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Black Christmas (1974)

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    Es gibt 10 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Olly.

      Black Christmas (1974)






      Darsteller: Olivia Hussey, Keir Dullea, Margot Kidder
      Regisseur: Bob Clark
      FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
      Spieldauer: 94 Minuten


      Kurzbeschreibung:
      Pünktlich zu den Weihnachtsfeiertagen belästigt ein mysteriöser obszöner Anrufer die Studentinnen in einem nordamerikanischen Verbindungshaus und lässt, als ihm die Reaktionen nicht gefallen, flugs blutige Untaten folgen.


      ---


      Ich habe mir den Film heute gekauft und hoffe, ich schaffe es, ihn noch vor Donnerstag zu gucken.
      Bilder
      • Unbenannt.jpg

        21,82 kB, 295×434, 423 mal angesehen


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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „svenjacobs1“ ()

      Ich fand die Version von 74 leider sehr langweilig. Hatte zwei Stunden vorher das Remake im Kino gesehen und fand das ziemlich klasse, sehr zu empfehlen für Teenie-Slasher Freaks wie mich, aber vom Original war ich persönlich enttäuscht, weil ich es einfach nur langweilig fand. Es ist kaum etwas passiert und zum Teil auch sehr unlogisch... Ich bleib da lieber beim Remake!!!






      Genau so stelle ich mir einen gut gemachten 70er Jahre-Horrorfilm vor ! Die richtige Mischung aus Spannung und Härte, endlos lange und unheimliche wirkende Kamerafahrten, knarzende Treppen, knarrende Türen, merkwürdige Typen, behäbige Polizisten … und mittendrin das obligatorische hilflose, aber dabei endgeil aussehende weibliche Opfer ! :P

      BLACK CHRISTMAS war 1974 in Kanada und den USA der Überaschungshit schlechthin, so dass in den DVD-Specials die Darsteller und Macher immer noch schwärmen und den Film über den grünen Klee loben auf Grund seiner Andersartigkeit. Allerdings sieht man da auch wieder einmal, wie rückständig die amerikanische Filmwelt manchmal sein konnte … Italien hatte es zu diesem Zeitpunkt mit seinen Giallos schon längst geschafft, Thrill bzw. Horror mit einem gehörigen Härtemaß zu verbinden.

      Wie auch immer … BLACK CHRISTMAS ist wirklich ein ganz besonderes Filmchen. Hier wird nicht nur eine durchgehend konstante Spannung geschaffen, hier kommt auch die eine oder andere (für damalige Verhältnisse) härtere Szene vor. Das alles wird dadurch aufgelockert, dass sich der Film oftmals selbst nicht ganz so ernst nimmt und einige wirklich skurille Personen hervorbringt : Die ständig breite Margot Kidder alias Barbie Coard (was für ein Name!); die ebenfalls permanent zugezwitscherte Hausdame Mrs. Mac (Marian Waldman); der debile Polizist Nash (Doug McGrath), der Fellatio für eine neue Telefonleitung hält usw. Mittendrin der damals schon als Routinier bekannte John Saxon (ein Jahrzehnt später dann in „Nightmare on Elm Street“ zu sehen) und die wunderschöne Olivia Hussey, die einen Film auf Grund ihrer Ausstrahlung ganz alleine tragen kann.
      BLACK CHRISTMAS ist ein Streifen, der wirklich eine schöne Weihnachtsstimmung verbreitet … sofern man nichts gegen Killer auf dem Dachboden hat ! Atmosphärisch und spannend von der ersten Minute bis zur letzten Sekunde nutzt der Film irgendwie jedes bekannte Klischee und wirkt trotzdem andersartig und übertrifft seine Genre-Kollegen auch nach heutigen Maßstäben noch um Längen.

      Fazit : 9 / 10





      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „kinski“ ()

      Ein netter kleiner Bericht über die Romanfassung von 1976 (erschien also 2 Jahr nach dem Film)!

      Der Roman von Lee Hays geht u.a. auf nicht verwendete Szenen des Drehbuchs ein und gibt Hinweise auf den Killer.

      Quelle: bloody-disgusting.com/books/36…k-christmas-novelization/

      Da aktuell alle 3 Filme auf einem psychischen Medium vorhanden sind und ich 2 bereits im Regal habe werde ich mir demnächst mal eine "Black Christmas"-Nacht genehmigen. Mal schauen wie die wirken, wenn man sie sich hintereinander anschaut.
      "Ugh!"

      Dr. Loomis schrieb:

      Das neuste Remake/Reboot kannsete vergessen! Mit einer der schwächsten neueren Horror-Filme die ich in letzter Zeit gesehen habe.


      Das Original hab ich nie gesehen, kann ich also nicht bewerten....
      Das letzte Remake hab ich nach kurzer Zeit ausgemacht, weil ich einfach unfassbar gelangweilt war....
      Ein Film ohne Ecken, Kanten, Spannungsbogen oder Figuren, mit denen ich mitfiebern kann....
      Einfach so langweilig und belanglos, dass er aufgrund der Menge an Filmen dieser Art in Vergessenheit geraten wird...
      Ich darf leider nicht zu sehr ins Detail gehen....

      Aber das ist meine Signatur....

      Dr. Loomis schrieb:

      Das neuste Remake/Reboot kannsete vergessen! Mit einer der schwächsten neueren Horror-Filme die ich in letzter Zeit gesehen habe.

      Um das zu bejahen oder zu verneinen muss ich ihn mir erstmal ansehen. ;)

      Die anderen beiden kenne ich, habe aber auch nicht gerade die beste Meinung dazu. Von den 9 Punkten die unser kinski den gegeben hat bin ich weit entfernt. Die beste Szene ist für mich immer noch die, welche weder was mit einem Slasher noch einem Weihnachtsfilm zu tun hat, sondern die direkt aus einer Screwball-Komödie stammen könnte. Und das Remake habe ich mir noch aus der Videothek geholt und sah eigentlich nur einen blutrünstigen Abklatsch vom Original ohne notwendige Stimmung.

      Aber wie gesagt mal schauen wie die drei hintereinander und heute so abschneiden. :)

      Wann kommt eigentlich die nächste Auflage als Serie? ^^
      "Ugh!"
      "Black Christmas" oder wie ihn auch noch manche kennen als "Jessy – Die Treppe in den Tod" (das Label capelight würdigte dem mit einer entsprechenden VHS-Retro-Edition) war nicht der erste Slasher. Denn die Italiener (Grazie, Mario Bava) haben bereits in den 60ern vorgelegt. Viele hören das nicht gerne, aber was soll es sonst sein, wenn ein maskierter Killer hübsche Dinger einer Modelagentur meuchelt. Es war auch nicht der erste Film, welcher das Final Girl präsentierte, denn das war Wochen vorher "The Texas Chain Saw Massacre", in welchem Marilyn Burns mit einem maskierten Maniac ein Katz-und-Maus-Spie lieferte. Vielleicht wollte man Tobe Hoopers Film einfach nicht als "dämlichen Slasher" abstempeln. Dämlich ist das Werk von Bob Clark, um auf den eigentlichen Film zu sprechen zu kommen, jedenfalls nicht. Aus heutiger Sicht zieht er sich natürlich gewaltig hin, weil er mit den aktuellen Sehgewohnheiten überhaupt nicht konkurrieren kann. Die Weihnachtsfeier im Mädchenheim gleicht einer Bestattungsfeier. Überhaupt ist das eine getrübte Stimmung, welche ich so nur selten in einem Film dieser Gattung erlebt habe. Es wird zwar getrunken, aber Trübsal geblasen, bis die Freude endgültig erstickt. Heute feiert unsere Jugend ganz anders, da fliegen auf Partys anders die Fetzen. Du merkst unter den Mädels scheint es erzählbare Geschichten zu geben. Bob Clark ist freilich kein Martin Scorsese und überhaupt muss er hier einen Horrorfilm auf die Welt loslassen und sich nicht um solche Nebenkriegsschauplätze kümmern. Das gelingt ihm aber durchaus, denn manche Schocks sitzen immer noch. In den Kinos dürfte das 1974 für so manche Körperzuckungen gesorgt haben. Ich war selbst überrascht wie gut die gealtert sind.

      Ehre wem Ehre gebührt. Es war nicht John Carpenter, der mit "Halloween" die sogenannten Point-of-View-Shots sehr aufsehenerregend eingeführt hat (die hat es vorher natürlich auch schon gegeben), sondern Herr Clark bzw. sein Kameramann Reginald H. Morris. Ich würde mal behaupten Carpenter, meine #1, hat sich hier ordentlich bedient. Die Macher dieses Streifens haben sich ihrerseits aber auch wieder stark von "The Last House on the Left" inspirieren. Wes Craven ist bekannt und wird geliebt für seinen rabenschwarzen Humor. In seinem Regie-Debüt hat er Strafverfolgungsbehörden in Form von Polizisten als wirklich saudämlich dargestellt, hier zieht Clark nicht nur mit, sondern treibt es u.a. mit dem "Fellatio 20880"-Gag auf die Spitze. Craven hatte wahnsinnigen Erfolg und warum sollte es also hier nicht auch klappen. Hat es, es gibt dem Weihnachts-Slasher ebenfalls eine Lockerheit, welche gut passt.

      Die Morde sind gut verstreut, manchmal geht es derber zur Sache und manchmal muss das Köpfchen mitarbeiten, indem es sich selbst Szenarien ausmalt. Übertreiben wollte man es nicht, das sieht man deutlich. Man setzt auf Suspense und das funktioniert wie eingangs erwähnt recht ordentlich. Allerdings sind zu viele unnötige Szenen dabei. Auch hier seien die davor erwähnten Sehgewohnheiten nochmals betont. Mag Clark viele davon für nötig erachtet haben, muss man aus heutiger Sicht sagen, dass man einige raushauen sollte. Von den Schauspielern sollte man eigentlich lediglich John Saxon erwähnen. Aber es waren noch mehr zugegen. Der spielt jedenfalls wie immer souverän einen Cop runter. Ja, die konnte er spielen wie selten einer. Olivia Hussey dürften einige aus "Romeo und Julia" kennen, aber auch als Norma Bates ("Psycho IV"). Margot Kidder (Lois Lane aus "Superman" von Donner) spielt ebenfalls eine der Mädels und kann als "Schnapsdrossel" am stärksten punkten. Und Doug McGrath als völlig "zurückgebliebener" Sergeant Nash vermittelt glatt den größten Spaß.

      Wen kann man "Black Christmas" also empfehlen? Wer "Freitag, der 13.", "The Burning" oder gar "Halloween" schon als mau und langweilig erachtet, der sollte einen Bogen um ihn machen. Denn ich kann mir nur schwerlich vorstellen, dass man die nicht mag und den 1974er-Film schon. Aber auch diese Konstellation wird es geben. Wer diese nostalgischen Slasher-Vertreter mag und den tatsächlich noch nie gesichtet haben, der sollte es schleunigst tun. Einen neuen Lieblingsfilm wird er natürlich nicht vorfinden.

      6 / 10 geilen Stöhnern
      "Ugh!"
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