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Das Reich der Sonne

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    Es gibt 5 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von joerch.

      Das Reich der Sonne

      Bewertung für "Das Reich der Sonne" 2
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      Das Reich der Sonne (1987)




      Genre: Krieg / Drama
      Studio: Warner Bros.

      Regie: Steven Spielberg
      Drehbuch: J.G. Ballard (novel "Empire of the Sun"), Tom Stoppard
      Cast: Christian Bale, John Malkovich, Miranda Richardson, Nigel Havers, Joe Pantoliano, Ben Stiller, Masato Ibo, Takatoro Kataoka

      Länge: 154 min
      Rating: FSK 12
      Budget: 38 Mio

      Einspiel US: 22,3 Mio
      Besucher D: 260.000
      Kinostart D: 10. März 1988

      Story: Der Junge Jim wird beilm Einmarsch der Japaner in Shanghai von seinen Eltern getrennt und versucht sich selbst durchzuschlagen.



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      Wahrlich keiner meiner Lieblingsfilme von Spielberg.

      Die Geschichte an sich könnte interessant sein, die Schauspielriege ist durchweg überzeugend, gerade auch der junge Christian Bale aber die gewisse Magie, die Spielberg damals noch in seinen Projekten zu integrieren fähig war ist nur ganz selten zu spüren. Das Skript ist extrem löchrig und hilft der teilweise holprigen Inszenierung nicht wirklich weiter.

      Zweifelsohne verfügt der Film über starke Passagen aber vieles wirkt zu konstruiert.

      6,5/10 Punkte
      Das Schwierigste am Leben ist es, Herz und Kopf dazu zu bringen, zusammenzuarbeiten. In meinem Fall verkehren sie noch nicht mal auf freundschaftlicher Basis.

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      RE: Das Reich der Sonne

      Original von Frank Castle
      Zweifelsohne verfügt der Film über starke Passagen aber vieles wirkt zu konstruiert.

      6,5/10 Punkte


      Bei mir isses genau anders rum, finde das es einer seiner am "natürlichsten" wirkenden Filme ist. Christian Bale ist in dem Film die Idealbesetzung und spielte schon in seinem Debut oscarreif. Zudem finde ich ist es der beste Film von Spielberg der im 2. WK abspielt.

      9/10



      Was ist denn mit dem alten Thread passiert? Da hatte doch Goodspeed jetzt noch vor einiger Zeit ne Kritik geschrieben, allerdings find ich diesen auch nicht über die Suchfunktion...
      - Empire of the Sun

      Der Krieg zwischen Japan und China im Jahr 1937 markiert ein Ereignis, das von vielen Historikern als der wahre Beginn des zweiten Weltkriegs betrachtet wird, sind hier doch erstmals Länder außerhalb Europas in den zeitlich gleichzeitig stattfindenden militärischen Konflikts involviert. Der Einmarsch der Japaner in Shanghai zwingt die Graham-Familie – Mitglieder der Oberklasse, die dort unter britischer Herrschaft Residenz führen – zu Flucht, in deren Zuge der junge Jamie verloren geht und in einem japanischen Kriegsgefangenenlager um sein Überleben kämpfen muss.

      1941 war Steven Spielbergs erster Film aus dem Kriegs-Genre. Besonders im zweiten Weltkrieg sollte er sich im Laufe seiner langen, erfolgreichen Karriere als Filmemacher – sei es als Regisseur oder nur als Produzent – viele Male wiederfinden. Seit Jaws aus dem Jahr 1975 konnte Spielberg einen Kassenschlager nach dem anderem verzeichnen. Scheinbar unermüdlich, was den finanziellen Erfolg anging, hat er auch bei den Kritikern zunehmend mehr Liebe erfahren. Die 80er markierten einen Punkt, an dem er sich dann auch filmisch in neue Gefielde wagte und The Color Purple und Empire of the Sun markierten seine ersten beiden Spielfilme, die wohl – so könnte man argumentieren – nicht als klassische Sommerblockbuster konzipiert waren. Und auch wenn Spielberg anfängt, höhere erzählerische Ansprüche an sich zu stellen, ist Empire of the Sun doch völlig unverfälscht und kompromisslos einer, dem man zu jeder Minute anmerkt, wer hier federführend war. Es ist ein typischer Spielberg – und das ist durchaus als Kompliment gedacht, denn was oftmals als der Spielberg-Kitsch abgetan wird (und ja, der eine oder andere Hook sündigt hier vielleicht mehr als andere) ist in seinen besten Momenten emotionale Ehrlichkeit und fast schon kindliche Unverfälschtheit, die sich andere Regisseure auf so direkte Art vielleicht nie trauen würden.

      Und so erscheint es passend, dass Empire of the Sun kein reiner Kriegsfilm geworden ist, sondern in erster Linie ein Coming-of-Age-Movie, der das Aufwachsen eines Zehnjährigen in den übelsten und unvorstellbarsten Umständen zeigt. Jamie war zu Beginn des Films ein verwöhnter, unsympathischer Bengel, der seinen Untergebenen nicht viel Respekt zollt und immer bekamt, was er wollte. Dass seine Anspruchsberechtigung im wahren Leben – außerhalb seiner Blase aus Geld und Privileg – nicht mehr viel Wert hat, bekommt er schnell zu spüren auf der Flucht vor Gaunern und auf der Suche nach Zuflucht und Essen. Ein junger Christina Bale gibt dabei eine realistische Darbietung und schöpft aus allen emotionalen Reserven, die diese Umstände einem abgewinnen. Dabei verliert er nie seine Neugierde, seinen Enthusiasmus oder seinen Einfallsreichtum, um in den biedersten Umständen zu überleben. Es gibt eine sehr spaßige Sequenz, die zeigt, wie er sich im Camp seine eigene Infrastruktur zurecht gelegt hat und diverse Objekte tauscht, um an das zu kommen, was er braucht. Szenen wie diese zeigen einen Jamie, der schneller erwachsen werden musste, als Kinder in normalen Umständen dies müssen und wie weit er sich entwickelt hat von dem Gör, das zu Beginn des Films noch seine Bediensteten in der Gegend rumscheuchte.

      Der Film ist trotz seiner beinahe zweieinhalbstündigen Laufzeit sehr kurzweilig, was an einer sehr leichtschrittigen Inszenierung liegt, die die Schrecken des Krieges einfängt und beinahe mühelos eine Art Unbekümmertheit in kleinen Szenen schafft, die den Charakteren Platz zum Atmen gibt. Eine tolle Kameraarbeit von Spielbergs Kollaborateur zahlreicher seiner Filme, Allen Daviau, sowie ein Score von John Williams, der einem auch lange nach der Sichtung noch in den Ohren stecken bleibt, machen den Film zu einem Erlebnis auch für die weiteren Sinne.

      Ich muss zugeben: Ich hatte Empire of the Sun lange im DVD-Regal stehen und somit auf der Liste von Filmen, die ich bald sehen werde, aber dann doch irgendwie nie dazu kam. Irgendetwas hat mich immer davon abgehalten – vielleicht, weil Kriegsfilme nicht mein präferiertes Genre sind, vielleicht aber auch, weil der Film unter allen Spielberg-Namen nie als einer der großen Klassiker genannt wird. Und dies erscheint mir etwas fragwürdig im Nachgang, denn ich mochte ihn ausgesprochen gern, hat er doch keine merklichen Schwächen, erzählt eine gehaltvolle Geschichte, die mir auch Tage später noch durch den Kopf geht, und bietet alles, was einen guten Film – und einen guten Spielberg – auszeichnet.
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase



      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Data“ ()

      Data schrieb:

      Ich muss zugeben: Ich hatte Empire of the Sun lange im DVD-Regal stehen und somit auf der Liste von Filmen, die ich bald sehen werde, aber dann doch irgendwie nie dazu kam. Irgendetwas hat mich immer davon abgehalten – vielleicht, weil Kriegsfilme nicht mein präferiertes Genre sind, vielleicht aber auch, weil der Film unter allen Spielberg-Namen nie als einer der großen Klassiker genannt wird. Und dies erscheint mir etwas fragwürdig im Nachgang, denn ich mochte ihn ausgesprochen gern, hat er doch keine merklichen Schwächen, erzählt eine gehaltvolle Geschichte, die mir auch Tage später noch durch den Kopf geht, und bietet alles, was einen guten Film – und einen guten Spielberg – auszeichnet.


      Seh ich auch so :)
      Bei der Erstsichtung vor Jahren.... also zu VHS-Zeiten - fand ich damals Bale´s Figur noch recht nervig....
      Aber das muss sie halt auch sein - verwöhnter Junge muss sich zurecht finden...
      Einer der Spielbergs, die tatsächlich unterschätzt werden (Geht mir mit 1941 auch so - der in Europa ja nicht so einen Status hat... Ich mag den Film extrem gerne...)
      Love is the light
      Scaring darkness away, yeah

      Frankie Goes to Hollywood, The Power of Love....
      Aus aktuellem Anlass finde ich das fürs Forum passend...