Der Ghostwriter (Polanski)

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    Es gibt 64 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von SamTrautman.

      Der Trailer zum Film war etwas verworren und nichtssagend. Eigentlich wollte ich ihn mir nur auf Video ansehen. Ich wurde aber dennoch überredet, ihn mir im Kino anzusehen.
      Der Anfang ist ein besschen undurchsichtig und phasenweise auch etwas langatmig. Der Geschichte kann man gut folgen, es fehlten aber ab und zu ein paar Spannungpunkte, die den Zuschauer fesseln. So bleibt es bei einer geradliniger Erzählweise, die zwar für mich auch spannend ist, aber die gewisse Würze fehlte mir an manchen Stellen.
      Der überraschende Schluss gab dem Film noch eine kleine Wendung, auch in meiner Bewertung.
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      Zu Ruth´s Beweggründen, kann ich mich meinem Vorredner el-chizz nur anschließen. Ihre Situation sehe ich ähnlich wie er. Dennoch bleibt es ein Verrat an ihrem Ehemann und an seinem Land. Je länger Ruth in die Sache verwickelt war, desto schwieriger wurde es für sie natürlich, aus der Sache auszusteigen, sofrn sie das jemals in Erwägung gezogen hätte. Insgesamt ist und bleibt sie eine bedauernswerte Person. Lebenslang seinen eigenen Ehemann auszuspioniert bzw. in eine vom CIA vorgegeben Richtung zu lenken, stelle ich mir sehr schwierig vor. Entweder stumpft man mit der Zeit ab oder frisst es in sich hinein. Da Ruth in meinen Augen nicht so kaltblütig ist, wird sie wohl eher in die zweite Kategorie fallen.


      8/10
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      so nun noch mal auf DVD gesehen - und diesmal hat mich der film für sich gewinnen können

      der film ist ein hauchdünner thriller mit einer interessanten geschichte und einem interessanten seting .

      ich mochte dieses politische - diese elitären kreise und die daraus resultierende gespannte atmo - dann noch eine wundervolle dezente musik - und es war einfach rund

      es ist echt wie "die neun pforten" nur ohne teufel oder mystery - also eher für den gehobenen geschmack

      find ich richtig cool , dass ich jetzt doch noch zugang zu dem film gefunden hab und hab ich sicher nicht das letzte mal gesehen

      ich geb so 8.8/10 Pkt

      gestern zum ersten mal gesehen. ein sehr guter polit-thriller. der film trägt eindeutig polanski's handschrift. erinnert auch ein bisschen an die alten thriller, weniger action aber dafür eine interessante/intelligente story. hat mir sehr gefallen. schauspielerisch gibt es nichts zu beanstanden, musik passt auch. kein wunder, das polanski den silver bear bekommen hat. definitiv ein sehenswerter film. 9/ 10 Punkten

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Whoms“ ()

      Der Ghostwriter- ein Roman Polanski Film und das bedeutet ja meistens was gutes, so auch hier wobei mit Abstrichen.

      Der Film ist keinesfalls schlecht eher im Gegenteil. Die Schauspieler sind gut gewählt und tragen diesen dialoglastigen Film wunderbar- hier fehlt nur hier und da etwas mehr die Spannung oder vielleicht ein bisschen Action.

      Ich hab jetzt hier kein Actiobfilm erwartet das geht schon in Ordnung aber im Film passiert einfach im Prinzip zu wenig. Die Story is eigentlich sehr übersichtlich und man ist eigentlich so wie auch der Ghostwriter auf der Suche nach der Wahrheit bzw. der Auflösung.

      Die Suche gestaltet sich vergleichbar wie in alten Filmen ,ein wenig Spannung und viel viel Dialog.

      Der Schluss is dann doch sehr Konsequent und nachvollziehbar
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      denn die Mächtigen gewinnen immer


      6 von 10 Usb-Sticks
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      Wer hätte ihn erkannt? Elli Wallach als Inselbewohner

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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „SamTrautman“ ()

      Die Leichtigkeit, der Schabernack, der typisch britische Humor all das sind die Atribute und Vozüge, des von Ewan McGregor ( The Island ) verkörperten Ghostwriters, im gleichnamigen Film von Altmeister Roman Polanski. Die Atribute schwinden im Verlauf des Films zusehends und der Ghostwriter findet sich bald wieder als kleiner Erdenbürger ,der in die Maschinerie der Mächtigen und Elitären gerutscht ist und seither versucht sich daraus zu befreien. Er ist vermeintlich alt geworden wenn er am Ende des Films die Bibliothek verlässt, gealtert an Lebensweisheit.

      Ein Schelm wer böses dabei denkt

      Der Film könnte als filmisches Statement von Polanski an sene Gegner und Richter verstanden werden, Polanski der selbst per internationalen Haftbefehl gesucht wurde und somit den Film nur in Hausarrest vollenden konnte erging es wie seinem scheinbar fiktiven Minister Adam Lang ( Pierce Brosnan, normalerweise unterwegs für ihre Majestät in Diensten Englands als James Bond) . Aber weit interessanter und pikanter ist die Tatsache, das der Film zahlreiche Anspielungen auf den damaligen Premier Tony Blair aufzuweisen hat. Blairs ehemaligen und 2005 plötzlich verstorbenen Außenminister Robin Cook und er selbt in seiner damaligen Funktion waren wohl das Grundgerüst des Polithrillers des Altmeisters und Autorenfilmers Polanski.

      Alles gut, alles gut.

      Der Film ist genau in dem Korset geschnürt ,das ein echter Polithriller gut zu Gesicht steht aus dem dem er aber ab und an etwas herausschlüpft indem er immer wieder den Humor nicht vermissen lässt. Polanskis Augenmerk ist seit je her immer auf seine Protagonisten gerichtet gewesen und so wird der Zuschauer selbst zum Beobachter, in den an einen Hochsicherheitstrakt anmutenden Strandhaus ,in dem seine Figuren sich die meiste Zeit aufhalten wie sie anfangs noch versuchen ihre eigene Existenz und Meinung aufrecht zu erhalten und wie sie was Laufe des Films völlig verloren geht und man kaum mehr weiß ,was Täuschung und was Wahrheit darstellt. Die Wandlung des Ghostwriters ist besonders interessant, wie eingangs erwähnt wird seiner anfänglich lockeren Art der Steifheit und der Angst weichen.

      Den Ex James Bond als Premiereminister zu engagieren war wohl einer der besten Ideen des Filmemachers ,die er in der Besetzung hatte. Brosnan spielt den Premiereminister so lebensecht und mit einem Charme das die Grenze aus Fiktion und Realität verschwimmt und die Rolle spätestens seit den Vorkommnissen um Blair als nicht mehr fiktional angesehn werden kann.

      Auch alle anderen Figuren sind stest fein geschliffen wie ein Diamant und man merkt Polanski die Handwerkskunst an ,Figuren zu erschaffen, die im wahren Leben verankert sind und nicht bloße Abziehbilder Hollywood darstellen. Aufgepasst wen einem am Stranhaus absits des Schusses begegnet. Wer genau hinsieht erkennt den netten alten Opa.

      Die scheinbar harmlose Stimmung der anfangs Stunde schwankt zusehends in eine plötzliche unheilvolle und unwohlige über ,die dann in echter Paranoia auf seitens des Ghostwriters mündet. Hier hat Polanski ganze Arbeit geleistet und dreht an der Spannungsschrube bis zum konsequenten bitteren Ende. Stück für Stück ,Gewindegang für Gewindgang zieht sich die Schraueb zu und das ohne zu klemmen oder zu haken ,der Film wirkt aus einem Guß.

      Bitterböse ist dann auch die Moral der Geschichte, wenn der Ghostwriter das letzte Kapitel der Biographie des Premiereministers entschlüsselt und dabei auf etwas stößt, was nicht nur ihn aus den Socken haut (Achtung Wortspiel oder passend zum Film britischer Humor).

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