gute alte Erwartungshaltung ;) Ja, das wird bei mir sicher mit reinspielen. Genau dieser Blend und der ständige Wechsel zwischen den verschiedenen Genres reißt mich leider immer wider raus und schmälert mein Sehvergnügen.
      My name is John Crichton. I'm lost. An astronaut. Shot through a wormhole. In some distant part of the universe.Trying to stay alive. Aboard this ship. This living ship. Of escaped prisoners. My friends. If you can hear me. Beware. If I make it back. Will they follow? If I open... the door. Are you ready? Earth is unprepared. Helpless. For the nightmares I´ve seen. Or should I stay? Protect my home? Not show them...you exist? But then you'll never know...the wonders I´ve seen!
      Staffel 2 habe ich nun durch. Die von euch bereits angesprochenen Punkte treffen hier leider voll zu. Nach dem Abschluss der Handlung um Laura Palmer, dümpelt die Serie leider lange Zeit vor sich hin, um dann am Ende nochmal einen spannenden Spurt hinzulegen. So ein bisschen ist es wie damals bei Akte X, als Mudler das Rätsel um seine Schwester gelöst hatte, irgendwie ging es danach nur noch bergab.

      Ich denke mein Hauptproblem wird wohl sein, dass ich die Serie jetzt erst gesehen habe, sodass ich hier leider nichts wirklich Innovatives erkennen kann. Es wirkt alles sehr experimentell und irgendwie nicht ganz ausgegoren. Viele der nachfolgenden Serien haben es aus meiner Sicht einfach um einiges besser gemacht.

      Dennoch werde ich mich auch noch an Staffel 3 versuchen, auch wenn ich jetzt schon befürchte, dass gerade die Punkte, die mir bisher nicht gefallen haben, dort noch viel stärker auftreten werden.
      My name is John Crichton. I'm lost. An astronaut. Shot through a wormhole. In some distant part of the universe.Trying to stay alive. Aboard this ship. This living ship. Of escaped prisoners. My friends. If you can hear me. Beware. If I make it back. Will they follow? If I open... the door. Are you ready? Earth is unprepared. Helpless. For the nightmares I´ve seen. Or should I stay? Protect my home? Not show them...you exist? But then you'll never know...the wonders I´ve seen!

      John Crichton schrieb:


      Dennoch werde ich mich auch noch an Staffel 3 versuchen, auch wenn ich jetzt schon befürchte, dass gerade die Punkte, die mir bisher nicht gefallen haben, dort noch viel stärker auftreten werden.


      Tu das. Ich halte die dritte Staffel für ein Meisterwerk moderner TV-Unterhaltung. Aber ich meine mich zu erinnern, dass du geschrieben hast, mit David Lynch allgemein nicht viel anfangen zu können. Und Staffel drei ist Lynch in seiner reinsten, verrücktesten Form. Ich fänd's toll, wenn's dir gefällt, aber ich bin nicht guter Dinge.

      Ach und bevor ich es vergesse: Zwischen Staffel 2 und 3 gehört der Film Fire Walk with Me. Auf gar keinen Fall auslassen - er ist zum Verständnis der dritten Staffel essentiell.

      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase

      Ah...gut, dass du das erwähnst, den hatte ich bisher nicht auf dem Zettel.
      My name is John Crichton. I'm lost. An astronaut. Shot through a wormhole. In some distant part of the universe.Trying to stay alive. Aboard this ship. This living ship. Of escaped prisoners. My friends. If you can hear me. Beware. If I make it back. Will they follow? If I open... the door. Are you ready? Earth is unprepared. Helpless. For the nightmares I´ve seen. Or should I stay? Protect my home? Not show them...you exist? But then you'll never know...the wonders I´ve seen!
      Wobei das Wort "Unterhaltung" bzgl. der dritten Staffel schwierig ist. Ich finde, es ist absolut einzigartig, was Lynch da gezaubert hat. Großartig. Auch unterhaltsam und intensiv. Selbst die Szene mit dem Besen. Aber für manch einen wird es zu sperrig sein. Ich meine, alleine diese Episode 8... Ich feiere sie immer noch, ist aber halt nicht typische "Unterhaltung". Muss man auch erstmal bringen, sowas in einer Serie umzusetzen <3

      Und wenn man fertig ist und sich nur noch wundert:


