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Linkin Park - Minutes to Midnight

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    Es gibt 7 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Logan Constantine.

      Linkin Park - Minutes to Midnight

      Linkin Park - Minutes to Midnight






      Hm... jaja. "Wir haben unseren Stil geändert weil wir erwachsener geworden sind/neues ausprobieren wollten etc pp" Wie oft haben wir so was schon gehört und meistens kommt dabei eins raus: Ein Album mit weniger Ecken und kannten und viel mehr Pop als gutem Rock/Metal. Nicht zuletzt geschehen bei den lostprophets oder Avril Lavigne. So mag man beim ersten hören auch bei Linkin Parks neuer Scheibe denken (ich übrigens auch): "Weichspüler". Viele werden vielleicht geschockt und schmeißen das Album gleich wieder weg wenn sie nach drei Liedern schon am Entzug der bisher vorherrschenden Rap-Shout/leise-laut Dynamik von LP verzweifeln.

      Mir ging es da nicht ganz anders, ich hab sogar seit ich die Platte nun höre ein ständiges wechseln meiner Einstellung, aber ich glaube jetzt endgültig angekommen zu sein. Mein erster Gedanke mit der neuen Scheibe war, dass man bei LP einfach soft geworden ist um mehr Alben zu verkaufen. Dann dachte ich, dass sich viele Lieder sehr ähneln und nun sehe ich langsam ein: Der schritt in eine Richtung weg vom New-Metal war das Beste was LP mit der dritten Scheibe machen konnten. Ich habe schon wie viele andere Kritiker an Meteora bemängelt, dass Linkin Park sehr sehr gleich wie bei Hybrid Theory daherkommen und das für Künstler kein wirklicher schritt nach vorne ist. Kämen LP nun zum dritten mal mit festgefahrenen Songstrukturen und Genre-Klischees (auch wenn sie diese selbst mitbegründet hatten) dann würden die meisten LP als Unflexibles und langweiliges Produkt abschreiben. Daher ein Lob für den Schritt zu einem neuen Gefilde.

      Chester dominiert diese Platte gesanglich mit drei ausnahmen: Zwei Lieder werden hauptsächlich von Mike Shinoda getragen mit seinem Rap-Gesang und wirklich guten Texten. Jedoch wurde Shinoda hier nicht mehr aufgedrückt dass nach 12 Zeilen Schluss ist und Chester shouten muss, sondern vielmehr wirken die Lieder stärker nach seinem Nebenprojekt Fort Minor, nur mit der Dynamik einer Band im Rücken und weniger Beats und andere Elektronik-Loops. Das dritte Lied ist eine wirklich ange3nehme Überraschung: Mike singt. Zwar durchgehend ruhig und ohne große Tonsprünge aber dennoch äußert schön seine Stimme fließen zu hören.

      Die von Chester dominierten Lieder sind anders als erwartet. Vor ich das Album hatte und Interviews las dachte ich eher an eine viel härtere Platte, aber es sind viele (fast zu viele?) ruhige Lieder enthalten, die sich für mich anfänglich zu sehr ähnelten und daher wollte ich die Platte shcon fast abschreiben. 5 ruhige Balladen mit teilweise poppigen Melodien (Leave out all the Rest) haben uns Linkin park geschenkt. sehr minimalistisch sind diese Stücke meist sehr leise Instrumentierung und auch keine herausstehende sondern sehr im Hintergrund mit langsamem Gesang. Erst wirken alle so und sind es eigentlich auch. Aber mit der Zeit, wenn man mit den Texten und der Stimmung der Songs vertraut wird findet man immer neue Aspekte heraus und weiß diese zu schätzen. Definitiv ganz anders als zuvor.

      What I've Done, Given Up und No more Sorrow sind die schnellen Nummern auf dem Album. Ersteres kennt wohl jeder der hier ließt und Given Up erinnert etwas an Don't Stay in Soft (relativ gesehen) und no more sorrow ist ein wirklich guter rockiger Song, es wird rau gesungen und auch geshoutet, jedoch kommt keines der Lieder an die Dichte und Vorwärtstreibende Kraft der beiden Vorgänger, da es einfach sanfter abgemischt wurde.

      Instrumental ist es wie immer bei Linkin Park mehr ein Handwerk, einen Song durch Gesangsmelodie und dann viele einzelne Spielereien im Hintergrund zum Leben zu erwecken und weniger ein „Jeder steht an seinem Instrument und spielt nur dieses mit viel Können und Gefühl“
      Textlich gesehen sind Linkin Park gut. Sie behandeln vieles vom politischen bis zum persönlichen und wirken auch immer wirklich schön und Wortgewand, was nach 18 Monaten des Umschreibens und Arrangierens mit Handwerksmeister Rick Rubin auch kein wunder ist. Fragt sich nur ob den kurzen prägnanten Sätzen nicht teilweise zu Lasten der Melodie Bedeutung weichen musste.

      Also ein Lob auf ein wirklich experimentierfreudiges Album (man erinnere sich, dass dies auch groß von Meteora behauptet wurde, aber imho, überhaupt nicht zutraf) welches aber nicht aufgesetzt und gezwungen umgestellt klingt. Man hört richtig, dass die Jungs gar nicht mehr angestrebt hatten ein weiteres Album wie Meteora und HT zu produzieren und wirklich freudig verschiedene Lieder zusammenbastelt haben. Auch hat man hier nicht das Gefühl als wären großartig Songs verschwunden die LP geschrieben haben um ein abgerundetes Gesamtbild abzuliefern, es ist wirklich verschiedenstes der Jungs enthalten, was großen Spaß macht.
      Dennoch hätte man sich Wünschen können, dass die Songs teilweise härter wären. Jedoch war der Schritt weg von Meteora und HT gut und wichtig. Nun bleibt nur zu hoffen, dass sich die Jungs nicht auf diesen jetzigen Stil festfahren, denn wie ich bereits oben sagte sind die vielen ruhigen Songs anfangs doch sehr ähnlich und bei weiteren Alben dieser Art würde sehr schnell Ermüdung durch viele gleich klingende langsame Stücke aufkommen. Linkin Park sind auf einem guten weg nach diesem Album ein noch ausgereifteres und ehrlicheres Album zu machen ohne den Druck der großen Stilveränderung.

      Da viele der ruhigen Stücke wirklich mit einer gewissen Einstellung zur Musik genossen werden müssen um ihre Eigenheiten zu zeigen und das Album noch etwas unfertig klingt (also LP isnd noch nicht 100% sicher auf dem neuen Territorium, oder einfach nur zu verspielt) gibts:


      8/10 Punkte
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Lou“ ()

      Super Kritik :goodwork:

      Selbst gebe ich dem Album nach mehrmaligem hören:

      8,5/10 Punkten

      Es fehlt mir etwas an der Härte, aber das Album ist einfach gelungen und man muss sagen, dass LP sehr viel Respekt von mir erntet da sie etwas neues so gekonnt umgesetzt haben.
      Das 1. Hören war irgendwie merkwürdig, ich dachte: "Mist, wieder so ein Fehlkauf... Schade..!"
      Doch jetzt freue ich mich immerwieder die Stimme von Mike und Chester auf dem neuen Album zuhören wenn ich nach Hause komme und den PC anschmeiße.
      Ich hatte als erstmalige Wertung 8,5 Punkte vergeben, jetzt würde ich auf 5 Punkte runtergehen. Es fehlt einfach an Härte, viele Lieder sind total überflüssig und ähneln anderen Bands ( AFI, z.B. ), außerdem vermisse ich die Rap-Parts, den ohne die sind, m.M.m. Linkin Park nicht mehr Linkin Park.

      Wo auf Meteora wirklich JEDER Song sehr gut war, und zwar ausnahmlos, ist auf Minutes to Midnight zuviel Durchschnittsware oben.

      Bestes Lied: In Beetween.
      Bei mir ist es halt vor allem so, dass ich die Härte eigentlich gar nicht mehr so vermisse. Ich bin damals mit Linkin Park eingestiegen in sachen härtere Mukke und wenn ich jetzt ein Lied der vorigen alben höre, dann grooven die schon noch, aber was härte angeht: Ist Linkin Park n Kinkerlizchen. Und da ich ebenso Metalcore und Melodic death Metal bis hin zu poppigem Zeug alles höre finde ich es gut, dass Linkin Park nun einen sehr guten ruhigeren SOund machen als nochmals so versuchen hart zu sein. denn die Linkin Park Härte wärem ir heute wahrschl. eh zu lahm.

      daher mag ich das neue album. und HT ist und bleibt ienfach genial. Meteora fand ich damals schon ein entäuschender Abklatsch, der aber hörbar ist.
      @Lou: Klasse Kritik! :goodwork:

      Nach mehrmaligen Hören muss ich sagen, dass ich das Album echt gut finde. Es sind zwar nicht mehr die Linkin Park, die man kannte, aber wie sagt man doch: Stillstand ist der Tod.
      Es stimmt schon, dass sich einige Lieder beim ersten Hören ähneln, aber irgendwann hat man die im Ohr und bemerkt die verschiedenen Facetten. Given up, Bleed it out und jno more sorrow sind die härteren Songs auf dem Album und ich find sie allesamt klasse. :) Das Breakdownn von "Given up" ist super, richtig kräftig und stimmgewaltig. :)
      Also ich kann mich mit "MTM" gut anfreunden. :)
      LP neues album Minutes to Midnight kann ich mich auch anfreunden es hört sich nicht mehr an hybrid theory und meteora aber wenn man bleed it out ähnelt das schon an die alten stücke aber minutes to midnight ist ein super album.
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