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Justice League (Zack Snyder)

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    Es gibt 2.928 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von joerch.

      Gambit schrieb:

      In einem neuen Artikel in der Vanity Fair wird enthüllt, dass Snyder "das Ende mit einem Helden-Cameo
      Spoiler anzeigen
      ['Green Lantern' ?]
      neu gedreht hat, der die Hardcore-Fans umhauen wird."

      Wohl gelüftet: Hinter dem Cameo soll

      Spoiler anzeigen
      ​Martian Manhunter

      stecken.

      Quelle

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."
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      Auch "Teaser" Bilder gab es dazu bereits. Wäre daher eher lame wenn das die Überraschung sein soll
      My name is John Crichton. I'm lost. An astronaut. Shot through a wormhole. In some distant part of the universe.Trying to stay alive. Aboard this ship. This living ship. Of escaped prisoners. My friends. If you can hear me. Beware. If I make it back. Will they follow? If I open... the door. Are you ready? Earth is unprepared. Helpless. For the nightmares I´ve seen. Or should I stay? Protect my home? Not show them...you exist? But then you'll never know...the wonders I´ve seen!
      - Justice League

      Es ist schwierig, Justice League zu bewerten und dabei nicht voller Wehmut auf den ersten Avengers zu schielen. Natürlich sind beides Comicbuchverfilmungen und natürlich sind beides Mash-Ups verschiedener Superhelden, die sich zusammentun, um das Böse zu bekämpfen. Aber auch unter der Fassade stecken Ähnlichkeiten, die einfach zum Vergleich locken: So ist das DCEU mit Man of Steel im Jahr 2013 erst ein ganzes Jahr, nachdem das MCU bereits seine erste Phase abgeschlossen hatte, in die Gänge gekommen und wirkt dadurch wie der späte Versuch, den Erfolg seines Gegenparts zu emulieren. Es hat mit dem zwischenzeitlich in Ungnade gefallenen Joss Whedon nun auch noch einen der Hauptakteure hinzubekommen, der die Fertigstellung der Justice League übernehmen sollte, nachdem Zach Snyder wegen persönlicher, äußerst tragischer Umstände die Produktion verlassen musste.

      Über die ersten beiden DCEU-Filme will ich gar nicht so viele Worte verlieren. Ich bin kein Fan davon. Kein Fan der Optik, kein Fan der Lautstärke, kein Fan der Tristheit und des Existenzdramas, kein Fan der erzählerischen Richtung, die die Filme genommen haben. Ich zähle Man of Steel zu den schlechtesten Filmen, die ich kenne und das beste Kompliment, das ich Batman v Superman geben kann, ist, dass er nur minimal nicht ganz so mies ist, wie sein Vorgänger. Die Zeichen standen entsprechend nicht schlecht, dass ich auch mit Justice League nicht viel würde anfangen können.

      Und wer hätte es gedacht? Das ist tatsächlich so eingetroffen. Dabei ist der Film nur am Rande vergleichbar mit den ersten beiden Filmen. Synders Touch ist immer noch klar erkennbar - sein Slo-Mo-Fetisch auf optischer Seite und sein grundlegender Nihilismus auf erzählerischer Ebene -, aber der Film wirkt im Großen und Ganzen weniger wie ein aus dem Ruder gelaufenes Arthouse-Projekt, sondern mehr wie ein vom Fließband gelaufenes Massenprodukt. Darin muss Bruce Wayne, der seit den Ereignissen in BvS von Visionen eines Großangriffes auf den Planeten Erde geplagt wird, eine Bande an Misfits vereinen, weil er gegen diese Supermacht allein nicht ankommen kann. Denn ein gottgleicher Charakter namens Steppenwolf will die drei Mutterboxen miteinander vereinen, um die Erde unter sich versklaven zu können.

      Die Probleme mit Justice League sind vielseitig und es ist schwierig, hier Ordnung in die eigenen Gedanken zu bringen. Aber woran der Film grundsätzlich leidet und in meinen Augen letztlich scheitert, hat viel mit der ursprünglichen Konzeption des DCEU zu tun, nämlich, dass die Geschichte quasi von hinten aufgerollt wird. Was an Avengers so gut funktioniert hat, war, dass man sich die Zeit genommen hat - und ehrlich gesagt, auch bereit war, das Risiko einzusgehen -, vier Superhelden ihre eigenen Filme zu geben, bevor man sie in einem großen Event miteinander vereint. Ich bin später zum MCU gekommen, als die meisten anderen, aber Avengers war deswegen ein so großer inhaltlicher Erfolg - ganz zu schweigen vom geldtechnischen -, weil er wie eine Belohnung daherkam für all diejenigen, die seit Iron Man treu dabei geblieben sind und jetzt den sprichwörtlichen Kuchen essen dürfen. Das MCU mag seine Filme und Charaktere, aber mehr als das, mag es seine Fans und das ist etwas, was man Justice League nicht zusprechen kann. Das DCEU hat sich nie die Mühe gemacht, den narrativen Grundstein zu legen für das hier gebotene Mash-Up. Nicht nur hat der innere Konflikt in BvS nie auch nur den Ansatz eines Sinnes gemacht. Darüber hinaus haben wir von den restlichen Mitgliedern der Heldenliga nur im Vorbeigehen einen Blick aus dem Augenwinkel erhaschen können. Und das macht es Justice League letztlich sehr schwer, nicht nur eine ganze Reihe wichtiger Charaktere im Galopp einführen und ihre Hintergründe erläutern zu müssen, sondern auch, ihren Platz in dieser Geschichte zu rechtfertigen. Der Film hat mit dieser Mammutaufgabe keinen Erfolg und das ist es letztlich, warum Justice League sich nie wie der verdiente Mash-Up anfühlt, der er sein will. Es sind nicht sechs Superhelden, die sich in einem Film zusammen finden. Es ist ein Film, der sechs Superhelden irgendwie zusammenkramt.

      Und auch darüber hinaus bietet Justice League leider keine besonderen Reize. Der Film sieht hässlich aus, aber nicht aus den Selben Gründen wie seine beiden Vorgänger, bei denen die grau-blauen Farbfilter viel zum deplatzierten Nihilismus beigetragen haben, sondern weil er einfach unfertig wirkt, mit CGI, das einer Videospieloptik aus den frühren 2000ern entspricht und welche obendrauf noch im Übermaß eingesetzt wurde. Die Action ist rasant, aber belanglos. Der Plot ist erschreckend banal und der Gegner eindruckslos. Der Film hat mehr Humor als die Synder-Installationen und wirkt daher leichter auf den Füßen, was man vor allem dem Charakter Barry Allen gutschreiben kann, der ein positiver Lichtblick ist. Das kann man wohl dem Whedon-Einfluss zuschreiben und das macht den ansonsten schwermütigen Dialog immerhin erträglich. Hinzu kommt mit Gal Gadot und Ezra Miller eine zumindest halbwegs anständige Besetzung. Aber auch diese beiden können Justice League nicht über das hinausheben, was es ist: Die Akkumulation eines fehlkalkulierten Universums. Ein Film ohne Geschichte und Daseinsberechtigung und daher einer ohne Herz und ohne Seele.
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase



      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Data“ ()

      joerch schrieb:

      Dafür müsste er in meinen Augen einen komplett neuen Film machen....


      Bei der doppelten Laufzeit und einem komplett neuen Antagonisten muss das ein völlig neuer Film sein. Wir werden es ja bald erfahren.
      Erfahrung ist eine sehr nützliche Sache. Bedauerlicherweise macht man sie immer erst, kurz nachdem man sie gebraucht hätte....

      joerch schrieb:

      Gute Kritik :) Aber vertrau mir - im Snyder Cut wird alles besser :)
      Zumindest glaubt das die Welt... Dafür müsste er in meinen Augen einen komplett neuen Film machen....


      Ich hab mir da auch schon Gedanken darüber gemacht. Ich weiß, du hast das als Witz gemeint. Aber so wie die Reihe bisher geführt wurde, ist da in meinem Augen auch mit noch so vielen Nachdrehs nix mehr zu retten. Der einzige Weg wäre, das bisherige DCEU komplett zu streichen und von Vorne anzufangen. Was ja mit dem anstehenden Flash-Film wohl irgendwie gemacht werden soll...
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase



      Data schrieb:

      joerch schrieb:

      Gute Kritik :) Aber vertrau mir - im Snyder Cut wird alles besser :)
      Zumindest glaubt das die Welt... Dafür müsste er in meinen Augen einen komplett neuen Film machen....


      Ich hab mir da auch schon Gedanken darüber gemacht. Ich weiß, du hast das als Witz gemeint. Aber so wie die Reihe bisher geführt wurde, ist da in meinem Augen auch mit noch so vielen Nachdrehs nix mehr zu retten. Der einzige Weg wäre, das bisherige DCEU komplett zu streichen und von Vorne anzufangen. Was ja mit dem anstehenden Flash-Film wohl irgendwie gemacht werden soll...


      Tatsächlich hatte ich das recht ernst gemeint. Wenn er nicht fast den kompletten Film austauscht/verändert kann es nichts werden. Das Budget, dass für Nachdrehs so durch die Welt kreist ist in meinen Augen eher von der Höhe nicht dazu geeignet, dass man eigentlich alles neu macht...
      Dazu wirds auch nicht reichen einfach mal den Farbfilter zu wechseln....
      Ich würde gerne einen wirklicht guten JL-Film sehen, aber das wird wohl nix. Ich möchte auch den Fans, die auf den Snyder-Cut warten nicht vor das Schienbein treten, aber ganz nachvollziehen kann ich den Hype um den Cut nicht, da Snyders Einträge bisher eher nicht ganz weit oben waren...
      Love is the light
      Scaring darkness away, yeah

      Frankie Goes to Hollywood, The Power of Love....
      Aus aktuellem Anlass finde ich das fürs Forum passend...
      Aber da wir immer noch von Snyder reden erwarte ich zwar optisch was gewaltiges, jedoch was den Film an sich angeht hält sich meine Erwartungshaltung zurück...

      Und ungesehenes Material bedeutet ja nicht automatisch neu gedrehtes Material...
      Wie gesagt - ich würd mich freuen, wenn der Snyder Cut super wird, glauben tue ich es jedoch halt nicht...
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      Scaring darkness away, yeah

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      Aus aktuellem Anlass finde ich das fürs Forum passend...
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      Offen gestanden ist es mir ansich relativ egal ob Hype oder nicht. Aufgrund der Kinoabstinenz und der aktuellen Filmlage freue ich mich mal wieder einen Blockbuster zu sehen. Wenn der besser wird als der erste Versuch - super. Und wenn nicht, dann kuck ich den halt nochmal. Schlechter kann der nicht werden.
      Bei BvS hat der DC auch eine ordentliche Aufwertung erfahren. Also,.... die Chancen dass der besser als der Wheadon-Film wird, sind auf jeden Fall gegeben.
      Erfahrung ist eine sehr nützliche Sache. Bedauerlicherweise macht man sie immer erst, kurz nachdem man sie gebraucht hätte....
      Schon krass, wie die Meinungen auseinandergehen, finde Man of Steel sogar besser als Richard's Donner Version, die ich einfach unfassbar kitschig finde. (Ja der alte Superman war einfach nicht so meins, aber Reeves fand ich doch recht sympathisch).
      Nur mal die Randnotiz, weil jemand MoS als schlechtesten Film aller Zeiten betitelt hat.

      Zu JL: Ich bin auf jeden Fall gespannt, was Snyder hier noch aus dem Ärmel zaubert. Wenn der Grundton eher BvS ähnelt, bin ich schon zufrieden.

      Ratty schrieb:

      Nur mal die Randnotiz, weil jemand MoS als schlechtesten Film aller Zeiten betitelt hat.

      Das deutet auf eine Menge persönlichen Frust und individuelle Enttäuschung der eigenen Erwartungshaltung hin. Der Titel "schlechtester Film aller Zeiten" gebührt vor MoS geschätzt einer 5stelligen Zahl an anderem Schundmaterial. :)
      Erfahrung ist eine sehr nützliche Sache. Bedauerlicherweise macht man sie immer erst, kurz nachdem man sie gebraucht hätte....
      Zack Snyder verrät mit 'Don't Count On It Batman', und dann etwa 40 Minuten später 'The Age of Heroes', die Titel, der ersten beiden Kapitel des Films. Besonders erwähnenswert, bin ich jedenfalls der Meinung, ist, dass er seinen Cut komplett ohne Bezahlung fertig gestellt hat.

      Link(Quelle): comicbook.com/movies/news/just…nyder-cut-chapter-titles/

      Ratty schrieb:

      Schon krass, wie die Meinungen auseinandergehen, finde Man of Steel sogar besser als Richard's Donner Version, die ich einfach unfassbar kitschig finde. (Ja der alte Superman war einfach nicht so meins, aber Reeves fand ich doch recht sympathisch).
      Nur mal die Randnotiz, weil jemand MoS als schlechtesten Film aller Zeiten betitelt hat.


      Ratty schrieb:

      Das deutet auf eine Menge persönlichen Frust und individuelle Enttäuschung der eigenen Erwartungshaltung hin. Der Titel "schlechtester Film aller Zeiten" gebührt vor MoS geschätzt einer 5stelligen Zahl an anderem Schundmaterial.


      Falls das auf mich bezogen war:

      Ich hab ja nicht geschrieben, der schlechteste Film aller Zeiten, sondern einer der schlechtesten, die ich persönlich kenne. Wer 50 kennt, die noch schlechter sind: Mein Beileid. Aber für mich hat der sehr viele Boxen gecheckt, was einen schlechten ausmacht, wozu ich mich ja schon in einer kleinen Review, die ich hier gepostet hab, geäußert hab. Ich fand den auf jeden Fall durch und durch fehlkonzipiert und mutwillig freudlos, laut und überaus hässlich anzusehen. Der Film war ohne jegliche Liebe gemacht und mir jedenfalls hat daran einfach nichts Spaß gemacht. Das hat übrigens auch nichts mit Frustration zu tun, weil ich hier wirklich kein Pferd im Rennen hatte: Ich hab davor ein oder zwei Snyder-Filme gesehen und bin an diesen dann ohne große Erwartungshaltung rangegangen. Hab mich dazu schon aber ausführlich in einer kleinen Review ausgelassen.
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase