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The Last Duel (Ridley Scott)

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    Es gibt 55 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Tomtec.

      Kleines Making Of Featurette zu Ridley Scott's neuem Geschichts-Epos THE LAST DUEL (ab 14. Oktober im Kino):



      #matzabvideo #makingof #thelastduel #ridleyscott
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      Die FSK vergibt eine Freigabe ab 16 Jahren!

      ​Deutscher Kinostart ist am 14.10.2021 und nach dem R-Rating in den USA, gab es von der FSK jetzt eine Freigabe ab 16 Jahren (152:33 Minuten).

      Quelle: schnittberichte.com/ticker.php?ID=9630

      Im Grunde auch wenig überraschend. :D

      'You Can’t Kill the Boogeyman!'
      Vom Gefühl her wird es der Film recht schwer an den Kinokassen haben, andererseits ist das Ridley Scott dem ich schon mal wieder einen Erfolg gönne besonders dann auch mit diesem Thema. Hatte ja immer gehofft das es sich irgendwann vielleicht mal dem 30 Jährigen Krieg annimmt auch wenn es schwer ist aus diesem Thema nur einen Film zu machen.
      Ich habe hier auch ziemlich Bock drauf, vor allem die weibliche Komponente dürfte interessant werden. Dass Scott das kann, bewies er bereits mit Ripley, was damals noch nicht viele hinbekommen haben.

      Aber auf Gucci bin ich ebenso scharf, den sehe ich ja schon mit zahlreichen Oscarnominierungen.

      Wenn Ridley Scott diese Qualität beibehältet, gibt es gleich nächsten Monat nochmal ein Filmhighlight zu sehen :trippel:

      Ich hoffe Jodie Comer steht noch eine große Karriere bevor, diese Frau ist einfach der absolute Wahnsinn. Auch in The Last Duel wieder. Sehr wandlungsfähige Darstellerin mit reichlich Talent. Ich sehe sie immer gerne und würde das in Zukunft gerne noch viel öfter.
      Mein Filmtagebuch



      „I think storytelling is all about children. We human beings love to hear stories being told - and it first happens when you're a kid.“
      - David Chase

      Nach fast 10 Jahren Abstinenz kehrt Ridley Scott ins Mittelaltergenre zurück mit einem Film, der es wahrlich in sich hat und deutlich anders ist als Gladiator, Kingdom of Heaven oder sein Robin Hood von 2010. Das liegt schon allein an der Machart. Der Film bricht hier nämlich durchaus mit den Konventionen des Genres und ist in drei Akte aufgeteilt, die von jeweils einer Figur subjektiv erzählt werden.

      Gegenstand ist die Geschichte um die Frau eines Ritters, die von einem Konkrrenten vergewaltigt wird. Zunächst wird der Film aus der Sicht des Ehemanns erzählt, dann aus der des Vergewaltigers und schließlich der der Frau. Dabei unterscheiden sich die drei Akte in der jeweiligen Gewichtung und dem Tathergang, denn in der patriachalen Gesellschaft des 14. Jahrhunderts wird die Ehefrau zunächst der Lüge bezichtigt. Nicht nur das, ihr Ehemann fordert den Vergewaltiger zu einem Duell auf Leben und Tod. Sollte er scheitern droht seiner Frau der Scheiterhaufen.

      "The Last Duel" ist ein Film über enthemmte Männlichkeit, Ehrbegrifflichkeiten und den Kampf einer Frau, die nicht hinnehmen will, dass sie nur der Besitz eines Mannes ist. Dabei wird der Film bei der Schilderung der verhältnisse durchaus detailliert. Nicht nur wie die Männer unterienander konkurrieren, sondern eben auch die Frauen. Wie das gesamte Rechtssystem des Mittelalters Frauen als Eigentum behandelt und mit kuriosen bis teils lächerlichen Begründungen versucht aus Opfern Täter zu machen.

      Ridley Scott baut das ganze regelrecht kriminalistisch auf und erinnert dabei eher an eine Art Kammerspiel. Der große, orpulente Epos seiner früheren Filme wurde hier bewusst auf das wesentlichste Reduziert. Tatssächlich macht der Film zu keiner Zeit "Spaß", dafür sorgt schon das Thema des Films und das Eintauchen in die patriachale Männergesellschaft. Es ist keine klassische Unterhaltung wie es z.b Gladiator oder Kingdom of Heaven trotz aller Epik noch waren. Nein, hier geht es ans eingemachte. Das macht "The Last Duel" zu einem durchaus schwierigen teilweise belastenden Film. Aber genau das will er auch sein, weil es eben das genaue Gegenteil zur Ritterromantik aus Scotts früheren Filmen ist.

      8/10


      I am the Doctor!
      Doctor Who?
      Only the Doctor!




      Auf den Film bin ich auch schon sehr gespannt.
      Ich bin mir noch unsicher ob ich ihn unbedingt im Kino sehen muss da es noch andere gibt die ich gerne auf der großen Leinwand sehen will, und alle gehen sich wahrscheinlich nicht aus.
      Spätestens im Heimkino werde ich ihn mir ansehen.

