Death Wish (Bruce Willis, Vincent D'Onofrio, Elisabeth Shue)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Es gibt 232 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Dr. Loomis.

      Der Einbruch und die Vergewaltigung ist dermaßen kalt und gefühllos inszeniert ... der Horror, der da geschieht, ist beinahe greifbar. Keine Musik, keine Mätzchen, nur menschenverachtende Taten von fiesen, üblen, ekligen Typen. Ich weiß jetzt nicht, wie hoch Deine Reizschwelle ist, aber diese Szene ist sehr sehr grausam. Man muss sich halt auf den Fim einlassen und das Gesamtbild "kaufen". Natürlich ist das Nichts, wenn man sich nicht einlässt und nur Schauspieler an einem Set sieht.

      Vielleicht bist Du zu erfahren, und Du siehst dann nicht die grauenvolle Vergewaltigung, sondern Jeff Goldblum bei der Arbeit, beim Schauspielern, so dass Dich das Geschehen nicht berührt. Oder Du bist halt ein harter Knochen, den sowas eher amüsiert. Bevor da nicht literweise Blut fließt, wird's für die beiden gequälten Frauen schon nicht so schlimm gewesen sein, was?

      Es kommt halt darauf an, WIE man Filme guckt. Immer schön mit Abstand ohne den Versuch zu starten, das Geschehen für 100 Minuten "anzunehmen" ... ja, so kann man's natürlich auch machen. Doch dann ist es schwer, wirklich mitzufühlen. Was der Familie im Original geschieht, ist sehr grausam. Es ist die Grundlage für das, was dann als Entwicklung bei Gevatter Bronson in Gang setzt. Ohne dieses Öffnen, geht doch eine Menge des Films vor allem emotional an einem vorbei. So guckt man Nachrichten und Dokus, bei Filmen muss man sich einlassen, sonst kommt von dem, was die Filmemacher beabsichtigten, nur ein paar Prozent an und resultiert dann in Langeweile.

      Und natürlich kann man die zwei Filme vergleichen. Es ist die gleiche Prämisse, der gleiche Plot. Die Unterschiede habe ich ja in meinem Post oben schon aufgezählt, sie sind marginal (und somit das Gegenteil von "gleich null"), aber machen viel aus ... Vor allem bei der Glaubwürdigkeit. Während Brunos Film schon zu sehr Fantasie ist und zu oft der Zufall zur "guten" (?) Wendung führt, verblüfft das Original mit seiner Kälte. Keine Mätzchen, kein Schnickschnack. Eine glückliche Familie, der etwas Grausames passiert. Und wie der Vater damit umgeht ... Wenn man bei der Prämisse fragt "Hmmm, ob sowas auch echt passieren kann?", so ist der Bronson Film klar die Antwort "Ja", Brunos Version ist ein recht guter Actionfilm, aber niemand würde Roths Inszenierung "glauben" (können) ...
      ANZEIGE

      Hulk schrieb:

      Der Einbruch und die Vergewaltigung ist dermaßen kalt und gefühllos inszeniert ... der Horror, der da geschieht, ist beinahe greifbar.

      Also, wenn iregndetwas kalt inszeniert ist, geht mir da nichts nah und in dem Punkt muss ich dir einfach widersprechen. Wie soll ich Empathie zu einer Filmfigur aufbauen, die ich nicht einmal kennengelernt habe? Ich habe doch im Hinterkopf, dass es eben ein Film ist. Und da sehe ich beim Original eben genau die Schwachpunkte. Zu keine Filmfigur wird eine Bindung aufgebaut und Bronson ist halt eben Bronson - ein Eiszapfen. Ich sehe hier auch einzig, dass man den unter den nostalgischen Gesichtspunkten als 'hart' einstufen kann. Das gilt übrigens für all die anderen 'harten' Rape 'n Revenge Filme von damals, wie 'Mother's Day', 'Last House on the Left', 'I spit on your grave' und wie sie alle heißen. Sie gelten als Kultfilme, aber allein aus nostalgischen Gründen. In der damaligen Zeit waren die gezeigten Inhalte tabu. Heute fallen die Filme eher durch schlechtes und nerviges Schauspiel ins Auge.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „kruemel_1978“ ()

      kruemel_1978 schrieb:

      ... Wie soll ich Empathie zu einer Filmfigur aufbauen, die ich nicht einmal kennengelernt habe? ...


      Hmmm ... Menschlichkeit, vielleicht? Oder "sich auf den Film einlassen"? ;) Das ist der Unterschied zwischen "den Film als Kritiker gucken, darauf warten, was der Film einem rüberbringt" und "sich darauf einlassen und zu entdecken/mitzufühlen, was der Film vermittelt". Kann man so oder so machen ... das hatte ich jedoch oben schon geschreiben ...
      Eli Roths "Death Wish" wurde für die Heimversion, die am 5. Juni erscheint, mit gelöschten und erweiterten Szenen ausgestattet.

      Special Features include:

      - Commentary w/ Eli Roth & Roger Birnbaum
      - Deleted scenes with optional commentary w/ Eli Roth & Roger Birnbaum
      - Mancow Morning Show Extended Scenes
      - Sway in the Morning Extended Scene
      - Vengeance and Vision: Directing Death Wish
      - Grindhouse Trailer

      Link(Quelle): bloody-disgusting.com/home-vid…-deleted-extended-scenes/
      Bilder
      • death-wish-blu.jpg

        207,69 kB, 913×1.125, 13 mal angesehen


      „Wonder Woman 2“

      1. November 2019

      Ab übermorgen bei uns auf DVD und Blu-ray!

      Aber ohne Grindhouse-Trailer. Dafür gibt es folgende Extras:
      # Audiokommentar Eli Roth (Regisseur) und Roger Birnbaum (Produzent)
      # Making of
      # Deleted Scenes
      # Extended Scenes
      # Interviews mit Cast & Crew

      Quelle: bluray-disc.de/blu-ray-filme/1…eath_wish_2018?content#ca
      Bilder
      • Death Wish 2018 BD.jpg

        382,13 kB, 1.175×1.500, 4 mal angesehen
      • Death Wish 2018 UHD.jpg

        424,52 kB, 1.175×1.500, 5 mal angesehen


      Nach gefühlten 999 Rache-Thrillern nach Schema F kommt nun Film Nr. 1000. Und ein fettes 0815-Schildchen hängt auch dem in jeder Szene dran. Einzig ein paar blutige Kills wissen zu gefallen. Irgendwie schwer vorstellbar, dass ausgerechnet Joe Carnahan dieses lose Remake geschrieben haben soll (wie z.B. Bruce an seine erste Waffe kommt ist ja fast zum brüllen, auweh). Es fehlt die nächste Stufe in dem Sub-Genre. So bleibt es dabei, eine lieblos runtergekurpelte Produktion ohne jeglichen Innovationsgedanken, welche einem komplett kalt lässt. Ironischerweise übernimmt nun Bruce Willis die Rolle von Paul Kersey, welche einst noch von einem seiner Action-Vorgänger Charly Bronson gespielt wurde. Die kalkulierte Mutation in den Grim Reaper (damals noch Der Rächer) ist handwerklich sehr schwach vorgetragen. Ich würde hier falsche Regieanweisungen als Grund nennen. Bruce kann mehr. Da hat der Provokateur Michael Winner in den 70ern bessere Arbeit geleistet. Zudem wurde da noch Pionierarbeit geleistet. Mittlerweile langweilt das Bearbeiten des eh schon fest umgepflügten Ackers fast nur noch.

      Der Versuch eine neue erfolgreiche Rache-Thriller-Reihe im Fahrwasser der Originale und der "Taken"-Filme zu schaffen ist nicht gelungen. Noch anstrengender ist jedoch Eli Roth im Making-Of zuzuhören. Den Audiokommentar erspare ich mir.

      3 / 10 schmackhaften Pizzaecken


      Muß sagen mir hat der Film gefallen: Die Rolle/der Charakter paßt zu Bruce Willis. Für mich ein guter, harter Rache-Actioner. (Gebe zu zum Original kann ich nicht's sagen.) Ich will Selbstjustiz auf keinen Fall gutheißen, für mich ist das nur ein Film.

      8 von 10 Punkten

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Dr. Loomis“ ()