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Treme [HBO]

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    Es gibt 41 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Payback.

      Treme - Season 1




      Crew:

      Creator: David Simon, Eric Overmyer
      Executive Producers: David Simon, Nina Kostroff Noble, Eric Overmyer, Carolyn Strauss

      Cast:

      Khandi Alexander -- as -- Ladonna Batiste-Williams
      Rob Brown -- as -- Delmond Lambreaux
      Kim Dickens -- as -- Janette Desautel
      Michiel Huisman -- as -- Sonny
      Melissa Leo -- as -- Toni Bernette
      Lucia Micarelli -- as -- Annie
      Clarke Peters -- as -- Albert Lambreaux
      Wendell Pierce -- as -- Antoine Batiste
      Steve Zahn -- as -- Davis McAlary
      John Goodman -- as -- Creighton Bernette

      Synopsis:

      Angesiedelt in und bennant nach der gleichnamigen Nachbarschaft in New Orleans, Lousiana, behandelt "Treme" das Leben von Musikern, die in der Arbeiterklasse täglich um ihr künstlerisches Dasein kämpfen müssen. "Treme" soll dabei allerdings nicht nur die Arbeit der Musiker zeigen, sondern auch einen größeren Fokus auf die Lebensumstände in der Gegend haben, insbesondere die große Verbrecherrate, die politische Korruption, der Kontroverse um die Verstaatlichung von Wohnhäusern und die veränderten Lebensumstände, die den Menschen dort nach dem großen Hurrikan Katrina aufgebürdet wurden.

      Weiteres

      Was sich ein bischen wie "The Wire" anhört, ist auch ganz ähnlich konzipiert - laut den Machern David Simon und Eric Overmyer sogar beabsichtigt. Denn nachdem die von Kritikern hochgelobte Serie 2008 zu Ende ging, wollte man bei HBO so schnell wie möglich eine ähnlich angelegte Show, die sich kontrovers mit dem Leben in den Ghettos der USA auseinandersetzt. Der Hauptunterschied zwischen "The Wire" und "Treme" ist dabei nur, dass letztere sich auf ein kleineres Gebiet begrenzt und vor allem viel New Orleans-typische und fetzige Musikuntermalung enthält.
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase



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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Data“ ()

      Definitiv wird der Serie eine Chance gegeben. Schau mir gerade die zweite Wire Staffel an und einfach der Wahnsinn was die Serie zu leisten vermag. Da ist mir jede Serie die sich auf ähnlichen Pfaden bewegt sehr willkommen...ausserdem reden wir hier von HBO, noch Fragen? :D
      Signatur lädt...
      Sehr schicker Trailer, coole Musik. Und seit ich "True Blood" kenne, werde ich auch immer mehr und mehr zum Lousiana- und southern accent fan.

      Was ich auch klasse finde (hab ich auch erst durch den Trailer rausgefunden) ist, dass John Goodman endlich zum Fernsehen zurück gekehrt ist. Megacooler Typ. Allein wegen seiner einschüchternden tiefen Stimme ist die Serie mit Sicherheit auch einen Blick im Originalton wert (ach, was laber ich: als ob ich auf eine deutsche Synchro warten werde).
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase



      Dran denken, der 11.04. ist bald! Ich bin gespannt wie n Flitzebogen. Hab vor, heute Abend die letzte Folge von "The Wire" zu schauen und danach mit "Treme" weiter zu machen. Kann von dem Stoff nicht genug kriegen... :knuddel:
      Don't worry about the world ending today. It's already tomorrow in Australia.
      So, gerade die zweite Folge gesehen und ich zähle mich jetzt schon zum Fankreis der Serie.

      Ein wunderbarer Cast, sympathische Charaktere und ein packender Lousianna-Charme machen machen den Reiz und die Sucht von "Treme" so richtig aus. Die fetzige Musikuntermalung tut sein Übriges.

      Ich freue mich auf die nächsten Folgen. Wird sich Storytechnisch bestimmt zu den interessantesten neuen Dramen von HBO entwickeln. So viel kann man jetzt schon absehen.
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase



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      Die erste Staffel ging ja am Sonntag vor einer Woche in den USA zu Ende. Hab die ersten zehn Folgen alle gesehen und bin bisher sehr angetan von der Serie.

      "Treme" ist mehr eine Charakterstudie mit äußerst sozialkritischen Untertönen. Im Prinzip also eine typische HBO-Serie. Wer also Action und hochkomplexe Plot-Twists braucht, um sich unterhalten zu lassen, ist hier sicherlich fehl am Platz. Dafür liefert die Show Material zum Nachdenken und Charakterschicksale zum Mitfühlen. Untermalt mit all dies von einer so umwerfend perfekt eingesetzten Musik, dass man quasi sofort mit feiern möchte. Es ist schon erstaunlich, dass die Menschen in New Orleans nach einer solch schweren Umweltkatastrophe, welche mit teilweise perversem Desinteresse ihrer Landsleute bekundet wurde, noch immer den Willen besitzen, das Denkmal ihrer Stadt am Leben zu erhalten. Und wie man von vielen Einwohnern zu hören bekommt, ist gerade dieser Aspekt in "Treme" mehr als realistisch umgesetzt worden.

      Noch ein Wort zu John Goodman:

      Spoiler anzeigen
      Ich war doch sehr geschockt, als man seinen Charakter Chreighton Bernette nach nur 9 Episoden das Zeitliche hat segnen lassen. Im Laufe der Staffel hat er sich mit seiner Leidenschaft, die er seiner Heimatstadt entgegenbrachte, zu meinem Lieblingscharakter der Show entwickelt (zumal ich mich ja ohnehin zum Goodman-Fankreis zähle).
      Und dann auch noch durch Selbstmord? Hätte ich dem Charakter nicht zugetraut, dass er seine Familie so derbst im Stich lassen würde.

      Melissa Leo hat dadurch allerdings die Chance bekommen, zu zeigen, warum sie für ihre Darstellung mindestens mit einer Emmy-Nominierung belohnt werden sollte: Wirklich ergreifend, mit wie wenig Gestik und Mimik es diese Frau versteht, so viel Trauer und so viel innerliche Wut über den Selbstmord ihres Ehemannes auszudrücken. Bravo!

      "Can't dance for them when they quit."



      Ich bin noch nie in New Orleans gewesen, aber nach "Treme" möchte ich diese faszinierende Stadt auf jeden Fall mal besuchen. Bin gespannt, wie sich die derzeitige Ölkatastrophe im Golf von Mexiko auf den Verlauf der Serie auswirken wird. Sorgt mit Sicherheit für viel Zündstoff in den kommenden Episoden.
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase



      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Data“ ()

      Falls noch jemandem die New Orleans-Musik in den Ohren liegt und vom "Treme"-Theme nicht genug bekommt, folgt einfach folgendem Link: John Bouette - Offizielle HP.

      Im Hintergrund läuft die 4:23 Minuten dauernde Komplettversion des Introsongs. Sehr geil, vielleicht order ich mir demnächst die CD dazu.
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase



      Treme - Season 2 (HBO)

      Treme - Season 2




      Crew:

      Creator: David Simon, Eric Overmyer
      Executive Producers: David Simon, Nina Kostroff Noble, Eric Overmyer, Carolyn Strauss

      Cast:

      Khandi Alexander -- as -- Ladonna Batiste-Williams
      Rob Brown -- as -- Delmond Lambreaux
      Kim Dickens -- as -- Janette Desautel
      India Ennenga -- as -- Sofia Bernette
      Michiel Huisman -- as -- Sonny
      Melissa Leo -- as -- Toni Bernette
      Lucia Micarelli -- as -- Annie
      David Morse -- as -- Terry Colson
      Clarke Peters -- as -- Albert Lambreaux
      Wendell Pierce -- as -- Antoine Batiste
      Jon Seda -- as -- Nelson Hidalgo
      Steve Zahn -- as -- Davis McAlary

      Weiteres:

      Bereits am 13. April 2010, nachdem gerade mal der Pilotfilm über die amerikanischen Bildschirme geflimmert ist, gab HBO bekannt, dass man "Treme" eine zweite Staffel spendieren werde.

      Diese werden vermutlich nächstes Frühjahr auf dem Pay-TV Sender ausgestrahlt. Ich vermute, dass die derzeitige Öl-Krise sich wohl in der einen oder anderen Form auf die Story der Serie auswirken wird, auch wenn dazu wohl ein Zeitsprung von mehreren Jahren notwendig wäre (wie gesagt, reine Spekulation meinerseits).

      Bin sehr gespannt auf die zweite Staffel, weil die erste wohl mit zum Besten aus dem Fernsehjahr 2010 gehört. Schade, dass die Emmys David Simons Arbeit aber schon wieder hemmungslos übergangen haben.
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase



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      Der Main Cast von "Treme" wird erweitert:

      Wie tvovermind.com berichtet, wird Jon Seda ("The Pacific") in der kommenden zweiten Staffel einen Unternehmer spielen, der helfen will, New Orleans nach den Verwüstungen durch den Hurrikan Katrina wieder aufzubauen.

      Es wird erwartet, dass "Treme" erst nächsten Herbst auf die amerikanischen Bildschirme zurückkehren wird. Ist leider also noch ne ganze Weile hin ...
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase



      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Data“ ()

      2x01 Accentuate the Positive:

      Treme ist zurück und damit eines der eindrucksvollsten Dramen, die letztes Jahr Premiere gefeiert haben. Kaum zu glauben, dass es schon wieder 10 Monate her ist, dass eine neue Folge der Serie über die Bildschirme flatterte, aber das Jahr ging dank vieler interessanter Zuzugänge (darunter einige von HBO selbst) schneller rum, als gedacht. Dennoch ist es schön, das neue Drama von David Simon zurück zu haben und sie hat nichts von ihrer Aktualität und Eindringlichkeit verloren, mit der sich sich im Laufe der ersten 10 Episoden zu einer der von mir am höchsten geschätzten neuen Serien gemausert hat.

      Das Schöne an Simons Stil ist (und in dieser Episode muss ich das Co-Erfinder Eric Overmyer sowie seinem Co-Autor an dieser Episode, Anthony Bourdain, gutschreiben), dass er nie versucht, künstliche Spannung durch einfallslose Soapeffekte zu erschaffen, nur um den Zuschauer am Ball zu halten. Er erreicht dies durch in der Realität verankerte Geschichten, die von menschlichem Drama untermalt getragen werden. Beide Elemente sind miteinander verbunden und doch überschattet der reale Schrecken (der Hurrikan Kathrina in diesem Falle) den Persönlichen und Privaten (Verlust in der Familie) in den Medien und damit im Gesambild. Simon arbeitet genau von diesem Punkt aus und versteht es somit, eben jenes Gesamtbild einer solchen Umweltkatastrophe auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu bringen, der in diesem Fall unsere Helden (oder Antihelden) sind - und die repräsentieren wiederum das reale Drama, das sich seit 5 Jahren in New Orleans abspielt. Letztlich ist es das, was Treme so interessant und fesselnd macht.

      David Morse wurde endlich in den Main Cast befördert - eine gute Entscheidung, finde ich, denn er ist mir im Laufe von Staffel Eins wirklich sympathisch geworden. Mit Jon Sedas Charakter bin ich noch nicht so ganz warm geworden, aber es wird interessant zu sehen, wie sein Dasein die Geschichte Tremes in den kommenden Folgen beeinflussen wird.

      Insgesamt ein guter Staffelauftakt, der eine Prise Optimismus versprüht und vielleicht deswegen nicht mehr ganz so intensiv wirkt, wie noch das Staffel 1 Finale I'll Fly Away. Dass das aber nicht von Dauer sein wird, dürfte ja jetzt schon recht sicher sein.
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase



      Treme - Season 3 (HBO)

      Treme - Season 3




      Crew:

      Creator: David Simon, Eric Overmyer
      Executive Producers: David Simon, Nina Kostroff Noble, Eric Overmyer, Carolyn Strauss

      Cast (Stand: Season 2; Änderungen vorbehalten):

      Khandi Alexander -- as -- Ladonna Batiste-Williams
      Rob Brown -- as -- Delmond Lambreaux
      Kim Dickens -- as -- Janette Desautel
      India Ennenga -- as -- Sofia Bernette
      Michiel Huisman -- as -- Sonny
      Melissa Leo -- as -- Toni Bernette
      Lucia Micarelli -- as -- Annie
      David Morse -- as -- Terry Colson
      Clarke Peters -- as -- Albert Lambreaux
      Wendell Pierce -- as -- Antoine Batiste
      Jon Seda -- as -- Nelson Hidalgo
      Steve Zahn -- as -- Davis McAlary

      Weiteres:

      Deadline zufolge wurde Treme am 13. Mai 2011 von HBO offiziell um eine dritte Staffel verlängert. Die Episodenanzahl ist noch nicht bekannt.

      Freut mich, denn die Quoten der zweiten Staffel bisher, haben mich sorgen lassen, dass HBO der Serie den Hahnen zudrehen könnte. Mit diesem Schritt aber hat der Sender einmal mehr bewiesen, dass die Zahlen zweitrangig sind. Solange die Qualität stimmt, steht HBO hinter seinen Serien.
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase



      Treme - Season 2:

      Unter Umständen teilweise Plot-Spoiler, die allerdings nicht zu schwer ins Gewicht fallen sollten


      Was für ein unglaublich starkes Jahr - meine Bewunderung und meinen Respekt an David Simon und Eric Overmyer: Realistischer, erbarmungsloser und gleichzeitig frischer ist derzeit keine Serie, die ich kenne.

      Nach der Auftaktfolge Accentuate the Postive geht es mit weiter mit den Charakteren, wobei jedem einzelnen sehr interessante Storylines gegeben wurden:

      Toni und Sofias Aufarbeitung der Ereignisse des letzten Jahres gehörte für mich dabei zum interessanten. Melissa Leo ist einfach eine verdammt starke Schauspielerin und wie nuanciert sie die Gefühlsebenen von Toni rüberbringt, ist schon verdammt ergreifend. Der große Fall, den sie dieses Jahr untersucht, kommt in dieser Staffel zwar nicht wirklich zu einer Auflösung, aber ich denke, das war auch nie die Intention von Simon und Overmyer. Vielmehr wollten sie mit dieser Story die Korruptheit bzw. die Fehlerhaftigkeit des gesamten Systems zeigen - die Auswirkungen hieraus werden mit Sicherheit zum interessantesten Teil der dritten Staffel werden.

      Gleich zwei Bandgründungen (inkl. Höhe- bzw. Wendepunkt) gibt es in dieser Staffel:

      Einmal Antoine, der neben seiner neu gewonnen Stelle als Lehrkraft an einer Schule dennoch nicht seinen Traum des Musizierens aufgeben möchte und einmal Davis, der anscheinend nach Chreightons Abgang nun die politische Stimme der Serie aufnimmt. Beide Bands bringen den jeweiligen Charakteren nicht den Erfolg, den sie sich wünschen, aber Simon wäre nicht Simon, wenn er es seinen Charakteren nicht besonders schwer machen würde.

      Annie entspringt dem Mauerblümchendasein und treibt ihre Solokarriere weiter, Sonny ist halt Sonny und macht auch in dieser Staffel nicht sonderlich viel, außer zu versuchen, sein Leben auf die Reihe zu bekommen und Big Chief Albert kam überraschend kurz die gesamten 11 Episoden hindurch - bin gespannt, ob die angesprochene Depression, unter der er laut seinem Sohn leidet, Signifikanz in Zukunft haben wird. Janette versucht, ein neues Leben in New York aufzubauen und wird doch immer wieder zurück nach New Orleans gezogen. Neuzugang Jon Seda als Nelson Hidalgo, der die gesamte Staffel hindurch versucht hat, New Orleans kennzulernen und zu verstehen, muss am Ende einsehen, dass Geld und Macht noch immer die Oberhand haben. Und Terry Colson, der vom Lieutenant des Police Departements in die Mordkommission versetzt wurde, lernt ebenfalls dunkle Seiten seines Berufes kennen - seine Freundschaft mit Toni wird dieses Jahr ganz besonders hart getestet und ich hoffe, dass die Ideale, die die beiden teilen, sie irgendwann wieder zusammen den Kampf der Gerechtigkeit führen lassen werden.

      LaDonnas Arc allerdings dürfte der vielleicht dramatischste gewesen sein: Ohne spoilern zu wollen, kann ich sagen, dass das, was ihr dieses Jahr zustößt, mit zu den emotionalsten Momenten in der Serie führt. Gleichzeitig kann Khandi Alexander zeigen, was sie als Schauspielerin drauf hat und sie steht ihren fulminanten Cast-Kollegen wie Melissa Leo in nichts nach. Ihr Wutausbruch in der letzten Folgen 2x11 Do Watcha Wanna hat mir einerseits ein dickes Grinsen ins Gesicht gezaubert, andererseits fasst sie aber auch in sehr wenigen, aber deutlichen Worten zusammen, was in New Orleans alles falsch läuft - eine deftigere verbale Ohrfeige hat Treme der Politik seit langem nicht mehr verpasst.

      Allgemein gesehen war das gesamte Season-Finale mit seiner verlängerten Laufzeit von insgesamt 1 1/2 Stunden eine absolute Wucht: Die Charaktere werden durch die Bank auf neue Bahnen gelenkt, Beziehungen werden auf die Probe gestellt und auf neue Ebenen verschoben und wenn Davis am Ende Louis Armstrongs Wrap your Troubles in Dreams zu einer Montage der neuen Lebensabschnitte dieser Charaktere laufen lässt, dann lässt mich das als Zuschauer mit einem flauen Gefühl in der Magengegend zurück. Und doch macht es irgendwie auch Mut, was Treme für die Zukunft bereit hält. Es ist daher, denke ich, nicht zu viel gelobt, wenn ich sage, dass die Serie mit dieser zweiten Staffel endgültig zu einer der aktuell besten Serien geworden ist.
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase



      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Data“ ()

      Bisher hab ich von der Serie rein gar nichts mitbekommen, aber David Simon ist schon Grund allein, einen Blick reinzuwerfen. Und wenn ich dann noch lese, worum es geht und du sogar bestätigen kannst, dass David Simon an seinem realistischen Stil festhält, dann muss ich mir die Serie ansehen. Einen deutschen Starttermin gibt es wohl noch nicht, deswegen werde ich schauen müssen, woher ich mir die ersten beiden Staffeln besorge. Aber Danke für den Tipp!
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