Eure Top 10 Korea-Filme

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    Es gibt 66 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von ElMariachi90.

      Ein sehr guter Thread. Warum ist der mir bisher entgangen? Dann will ich auch mal, der Asia-Bereich muss mal wieder etwas belebt werden. Hier geht ja garnichts mehr.

      Mir missfällt übrigens das Wort "Top 10"^^. Werde einfach mal alle aufzählen die ich gesehen hab und die besten fett markieren.

      Ich hab noch nie Reviews über etwas geschrieben und bin auch nicht sonderlich gut darin zumal es wenig Sinn macht ein Review zu schreiben wenn es schon ne weile her ist, dass man den Film gesehen hat. Daher werd ich einfach in meinen Worten 1-2 Sätze zu den Filmen schreiben. Die meisten hier haben die Filme sowieso schon gesehen und ne Plot Summary kann man überall kurz suchen.


      A Bittersweet Life
      Ein klasse Film. Ab und zu etwas abgehoben aber das fällt nicht ins Gewicht. Der Protagonist ist sehr gut besetzt. Ich wüsste so spontan nicht, wer besser in die Rolle gepasst hätte. Der Film zeigt sehr deutlich, dass Rachethriller nicht gleich Rachethriller sind. Das Genre gibt noch viel her.
      Must-See, auch für Leute mit Vorurteilen gegenüber asiatischen Filmen (solls ja geben)

      A Tale of Two Sisters
      Sehr atmosphärischer Film. Wird immer als Horrorfilm bezeichnet aber Horror findet man da eigentlich nicht. Es ist ein Psychothriller, einer der besten die ich je gesehen hab. Ich war kurz vorm Ende echt baff wegen dem Twist. Ich hab sogar 20 Minuten zurückgespult weil ich dachte ich hätt den Film nicht gerafft^^.
      Must-See

      Bin Jip
      Ein Kunstwerk wie man es von Kim Ki-Duk erwarten kann. Warscheinlich sogar sein bester Film. Ich will nicht viel veraten (wobei ihn sicher schon jeder kennt) aber der Film schafft es total zu beeindrucken ohne das gesprochen wird. Es gibt nicht mal so beeindruckende Bilder und Aufnahmen wie bei Frühlich, Sommer..., das Geheimnis von Bin Jip sind die tollen Schauspieler die es schaffen ohne Worte jede Art von Gefühle zu zeigen.
      Ein Must-See wobei hier wie bei jedem Ki-Duk Film die vorsicht geboten ist, dass der Film sehr ruhig und langsam ist. Könnte Hollywood-Onlys doch abschrecken.

      Brotherhood
      Ein monumentales Meisterwerk. So gut wie jedes Gefühl erlebt man bei dem Film und man fiebert mit dem Protagonisten regelrecht mit. Zudem lässt der Film so gut wie jeden Hollywood Kriegsfilm alt aussehen.
      Must-See

      Frühling, Sommer, Herbst, Winter und ... Frühling
      Kunstwerk. Anders als Bin Jip und doch der selbe unverkennbare Stil von Kim Ki-Duk. Der Film zeigt das Leben und was man im Laufe der Zeit alles lernt in Form des alten Mönchs (der schon alles gelernt hat) und des Jungen (der noch alles lernen muss). Ein sehr bildgewaltiger Film. Er ist ruhig und langsam und lässt sich Zeit.
      Must-See

      Hwal - Der Bogen
      Kim Ki-Duk zum Dritten. Spiel diesmal nur auf nem kleinen Boot^^. Wie Bin Jip wieder ein Film der mehr mit den Charaktern bzw. Schauspielern punktet als mit den Bildern. Auch diesenm Film muss man als Fan von guten Filmen gesehen haben.

      I Saw the Devil
      Die Lobeshymnen sind absolut gerechtfertigt. Er ist nicht nur auf dem sehr hohen Niveau der Koreanischen Rachethriller sondern glänzt mit vielen neuen Ideen. Der Kern des Films ist ganz anders als man es gewohnt ist. So ist von vornherein klar wer der Antagonist ist und man sieht auch immer was der gerade macht. Ein Katz und Maus Spiel wie man es selten sieht. Beide Schauspieler sind klasse. Schon allein Choi Min-Sik dürfte 90% aller Hollywood Schauspieler zerfetzen^^. Ein sehr talentierter Mann (sein Gegenpart natürlich auch). Die Kulisse und die Musik tragen deutlich zur Atmosphäre bei, die verdammt gut rüber kommt. Vergleichbar mit dem geruntergekommenen Chicago aus Sieben oder auch Filmen wie Angel Heart. Also ne sehr dichte Atmo.
      Wenn es einen Film gibt den man gesehen haben muss ist es wohl I Saw the Devil!

      Memories of Murder
      Ein Thriller aus der Sicht der Polizei. Ist schon etwas her aber der Film ist gehört zu den besten aus Korea. Die Polizei ermittelt an brutale Serienmorde. Auch hier ein super Leistung der Schauspieler. Erinnert etwas an Mother.
      Must-See

      Mother
      Ein Thriller den es so in der Art nicht oft gibt. Ich fands verdammt geil. Der Junge hat die Rolle des etwas "beschränkten" verdammt gut gespielt und die Mutter war absolut höchstes Niveau. Es entsteht eine sehr dichte Atmosphäre. Mir fällt eigentlich nichts ein, was ich beanstanden würde. Den Film empfehle ich jedem der Filme mit Substanz sucht.

      Musa der Krieger
      Na, die Koreaner können es doch. Das Genre des Historienfilms. Ist schon viele Jahre her aber der Film war soweit ich weiß ziemlich episch und verdammt gut inszeniert. Genrefans können hier bedenkenlos zuschlagen.

      My Sassy Girl
      Über den Film muss ich eigentlich keine großen Worte verlieren. Plot klasse, Schauspieler klasse. Humor, Romantik, Dramatik, Ernst. Der Film hatte alles und alles war gut umgesetzt. Ich hab nichts zu beanstanden und der Film ist wirklich für JEDEN.

      Oldboy
      Der koreanischste aller Filme^^. Der Film der für viele der Einstieg war. Imo hat der damals so gut wie jeden koreanischen Film platt gemacht in Sachen Niveau. Schauspieler, Story, Kulisse, Musik.... Als Fan von Koreanischen Film muss der Film natürlich gesehen werden. Ich weiß nicht ob er immernoch der beste Rachethriller ist (I Saw the Devil, Bittersweet Life...), das muss jeder für sich selbst entscheiden aber der Film hat nach all den Jahre nichts von seiner Magie verloren. Allein der Hammerfight im Flur ist immer wieder geil. Ein zeitloser Klassiker der vermutlich immer mit den Jüngeren mithalten kann und sich nicht zu den Fosilen gesellen muss.

      Sympathy for Lady Vengeance
      Ein Thriller der sich langsam entfaltet. Die Rachemotive erfährt man erst recht spät (soweit ich mich erinnere). Am Ende standen sie alle schlange um Rache zu nehmen. Stellenweise recht hart was der Atmo natürlich keinen Bruch tat.

      Sympathy for Mr. Vengeance
      Kindesentführungen und die Organmafia. Die Thematik des Films ist ziemlich heftig und die Umsetzung dieser Thematik hat es ebenso in sich. Ein sehr intensiver Rachethriller.

      The Man from Nowhere
      Man on Fire gehört zu meinen Lieblingsfilmen. Denzel Washington gehört sowieso zu den ganz großen und Dakota Fanning war voll in ihrem Element. Wen hätte man da auch sonst die Rolle geben sollen. besser konnte das nicht gespielt werden.
      Jedenfalls ist The Man from Nowhere das selbe nur in Korea. Beide Schauspieler waren echt top auch wenn sie imo nicht an Denzel und Fenning rankamen. Der Film gehört zu den besten aus Korea und ist gleichzeitig für jeden geeignet, da der nicht so hart und brutal ist.



      ich werd demnächst mal einen Thread für japanische Filme eröffnen. Werd allerdings ne Top 20 draus machen müssen.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Onizuka“ ()

      Kleines Update in der Reihenfolge :]

      1. Oldboy

      2. I saw the Devil

      3. The Good, The Bad, The Weird

      4. Sympathy for Mr. Vengeance

      5. A Tale of Two Sisters

      6. The Man from Nowhere

      7. A Bittersweet Life

      8. Gangster High - Die rohe Schule der Gewalt

      9. Sword in the Moon

      10. Lady Vengeance
      Meine vorangegangene Liste ist mittlerweile schon stark überholt. Das koreanische Kino (und nicht nur das Kino) hat mich absolut in seinen Bann gezogen. Es ist immer wieder schön zu sehen, dass die Filmemacher weder vor Kitsch noch vor Gewalt zurückschrecken, was gerade in Kombination unglaublich schön sein kann. Die kunstvollen Bilder und berührenden wie faszinierenden Soundtracks komplementieren das ganze noch. Selbst schauspielerisch zeigen die Darsteller oft mehr Hingabe, als in vielen anderen Ländern. Zwar ist natürlich nicht jeder Film ein Kunstwerk, so konnten mich z.B. Taste of Money oder die viel gelobten Werke Mother, New World oder Brotherhood nicht überzeugen, doch hat sich in den vergangenen Jahren ein Bild abgezeichnet, dass bei meinen Lieblingsfilmen immer und immer mehr koreanische Werke sich einschleichen. Oft entfalten einige Werke auch erst nach mehrmaligen schauen ihre ganze Wirkung. So haben z.B. Sympathy for Mr. und Lady Vengeance jeweils über die Zeit hinweg für mich immer mehr an Klasse gewonnen. Oldboy ist für mich der beste Film, den ich jemals sehen durfte und auch alle anderen Werke von Park Chan-wook strahlen eine ungemeine Faszination aus. Selbst, wenn sie mir nicht immer vollends zusagen, wie z.B. Thirst, faszinieren sie mich in irgendeiner Form trotzdem. Gerade, dass sich auch Regisseure in verschiedenen Genres ausprobieren und dort bestehen können, spricht klar für diese Industrie. Ein Chan-wook wird mit seiner gewalttätigen Rache-Trilogie bekannt, liefert aber kurze Zeit später eine dramatische und äußerst rührende Komödie ab (I'm a Cyborg, but that's ok). Ein Kim Jee-woon begeistert mit seinem Actionfilm A Bittersweet Life und überrascht mit seinem Horrordrama A Tale of two Sisters. Diese Vielseitigkeit überrascht und vor allem begeistert mich jedes Mal aufs Neue.
      Eine Seite vorher las ich, dass das koreanische Kino oft andere kopiert. Kopie ist, wie ich finde, das falsche Wort. Wie in vielen anderen Bereichen auch, bedienen sich die Koreaner an etwas schon Dagewesenem und fügen ihm Neues zu und verbessern es dadurch.

      Ich möchte nun ungern eine Top 10 aufzählen, sondern vielleicht einfach mich kurz zu den Werken äußern, die mich am meisten begeistert haben.

      Allen voran stehen natürlich fast alle Werke meines Liebelingsregisseurs Park Chan-wook:

      Zur Rachetrilogie muss man mittlerweile ja kaum noch etwas sagen.

      JSA - Joint Security Area ist für mich ein unglaublich einfühlsamer Film über ein sensibles Thema, dass leider immer noch viel zu aktuell ist.

      Zu I'm a Cyborg, but that's ok habe ich mich ja schon kurz oben geäußert.

      Selbst sein amerikanischer Ausflug mit Stoker konnte mich, wenn auch nicht allzu viele andere, vollends begeistern.

      The Man From Nowhere ist definitiv kein Geheimtipp mehr, aber trotzdem immer noch als astreiner actiongeladener und berührender Rache-Film eine Erwähnung wert.

      Der Admiral - Roaring Currents befasst sich mit einer der bekanntesten Schlachten Koreas. Oldboys Choi Min-sik darf dem ehrenhaften Yi Sun-shin Leben einhauchen und tut dies auch gewohnt gut. Darüber hinaus bekommen wir atemberaubende Seeschlachten und großartige Effekte geliefert, die sich hinter keiner Hollywoodproduktion verstecken müssen.

      The Host wird den meisten auch bereits ein Begriff sein, denn Regisseur Bong Joon-ho hat sich spätestens mit seinem amerikanischen Werk Snowpiercer weltweit einen Namen gemacht. The Host bietet eine wundervolle Familiengeschichte und haucht einem Seouler Mythos neues Leben ein. Der Film führt auf eine angebliche Sichtung des Monsters durch den Regisseur und Autor in Kindheitstagen zurück, was dem ganzen eine ungewöhnliche persönliche Note verleiht.

      Gangster High - Die rohe Schule der Gewalt ist ein Drama über eine Gruppe Schüler, die eigentlich nur Fussball spielen wollten. Nach und nach eskaliert es immer mehr. Der Film weist zwar ein paar kleine Längen auf endet aber in einem sehr brutalen, emotionalen und großartig inszenierten Finale, wie man es so noch nicht gesehen hat.

      Train to Busan habe ich erst vor kurzem gesehen und war sehr angetan, wie dem Zombiegenre ein wenig frischer Wind verpasst wurde. Hier landen wir bei meiner Behauptung, dass die Koreaner sich gerne an Dingen bedienen, ihnen Neues zuführen und es verbessern. Ein großartiger Horrorfilm mit einem großartigen Setting. Ich bin schon sehr auf den Vorgänger Seoul Station gespannt, auch wenn es "nur" ein Anime ist.

      Sword in the Moon ist ein Martial Arts Film, der, wer hätte es gedacht, auch viele dramatische Aspekte aufweist. Im Zentrum stehen zwei Freunde, die durch einen Putsch auf zwei verschiedene Seiten geraten. Mit den schönen Bildern und mit einigen sehr schön choreographierten Kampfszenen ist der Film trotzdem in erster Linie ein Appell an die Freundschaft.

      Zu Frühling, Sommer, Herbst, Winter… und Frühling kann man eigentlich nicht viel sagen, außer, dass man ihn einfach einmal gesehen haben muss, um ihn zu erfassen. Darüber hinaus hat der Film einen der schönsten Titel.

      Als letztes komme ich zu den Werken von Kim Jee-woon, den ich als Regisseur auch sehr schätze. Auch wenn sein Hollywoodausflug nicht so geglückt ist, wie der seiner Kollegen, so weißt er in seinem Heimatland aber eine beachtliche Filmographie auf.

      I saw the Devil setzte neue Maßstäbe im Bereich Revenge-Movie. Jedes Mal, wenn man dachte, dass es nicht krasser werden kann, wurde noch einer drauf gesetzt. Großartige Bilder und zwei intensive Darsteller runden das ganze ab. Ein Meisterwerk.

      The Good, the Bad, the Weird ist eine wundervolle und vor allem spassige Hommage an den Italowestern. Gut aufgelegte Darsteller, tolle Settings, viel Action und ein großartiger Soundtrack machen den Film zu einem riesigen Vergnügen.

      Mit A Tale of two Sisters bewies Kim Jee-woon, dass er auch im Horrorgenre bestehen kann. Ein Horrordrama, dass von wundervollen Bildern, einem berührenden Soundtrack und von seiner exzellenten Geschichte getragen wird. Ein Must-See.

      A Bittersweet Life ist wohl der kultigste seiner Filme. Und das zurecht. Schon hier zeigte der Regisseur, dass er ein Meister im Bereich vom Rache-Film ist. Deutlich ruhiger, als sein späterer I saw the Devil, doch nicht weniger intensiv. Auch hier muss der wundervolle Soundtrack wieder eine Erwähnung finden.


      Die meisten der genannten Filme dürften vielen schon ein Begriff sein, doch muss man sagen, dass ihre Popularität absolut berechtigt ist. In meinem DVD-Schrank warten bereits die nächsten koreanischen Werke auf mich. Chaser, The Front Line und Assassination werden somit bald ihre Qualität unter Beweis stellen. Ich freue mich drauf. Und im Januar erreicht uns dann auch endlich der neue Film Park Chan-wooks im Kino.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „ElMariachi90“ ()

      Kann mich meinen Vorgängern nur anschliessen!

      The Chaser gehört für mich zu den besten Thrillern aus Südkorea. Seven Days ist auch ein grosser Geheimtipp, der viel zu wenig Beachtung bekommen hat.

      Ich freu mich, dass ich anscheinend nicht der einzige Korea-Fan bin. Dachte schon, ich wurde bei MI von allen Asia-Fans verlassen :D
      Und heute ist es endlich geschehen. The Chaser ist tatsächlich ein sehr guter Film. Obwohl die erste Hälfte die ein oder andere Länge aufweisen konnte, war die letzte Stunde dann aber nervenzerreissend. Zwei tolle Hauptdarsteller, ein starker Showdown und stets eine dreckige und düstere Atmosphäre machen das ganze Werk zu einem sehr eindringlichen Film.
      Danke für euren großen Zuspruch, wodurch ich den Film einigen anderen vorgezogen habe. Es hat sich gelohnt.

      Und heute ist mir dann noch A Company Man in die Hände gefallen. Mal sehen, was der zu bieten hat.