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Marvel Cinematic Universe (MCU)

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    Es gibt 2.800 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Alexisonfire8.

      swanpride schrieb:

      Winter Soldier ist in denselben Jahr herausgekommen, als die NSA Affäre bekannt wurde. Es hat somit ein Thema angesprochen und auf eine Gefahr aufmerksam gemacht, der wir uns erst 2016 langsam so richtig bewusst geworden sind. Wenn man dann noch bedenkt das Hydra sozusagen ein Stand-In für Rechtsradikale ist, dann hat der Film (auf einer Comic-Book Ebene) die eine oder andere Entwicklung vorweggenommen. Und im Gegensatz zu Nolan's "The Dark Knight" auch ernst genommen. Das haben die Filme gemeinsam, dass sie beide das Thema Überwachung anschneiden...nur Nolan tut das so nebenbei und tut es dann mit einem "ist schon okay so lange das Programm danach gelöscht wird" ab, während Winter Soldier darauf hinweist, dass es nicht die Lösung sein kann, auf jeden Menschen in der Welt eine Waffe zu richten und das dann Frieden zu nennen. Auch weil diese Waffe dann jederzeit in die Hände von jemanden fallen kann, der sie missbraucht.


      TDK verfolgt einen anderen Ansatz, deswegen ist der Vergleich mit der 'Überwachung' auch hinfällig.
      In Nolan's Film geht es darum, inwieweit sich die Zivilgesellschaft selber zerstört, und wie standhaft sie am Ende ist durch verschiedene Ereignisse. (siehe Boots-Szene am Ende des Filmes). Das ist der Hauptgrund, warum der Joker hier existiert. Auch die Fragen 'Braucht man einen Batman oder nicht? Oder soll Selbstjustiz der Staatsgewalt in Form von Harvey Dent weichen?' durchlaufen den Film.
      Wie gesagt. das ist nicht die Hauptmessage des Films.
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      Ach Gott, da habe ich ja hier eine Diskussion losgetreten. Das war gar nicht meine Absicht :D

      GregMcKenna schrieb:

      Daleron schrieb:

      Psychologisch und neurobiologisch ist es ziemlich erwiesen würde ich sagen, dass der Mensch ein "Gewohnheitstier" ist und sich sehr stark "konditionieren" lassen kann. Natürlich musst du liefern, darum geht es aber doch gar nicht. Es geht darum, dass sich das Publikum an ein bestimmtes Schema im Blockbuster-Kino gewöhnt hat, das von Marvel maßgeblich geformt und nun eben erfolgreich weiter bedient wird.

      Ich frag mal provokant: Was für ein Schema soll das sein?


      Habe genau von dir diese Frage erwartet ;) :P

      Ich bin nicht Filmwissenschaftler genug, um das genau zu sagen. Und im Übrigen schaue ich die Marvel-Filme ja auch gerne, nicht dass wir uns falsch verstehen. Aber du kannst doch nicht leugnen, dass jeder Marvel-Film sowohl in Story als auch Inszenierung schon irgendwie immer dem gleichen Muster folgt. Viel CGI, viel Krach-Bum, bisschen Charaktermomente an den üblichen Stellen. Hier und da ein Joke. Übertrieben gesprochen: Wenn du quasi die Marvel-Drehbücher nochmal drehst, aber die Namen änderst oder so, dann würdest du am Ende trotzdem immer erkennen, dass es ein Marvel-Film ist.

      Hier gibt's auch andere (wenn auch kritischer als ich sehe), die auch besser analysieren können als ich:

      justinkownacki.com/why-every-marvel-movie-tells-same-story/ (bitte auch weiterlesen als bis zur Hero Journey. Mir ist klar, dass Marvel die nicht erfunden hat) ;)

      gamesradar.com/is-it-just-me-o…universe-movies-the-same/




      Wobei diese ganzen Quellen nicht ganz im Kern treffen, was ich meine, aber zumindest die Ähnlichkeiten zueinander analysieren. Ich meine mit Schema noch etwas viel übergeordnetes, was über die Story hinausgeht und eben auch die Inszenierung betrifft etc. Eben das, was man heutzutage als typisches Blockbuster-Kino bezeichnen würde. Und ich glaube schon, dass das maßgeblich von Disney/Marvel mitgeprägt wurde.

      Ich meine das ja nicht mal abwertend. Bin jetzt nicht der Marvel-Fanboy, schau die Filme aber ja auch ganz gerne.
      Kurz vorher: ich verstehe dich auch gar nicht so, dass du abwertend von den Filmen sprechen willst. Aber wenn man schon mal jemanden mit Lust an der Diskussion findet und der auch Substanz hat, dann geh ich gerne auf die Debatte ein - auch nur, um Spaß zu haben. Also alles in good faith. :)

      Ich bin Marvel-Fan - aber man kann die Filme natürlich auch kritisieren. Mache ich jetzt aber einfach mal nicht. :P

      Daleron schrieb:

      Aber du kannst doch nicht leugnen, dass jeder Marvel-Film sowohl in Story als auch Inszenierung schon irgendwie immer dem gleichen Muster folgt. Viel CGI, viel Krach-Bum, bisschen Charaktermomente an den üblichen Stellen. Hier und da ein Joke.

      Das leugne ich auch gar nicht. Ich sage aber, dass sehr viele Blockbuster (schon lange vor Marvel Studios) dieses Rezept hatten. Das was du nennst, ist das moderne Blockbuster-Konzept, das im wesentlichen von "Star Wars" seitens George Lucas sowie "Indiana Jones" von George Lucas/Steven Spielberg aus der Taufe gehoben wurde. Besonders erkennbar am etwas rumpeligen B-Movie-Humor. Kurzum: Es ist sehr viel älter als Marvel und hat schon lange vor "Iron Man" seine Robustheit und Anziehungskraft bewiesen. Wenn du hier also von einer Konditionierung des Publikums sprichst, dann würde ich das "Indy" in die Schuhe schieben - und all seinen Erben, die dann folgten. Und ja, das bezieht dann auch das MCU mit ein, da es genau dieses Rezept befolgt. Aber eben nicht alleine. Siehe auch "Hero's Journey", die bei SW zum Tragen kam und auf einem Reiz-Reaktions-Schema basierend besonders starke Emotionen bei Menschen triggert und darum bei Filmen oft verwendet wird (und bei Blockbustern, die auf viele Zuschauer angewiesen sind, sowieso). Die "Hero's Journey" ist aber SO universell, dass man sie auch in "Shame" und Arthouse und jeden Nolan-Film reininterpretieren kann. Die Gründe liegen jetzt auch in Wahrnehmungspsychologie und so weiter - führt alles zu weit. Was ich sagen will: Es gibt eine Konditionierung, es gibt so ein Schema - aber das hat nicht mit Marvel Studios Einzug gehalten. Aber sie wenden es an und beherrschen es exzellent. Ja.

      Daleron schrieb:

      Ich meine mit Schema noch etwas viel übergeordnetes, was über die Story hinausgeht und eben auch die Inszenierung betrifft etc. Eben das, was man heutzutage als typisches Blockbuster-Kino bezeichnen würde. Und ich glaube schon, dass das maßgeblich von Disney/Marvel mitgeprägt wurde.

      Da müsstest du mir schon sagen, was genau du meinst (auch in der Inszenierung). Etwas Unspezifisches kann ich ja leider nicht argumentativ beackern. Auch Nolan spielt das Spiel des modernen "typischen" Blockbuster-Kinos. Aber das meinst du wohl nicht, oder?

      Auch deine Quellen sind so mittelmäßig hilfreich. Story-Struktur ist kein Gegenargument, weil es die Grundlage jedes gut gemachten Filmes ist (inkl. aller Werke, die auch aktiv damit spielen und es subversiv verwenden wollen wie etwa "Spider-Verse"). Und der Rest danach ist viel Geschmackssache. Frauen in Geschichten zu holen ist kein Gegenargument und dass Marvel eben die interessanten Dinge in seinen Filmen erzählt und alles uninteressante weglässt ist auch etwas, was einen guten Film eigentlich ausmacht ...

      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."

      GregMcKenna schrieb:


      Ich sage aber, dass sehr viele Blockbuster (schon lange vor Marvel Studios) dieses Rezept hatten.


      Dass Marvel das Blockbuster-Rezept erfunden hat, habe ich auch nicht behauptet. Aber mit der Flut an Filmen nach immer der gleichen Formel, von Marvel von mir aus perfektioniert, stellst du das Publikum ja schon weiter darauf ein. Die meisten Menschen gehen wahrscheinlich nicht jeden Monat ins Kino, sondern sind da viel ausgewählter als Happening. Und wenn dann 2-3 im Jahr ein Marvel-Film kommt, dann gehen sie da rein und werden dadurch weiter konditioniert. Und dann gehen sie immer häufiger mit dieser Erwartungshaltung ins Kino. Und dann brechen halt Filme wie Marvel und The Fast and the Furios 35 die Milliarde, während andersartige Filme wie "Cats" floppen ( :catch: ).

      GregMcKenna schrieb:


      Auch deine Quellen sind so mittelmäßig hilfreich.


