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One Hour Photo

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    Es gibt 10 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Snow.

      One Hour Photo

      One PunkteBewertung 11
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      Genre: Drama/Thriller
      Land: USA 2002
      Laufzeit: ca. 95 min.
      FSK: ab 12
      $12 Mio. Budget
      Regie: Mark Romanek
      Drehbuch: Mark Romanek, mehr...
      Darsteller: Robin Williams, Gary Cole, Connie Nielsen, Michael Vartan, Eriq La Salle,

      Story: Sy Parrish (Robin Williams), Leiter der Fotoabteilung in einem Supermarkt, macht - wie jeden Tag - seinen Job. Doch heute ist ein besonderer Tag. Denn Nina Yorkin (Connie Nielsen), eine treue Kundin, holt wieder einmal die fotografischen Beweise ihres glücklichen Familienlebens ab, die Sy wie immer mit besonderer Sorgfalt entwickelt hat. Die attraktive Mittdreißigerin ahnt nicht, dass der freundliche Mann hinter dem Ladentisch seit Jahren ihre Fotos heimlich vervielfältigt und bei sich daheim an der Wohnzimmerwand - akribisch aneinander gereiht - aufhängt. So weiß Sy so ziemlich alles über Nina, ihren sympathischen Sohn Jake (Dylan Smith) und Ehemann Will (Michael Vartan). Der Foto-Mann, der einsam und zurückgezogen lebt, identifiziert sich inzwischen so sehr mit den Yorkins, dass er sich für das Wohlergehen der Familie verantwortlich fühlt. Als Sy eines Tages dahinter kommt, dass Will Yorkin seine Frau betrügt und damit sein Idealbild der Familie mit einem Mal zerstört ist, reift in ihm ein mörderischer Plan.


      Quelle: zelluloid.de




      Ich dachte mir mal ich eröffne einen Thread zu diesem wie ich finde echt guten Film... Wer ihn noch nicht kennt bzw. nochmal sehen will, hat nächsten Donnerstag (07.062007) auf VOX um 20.15 Uhr die möglichkeit.
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      Ich finde den Film einfach HAMMER !!!!! Und das liegt zum größten Teil an Robin Williams weil er so unglaublich geil spielt !! Er tut einem richtig leid !!

      Auf jeden fall ein sehr geiler Film mit einem TOP Williams

      9,5/10

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „MJ1988“ ()

      Schon allein seine anderthalb Stunden wert, da One Hour Photo beweist, was für ein guter Schauspieler Robin Williams wirklich ist. Bisher kannte ich ihn nur aus meist anspruchslosen und selten wirklich guten, weil genreübergreifenden Komödien á la Jumanji.
      Hier bringt er den wirren aber doch liebenswerten Typen von nebenan gewohnt solide rüber,
      Spoiler anzeigen
      der allerdings erst mit dem Wandel zum allein gelassenen Eremiten und schließlich Psychopathen beeindruckt, dass die Drüse drückt.
      Allein die Erscheinung des gefassten Sy am Schluss ist oscarreif; auch wenn ich mir ein tragischeres Ende erwartet bzw. gewünscht habe.

      Alles in allem ist One Hour Photo ein super Drama mit einem exzellenten Robin Williams.
      - ... und wenn die Sonne nicht mehr scheint, dann Eden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Stacer“ ()

      Der Film war klasse. Schon krass, dass man Mitleid mit so einen empfindet? Aber das ist nun mal Robin Williams. Die ganze Zeit wollte ich ihn in den Arm nehmen :D
      Ich fand schon vorher das R. W. ein ausgezeichneter Schauspieler ist, nicht nur in Komödien (z.B.Birdcage) sondern auch in Dramen (Good Will Hunting). Und wie man hier sieht, auch in Thrillern
      Spoiler anzeigen
      als wahnsinniger Psychopath
      was man gar nicht wahrhaben will.
      (Eine ähnlich gute Leistung hat er meiner Meinung nach auch in The Final Cut hingelegt, sehr empfehlenswert! :D )
      "One Hour Photo" [Mark Romanek / USA ´02] - 8,50 / 10

      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :halbstern: :stern2:

      Es gibt wohl kaum einen Film, den ich länger auf meiner "To-Watch"-List hatte, fragt mich nicht warum. Und nun bin ich fassungslos, dass ich solang auf einen dermaßen gelungenen Film verzichten konnte. Bereits in den ersten Minuten bemerkte ich, dass dies ein Film ist, der meine Ansprüche und Erwartungen an das Psycho-Thriller-Genre erfüllen, nein, möglicherweise sogar übertreffen würde..und dieser Fall trat folglich auch ein. Minimalistische Kulissen, wenige Schauspieler, überschaubarer Dialog-Anteil - und dennoch Spannung, die kaum abfällt. Williams brilliert mit einer über weite Strecken nüchternen und bescheidenen Performance und man nimmt ihm seine Rolle als psycholgisch beeinträchtigten Einzelgänger absolut ab. Nervenkitzel ohne jeglichem Over-Acting - so funktioniert Psycho-Thrill. Man machte sich die Stille zum Vorteil, bot eine mitreißende Bildersprache und trotz der befremdlichen Charakterzüge fühlte man sich dem Hauptdarsteller verbunden. Spannung und Dramatik auf einem Nenner, durchgehend beunruhigend und beklemmend. Inszenatorisch hat man einiges rausgeholt aus diesem bescheidenen Setting. Dazu eine gute Kameraführung und ein Soundtrack, der unterschwellig immer wieder den Nervenkitzel antrieb. Äußerst empfehlenswert.






      Hatte den Film schon lange auf meiner Liste und eben endlich gesehen. Robin Williams ganz ganz stark. Wusste nicht wirklich,wo die Reise hingeht und fand ihn wahrscheinlich deshalb die ganze Zeit über ziemlich spannend. 7/10
      Lange auf meiner Liste der ständig aufgeschobenen Filme - seit Kurzem auf Netflix verfügbar - ein ereignisloses Wochenende - gute Kombi, sich One Hour Photo endlich mal zu geben.

      - One Hour Photo

      Was geht vor im Leben eines Menschen? Ich meine, was geht wirklich vor hinter der Fassade, die wir nicht zu sehen bekommen? Jeder Mensch legt für jeden anderen ein gewisses Schauspiel auf - wir sind im Privaten oft eine andere Person, als die, die wir unseren Mitmenschen gegenüber zeigen. Und wenn wir uns nach Feierabend von unseren Kollegen verabschieden, wenn wir unseren Freunden nach dem Abendessen eine gute Nacht mitgeben oder wenn wir der Kassiererin im Supermarkt noch einen schönen Tag wünschen, dann machen wir das oft Gedankenlos, denn dass diese Leute anschließend, nachdem wir sie nicht mehr sehen, noch weiter existieren, ist in den wenigsten Fällen etwas, worüber man sich Gedanken macht.

      So auch die Familie Yorkin, die an der One-Hour Photo Box im SavMart regelmäßig ihre Bilder bei Sy Parrish entwickelt lässt. Der sanftmütige und akribische Foto-Techniker nimmt seinen Job ernst und weil er die Familienfotos der Yorkins seit über einem Jahrzehnt entwickelt, kennt er die Familie, als wäre es seine Eigene. Ein Gedanke, der für Sy mehr bedeutet, als nur reine Spielerei mit seinen Kunden: Er ist ein Einzelgänger, ohne Frau oder andere nennenswerte Beziehungen in seinem Leben. Mehr und mehr scheint er sich über die Jahre in dieses Fantasieleben reingesteigert zu haben, bis eine Kette an Ereignissen sein scheinbar so ruhiges Gemüt zum Explodieren bringt. Der Weg, der folgt, ist von kaltblütiger und zerstörerischer Natur, der alles andere in Scherben zurücklässt.

      Warum Robin Williams einer der ganz Großen war, kann man an vielen seiner Filmrollen festmachen. Ein begnadeter Improvisator, hat er die Rolle des Genies in Aladdin - wenn man der Legende glauben darf - quasi von Grundauf selbst erschaffen. Das Skript war da, aber der Regisseur hat Robin am Mikrofon durchdrehen lassen und sich aus hunderten von Stunden an Aufnahmematerial das Beste herausgepickt und daraus die Rolle und den Charakter gebastelt. In meinen Augen ist der Genie der absolute Höhepunkt von Williams' Karriere gewesen. Dieses improvisierende Geschick hat er auch in eltichen anderen Rollen - Mork and Mindy, Mrs. Doubtfire oder Patch Adams - unter Beweis gestellt. Dass er auch anders kann, zeigten Rollen wie in The Fisher King oder seine oscarprämierte Performance in Good Will Hunting. Aber Ernst ist nicht gleich Ernst und im Jahr 2002 hat er das gleich zweimal vorgeführt und das Wort 'creepy' neu definiert: In diesem hier und ein paar Monate später in Christopher Nolans Remake von Insomnia. Und diese Art Charakter stand ihm gut, denn der Film One Hour Photo steht und fällt mit seiner Performance. Ein intensives Schauspiel, in dem er alle Hüllen fallen lässt und fesselnd ist in jeder Minute, in der er auf dem Bildschirm ist. Es ist dabei noch nicht mal so, dass er durchgehend gruselig oder abstoßend wäre. Viel öfter ist es der Fall, dass Sy eine bemitleidenswerte Kreatur ist, dessen Einsamkeit spürbar ist und dessen merkwürdige Interaktionen mit seinen Mitmenschen davon zeugen, dass er soziale Kompetenzen durch das Schließen von Freundschaften oder intimen Beziehungen nie gelernt hat.

      Es ist eine vielschichtige Performance, die mehr - viel mehr - aus dem Material macht, das auf Papier festgehalten war. Leider verpasst es Drehbuchautor und Regisseur Mark Romanek, den Charakter tiefergehend zu erklären. Für einen Film, der sich so frei auf seinen Protagonisten zu 90 % seiner Laufzeit verlässt, gibt der Film überraschend wenig Preis darüber, wer dieser Protagonist überhaupt ist. Wir sehen, was er macht. Und wir können auch erahnen, warum er es macht. Hätte es der Film dabei belassen, wäre er vielleicht sogar etwas stärker dagestanden. Doch die Unterhaltung zwischen Sy und Detecitve Van Der Zee, die den Film abschließt, gibt uns ein paar Offenbarungen mit, die hinten angehängt wirken, die den Film im Nachgang erklären sollten und die deswegen aufgesetzt und wie zu wenig, zu spät wirkten.

      Ein Film ist immer so stark wie sein Bösewicht. Das gleiche könnte man aber auch sagen über die Helden - das ist im Falle von One Hour Photo die vermeintlich gute Familie Yorkin. Leider geben uns die drei gerade mal ein Stelldichein. Der Film hat sie während einer bestimmten Szene als Pappaufsteller dargestellt - ein ganz passendes Synonym, wie ich finde. Denn als Charaktere kann man sie fast nicht bezeichnen, die Rollen sind blind austauschbar, so schwach sind sie geschrieben. Es ist der wohl größte Schwachpunkt des Films, dass er seinen Zuschauern niemanden bietet, mit dem man mitfiebern kann, den man anfeuern kann. Wir können nicht dem Psychopathen die Daumen drücken, oder? Aber wenn nicht ihm und nicht der Familie, wem dann? Und hier ist für mich der Knackpunkt an One Hour Photo als Thriller: Wenn es keinen Thrill gibt - also wenn es eigentlich nicht wichtig ist, ob die Guten leben oder sterben - wo bleibt dann die Spannung liegen?

      Der Film spielt viel mit dem Gedanken, wer wir sind hinter der Fassade, die wir anderen Menschen zeigen. Ein Gedanke, der noch etwas tragischer ist, wenn man sich das wahre Schicksal seines Stars Robin Williams anschaut. Thematisch ist der Film wesentlich interessanter, als das, was das Drehbuch mit seinen dick aufgetragenen Dialogen und seinem klischeebehafteten Pacing daraus macht. Er verspricht zu Beginn, wesentlich intelligenter zu sein, als er sich im Nachhinein herausstellt. Das ist schade, denn in der Inszenierung stecken einige Sequenzen, die wirklich gut und intensiv gemacht sind und die das große Potential zeigen, das in der Drehbuch-Idee steckt. So aber ist One Hour Photo lediglich dann sehenswert, wann immer sein Hauptdarsteller im Bild auftaucht. Alles daneben ist eher fad und weniger, als es vorgibt, zu sein. Was ja dann thematisch dann doch wieder irgendwie zu passen scheint.
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase