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Schloss der blauen Vögel

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      Schloss der blauen Vögel

      Titel:
      Das Schloss der blauen Vögel

      Originaltitel:
      La Bestia Uccide A Sangue Freddo

      Erscheinungsjahr:
      1971

      DVD-Fassung/Label:
      X-Rated Hartbox No. 36 (3 Coverversionen)




      Regie:
      Fernando Di Leo

      Darsteller:
      Klaus Kinski
      Margaret Lee
      Rosalba Neri
      Jane Garret
      John Karlsen
      Gioia Desideri
      John Ely

      Länge:
      96:05 Minuten

      FSK:
      ungeprüft


      Inhalt:
      Schloss Hohenschwand fungiert als Nervenheilanstalt. Die meisten Frauen, die dort behandelt werden, haben psychische Probleme durch Inzucht, gescheiterte Ehen oder Nymphomanie. Seit kurzem geht des Nachts ein Triebtäter im Schloss um, der sich nicht nur an den nackten und vor Lust zuckenden Frauenkörpern ergötzt, sondern ihnen auch ein blutiges Ende bereitet.

      (Quelle: DVD-Cover)



      Sonstiges:
      Lediglich in der X-Rated Hartbox als ungeschnittene und zugleich unzensierte Erotik-Gore Fassung vorhanden mit einer Menge Bonusmaterial.


      Bilder:









      Fazit:
      Eines gleich vorweg: Es handelt sich hierbei ganz klar um einen richtigen Giallo-Trasher - und das ist auch gut so. Der Film bietet - wie Giallos grundsätzlich - eine beeindruckende Atmosphäre, das Setting ist einfach nur klasse und bringt eine klasse Spannung rüber. Kinski spielt seine Rolle - wie zu erwarten - mal wieder grandios, daran gibts natürlich nichts auszusetzen. Zugeben muss man auch sagen, dass die anderen Darsteller, wie beispielsweise Margeret Lee hier durchaus zu überzeugen wissen. Die hier verwendete Musik harmoniert perfekt mit der dargebotenen Story. Insgesamt ein atmosphärischer Trasher, den man immer wieder gucken kann.


      Note:
      10/10


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      Eine absolute Trashperle. So schlecht, daß der schon wieder gut ist. Ich jedenfalls habe mich bei diesem Streifen sehr gut unterhalten. Allerdings verstehe ich auch wenn man den schlecht findet denn das ist der ja eigentlich! :D

      Sinnlos, schlecht und sehr unterhaltsam! :goodwork:

      Verstehe ich nicht, daß Kinski hier noch nix zu geschrieben hat. Ist doch einer seiner absoluten Favoriten. Er ist wohl sauer, daß ihm jemand zuvor gekommen ist beim eröffnen dieses Threads! :D
      Original von Samo

      Verstehe ich nicht, daß Kinski hier noch nix zu geschrieben hat. Ist doch einer seiner absoluten Favoriten. Er ist wohl sauer, daß ihm jemand zuvor gekommen ist beim eröffnen dieses Threads! :D


      Nö, der Kollege Voorhees hat ja meinen Segen gehabt. ;) Du willst unbedingt meine Meinung zu dem Film ? Kein Problem ...

      Ich kann nicht anders, ich liebe diesen Film! Und das, obwohl „Das Schloß der blauen Vögel“ zugegebenermaßen grausliger Schrott ist. Aber wie bei so vielen anderen Filmen ist dieser Schrott schon wieder Kult. Einem Jess Franco gleich bietet Regisseur Fernando DiLeo eine krude Mischung aus Psychodrama, Horrorschocker und Erotikfilm, der phasenweise die Grenze zur Pornografie streift.
      Mit der grandiosen Romanvorlage von Heinz G. Konsalik hat die Verfilmung mit Klaus Kinski nicht mehr allzu viel gemeinsam. Konsaliks Roman hatte die Figur des Gerd Sassner in den Mittelpunkt gerückt. Sassner, der nach einer ziemlich
      misslungenen Gehirnoperation durch den genialen Professor Dorian zur mordenden Bestie mutiert. In der filmischen Version spielt sich die Handlung komplett in der Irrenanstalt des Professor Dorian ab. Dort sind netterweise nur weibliche Patienten untergebracht, alle recht ansehnlich und gut gebaut. Unter ihnen ist auch Luise, die Frau von Gerd Sassner, der hier allerdings kaum über den Status einer Randfigur hinauskommt. Die Rollen sind dieselben wie im Roman, und auch der Täter ist am Ende identisch. Damit hören die Gemeinsamkeiten aber auch schon auf.
      Klaus Kinski spielt in „Das Schloß der blauen Vögel“ Dr. Bernd Keller, den ersten Assistenten von Dorian. An seiner Seite steht wieder einmal die umwerfende Margaret Lee als Luise Sassner. Desweiteren kommt man in den Genuss von Rosalba Neri („Marquis de Sade – Justine“), die als Männer fressende Nymphomanin zwar mehr mit ihren körperlichen Vorzügen als mit Schauspielkunst überzeugen kann – aber wen interessiert das schon bei dieser Aussicht ?

      In Hohenschwandt, der Anstalt Dorians, treibt ein unbekannter Mörder sein mörderisches Unwesen. Mit einer Kapuze maskiert schleicht sich der Killer nachts durch die Anstalt und bedient sich der netterweiser überall herumliegenden Folter- und Mordinstrumente wie z.B. Schwerter, Armbrüste, Eiserne Jungfrauen und Morgensterne. War auch wirklich rücksichtsvoll von der Anstaltsleitung, das Mordinventar zu liefern !!!
      Spoiler anzeigen
      Während in Konsaliks Roman Kinskis Dr. Keller noch ein Verhältnis mit Dorians Tochter Angela hatte, vergnügt sich dieser in der Filmversion lieber (und verständlicherweise) mit Margaret Lee alias Luise Sassner, die vom Leben als Ehefrau des gehirnoperierten Gerd die Nase voll hat. Angela (Monika Strebel) lebt in recht bunten Bildern ihre lesbische Neigung mit einer praktischerweise meistens nackten, dunkelhäutigen Schönheit (Jane Garret) aus. Doch bevor die Nettigkeiten
      zwischen den beiden richtig ausarten können, wird die Schoko-Schönheit leider per Armbrust gemeuchelt.
      Und da wäre dann noch die nymphomanische Anne Palmer (Rosalba Neri), die sich als junges Mädchen mit ihrem Bruder vergnügte, und seitdem einen leichten Knacks hat. Sie treibt es vogelwild mit dem Gärtner … und wer sonst noch gerade
      verfügbar ist. Die gute Anne versucht sogar, den Killer mit ihrem schicken Körper zu ködern, doch der zieht es vor, mit einem Hackebeilchen Schaschlik aus der triebhaften Dame zu machen. Hat halt keinen Geschmack, unser Mörder.
      Ungebetenen Zeugen, wie z.B. dem Chauffeur des Hauses Dorian, zeigt man die Eiserne Jungfrau von innen, was den lieben Fahrer dummerweise einige Liter Blut und sein Leben kostet. Eine weitere Insassin der Anstalt, die immer wieder den zwanghaften Drang verspürt, sich und anderen das Leben zu nehmen (wobei sie sich so geschickt anstellt, dass bis dato jeder überlebt hat), bekommt per Schwert ein paar zusätzliche Körperöffnungen verpasst.
      Bis man in Hohenschwandt bemerkt, dass ein psychopathischer Killer unter ihnen ist, vergeht also eine ganze Zeit. Die herbeigerufene Polizei tüfelt den enorm raffinierten Plan aus, Luise als Köder für den Mörder einzusetzen. Das missfällt Kinski/Keller ganz extrem, hatte er sich doch gerade dafür entschieden, den Status der Hübschen von Patientin in Geliebte umzuändern. So wandelt die gute Luise durch die Klapse und versucht den Mörder zu locken.
      Das Unternehmen klappt auch schließlich. Und siehe da – der Mörder ist Gerd Sassner, dem die Gehirn-Operation durch Professor Dorian offensichtlich auch das letzte bißchen Verstand gekostet hat. Er wollte von Anfang an die geliebte Ehefrau killen, verlegte sich dann jedoch auf die total pfiffige Ablenkungstaktik der Frauenmorde im ganz großen Stil. Doch bevor die Polizei den Irren endgültig zu fassen bekommt, hat er erstmal Gelegenheit noch ein bisschen zu flüchten und dabei mit seinem Morgenstern fünf Krankenschwestern Kopfschmerzen per eingeschlagenem Schädel zu besorgen. Doch dann wird er von ungefähr zehn Kugeln regelrecht durchsiebt. Doch was ein echt cooler Mörder ist, den kann sowas natürlich nicht schocken. Erst der finale Kopfschuss bereitet ihm den Garaus.

      „Das Schloß der blauen Vögel“ (im Roman war dieses Schloß übrigens die Zuflucht des irren Sassner, wo er seine eigenen netten Operationen vornahm) ist purer Trash. Anders kann man diesen Film nicht bezeichnen. Er ist im höchsten Maße absurd und konfus. Die Story ist eigentlich nur Nebensache und dient als Alibi für mehr oder weniger geschmackvolle Meuchelmorde und Sexspielchen. Eine richtige Hauptfigur ist nicht auszumachen. Kinski und Margaret Lee stehen zwar ganz oben in der Darstellerliste, sind aber auch nicht häufiger in Aktion zu sehen als die anderen illustren Mimen.
      Hätte man die Romanvorlage original übernommen wäre für Klaus Kinski sicher die Rolle des Dorian ideal gewesen. Dorian, ein Wissenschafter, der mit Affenhirnen experimentiert und noch nie zuvor gewagte Gehirneingriffe vornimmt – das wäre doch ein klassischer Kinski gewesen. So stellt er jedoch ´nur´ den Dr. Keller dar, läuft stets mit Kippe im Mund wichtig erscheinend durch die Klinik und darf ab und an mal Margaret Lee an die Wäsche gehen.
      Die Lee selbst lässt hier mal endgültig alle Feuchtträume wahr werden und zeigt sich in kompletter Schönheit, womit der Film eigentlich gleich zu Beginn seinen Höhepunkt hatte. Von textlicher Seite her erfüllt ihre Rolle allerdings höchstens den Anspruch eines sprechenden Papageien.
      Doch wird hier sowieso mehr Augenmerk auf schöne Körper gelegt, die sich zu einer schummrigen Musik (begleitet durch das anscheinend Tag und Nacht aktive Waldkäuzchen) mehr oder weniger lasziv durch den Film „spielen“. Fazit: „Das Schloß der blauen Vögel“ ist ein Film, der sich nur schwer in eine Katergorie einordnen lässt. Und das wiederum passt doch hervorragend zu Klaus Kinski, der selbst auch nie so recht in eine Schublade passen wollte. Hier stört es noch nicht einmal, dass Kinski nicht der unbedingte Mittelpunkt der Geschichte ist. Der irre Kinski in einer Anstalt – und das als Arzt mitten unter völlig Durchgeknallten! Was kann es Schöneres geben?

      Auszug aus einer Kritik des Magazin ´Vampir´ von 1974 : „Von Vögeln ist nichts zu sehen (erst recht nicht von blauen), vom Vögeln dafür um so mehr. Kulisse und Milieu einer Nymphomaninnen-Klinik geben schließlich sattsam Gelegenheit, eine sehr dünne und dazu noch reichlich primitiv inszenierte Story mit Bilderbuch-Sex derart prall zu überladen, dass der ´Sache´ besser gedient wäre, wenn man die Story ganz weggelassen hätte…“. Ich sagte ja – ich liebe diesen Film !
      Der Film hört sich schon wieder so krude und billig an, daß er mich auf jeden Fall interessiert :)

      Bei solchen Filmen wäre es schön wenn es dazu noch Interviews mit Kinski in den Extras geben würde - die waren oft richtig genial :) Wenn er seine eigenen Filme runtergemacht oder verteidigt hat - und das dann auch noch meistens anders herum als die Kritiker erwartet haben :)

      Muss noch vervollständigt werden....
      Was da an Geld drinsteckt :gruebel: :uglylol:
      Original von joerch

      Bei solchen Filmen wäre es schön wenn es dazu noch Interviews mit Kinski in den Extras geben würde - die waren oft richtig genial :)


      Gibt es im Fall der "blauen Vögel" leider nicht ... weder bei den X-Rated-Ausgaben noch den billigen ´Best Entertainment´-Versionen.
      Original von Samo

      Mit dem Roman hat der Film eigentlich garnix zu tun.
      Außer dem Titel. :D

      Der Roman war aber echt gut. Empfehlung ! :goodwork:


      Letzteres kann ich nur bestätigen. "Das Schloss der blauen Vögel" dürfte vielleicht der einzige Konsalik sein, den man lesen sollte, selbst wenn man keine Hausfrau ist.
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      Mittlerweile gibt es bei uns ja 4 Mediabooks!

      - Erstmalig italienische Sprachfassung mit deutschen Untertiteln!
      - Remasterter deutscher Ton von der damaligen deutschen Kinoversion, da die bisherigen DVD-Versionen Ton von VHS mit falscher Tonhöhe beinhalteten.
      - Videokommentar von Prof. Dr. Marcus Stiglegger
      - Original italienischer Kinotrailer
      - 16 Seiten Booklet vom Filmkenner Martin Beine im Zuge seiner Serie „tenebrarum“.
      - 7 Alternativszenen. Erstmalig auf der Welt enthält diese Edition wirklich alles Alternativmaterial. In allen 4 Ländern USA, Italien, Frankreich und Deutschland weist dieser Film kleine Schnittunterschiede in Form von Alternativszenen auf. Diese Szenen sind Material aus den ganzen anderen Fassungen, die nicht Grundlage dieser HD-Version sind.
      - Deutscher Kinovorspann
      - Extra kostenloser Bonusfilm auf DVD
      - HD-Film (7 Minuten) in der Reihe „tenebrarum“ mit dem Titel „Delirierende Trailer – Der Giallo im Farbrausch“.Eine beeindruckende Reise in Land der Italo-Trailer von Martin Beine.
      - Internationaler Vorspann

      Quelle: pretz-media.at/de/search?page=…eywords=blauen+v%C3%B6gel

      Da bin ich mal gespannt. :)
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      Olly schrieb:



      Der Kinski-Film bekommt übrigens am 26. Januar 2018 auch noch eine neue Blu-ray in Erotik-Aufmachung. "Hotel Erotica" lautet der neue Titel. :uglylol:


      Immer noch besser als "De Erotische Popjes" ! :D


      "Hotel Erotica" kommt aber auch nicht von ungefähr ... die alte UK-DVD hatte bereits nen ähnlichen Titel:
      Ein herrlich-absurder Italo-Sexploitation-Trash von Fernando Di Leo (schade, dass er sich weitestgehend auf actionorientierte Filme konzentriert hat; er hätte ein deutlich berühmterer Regisseur werden können).

      Schon am Jahrgang, 1971, und am deutschen Titel erkennt man sofort hier wollte mal wieder jemand im Fahrwasser Argentos mit schwimmen. Einige sind untergegangen, manche nicht (Sergio Martino z.B.). Und bei manchen ist eine Filmanalyse einfach sinnlos, so wie hier, denn das ist ein einziger Fall für die Klapse. Storymäßig (dieses Wort sollte man bei so einer Trash-Granate besser auslassen, aber sei es drum) wurde Schloss Hohenschwand zu einem privaten Sanatorium umfunktioniert. Platz für Logik blieb aber nicht, es sei denn bei solchen Heilanstalten für "psychisch Kranke" sollte jedermann freien Zugang zur Waffenkammer haben (immerhin behandelt die Klapse ja auch Suizidgefährdete). Interessant ist ebenfalls Alkoholflaschen stehen munter überall herum. Auch ein Indiz dafür, dass auf Hohenschwand etwas modernere Heilmethoden gepflegt werden. Und auch sollte jedes Sanatorium über eine Eiserne Jungfrau verfügen. Immerhin entstehen durch ihr oft die ansehnlichsten Morde. Und ein äußerst beträchtliches Gewächshaus sollte jede Anstalt haben. Das versteht sich doch von selbst.

      Der nächste Trash-Aspekt betrifft natürlich die Frauen. Ja, auf Hohenschwand unter der Leitung von u.a. Klaus Kinski werden nur Frauen behandelt. Gut für den Zuschauer, denn so erhaschen wir immer wieder mal Blicke auf sich in Laken lasziv räkelnde wunderhübsche Frauen. Die Türen natürlich offen, die Lustobjekte nackt (klar!) und der Killer nicht weit. Schon beim möglichen ersten Kill zu Beginn, welcher dann tatsächlich nicht eintrifft, erfahren wir das ist wirklich kein Giallo im Stile von Argento und Bava. Denn Di Leo (auch der Co-Autor) geht es in erster Linie um die genüssliche Fleischbeschau. Die inhaftierten Frauen klagen nämlich u.a. über Nymphomanie, Inzest und Sodomie. Und daraus lassen sich die heißesten Sexszenen konstruieren. Euro-Schönheit Rosalba Neri, dem Casting sei Dank als Nymphomanin die selbst dem Killer nicht widerstehen kann, kann über die heißesten Szenen verfügen. Außerdem gibt es Lesbenszenarien, Vögeleien im Treibhaus (!) und auch vereinzelt explizite Spielereien mancher Nicht-Engeln an ihren Himmelspforten. Was will man von einer Sexploitation im Giallo-Gewand also mehr?

      Richtig - Atmosphäre, nette Spezialeffekte, einen ordentlichen Twist und einen herrlich aufspielenden Klaus Kinski. Wäre das geglückt würde man nicht von einem Trashfilmchen reden. ^^ Eine Gothic-Atmosphäre gibt es war, natürlich bei einem Schloss und seinen vielen Gängen vorprogrammiert. Jedoch erstickt Di Leo die Spannungsmomente immer dann, wenn sich scheinbar was entwickelt. Durch eine Sexszene oder gar durch einen Plot-Quatsch. Spezialeffekte ja, aber die entstehen entweder durch Abblenden der Kamera respektive durch Lichtspielereien oder durch bloßes Zeigen von blutigen Make-Up-Effekten. Wird hier ein hübsches Ding geköpft, dann sollte man keine Pionierarbeit erwarten. Der Killer, in einem Zorro-Cape, wird natürlich enttarnt. Der eigentliche Grund wieso der Amok läuft wird aber nicht genannt. Ein paar falsche Fährten werden gelegt zu ... ja, zu Klaus Kinski. Man erwartet doch er sei die Beste die sich durch das hübsche Gemüse schlitzt. Fehlanzeige! Unfassbar! Er ist sogar ein Love-Interest. Lustloser habe ich den aber selten gesehen. Er fummelt ein wenig an seinem mähnenartigen Haar rum und spricht seine wenigen Sätze. Ja, auch so geht's. Und dann gibt es wieder einmal einen Kommissar. Die werden in Gialli ganz gerne durch den Kakao gezogen. So auch hier. "Sie haben die Leichen angerührt, ich weiß nicht was ich hier noch machen soll und wie ich weitere Menschen beschützen kann!"

      Wer einen Giallo mit der Qualität eines Bavas, Argentos oder Martinos sehen will der ist hier definitiv falsch. Wer ein spaßiges, dummes Filmchen mit einigen nackten Italo-Schönheiten sehen will, in dem ein Killer in einem Schloss umgeht, der könnte hier befriedigt werden. Die Patientinnen wurden es (vor ihrem Tod) jedenfalls.

      Alternative Titel aus dem Ausland sind u.a. "Die unbefriedigten erotischen Puppen", "Die unbefriedigten erotischen Puppen des Doktor Hitchcock", "Die blutigen Puppen des Dr. X" oder auch "Slaughter House". "Das Schloss der blauen Vögler" hätte noch (besser) gepasst.

      8 / 10 blutigen Lustschlössern