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Wild at Heart

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    Es gibt 12 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Data.

      Bewertung für "Wild at Heart" 7
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      wild at heart



      regie: david lynch
      drehbuch: david lynch
      novel: barry gifford
      cast: nicolas cage, laura dern, willem dafoe, j.e. freeman
      release: 1990
      story: Mit unendlichem Hass und glimmernder Eifersucht verfolgt Marietta die Liebe zwischen ihrer Tochter Lula und deren Lover Sailor. Zum Letzten entschlossen setzt sie einen Killer auf den gerade auf Bewährung freigelassenen Sailor an. Lula und Sailor flüchten in ihrem 65er Thunderbird. Auf ihrer ruhelosen Odyssee durch den schwülen Süden Amerikas finden sich Lula und Sailor immer wieder in brennendem Verlangen, im Wechselbad zwischen aggressiver Begierde und atemloser Erotik. Mit im Reisegepäck: die bizarren Erinnerungen an die Vergangenheit. Die Suche nach Wärme, Liebe und Geborgenheit endet in einem skurilen Nest in Texas. Zwischen Säufern und Huren, Killern und Geisteskranken trifft er auf seine ehemalige Geliebte Perdita, die ihn geradewegs an Mariettas Killer ausliefert. Der zerstörerischen Kraft in dieser Welt von Drop-outs hält Lulas und Sailors Liebe nicht stand. Doch die Hilfe kommt von unerwarteter Seite.

      weitere infos

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      jeder der was von david lynch hält sollte auf jeden fall mal einen blick in den film gewagt haben. auch wenn man ihn nicht wirklich mit lost highway oder mulholland drive vergleichen kann, hat er trotzdem eine erkennbare davidlynch-note. ganz besonders die schauspieler gefallen mir und erinnern daran das zb: nicolas cage vor seiner mainstream-karriere in filmen wie world trade center oder wicker man (gut er hat auch in guten filmen mitgespielt wie the weather man, aber leider kommt das zu selten vor) auch in einem lynch-streifen mitgewirkt hat. find ich super. der film gehört meiner meinung nach zwar nicht zu den besten von lynch, aber durchaus zu den sehr guten.
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      Original von burtons
      Der Film ist genial, mein persönlicher Favorit unter David Lynchs Filmen. Das einzige was mich wirklich stört ist die deutsche Synchronstimme von Nic Cage, das ist nicht seine übliche und wirkt völlig deplaziert.


      Dann ist es ja nur gut, das ich mir die Filme aus Prinzip auf Englisch anschaue. Denn da ist seine Stimme und vor allem der Slang den er und Laura Dern drauf haben mehr als nur passend. Ich würde auch mal so behaupten das dieser Film auch einer der Filme von Lynch ist der am massentauglichsten ist. Deswegen würd ich jedem mal empfehlen einen Blick zu riskieren ;)
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      Heute hab ich wieder mal einen Lynch-Klassiker herausgekramt, der Film ist sehr gut, ist zwar schwaecher wie die anderen Lynch-Meisterwerke aber durchaus sehr gut. Vorallem gefallen hat mir Nicolas Cage, er sollte mal mehr in Independent-Filmen mitwirken, zb. in "Leaving Las Vegas" hat ihm dass einen Oscar eingebracht. Highlight des Filmes: Nicolas Cage singt "Love Me Tender". :grins:

      9/10

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      Original von Milan
      Highlight des Filmes: Nicolas Cage singt "Love Me Tender".


      Und das ist sogar seine echte Stimme!
      Ich finde eigentliche alle Darsteller in dem Film großartige. Besonders Dafoe. Wenn er diabolisch unter seiner Strumpfmaske grinst. Oh Mann. Fieser geht es kaum noch. Überhaupt ist das ein fieser Film. Ekelige Szenen. Unangenehme Figuren. Abstoßende Gewalt am Limit der Erträglichkeit.
      Doch dann ist der Film wieder unglaublich schön und traurig, geradezu himmlisch. Was für ne Mischung!
      Mein Lieblings Lynch.
      10/10
      <3 Reylo Forever <3
      "Wild At Heart" [David Lynch / USA ´90] - 9,00 / 10

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      Es war mal wieder Zeit für ein Lynch-Werk. Meine Drittsichtung eines der bizzarsten und skurrilsten Road-Movies der Filmgeschichte. Trotzt vieler, merkwürdiger Gestalten und surrealen Situationen, darf man "Wild At Heart" noch zu den zugänglicheren Filmen seitens Lynch zählen, was gerade wieder auffällt, wenn man sich zuletzt an "Inland Empire" bediente, wie in meinem Fall. Viele, klassische Lynch-Elemente birgt der Streifen aber natürlich trotzdem in sich und ist objektiv gesehen äußerst eigen und strange...so wie sich das nun mal gehört. Neben den wahnsinnig guten Leistungen der Darsteller (Cage´s "Love Me Tender"..unvergessen) ist ebenfalls der Soundtrack eine der vielen Stärken der Produktion. Ob schnulzige Romanz-Melodien, über Töne, die unmittelbar danach in "Twin Peaks" zur Geltung kamen bis hin zu Oldsql Heavy Metal...man bedient sich an der vollen Bandbreite - und das alles in perfekten Zusammenspiel mit der Kamera. Mal wieder schaffte es der Meister, eine komplett eigene Stimmung zu kreieren, die einen unweigerlich überkommt, sobald der Film startet. Sehgewohnheiten werden gesprengt, klassische Erzählstrukturen haben hier keine Berechtigung und wenn man sich auf Melancholie in seiner dreckigsten Form einlässt, wird der Lynch-Fan bestens bedient. Zählt sicherlich zum erweiterten Kreis meiner All-Time-Favourites.






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      Ein abgefahrener Trip. Herrlich durchgedrehte Charaktere, allen voran Ripley (da war Nic Cage noch ne coole Socke) und Bobby Peru, die von einer kultigen Szene zur nächsten jagen. Manche Stellen sind schon echt bizarr, aber wie auch bei Blue Velvet hält Lynch sich hier noch immer ein wenig zurück. Trotz eindringlicher Bilder soll der großartige Soundtrack aber nicht unerwähnt bleiben. Spannende Mischung querbeet durch sämtliche Genres.

      In diesem Sinne: "PowerUAGHHMAAAAD!"

      8/10

      - Wild At Heart

      Ich habe mich immer ein bisschen gezörgert, diesen speziellen Lynch-Streifen anzupacken. Es ist der letzte Film in seiner langen, interessanten, schrägen Filmographie, den ich noch nicht gesehen hatte und auch wenn ich die meisten seiner Filme gut bis hervorragend finde, gibt es gewisse Ausrutscher in seinem Schaffen, die mich schockiert zurück gelassen hat. Und ich rede hier nicht von schockiert im Sinne von, dass ich seelisch gebeutelt war. Ich rede von schockiert im Sinne von "Was in Allem, das recht und heilig ist, hat er sich hierbei gedacht?". In diese Kategorie fallen für mich vor allem Lost Highway und Inland Impire, zwei Filme, denen ich absolut keinerlei rettende Eigenschaften zusprechen kann. Bei Wild At Heart - ohne ihn gesehen zu haben - hatte ich eine Vorahnung, dass er auf mich ähnlich wirken könnte, wie diese beiden.

      Wild At Heart handelt von Sailor und Lula. Sailor verbringt fast ein Jahr im Gefängnis, nachdem er einen Mann aus Notwehr getötet hat. Wie sich herausstellt, wurde der Angreifer von Lulas Mutter Marietta angeheuert, die ihre Tochter und den rebellischen Sailor um jeden Preis der Welt auseinander halten will. Doch Lula, die selbst mit einer aufrührersichen Natur gesegnet ist, holt ihren Liebhaber hinter dem Rücken ihrer Mutter am Tag seiner Freilassung vom Gefängnis ab und begibt sich mit ihm auf einen Road-Trip, um der dominanten Marietta zu entfliehen, die Gangster und Auftragsmörder angeheurt hat, um das junge, verliebte Paar zu stoppen.

      Der Film enstand zur absoluten Hochzeit von Lynch's Schaffen: Für The Elephant Man und Blue Velvet hat er sich - verdienterweise - zwei Best Director-Oscarnominierungen geholt und seine Serie Twin Peaks war das Populärste, was zu dem Zeitpunkt im amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt wurde - die Watercooler-Serie schlechthin. Wild At Heart ist David Lynch so pur und unverfälscht, wie es geht: Es geht ihm vor allem um Schein, um Perspektiven, es geht ihm um die dunkle Seite des menschlichen Daseins und um klassische amerikanische Themen wie die Flucht aus den Händen des Tyrannen, das Überwinden von Hindernissen und dem Sieg der Liebe. David Lynch ist ein unglaublich menschlicher Regisseur, der seinen Charakteren und den Welten, die er erschafft, eine Menge Zuneigung entgegenbringt. Wild At Heart macht da keine Ausnahme: Man sieht, dass er diese Charaktere mag und man sieht, dass die Liebe zwischen Sailor und Lula echt und lebendig ist. Zu keiner Minute ist mir der Gedanke gekommen, dass hinter den beiden keine guten Menschen stecken könnten und dass sie sich kein Happy End verdient hätten.

      Letztlich ist es das, was den Film mehr funktionieren lässt, als er es sonst getan hätte. Wild At Heart ist erzählerisch sehr gradlinig gehalten und verläuft sich nur selten in verschwommene Träumereien. Es ist dennoch eine von Lynch's merkwürdigeren Bemühungen. Seltsame narrative Entscheidungen und teilweise zusammenhanglose Bilder, die mehr in ihrer Moment-Anschauung interessant sind, als dass man versuchen sollte, sie in ein größeres, funktionierendes Gesamtbild einzufügen - ein Unterfangen, das in den meisten David Lynch-Filmen ohnehin eher zwecklos ist und daher erst gar nicht versucht werden sollte. Die Wizard of Oz-Referenzen, die sich durch den gesamten Film ziehen, sind ebefalls mehr Allegorie, als dass sie einen erzählerischen Zweck erfüllen. Und das ist typisch für David Lynch und passt zu seiner Arbeitsweise, wie er sich auf dem Set oft im Moment inspirieren lässt, weil ihm etwas ins Auge gesprungen ist und das nun Teil des gesamten, abstrakten Mosaiks wird.

      Zwei weiterere Gründe, warum der Film über weite Strecken funktioniert, heißen Nicolas Cage und Laura Dern, zwei Schauspieler, die mit diesem Film noch am relativen Beginn ihrer jeweiligen Karrieren standen. Es war Derns zweite Kollaboration mit Lynch und es war womöglich Cage's Sprung auf die Liste der ganz großen Namen. Ihre Charaktere funktionieren auf dem Papier, das hatte ich bereits geschrieben. Sie funktionieren aber auch auf der Leinwand, denn die Chemie zwischen den Beiden ist unbestreibar. Und Cage's Singstimme und Elvis-Imitation? Ich war mehr als beeindruckt. Daneben brillieren Derns Mutter aus dem echten Leben, Dianne Ladd und Harry Dean Stanton. Der Cast wird abgerundet durch Willem Dafoe und der wahrscheinlich halben Twin Peaks-Besetzung in diversen Nebenrollen.

      Wer Lynch kennt, weiß, was ihn hier erwartet: Eine traumartige Inszenierung, die man eher genießen kann, je weniger man versucht, Logik darin zu finden. Exzessive körperliche und sexuelle Gewalt sollten einen ebenfalls nicht abschrecken - das sind Aspekte, die sich in den meisten seiner Filme wiederfinden und ist Teil von Lynch's Vision von Amerika. Ich war unterhalten, aber ich war selten gefesselt. Ich bin froh, dass ich ihn endlich gesehen habe, aber in die Liste aller Lynch-Filme ordnet sich Wild At Heart bei mir vielleicht als Einziger in der "Okay"-Kategorie ein.

      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Data“ ()