      Mir haben fast alle Filme von Ridley Scott gefallen, und auch dieser wird seine Chance bekommen.
      Vor allem wenn so wie hier, die meisten Kritiken die ich gelesen habe sehr positiv sind.
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      Der Film läuft auch in meinen Kinos nur spärlich. O-Ton (wie ich Filme am liebsten sehe) ist noch rarer gesäht. Ich werde daher wohl am kommenden Montag-Abend ins Kino müssen. Ich habe die Befürchtung, dass es sonst düster aussehen könnte.
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase



      Data schrieb:

      Der Film läuft auch in meinen Kinos nur spärlich. O-Ton (wie ich Filme am liebsten sehe) ist noch rarer gesäht. Ich werde daher wohl am kommenden Montag-Abend ins Kino müssen. Ich habe die Befürchtung, dass es sonst düster aussehen könnte.

      Ja, da kann es leicht sein dass der Film schnell aus dem Programm genommen wird wenn er nicht gut performt.

      MacReady schrieb:

      Data schrieb:

      Der Film läuft auch in meinen Kinos nur spärlich. O-Ton (wie ich Filme am liebsten sehe) ist noch rarer gesäht. Ich werde daher wohl am kommenden Montag-Abend ins Kino müssen. Ich habe die Befürchtung, dass es sonst düster aussehen könnte.

      Ja, da kann es leicht sein dass der Film schnell aus dem Programm genommen wird wenn er nicht gut performt.


      Deswegen vorhin 2 Karten gekauft und morgen um 18 Uhr wird der geschaut. Ganz komische Zeiten hat der bei uns im Kino. Der wird wohl schneller aus dem Programm verschwinden, wie er rein gerutscht ist.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Tomtec“ ()

      Habe ihn gestern gesehen. Zunächst einmal muss man sagen, dass der Look - wie bei den meisten Filmen von Ridley Scott - großartig ist. Ob das jetzt alles ganz genau so aussieht, wie es im Mittelalter tatsächlich aussah, muss ein Experte bewerten. Aber es sieht zumindest so aus, wie man sich als Kinogänger das Mittelalter vorstellt, also hart, düster und schmutzig. Das Gewaltlevel ist auch angebracht hoch. Zwar gibt es (bis auf das Duell am Ende) keine einzige von vorne bis hinten durchinszenierte Schlacht- oder Actionsequenz, aber wenn es mal knallt, dann deftig.

      Die Schauspieler haben mir in ihren Rollen gut gefallen, eigentlich alle. Anscheinend macht man sich im Netz gerne über Matt Damons und Ben Afflecks Frisuren lustig. Ja, eine gewisse Befremdlichkeit schwingt da mit, aber ich konnte trotzdem beide in ihren Rollen ernst nehmen. Affleck ist auch der Einzige, der in diesem düster und ernst gehaltenen Film etwas exzentrischen Glamour ausstrahlt, und das tut dem Ganzen hier und da schon gut, denke ich. Adam Driver passt wahnsinnig gut in das Mittelalter-Setting, aber den Typ kann man ja eh überall hinstellen. Die große Entdeckung für mich ist aber Jodie Comer. Ihre Rolle ist schon das Herzstück der Geschichte und sie spielt das sehr mitreißend, auch mit so ein paar Zwischentönen. Wäre schön, bald mehr von ihr zu sehen.

      Die Erzählstruktur ist aus meiner Sicht sowohl positiv, als auch negativ zu sehen. Hintereinander werden nämlich Matt Damons, Adams Drivers und Jodie Comers Sicht auf die Geschehnisse erzählt. Das ist - zumindest für mich - keine so häufige Herangehensweise und schon interessant. Gerade die Perspektive der Frau zu dieser Zeit ist auch etwas, was wohl eher selten groß thematisiert wird. Aber in der Erzählweise liegt auch mein Kritikpunkt. Es ist jetzt nicht so, dass sich durch die drei Perspektiven wirklich Unterschiede auftun, was die Handlung betrifft. Klar, Details verändern sich, gleiche Szenen wirken ein wenig anders, Personen kommen anders (zumeist schlechter, was die Männer betrifft) rüber. Aber im Kern ist die Handlung doch sehr eindeutig und lässt keine Fragen offen. Ebenso ändert sich auch die Bewertung der Charakter nicht wirklich. In Kritiken lese ich öfters von einem Film namens "Rashomon", an den "The Last Duel" erinnert. Doch in "Rashomon" ist es wohl so, dass sich der Zuschauer am Ende wirklich fragt, was denn nun die Wahrheit ist. In "The Last Duel" ist das überhaupt nicht der Fall. Vielleicht eine verpasste Chance, denn mit der letztendlichen Intention hätte man die Geschichte auch linearer und damit ein wenig kürzer erzählen können.

      7 von 10


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