      Das habe ich aber auch angekündigt :D

      Habe ja gesagt, dass die nicht wirklich das treffen, was ich meine. Ging mir nur darum, dass zumindest die Wahrnehmung dessen, dass sie bestimmten Schemata folgen, nicht auf meinem Mist gewachsen ist.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Daleron“ ()

      Daleron schrieb:

      Aber mit der Flut an Filmen nach immer der gleichen Formel, von Marvel von mir aus perfektioniert, stellst du das Publikum ja schon weiter darauf ein. Die meisten Menschen gehen wahrscheinlich nicht jeden Monat ins Kino, sondern sind da viel ausgewählter als Happening. Und wenn dann 2-3 im Jahr ein Marvel-Film kommt, dann gehen sie da rein und werden dadurch weiter konditioniert. Und dann gehen sie immer häufiger mit dieser Erwartungshaltung ins Kino.

      Die gehen schon seit "Indy" und "Star Wars" mit dieser Haltung in Blockbuster. Aber jetzt Marvel Studios mit ihren 2-3 Filmen pro Jahr dafür verantwortlich zu machen während dutzende andere Filme drumherum die gleiche Trommel schlagen, halte ich für ein wenig problematisch. Dafür reicht die Anzahl auch nicht aus, denke ich. Okay, Zuschauer gehen nicht dutzendfach ins Kino - aber auch nicht von Anfang an ausschließlich in Marvel-Filme (wie deren Boxoffice aus Phase 1 recht eindrucksvoll belegt).

      Aber daraus ergibt sich eine spannende andere Frage: Wenn man nun bewusst gegen dieses Schema inszeniert bzw. den Film gestaltet, gibt es meist großes Geschrei (wie zu beobachten bei "The Last Jedi" oder "Age of Ultron", wo konkret dagegen gearbeitet wurde) und der Film findet sich im wilden Verrissland wieder während die Wiederholung dieses Schemas ("The Mandalorian") abgefeiert wird.

      Wie sollte da also eine Alternative entstehen?

      Wer zuviel Zeit hat, kann sich zu dem Thema übrigens das hier ansehen:







      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."
      [

      swanpride schrieb:

      Winter Soldier ist in denselben Jahr herausgekommen, als die NSA Affäre bekannt wurde. Es hat somit ein Thema angesprochen und auf eine Gefahr aufmerksam gemacht, der wir uns erst 2016 langsam so richtig bewusst geworden sind. Wenn man dann noch bedenkt das Hydra sozusagen ein Stand-In für Rechtsradikale ist, dann hat der Film (auf einer Comic-Book Ebene) die eine oder andere Entwicklung vorweggenommen. Und im Gegensatz zu Nolan's "The Dark Knight" auch ernst genommen. Das haben die Filme gemeinsam, dass sie beide das Thema Überwachung anschneiden...nur Nolan tut das so nebenbei und tut es dann mit einem "ist schon okay so lange das Programm danach gelöscht wird" ab, während Winter Soldier darauf hinweist, dass es nicht die Lösung sein kann, auf jeden Menschen in der Welt eine Waffe zu richten und das dann Frieden zu nennen. Auch weil diese Waffe dann jederzeit in die Hände von jemanden fallen kann, der sie missbraucht.




      Also sorry, aber da drehst du dir nun auch ziemlich was zurecht und sprichst den Film vermeintliche. Absichten zu, die bei der Entstehung garantiert nicht so in den Köpfen der Macher vorhanden waren.

      Und du bist hier auch ziemlich mit einseitiger Sichtweise unterwegs.

      X-men, TDK und quasi alles andere sind für dich nette Versuche irgendwas hinzubekommen, die aber nicht klappen oder scheitern, während die Marvel Filme für dich wegweisend, mutig und Diskussionsanregend sind :crazy2:

      Ich mein das du generell mit Marvel bzw Disney fanbrille hier unterwegs bist, ist ja nicht neu, aber hier iat es dann schon aehr auffallend, wie du krampfhaft versuchst, hier Marvel bzw Disney besonders über allen anderen hervorzuheben
      ...So ziemlich alle Filme folgen einen bestimmten Schema (außer natürlich den Filmen, die das Schema bewusst durchbrechen). Rein Erzählerisch sind das Strukturen, die bereits Aristoteles beobachtete bzw zu einem gewissen Grade auch festgelegt hat. Und wenn wir uns in der Kategorie Actionfilme bewegen, dann gehören auch Explosionen, Kampfszenen und CGI mit dazu (und ja, das gilt auch für Filme, die mit praktischen Stunts arbeiten, etwas CGI ist immer dabei, wobei man das idealerweise gar nicht erst bemerkt).

      Was Marvel zumindest etwas anders macht als die meisten anderen Comic book filme ist der Genre Mix....GotG ist in erster Linie eine Space Opera, