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Arizona Junior

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    Es gibt 7 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Gambit.

      Bewertung für "Arizona Junior" 3
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      Die Welt ist ungerecht! Während der Einbrecher Hi (Nicolas Cage) und die Polizistin Ed (Holly Hunter) keine Kinder bekommen können, freut sich Millionär Arizona über die Geburt von Fünflingen. Was macht da schon eins weniger, denkt sich Hi, entführt kurzerhand eines der Babys - und löst mit der Aktion das totale Chaos aus. Denn hinter dem knuddeligen Kleinen sind außer seiner Familie auch noch zwei Amateurgangster und ein brutaler Kopfgeldjäger her. Eine turbulent-chaotische Jagd nach Junior beginnt ...

      ____________________

      Was soll man sagen? Die Coen-Brüder halt.
      Habe den Film vorhin zum 2. Mal gesehen, und war wieder mal recht angetan,
      vor allem die Dream Sequenz am Ende ist einfach herrlich.

      9/10 Windeln
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      Ja, der Film ist echt oberklasse. Allein die Szene, in der Cage wegen ein paar Windeln den Supermarkt überfällt und die anschließende Flucht ist genial inszeniert. Ich habe über die meiste Zeit Bauchschmerzen gehabt vor Lachen. Ein typischer Coen, in dem ein kleiner, todsicherer Plan für alle Beteiligten in eine unüberschaubare Katastrophe ausartet.

      Streckenweise erreicht der Film fast "The Big Lebowski", aber nur fast! ;)

      Mein Lieblingsdialog:

      "Kann man mit den Ballons auch diese lustigen Figuren machen?"
      "Nein, es sei denn sie finden rund lustig!"

      :tlol:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Krug Stillo“ ()

      Im Zuge meiner persönlichen Coen Retrospektive war gestern Raising Arizona an der Reihe:

      Als ich den Film vor unzähligen Jahren das erste mal gesehen habe war ich wirklich begeistert von dem Film. Die Art der Erzählung, die grotesken Kleinigkeiten und natürlich die herrlich unkonventionellen Charaktere mussten bei mir einfach auf Sympathie stossen.
      An diesem Zustand hat sich nicht viel geändert, ausser dass ich mir mittlerweile der besonderen Eigenschaften des Films bewusst bin :)

      Was mir besonders auffiel ist das Raising Arizona vermutlich der konventionellste aller Coen Filme ist (Intolerable Cruelty und Ladykillers ausgeklammert, diese erachte ich als keine typischen Fime der beiden Filmemacher).
      So verquer die Erzählung auch erscheinen mag und so überdreht die Inszenierung auch ist, die Coens hoben in Raising Arizona die Welt nicht aus den Angeln wie sie es gewöhnlich zu tun pflegen sondern liessen alle Moralvorstellungen unangetastet was den Charakteren ein bisschen von ihrer Undurchsichtigkeit beraubt und selbst die augenscheinlich verdorbenen Figuren zu reumütigen Lämmern abstempelt.

      Eine der grössten Stärken der Coens ist in meinen Augen ihre kompromisslose und dadurch so erfrischende Art mit Auflösungen und Filmenden umzugehen. Gerade diese Stärke konnten oder wollten sie hier nicht nutzen, stattdessen schwangen sie die Moralkeule und waren sich sogar für ein imho zu versöhnliches und pathetisches Ende nicht zu schade.

      Nichtsdestotrotz ein sehr gelungenes Coenfrühwerk:
      8/10 Windelodyseen

      P.s
      Natürlich darf man den Haus- und Hofkomponisten der Coens nicht vergessen. Carter Burwell hat hier nicht nur ein exzellentes Hillbilly Thema geschrieben sondern er gib sich auch so verspielt und experimentell wie man ihn nur selten zu hören bekommt. Angefangen bei der kongenialen "Ode an die Freue" Interpretation im Banjo Stil die selbst Beethoven gefallen hätte bis hin zu einigen kleinen Wendy Carlos Synthie Einlagen. Das Evil Thema wurde mit kleinen Arien-Elementen versehen und wer mal die wichtigsten Filmthemen auf einer Ukulele hören will soll gegen Ende des Films gut hinhören :D
      Bei einem solchen Ideenüberschuss soll dem Komponisten auch vergeben werden dass Hi's Thema aus dem üblichen Burwell Repertoire entstammt.
      Signatur lädt...
      Nach meiner ersten Sichtung bin ich leider nicht ganz so angetan wie manch andere aber trotzdem zufrieden. Ein Coen-Frühwerk, dem man zwar die Handschrift der zwei Brüder anmerkt aber leider nicht an deren spätere Werke ran kommt. Nichtsdestotrotz eine wunderbar dynamische Komödie die neben einem sehr amüsanten Nic Cage auch mit diversen anderen Darstellern aus der Coen-Stammriege aufwartet die das Treiben ungemein auflockern. Verquere und absolut abgedrehte Komödie, welche manchmal etwas den Bogen überspannt aber immer noch kurzweilig genug ist. Dazu kommt, dass ich die 10 minütige Pre-Title Sequenz mehr als gelungen finde.

      7,5/10
      "Directing ain't about drawing a neat little picture and showing it to the cameraman. I didn't want to go to film school. I didn't know what the point was. The fact is, you don't know what directing is until the sun is setting and you've got to get five shots and you're only going to get two."

      David Fincher