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The Academy Awards (Oscars)

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    Es gibt 832 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von joerch.

      Terminator: Dark Fate - Nicht gesehen bis jetzt
      Feighbusters - Die Namensveränderung ist Frauenfeindlich, so weit ganz richtig.. Ansonsten ist der Film mittelmaß und wo ist der Männerverachtend????
      Femen 3 Engel für Charlie - Nicht gesehen - aber auch da ist die Frage warum der Männerverachtend sein soll...
      Woke Black Christmas - Sagt mir rein gar nix...
      Ocean's 8 - Nicht so gut wie Oceans 11-13, aber besser als erwartet - KEIN BISSCHEN Männerverachtend...
      Glam Girls – Hinreißend verdorben - Sagt mir rein gar nix..
      Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn - Schwacher Film (dachte die ganze Zeit "Will sein wie Tank Girl, scheitert aber") - Aber auch nicht Männerverachtend..

      DA IST REIN GAR NIX MÄNNERVERACHTENDES DABEI!!!
      Kompletter Blödsinn...

      Aber Bond-Filme, die klar Frauenverachtend sind (also die älteren) und Frauen nur als Sexobjekte für Bond etablieren als schützenswert erachten...
      (Und nein - Bond darf natürlich nicht überarbeitet werden).
      Um DAS da oben als Männerverachtend zu bezeichnen muss man schon ein echtes eigenes Problem haben...
      Bei cobra geh ich mal einfach davon aus, dass der scheinbar Kontaktschwierigkeiten oder sowas mit dem anderen Geschlecht hat und einfach im Kern jemand ist, der alles was er nicht versteht hasst... und das ist ne ganze Menge...

      Hupengröße ... die ja essenziell für eine Rolle wie die der Wonder Woman ist.

      Belphegor schrieb:


      Mittlerweile wird mein Geschlecht in fast jeder Werbung, in jedem Trailer (nicht nur der Birds of Prey Shit) und in News, Nachrichten und Zeitungen diskriminiert. Zum Glück ist die Einstellung im wahren Leben da draußen, auf der Straße, den Bars und vor allem der Arbeit noch eine andere.

      Ausschneiden, einrahmen und zum Post des Jahres küren. Näher werden wir dem Irrsinn nicht mehr kommen.
      "Bitte bleiben Sie (mal wieder) daheim!"

      GregMcKenna schrieb:

      Data schrieb:

      Ist ja auch manchmal nicht ganz unverständlich, warum das so ist. Die Bösen sind halt oft die interessanteren Charaktere. Walter White ist da so ein Beispiel, den wir gerne anfeuern und den wir insgeheim gewinnen sehen wollen.

      Hm. Ich weiß nicht, ob ich den Absatz so mitgehen kann. Ich verstehe deinen Punkt aber es sind meines Erachtens nicht die interessanten (sprich: vielschichtig gezeichneten) Bösewichter wie etwa Hannibal Lecter, Hector Barbossa, Loki oder Commodus, bei denen eine Idolisierung stattfindet. Es sind wie etwa bei Tyler Durden, dem Joker oder auch Walter White eher Charaktere, die eine "Ubermensch"-Ideologie ausstrahlen: "Ich bin besser als alle anderen und insbesondere als alle Systembücklinge". So sind sowohl Lecter als auch Barbossa oder Loki Charaktere, die durchaus feminine Seiten haben und mit subtileren Mitteln wie etwa Manipulation oder Lust an der Boshaftigkeit arbeiten. Wohingegen sich Durden, Joker und Walt fast immer durchgängig selbst auf der richtigen Seite wähnen und ihre Reflektionen gar nicht stattfinden oder zu spät. Wenn wir mal tatsächlich dein Breaking Bad-Beispiel heranziehen, dann ist kaum jemand Fan von dem Walt aus Staffel 1 sondern immer erst vom "I am the one who knocks"-Walt. Erst als Walt sein Selbstbewusstsein erlangt und seine Macht pathologisch überzieht, wird er idolisiert und zum Vorbild gemacht.

      Ich will dir in dem Punkt also nicht direkt widersprechen sondern eher sagen, dass es ganz bestimmte Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen sind, die einen Bösewicht für eine bestimmte Zielgruppe als Idol interessant machen.


      Ich denke, wir sind auf der gleichen Wellenlänge und ich teile deine Analyse, was Walter White angeht und ab welchem Punkt der Charakter wirklich zum Kultobjekt geworden ist.

      Im Allgemeinen hab ich, denke ich, mehr von allgemeiner Faszination für Bösewichter gesprochen, was damit zu tun hat, dass der "Böse" (um es jetzt mal in plakativen Begriffen zu halten) immer was verkörpert, was für uns Otto-Normal-Verbraucher etwas sehr Abstraktes darstellt, etwas soweit Entferntes von unserer eigenen Realität, dass wir fast ungewollt ein Interesse dafür entwickeln. Wir fühlen uns dazu hingezogen, wie abstoßend es ist, was manche Bösewichter machen. Das merke ich an mir persönlich und ich erkläre mir das so, dass ich mir für mich selbst nie vorstellen könnte, etwas so Verbrecherisches zu begehen, wie es der klassische Filmbösewicht macht.

      Ich behaupte auch, dass ich damit nicht ganz alleine bin. Hier gehe ich über auf dein Argument mit der Ideolisierung, denn das hatte ich mit "interessant" zunächst mal nicht gemeint, aber es gab mal eine längere Phase in meinem Leben, in der ich mich sehr, sehr stark für Serienmörder und True Crime interessiert habe (okay, tu ich immer noch - aber ich beschäftige mich mittlerweile nicht mehr täglich damit) und auch hier kann ich dir sagen, dass der Fankreis (wenn man das so nennen mag) nicht nur groß ist, sondern teilweise auch verstörende Züge annimmt. Das geht oft weit über Hobbydetektiverei hinaus und in regelrechte Besessenheit über (also angefangen von murderbilia, über Frauen, die verurteilte Serienmörder im Gefängnis heiraten bis hin zu Copycat-Verbrechen, die als Verehrung oder so gedacht sind). Je schockierender das Verbrechen, desto mehr berichten die Medien darüber und desto größer ist das Interesse in der allgemeinen Bevölkerung. Ist das Verbrechen ungelöst, dann ist das für den allgemeinen Bekanntheitsgrad oft nur noch hilfreicher (Jack the Ripper oder Zodiac). Gutes Beispiel ist die Ermordung von John F. Kennedy und welchen Medienhype das heute noch auslöst. Im Gegensatz dazu wird über den Mordversuch an Ronald Reagan heute kaum noch gesprochen. Dabei ist es im Kern ja das gleiche Verbrechen.

      Und ich denke, dieses Real-Life Crime können wir ganz gut auf unsere Unterhaltung übertragen: Je abstrakter, je befremdlicher und je unvorstellbarer der Bösewicht oder das Verbrechen im Film oder der Serie ist, desto mehr Faszination bringen wir als Zuschauer auf. Ein Joker hat im Prinzip keinen inneren Antrieb für seine Verbrechen, außer seinem Verlangen, Chaos stiften zu wollen. Ein Alien hat nur Fressen im Kopf - reiner Überlebensinstinkt. Wir wissen nicht, was es denkt oder fühlt (vermutlich gar nichts) und diese Unberechenbarkeit macht uns genug Angst, so dass wir öfter darauf zurückfallen, als beispielsweise auf Bond-Bösewichte, die eigentlich immer nur die Weltherrschaft übernehmen wollen (überzogen gesagt).

      Ich bin jetzt etwas ausgeschweift und hab viel aus dem Zusammenhang geredet, daher, um zurückzukehren auf die eigentliche Diskussion: Interessant war vielleicht nicht das bestgewählte Wort (wobei ich gerade bei Batman die Villains schon immer faszinierender fand, als den Helden selbst - vielleicht auch nur deswegen, weil sie so überzogen und abstrahiert waren), aber ich denke auch, dass eine gewisse Faszination für die Fremdartigkeit des Bösen ein Mitgrund ist, warum ein guter Endgegner oft dafür verantwortlich gemacht wird, ob Filme oder Serien dieser Art funktionieren oder nicht.

      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Data“ ()

      Data schrieb:

      aber ich denke auch, dass eine gewisse Faszination für die Fremdartigkeit des Bösen ein Mitgrund ist, warum ein guter Endgegner oft dafür verantwortlich gemacht wird, ob Filme oder Serien dieser Art funktionieren oder nicht.

      Grundsätzlich als Replik darauf: Da sind wir absolut auf einer Wellenlänge. Es geht mir aber gar nicht darum, ob ein Bösewicht nun "für die Geschichte" gut oder schlecht ist. Dort gelten ganz bestimmte psychologische Grundsätze, die man jetzt bei jedem Bösewicht und jeder Geschichte dekonstruieren kann (Joker ist der ideale Bösewicht für Batman, weil Batman an starken Regeln ("Ich darf nicht töten") festhält und der Joker jegliche Regeln ignoriert - zum Beispiel).

      Ich stelle mir die Frage: Wieso zieht eine ganz bestimmte Art von Bösewicht eine ganz bestimmte Art von Menschen an, die diese zu Idolen stilisieren? Siehe oben: Während der Joker, Tyler Durden, usw. usf. von jungen Männern zu Idolen gemacht werden, werden es eher kopflastige Bösewichter wie Hannibal Lecter oder Loki oder Barbossa nicht. Meine Hypothese dazu lautet, dass diese Figuren den "Ubermensch"-Archetypen angehören, dem junge Männer gerne angehören wollen - der Gewissheit, besser zu sein als alle anderen. Beispiel: Kylo Ren funktioniert dahingehend auch deshalb bei Frauen besser als bei Männern, weil er der "Fallen Angel"-Archetyp ist und damit einen Redemption-Arc hat. Damit der funktioniert, muss er zweifeln und Zweifel ist emotional. Das gilt als Schwäche. Wäre der Joker oder Tyler Durden emotional, würden sie bei jungen Männern deutlich weniger gut funktionieren, weil sie dann kein "Ubermensch" (frei von einer als Schwäche empfundenen Emotion) sind.

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."

      GregMcKenna schrieb:

      Data schrieb:

      aber ich denke auch, dass eine gewisse Faszination für die Fremdartigkeit des Bösen ein Mitgrund ist, warum ein guter Endgegner oft dafür verantwortlich gemacht wird, ob Filme oder Serien dieser Art funktionieren oder nicht.

      Grundsätzlich als Replik darauf: Da sind wir absolut auf einer Wellenlänge. Es geht mir aber gar nicht darum, ob ein Bösewicht nun "für die Geschichte" gut oder schlecht ist. Dort gelten ganz bestimmte psychologische Grundsätze, die man jetzt bei jedem Bösewicht und jeder Geschichte dekonstruieren kann (Joker ist der ideale Bösewicht für Batman, weil Batman an starken Regeln ("Ich darf nicht töten") festhält und der Joker jegliche Regeln ignoriert - zum Beispiel).

      Ich stelle mir die Frage: Wieso zieht eine ganz bestimmte Art von Bösewicht eine ganz bestimmte Art von Menschen an, die diese zu Idolen stilisieren? Siehe oben: Während der Joker, Tyler Durden, usw. usf. von jungen Männern zu Idolen gemacht werden, werden es eher kopflastige Bösewichter wie Hannibal Lecter oder Loki oder Barbossa nicht. Meine Hypothese dazu lautet, dass diese Figuren den "Ubermensch"-Archetypen angehören, dem junge Männer gerne angehören wollen - der Gewissheit, besser zu sein als alle anderen. Beispiel: Kylo Ren funktioniert dahingehend auch deshalb bei Frauen besser als bei Männern, weil er der "Fallen Angel"-Archetyp ist und damit einen Redemption-Arc hat. Damit der funktioniert, muss er zweifeln und Zweifel ist emotional. Das gilt als Schwäche. Wäre der Joker oder Tyler Durden emotional, würden sie bei jungen Männern deutlich weniger gut funktionieren, weil sie dann kein "Ubermensch" (frei von einer als Schwäche empfundenen Emotion) sind.


      Ich denke, die Hypothese passt ganz gut, auch wenn sie (verallgemeinert gesagt - ich bin auch kein Psychologe) oft auf Leute zutrifft, die vorab schon in gewisser Weise geschädigt sind. Also Leute, die extreme Verbrechen begehen, suchen sich ihre Vorbilder ja oft in extremen Charakteren in Film und anderer Unterhalung. Oder - wie oben mit den Copycats geschrieben - in echten Verbrechern. Du wirst, wenn du dich ein bisschen mit Serienmördern beschäftigt hast, feststellen, dass sie selbst oft "Fans" anderer Serienmörder sind.

      Da passt deine Analyse, dass Archetypen eher die Vorbilder für Individuen dieser Art sind, schon sehr gut. Denkende oder fühlende Charaktere wie Lecter verlangen immer noch ein gewisses Maß an Empathie, um zu verstehen, was diese Charaktere antreibt. Und bewusst oder unbewusst, kann das auf die von dir beschriebene Gruppe an Leuten abstoßend wirken, denn damit geht Selbstreflexion einher, die unter Umständen zu Gewissensproblemen oder Eingeständnissen von Fehlern führen (oder zumindest führen sollten). Daher meine Behauptung - die viellelicht deine These ergänzt -, dass Bösewichter wie der Joker auch gerade für solche Leute als Vorbild funktionieren, die ohnehin schon mit gewissen eigenen psychologischen Problem und Minderwertigkeitskomplexen zu kämpfen haben.

      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase

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      Belphegor schrieb:

      King Cobra schrieb:


      Terminator: Dark Fate
      Feighbusters
      Femen 3 Engel für Charlie
      Woke Black Christmas
      Ocean's 8
      Glam Girls – Hinreißend verdorben
      Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn
      usw...


      :rofl:

      Okay, lass mich raten, die sind männerhassend, weil Männer unterrepräsentiert sind. Und das ist ein Problem für dich, wirklich? Dann denke mal in die andere Richtung...

      Ansonsten ist es absolut okay, deutlich weniger toxische Männlichkeit gezeigt zu bekommen, denn diese stellt auch für viele Männer ein großes Problem dar. Nichtsdestotrotz gibt es sie nach wie vor.

      mcclane schrieb:

      Nö. Sonst wäre ich ja auf Belphes Quatsch eingegangen- das hab ich nicht getan ;)


      Aber du hast auf uns reagierende reagiert - irgendwie ziehen wir dich da rein :uglylol:

      Data schrieb:

      Im Allgemeinen hab ich, denke ich, mehr von allgemeiner Faszination für Bösewichter gesprochen, was damit zu tun hat, dass der "Böse" (um es jetzt mal in plakativen Begriffen zu halten) immer was verkörpert, was für uns Otto-Normal-Verbraucher etwas sehr Abstraktes darstellt, etwas soweit Entferntes von unserer eigenen Realität, dass wir fast ungewollt ein Interesse dafür entwickeln.


      Ich glaube, dass die grundsätzliche Hauptintention den Bösewicht "zu mögen" darin liegt, dass für den im allgemeinen keine Regeln oder zumindest deutlich weniger regeln existieren. Das Böse ist also indirekt so ein Wunsch nach Freiheit...

      Hupengröße ... die ja essenziell für eine Rolle wie die der Wonder Woman ist.
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