ANZEIGE

Jeder Kopf hat seinen Preis

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Es gibt 2 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Samo.

      Jeder Kopf hat seinen Preis

      Gebt dem Film Punkte... 0
      1.  
        1 (0) 0%
      2.  
        3 (0) 0%
      3.  
        2 (0) 0%
      4.  
        5 (0) 0%
      5.  
        4 (0) 0%
      6.  
        7 (0) 0%
      7.  
        6 (0) 0%
      8.  
        9 (0) 0%
      9.  
        8 (0) 0%
      10.  
        10 (0) 0%
      Jeder Kopf hat seinen Preis

      1980




      Originaltitel: The Hunter

      Genre: Actionfilm
      Verleih: Paramount

      Regisseur: Buzz Kulik
      Drehbuch: Ted Leighton, Peter Hyams

      Cast:
      Steve McQueen
      Eli Wallach
      Kathryn Harrold
      LeVar Burton
      Ben Johnson


      D-Kinostart: 19. Dez. 1980
      US-Kinostart: 1. August 1980

      Freigabe: Ab 16 Jahre
      Länge: 97 min
      Trailer: ---



      Story: Der Kopfgeldjäger Ralph "Papa" Thorson lebt mit seiner schwangeren Freundin ein bisher recht unbeschwertes Leben. Doch sowohl die nahende Geburt seines ersten Kindes als auch das Auftauchen eines Verrückten, der ihm nach dem Leben trachtet erschweren die aktuelle Situation erheblich.

      ------------------------------------


      Sein letzter Film gehört bestimmt nicht zu seinen Besten, dafür bietet der Film defacto zu wenig originelles, keine guten Dialoge und auch keinen McQueen in Galaform, auch gerade deswegen weil der Krebs hier bereits an ihm genagt hat.

      Der Film ist aber dank seiner eher verhaltenen Länge, der gut inszenierten Action und des angenehmen Witzes trotzdem sehenswert und ziemlich kurzweilig.
      Nette Optik, ganz interessante Locations und endlich mal wirklich skrupellose Böse.
      Das Schwierigste am Leben ist es, Herz und Kopf dazu zu bringen, zusammenzuarbeiten. In meinem Fall verkehren sie noch nicht mal auf freundschaftlicher Basis.

      ANZEIGE
      - The Hunter

      The Hunter ist Steve McQueens letzter Film, der wenige Monate vor seinem Tod im Jahr 1980 veröffentlicht worden ist. Er spielt darin Ralph Thorson, einen alternden Kopfgeldjäger, der sein Privatleben mit seinem gefährlichen Job vereinen muss. Gerade jetzt, wo seine Freundin hochschwanger ist, nimmt er den vielleicht gefährlichsten Job seiner Karriere an und wird gleichzeitig von einem alten Fall heimgesucht, der ihn stalkt und das Leben seiner Familie bedroht.

      The Hunter ist ein äußerst episodenhafter Film. Über lange Strecken hinweg begleiten wir Papa - wie er von allen genannt wird -, wie er seinen Alltagsjobs hinterhergeht und versucht, sein Privatleben mit seiner turbulenten Arbeit in der Waage zu halten. Der Film beginnt mit einer äußerst merkwürdigen Sequenz, in der er Tommy Price (gespielt von LeVar Burton) in einer schwarzen Nachbarschaft festnimmt und dabei das Auto eines Anwohners - mehrmals - demoliert. Er macht das, als wäre es die einfachste und natürlichste Sache der Welt, ohne nennenswerten Widerstand des Jungen, den er festnimmt und ohne, dass er für den Schaden, den er an dem Auto anrichtet, eine auf den Deckel bekommt. Scheinbar gibt es nichts einfacheres auf der Welt, als Kopfgeldjäger in den USA zu sein.

      Ich habe mir diese Szene rausgepickt, weil sie, denke ich, ganz gut den merkwürdigen Ton reflektiert, der den gesamten Film umhüllt. War die Sequenz als witzig angedacht? Sie war stellenweise amüsant, aber nie haha-lustig. Sie hat gleichzeitig keine besonderes Skills des Protagonisten enthüllt, weswegen man sich fragen muss, warum Papa Thorson der Beste im Business sei. Und die Szene hat auch keinerlei Spannung aufgebaut, was fast schon beabsichtigt wirkte, als wolle man dem Publikum sagen: Soooo interessant ist der Job gar nicht. Die Szene ist ironischerweise die perfekte Einführung in einen Film, der auch die restlichen 80 Minuten oder so vor sich hindümpelt, hier mal eine Festnahme zeigt, da mal einen weiteren Nebenplot anreist. All das passiert, aber der Film bleibt die Erklärung schuldig, warum man das als Zuschauer interessant finden soll. Steve McQueens Performance ist solide und stellenweise augenzwinkernd selbstironisch, was den FIlm tatsächlich über weite Strecken rettet und dass er der scheinbar schlechteste Autofahrer der Welt ist, hat den Charakter zumindest originell genug gemacht, so dass der Film nicht komplett langweilig wurde. Die Actionszenen - wenn mal welche passiert sind - sind aber ohne viel Bravour, Einfallsreichtum oder gar Adrenalin inszeniert.

      Das Material hätte sicherlich einen guten Action-Spaß geben können. Aber selbst bei gerade mal 90 Minuten Laufzeit wirkt The Hunter mit seinem dünnen Plot oft allzu sehr in die Länge gezogen und ihm hätte der eine odere andere Scherenansatz sicherlich gut getan. Es war okay ihn gesehen zu haben, ist es doch der letzte - wenn auch sehr müde - Vorhang für Steve McQeen gewesen. Darüber hinaus aber ist The Hunter sicherlich nicht der Rede wert.

      Verfügbar auf Prime.

      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase

      Lange her das ich den gesehen habe.
      War damals etwas enttäuscht.
      Kein völliger Rohrkrepierer aber hatte schon was besseres erwartet.

      Denke mal
      5/10