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Der Dialog - The Conversation

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    Es gibt 10 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Data.

      Der Dialog - The Conversation



      Der Abhörexperte Harry Caul (Gene Hackman) erhält vom Direktor einer großen Firma den Auftrag, zwei seiner Angestellten zu bespitzeln. Zu Cauls Erstaunen fürchten die beiden, ermordet zu werden. Da durch seinen Abhörjob schon einmal Menschen zu Tode gekommen sind und er psychisch dadurch vorbelastet ist, geht Caul dem Geheimnis nach und stößt schließlich auf einen Toten. Aber es ist nicht derjenige, den er erwartet hat...

      _______________

      Ziemlich guter Film, besonders Gene Hackman brilliert...
      Am Ende gibts sogar ne gehörige Portion unheimlicher Atmosphäre.
      In der IMDB-Liste auf Platz 157!

      8,5/10 Tonbändern
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      The Conversation mag in Coppolas Schaffensphase der 70´er - so zwischen Der Pate und Apocalyse Now - ein wenig untergehen, doch auch hier ist ihm meiner Meinung nach ein sehenswerter und angenehm spezieller Film gelungen. Wer überwacht den Überwacher? Ein Mann der lediglich lauscht, dabei aber viel Mitteilungsbedarf hätte, wird durch seine Paranoia gelähmt. Ein sehr ruhiges, souverän besetztes Charakter-Drama, das seine anfängliche Behäbigkeit ab einem gewissen Zeitpunkt in Atmosphäre und Bedrohung ummünzt. Wer Geduld mitbingt, wird hier belohnt.

      7 / 10






      Untergehen? "Der Pate" und "Der Pate 2" erdrücken diese kleine Perle fast schon. Lauschangriff-Experte Hackman verfällt langsam in Paranoia. Und die Geschichte folgte dem großen Mafia-Epos. Coppola hatte eigenartige aber großartige Visionen. Laut Hackman die beste Rolle, welche er je gespielt hat. Das will ich nicht beurteilen, denn bei den ganzen Performances von ihm wird es schwer sich dieser Meinung anzuschließen. Auf jeden Fall eine seiner besten, ja. Coppola hat eine Obsession mit der Figur des einsamen Mannes mittleren Alters, der scheinbar nirgends hingehört. In den 60ern hatte er dazu einen Kurzfilm gedreht. Aber es ist natürlich "Der Dialog" der diese Besessenheit voll und ganz darstellt. Ein Meisterwerk! Die Goldene Palme gab es als Dankeschön. In der heutigen Smartphone-Ära dürfte der Film es aber schwer haben ein großes Publikum zu finden. Die Filmliebhaber aber wissen den Film zu schätzen. Und werden es auch weiterhin. Schon die Eröffnungsszene ist so unique. Die Inszenierung generell und die ausstrahlende Ruhe dito. 'Fredo' und 'Tom Hagen' sind in interessanten Nebenrollen zu bestaunen. Genauso wie ein ganz, ganz junger Harrison Ford.

      9 / 10 Abhörtechnik-Partys
      "Ugh!"
      Ja, der Film taucht immer mehr aus der Versenkung auf! Nicht nur, weil er auf erschreckende Weise immer aktueller wird (Stichwort: der gläsernde Mensch). Nein, der Film ist auch verdammt gut gemacht. Auch wenn der Film sehr minimalistisch ist (wenig Figuren, lange Kameraeinstellungen, Soundtrack nur aus einem Klavier), ist der Film hoch komplex und bietet viele Möglichkeiten zum Nachdenken. Ein Unikat!

      10/10
      <3 Reylo Forever <3
      Wahrlich ein Unikat und ein sehr aktueller Film, ja natürlich. Ich fürchte nur vielen Filmguckern von heute ist der Film schlichtweg zu fad. Das ist eine reine Abhörstudie. Ein Remake könnte ich mir sehr gut vorstellen, nur bitte lasst die wuchtigen Action-Einlagen dann weg, denn die würden so einen Film komplett zerstören.
      "Ugh!"

      Olly schrieb:

      Ich fürchte nur vielen Filmguckern von heute ist der Film schlichtweg zu fad. Das ist eine reine Abhörstudie.


      Das sehe ich anders. Ich finde den Film sehr spannend. Der Fall, in den Harry reingezogen wird, ist sehr spannend. Und gerade der heutige Zuschauer merkt doch sehr schnell, dass die auch hinter Harry her sind. Natürlich SIEHT man die Gefahr selten. Sie ist unsichtbar - wie das Abhören. Aber unter der Oberfläche brodelt die Spannung. Mag sein, dass das einige schlicht nicht mitbekommen. Aber gerade heutzutage sollte man diese unsichtbare Gefahr doch erkennen.
      <3 Reylo Forever <3

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Krabbe“ ()

      Ich muss mich noch mal melden. :D
      Ich denke, der Film funktioniert in Sachen Spannung heute NOCH besser als damals. Die Leute sind heute sensibler was die Abhörthemen und die Privatsphäre betrifft. Nicht das sie vorsichtiger wären! Oh nein! Aber man erkennt Dinge schneller. Und bei diesem Film liegen die Dinge wirklich immer unter der Oberfläche.
      Spoiler anzeigen
      Wenn die Vermieterin in Harrys Zimmer war, dann WEISS man, das auch jemand anderes in seinem Zimmer war.
      Wenn Harry von seinen "Freunden" besucht wird, dann ist das keine normale Partyszene. Dann WEISS man, dass ihn einer ausspionieren wird - ich dachte übrigens, es wäre sein Konkurrent gewesen. Böser Fehler!

      So beinhalten auf den ersten Blick alltägliche Szenen eine ungeheuere Spannung. Damals haben das sicher viele Zuschauer gar nicht geschnallt. Heute weiss man aber eher, dass da was hintersteckt.
      <3 Reylo Forever <3
      - The Conversation

      Francis Ford Coppolas vergessenes Meisterwerk The Conversation ist ein Spionagefilm über einen Überwachungsexperten namens Harry Caul, der von einem namenlosen Geschäftsmann damit beauftragt wurde, ein junges Paar auf einem öffentlichen Platz abzuhören. Die Unterhaltung, welcher er Zeuge wird, öffnet alte Wunden für ihn, von denen er hoffte, dass er sie hinter sich gelassen hätte. Die unklaren Absichten seines Geldgebers eröffnen ein schweres moralisches Dilemma darüber, ob er die gewonnen Informationen verkaufen oder sie ihm verweigern soll.

      Gene Hackman spielt Harry Caul, einen verschlossenen Einzelgänger, der von Berufswegen her – oder ist es andersherum? – paranoide Ansätze hat, die ihn zu einer sozialen Merkwürdigkeit werden lassen. Er ist zu keinem tieferen verbalen Austausch mit seiner Gelegenheitsaffäre fähig und scheint auch sonst keine weiteren Kontakte, engere Freunde oder Familie zu haben. Privates lässt er nicht raus und Geschäftsgeheimnisse will er nicht mal mit seinem einzigen Angestellten Sam teilen. Hackman spielt die Rolle mit einer stoischen Unterdrückung, die Emotionen nur insoweit zulässt, als dass sie ihn nicht angreifbar machen oder hinter die Fassade blicken lassen. Hackmann mit seinem Glatzenansatz, seinem Schnauzer und seiner ausdruckslosen Garderobe hat den perfekten Look für den alleinstehenden Mann mittleren Alters, der sich nur mit seiner Arbeit identifizieren kann und gesellschaftlich nirgends so richtig hinzugehören scheint. Man weiß wenig von ihm, erfährt ein bisschen was und spürt, dass da noch viel mehr darunter steckt. Und das ist eine unglaublich vielschichtige Darstellung für einen solch nichtaussagenden Typen.

      The Conversation ist mit einem sehr intelligenten Drehbuch gesegnet, das auf Details setzt und interessiert ist an der Arbeit eines Spions. Action Set-Pieces sucht man hier vergebens. Stattdessen werden minutiös Techniken beleuchtet, wie beispielsweise Hintergrundgeräusche eliminiert werden, weil man das gesprochene Wort nicht versteht. Coppolas Inszenierung setzt ebenfalls darauf, dass der Zuschauer die Ohren spitzt und verzichtet wohltuend auf alte Thriller-Trophäen und unnötige Ablenkungen. Der Einsatz hier ist bewusst niedrig gehalten, um sich voll auf die Essenz des Plots konzentrieren zu können. Das macht The Conversation zu einem fokussierten, geradlinig erzählten Thriller, dessen Überraschungen und Wendungen gerade deswegen so glaubwürdig und lohnenswert sind, weil sich der Weg dorthin so fleißig erarbeitet wurde. Die Kehrtwende, die sich der Film am Schluss fast schon beiläufig aus dem Ärmel schüttelt, funktioniert, weil der titelgebende Dialog so clever und nuanciert und so schön auslegungsfähig geschrieben ist, wie es der Twist von ihm verlangt. Der Film wird gekrönt von einem unheimlichen und unheimlich fesselnden finalen Moment, der The Conversation vom Level Sehr gut auf Geniestreich befördert. Hier stimmt von der ersten Minute bis zur finalen Einstellung schlichtweg alles. Wenn The Conversation nicht Coppolas bester Film ist, so ist er doch sicherlich sein kriminell Unterbewertetster. Und diese Meinung festigt sich zwischenzeitlich mit jeder Neusichtung etwas mehr.
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase



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