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Sam Peckinpah

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      Sam Peckinpah

      Sam Peckinpah






      Filmisches Schaffen


      Sam Peckinpah wurde 1925 als Sohn des Richters David Samuel Peckinpah in Südkalifornien geboren. Er studierte Dramaturgie und machte an der University of Southern California (USC) den Master of Dramatic Arts. Er nahm in verschiedenen Filmateliers Jobs an und arbeitete am Theater. Später lernte er Don Siegel kennen, für den er einige Dialoge im Drehbuch des Science-Fiction-Films Die Dämonischen (1956) umschrieb.

      Peckinpah arbeitete in den 1950ern zunächst beim Fernsehen, unter anderem als Drehbuchautor für die Westernserie Rauchende Colts. Er entwickelte das Konzept für die Serie The Rifleman (Westlich von Santa Fé, 1958 ) und The Westerner (1960), und schrieb für beide Serien mehrere Drehbücher. 1958 führte er in einer Rifleman-Folge erstmals auch Regie.

      1961 entstanden seine ersten Kinofilme The Deadly Companions (Gefährten des Todes) und Sacramento (Ride the High Country). Sacramento markierte mit John Fords Der Mann, der Liberty Valance erschoß den Übergang vom klassischen Western zum Spätwestern. Peckinpah behandelte schon in diesem Frühwerk ein späteres Lieblingsthema: alternde Westernhelden in wechselnden Zeiten.

      Als Produzent Jerry Bresler Peckinpahs ersten Western mit großem Budget, Sierra Charriba (Major Dundee) entgegen den Intentionen des Regisseurs umschneiden ließ und Peckinpah sich wehrte, geriet er alsbald auf eine inoffizielle "schwarze Liste". Er erhielt keine weiteren Aufträge und seine Drehbücher zu The Glory Guys und Villa Rides wurden abgeändert und anderen Regisseuren übergeben.

      Nach dem Drehbuch von Ring Lardner (ein McCarthy-Opfer) begann Peckinpah mit den Arbeiten zum Schwarzweißfilm Cincinnati Kid, doch nach wenigen Tagen ließ man Peckinpahs Drehbuchänderungen wieder umschreiben und Norman Jewison einen Farbfilm drehen, der nichts mehr mit Peckinpahs Ansatz zu tun hat, mit Steve McQueen in der Hauptrolle. Grund für Peckinpahs Entlassung war laut dem Produzenten der Wunsch des Regisseurs, eine Nacktszene mit Sharon Tate zu drehen und der angebliche Versuch, die Story zu vulgarisieren.

      Doch der Fernsehproduzent David Melnick verschaffte Peckinpah 1966 einen neuen Auftrag fürs Fernsehen: die Adaption von Katherine Ann Porters Novelle Noon Wine. Peckinpah schrieb das Buch und führte Regie. Das Werk wurde positiv aufgenommen, so auch von der Autorin des Stücks selbst. Peckinpah erhielt Preise.

      So erhielt er die Möglichkeit The Wild Bunch – Sie kannten kein Gesetz zu drehen. Dieser wird oft zu den größten Western der Filmgeschichte gezählt und auch vielfach als einer der besten Filme aller Zeiten gekrönt. Der Filmklassiker über Gewalt und Gegengewalt war eine kritische Untersuchung über die Verwandlung von Menschen in Mythen. Peckinpah: „Wenn ich darüber nachdenke, was mit mir in Hollywood so passiert ist, wünsche ich mir, ich wäre ein bisschen wie meine Helden“. Das Drehbuch hat nach einer Idee von Roy N. Sickner der Drehbuchautor-Neuling Walon Green geschrieben und Peckinpah dessen Version überarbeitet. Green, Sickner und Peckinpah bekamen eine Oscar-Nominierung. In anderen Kategorien, außer der Musik von Jerry Fielding, gab es allerdings keine Nominierungen.

      The Wild Bunch hat, wie 1967 Bonnie und Clyde, die Gewaltdarstellung im amerikanischen Mainstreamkino verändert. Der Film ist umstritten, einige Kritiker wie Roger Ebert loben ihn als Meisterwerk. Peckinpah erhielt den uncharmanten Spitznamen Bloody Sam.

      Sein nächster Film Abgerechnet wird zum Schluss (Ballad of Cable Hogue) ist als Gegenstück zum Vorgängerfilm angelegt. Er enthielt Elemente einer Westernkomödie und eines Liebesfilms. Der melancholische Spätwestern war allerdings kein Publikumserfolg.

      Ursprünglich als Regisseur für den Film Deliverance vorgesehen, drehte Peckinpah mit Dustin Hoffman in England Straw Dogs (Wer Gewalt sät), als er den Auftrag für die Adaption von James Dickeys Roman nicht erhielt. Besonders umstritten war die Vergewaltigungsszene von Susan George. Peckinpah wurde als Misogynist verschrien, Pauline Kael nannte den Film ein "faschistisches Kunstwerk". Seinen nächsten Film Junior Bonner mit Steve McQueen siedelte Peckinpah im Rodeomilieu an. Die melancholische Charakterstudie war aber weder beim Publikum noch bei Kritikern ein Erfolg.

      Den kommerziell erfolgreichsten Film seiner Karriere drehte Peckinpah wieder mit McQueen: Getaway ist die Verfilmung eines Romans von Jim Thompson. Der Autor zeigte sich von der Adaption enttäuscht.

      Der folgende Film Pat Garrett jagt Billy the Kid von 1973 ist ein entscheidender Schnitt in Peckinpahs Karriere: Es handelt sich um seinen letzten Beitrag zum Western-Genre. Von den Produzenten wurde der Film stark gekürzt und umgeschnitten, sehr zur Enttäuschung des Regisseurs. Vom Editor, Roger Spottiswoode, wurde in den 90ern eine Neufassung des Films geschnitten, die Peckinpahs ursprünglicher Intention nahekommen soll. Für den Film schrieb Bob Dylan den Soundtrack, u.a. das bekannte Knockin’ on Heaven’s Door.

      Enttäuscht vom Hollywood-System drehte Peckinpah mit Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia (Bring me the head of Alfredo Garcia) in Mexiko seinen persönlichsten Film. Hauptdarsteller Warren Oates gibt den "Peckinpah vor der Kamera", den Barpianisten Bennie, der durch eine Kopfgeldjagd in einen Strudel von Gewalt gerät. Publikumserfolg blieb aus und bis auf Roger Ebert war die Kritikerrezeption durchgehend negativ. Michael Medved nahm den Film in sein Buch über die schlechtesten Filme aller Zeiten auf.

      Die Killer-Elite (The Killer Elite) war der Versuch, sich durch einen kommerziellen und anspruchslosen Film für neue Aufträge zu empfehlen. Zwar war der Film gut besetzt, mit James Caan und Robert Duvall, doch fehlte die Intensität der früheren Werke.

      Steiner – Das Eiserne Kreuz (Cross of Iron) war dann 1977 sein erster Kriegsfilm. Für diese in Jugoslawien gedrehte deutsche Ko-Produktion lehnte Peckinpah die Regie für die Filme Superman und King Kong ab. Doch gesundheitliche Probleme überschatten seine Arbeit: der Regisseur ist drogen- und alkoholabhängig. Convoy blieb dann für Jahre seine letzte Regiearbeit. Das actionreiche Roadmovie avancierte zum Kultfilm. Nach Beendigung der Dreharbeiten erlitt er einen Herzanfall und zog sich nach Montana zurück.

      Sein Freund Warren Oates starb 1982, Komponist Jerry Fielding und Assistent Gordon Dawson beenden langjährige Zusammenarbeiten. Ein letzter Auftrag folgte mit Das Osterman Weekend im Jahre 1983. Der Film galt als sein schwächstes Werk und unwürdiges Finale eines großen Regisseurs. Sam Peckinpah starb am 28. Dezember 1984 an den Folgen eines Schlaganfalls im Alter von 59 Jahren.



      Hauptthemen


      Hauptthema von Peckinpah ist die Auseinandersetzung mit Gewalt und Moral. Zu seinem Film The Wild Bunch sagte er: „Amerika verschließt seine Augen vor dem Hunger und vor der Gewalt, man muss diesem Amerika die Augen öffnen!“ Er zeigt in seinen Filmen nicht nur Gewalt, sondern analysiert ihre Entstehung.

      Im Zentrum stehen dabei oft Personen, die zwischen zwei Welten oder zwei Epochen stehen. Das klingt schon in seinem Frühwerk Sacramento an, das die Geschichte zweier alter Westerner erzählt und als Klassiker des Spätwesterns gilt. Besonders deutlich wird dies in seinen weiteren Spätwestern Pat Garrett jagd Billy the Kid und The Wild Bunch, in denen zum einen die Grenze zwischen den USA und Mexiko thematisiert, zum anderen die Moderne (mit Autos, Maschinengewehren, Politikern, Gesetz und Kapital) gegen die Freiheit des Einzelnen gestellt wird. Auch die Anpassung an diese Moderne endet für die Protagonisten tragisch. In seinem persönlichsten, kommerziell aber erfolglosesten Film Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia ist es ein amerikanischer Pianist in Mexiko, der zwischen den Kulturen steht und scheitert. Gerade The Wild Bunch und Sacramento machten ihren Regisseur zum amerikanischen Vater des Abgesangs auf die Ära des Westerns. Dieser Beitrag wird im Hinblick auf die berühmten Italo-Western von Sergio Leone und Sergio Corbucci häufig unterschätzt.

      Das sehr stark dem Western verhaftete Thema Moral setzte Peckinpah auch in seine Roadmovies The Getaway und Convoy um. Dafür benutzte er die visuelle Sprache des Westerns, insbesondere die für ihn selbst typischen Zeitlupen und die maskulin geprägten Umgangsformen. Dank dieser beiden Filme gilt Peckinpah als typisches Beispiel für die Genreverwandtschaft von Western und Roadmovies.



      Visueller Stil


      Peckinpahs Filme sind charakteristisch in ihrem Umgang mit der Zeit und ihrer Inszenierung von Gewalt. Peckinpah zeigt Gewalt sehr explizit, oft in Zeitlupe und Großaufnahme. Dabei sind die Szenen oft komplex aufgebaut und aus vielen Einzeleinstellungen zusammengesetzt. Exemplarisch hierfür ist der Showdown von The Wild Bunch, der aus mehreren Hundert Einstellungen besteht. Dieser Stil prägt heute noch bekannte Regisseure wie John Woo und Quentin Tarantino.




      "Stock Company"


      Sam Peckinpah wurde zuweilen als „Bastardsohn von John Ford“ bezeichnet, hauptsächlich wegen seines filmischen Schaffens. Wie sein Vorbild umgab sich Peckinpah mit einem festen Kreis von Schauspielern, die immer wieder in seinen Produktionen auftreten, die sogenannte „stock company“ (Stammtruppe) des Regisseurs. Schon in seinen ersten Jahren bei TV-Western begann er, sich eine Gruppe von ihm verbundenen Schauspielern zusammenzustellen. Zu diesen Darstellern zählt James Coburn, der zunächst in Major Dundee eine Nebenrolle spielte, und später Pat Garrett (1973) und den Wehrmachtsfeldwebel Steiner (1976) verkörperte. Ebenso berühmt wurde Warren Oates, der in den drei großen Peckinpah-Western der 60er Jahre wichtige Nebenrollen spielte, und dann als Bennie (1974) in Alfredo Garcia brillierte. Ebenfalls zu erwähnen sind L. Q. Jones, in gar fünf Western, 1962, 1965, 1969, 1970 und 1973, dazu R. G. Armstrong, den Peckinpah dreimal als religiösen Fanatiker besetzte. Daneben spielten oft Kris Kristofferson (als Billy The Kid, sowie in Alfredo Garcia und in Convoy) und Strother Martin, nebst anderen wie Ernest Borgnine, David Warner und Gig Young.

      Auch hinter der Kamera sieht man oft die selben Namen, als Komponist war es Jerry Fielding, der zwei Oscarnominierungen erhielt, als Kameramänner Lucien Ballard und John Coquillon, beim Schnitt Lou Lombardo, Roger Spottiswoode und Robert L. Wolfe, als persönliche Assistentin und Freundin Katherine Haber und als Autor, Produzent und Assistent Gordon T. Dawson. Gegen Ende von Peckinpahs Karriere werden diese Namen oft durch andere ersetzt, so spielte die Western-Stock-Company zum letzten Mal 1973 in Pat Garrett jagt Billy the Kid.




      Filmografie :


      1955: Dial Red O

      1955: An Annapolis Story (Darsteller)

      1956: Die Dämonischen

      1961: Gefährten des Todes

      1962: Sacramento

      1965: Sierra Charriba

      1968: Rio Morte

      1969: The Wild Bunch – Sie kannten kein Gesetz

      1970: Abgerechnet wird zum Schluss

      1971: Wer Gewalt sät

      1971: Junior Bonner

      1972: Getaway

      1973: Pat Garrett jagt Billy the Kid

      1974: Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia

      1975: Die Killer-Elite

      1977: Steiner – Das Eiserne Kreuz

      1978: Convoy

      1978: China 9, Liberty 37 (Darsteller)

      1979: Die Außerirdischen (Darsteller)

      1982: Verhext

      1983: Das Osterman Weekend






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      Meiner Meinung nach einer der genialsten Regisseure aller Zeiten!




      Meine Top 3 Peckinpah Filme:


      1. Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia

      2. Getaway

      3. Wer Gewalt sät
      [align=center][FONT=times new roman]"[I]Also wenn du mich anschreist, macht mich das nervös, und wenn ich nervös werde bekomme ich Angst, und wenn Angsthasen nervös werden, dann fangen Angsthasen ganz schnell an zu schießen.[/I]"[/FONT][/align]
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