      Ach ja, ich überlege schon seit Wochen, mal wieder eine Rerun zu starten, vor allem vor ein paar Tagen, als beim Akte X-Rerun das Wort "Tulpa" fiel.
      Mit Twin Peaks verhält es sich etwas seltsam bei mir. Vor einigen Jahren hatte ich der Serie bereits einen Besuch abgestattet und bei dieser ersten Begegnung mit Twin Peaks kam ich über die ersten vier bis fünf Episoden der ersten Staffel nicht hinaus. Zu ungewohnt war das alles. Die Charaktere agierten teilweise ziemlich komisch ( vor allem MacLachlan ging mir gehörig auf die Nerven ) und die Schwankungen betreffend der Tonalität innerhalb der Serie hatten mich auch gestört. Nein, das war alles nicht meins und ich entschloss mich dazu die Serie zu diesem Zeitpunkt abzubrechen, was schade war, denn beispielsweise gefällt mir Akte X als Gesamterlebnis sehr gut und da ich im Vorfeld hörte, dass Chris Carter sich unter anderem von Twin Peaks in gewisssen Belangen hat inspierieren lassen, hatte ich vor der Erstsichtung doch schon gewisse Erwartungen, die sich jedoch leider nicht erfüllten, da der Aufbau in seiner Art sich doch schon teils merklich von Akte X unterscheidet. So viel zu meiner ersten Berührung mit Twin Peaks.

      Dann brachte @John Crichton vor kurzem durch seine Meinungen zur ersten Staffel von Twin Peaks die Serie wieder auf mein Radar ( danke dafür :thumbup: ) und da ich momentan eh am überlegen war, welche Serie ich mir mal anschauen könnte ( ob Rewatch oder Erstsichtung war dabei zweitranging ) und mich der Abbruch von Twin Peaks unterbewusst wohl immer noch etwas ärgerte, weil ich die Serie bei der Erstsichtung ja wirklich mögen wollte und sich die Story in der Beschreibung auch nach etwas anhört, das mir normalerweise gefallen sollte, habe ich mich nun für einen zweiten Versuch entschieden. Und was soll ich sagen: Ich weiß nicht woran es genau liegt, ob es damals eine falsche Erwartungshaltung war, es an der falschen Stimmung lag, in der ich mich befand, als mich an die Serie heranwagte, dass ich nun weitaus mehr mit Lynch oder abstrakten Filmen im allgemeinen anfangen kann als noch vor einigen Jahren ect., doch mein zweiter Versuch kann mittlerweile als geglückt bezeichnet werden. Der Funke ist nun erfreulicherweise übergesprungen und ich konnte / kann mich viel besser auf die Charaktere, ihre Eigenarten, den skurrilen Touch mancher Szenen usw. einstellen was mich wirklich freut. Inzwischen bin ich bei Episode 3 der zweiten Staffel angelangt und es hat sich schon eine gewisse Sogwirkung eingestellt. ^^

      Einige meiner liebsten Momente bisher, die mir noch sehr präsent im Gedächtnis sind, stellen unter anderem die folgenden dar:

      Spoiler anzeigen
      - Als der Zug gefunden wird, worin sich die Blutspuren von Laura und Ronette befinden und der weinende Andy in der Polizeistation bei Lucy anruft und er am Ende des Telefonats meint, dass sie Harry bitte sagen soll, dass er nicht geweint habe
      - Natürlich die Traumsequenz mit dem alten Cooper, Laura und dem tanzenden Kleinwüchsigen
      - Die Begegnung bzw. der Dialog zwischen dem angeschossenen Cooper und dem alten Hotelmitarbeiter -> ganz große Klasse


      Gegen Ende der ersten Staffel bin ich übrigens auch darauf gekommen an was mich das Treiben in dem kleinen Städchen die ganze Zeit erinnert ( bezogen auf die Verflechtungen der Menschen untereinander, die Darstellung ihrer Eigenarten und
      Spoiler anzeigen
      die vielen Intrigen
      : Stephen Kings Roman In einer kleinen Stadt ist hierfür die Antwort, den ich persönlich als eines von Kings besten Werken halte ( der Roman befindet sich in meiner Top 5 was seine Werke betrifft ) ähnelt im Aufbau extrem dem was ich zurzeit in der Serie sehe. Eine kleine Besorgnis existiert zwar momentan dahingehend, dass, wie ich hier gelesen hatte, der Mordfall um Laura Palmer recht bald aufgeklärt sein soll ( hm, ich weiß nicht wie ich das finden soll...ich hätte es wohl besser gefunden, wenn das Rätsel, wie ja eigentlich ursprünglich von Lynch und Frost eigentlich angedacht, nie geklärt worden wäre ), aber mal schauen. :)

      Snow schrieb:

      Gegen Ende der ersten Staffel bin ich übrigens auch darauf gekommen an was mich das Treiben in dem kleinen Städchen die ganze Zeit erinnert ( bezogen auf die Verflechtungen der Menschen untereinander, die Darstellung ihrer Eigenarten und
      Spoiler anzeigen
      die vielen Intrigen
      : Stephen Kings Roman In einer kleinen Stadt ist hierfür die Antwort, den ich persönlich als eines von Kings besten Werken halte ( der Roman befindet sich in meiner Top 5 was seine Werke betrifft ) ähnelt im Aufbau extrem dem was ich zurzeit in der Serie sehe. Eine kleine Besorgnis existiert zwar momentan dahingehend, dass, wie ich hier gelesen hatte, der Mordfall um Laura Palmer recht bald aufgeklärt sein soll ( hm, ich weiß nicht wie ich das finden soll...ich hätte es wohl besser gefunden, wenn das Rätsel, wie ja eigentlich ursprünglich von Lynch und Frost eigentlich angedacht, nie geklärt worden wäre ), aber mal schauen. :)


      Bin ich bei dir, was Needful Things angeht: Hatte einen Wahnsinns-Spaß mit dem Buch. War sicherlich nicht Kings tiefgründigster Roman, aber irgendwie herrlich durchgeknallt und unverschämt gory. Hab das vor ein paar Jahren von meinem Groß-Onkel geschenkt bekommen und steht seither (in der Version) ungelesen im Regal. Wird aber Zeit für einen zweiten Durchgang.

      Twin Peaks wie auch Needful Things sind in meinen Augen beides satirische Seitenhiebe auf das amerikanische, vermeintlich idyllische Kleinstadtleben. Sowohl King als auch Lynch sehen darin allerdings mehr eine Fassade und beide werfen in ihren jeweiligen Werken und auf unterschiedliche Weise einen sehr zynischen Blick darauf, was hinter den Vorhängen passiert. Daher, denke ich, kommt bei beiden auch dieser Seifenoper-Aspekt stark zutage. Ist einfach ein passendes Stilmittel.

      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase

      Ich habe ja Staffel 3 immer noch nicht gesehen, mit ist die Blu Ray zu teuer und es läuft nicht zum streamen... Ich hätte aber wirklich Bock, nachdem ich letztes (oder vorletztes?) Jahr den rerun gemacht habe. Dabei war mir auch Staffel 2 ziemlich Kaugummi-artig, und das unnötiger Weise. 12 Folgen hätten bei weitem gereicht. Aber dennoch eine extrem faszinierende Serie (inkl. Film).
      Every life comes with a death sentence.
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      Ja gut, das konnte ja niemand ahnen :D
      Gibt bei 'Ticket' aber einen Testmonat, falls du den nicht schonmal in Anspruch genommen hast ;)
      Mein Filmtagebuch



      „I think storytelling is all about children. We human beings love to hear stories being told - and it first happens when you're a kid.“
      - David Chase

      Das Sky Ticket kann man monatlich kündigen. Es ist aber mit Abstand der schlechteste Streamingdienst den ich je genutzt habe. Ständig Abstürze und Probleme mit der App. Das tollste ist aber, dass du z.B. übder die PS4 keine Untertitel nutzen kannst. Das macht besonders dann Spaß, wenn du im O-Ton schaust und da dann auf italienisch, russisch, arabisch gesprochen wird...da ist dann ebenfalls nicht untertitelt. Und den Kundendienst von Sky kümmert das alles nicht die Bohne. Kann den Dienst echt nicht empfehlen.
      My name is John Crichton. I'm lost. An astronaut. Shot through a wormhole. In some distant part of the universe.Trying to stay alive. Aboard this ship. This living ship. Of escaped prisoners. My friends. If you can hear me. Beware. If I make it back. Will they follow? If I open... the door. Are you ready? Earth is unprepared. Helpless. For the nightmares I´ve seen. Or should I stay? Protect my home? Not show them...you exist? But then you'll never know...the wonders I´ve seen!
      Ja, hätte 'Sky' nicht die ganzen 'HBO'-Titel im Angebot, wäre ich von dem Dreck, der sich eigentlich gar nicht Streamingdienst nennen dürfte, auch schon lange weg :D
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      „I think storytelling is all about children. We human beings love to hear stories being told - and it first happens when you're a kid.“
      - David Chase

      John Crichton schrieb:

      Das Sky Ticket kann man monatlich kündigen. Es ist aber mit Abstand der schlechteste Streamingdienst den ich je genutzt habe. Ständig Abstürze und Probleme mit der App. Das tollste ist aber, dass du z.B. übder die PS4 keine Untertitel nutzen kannst. Das macht besonders dann Spaß, wenn du im O-Ton schaust und da dann auf italienisch, russisch, arabisch gesprochen wird...da ist dann ebenfalls nicht untertitelt. Und den Kundendienst von Sky kümmert das alles nicht die Bohne. Kann den Dienst echt nicht empfehlen.


      Die versprochenen Untertitel bei Westworld waren auch nicht vorhanden. Aber versprechen können sie ja ohnehin gut, wie auch im Frühjahr bei Corona, mehr dann nicht. Ich hatte das damals auch nur für Twin Peaks - The Return abgeschlossen, dann GoT noch mitgenommen und etwas Westworld. Aber ich glaube, ich bin nun wirklich durch mit dem Dienst. Preis/Leistung stimmt einfach nicht.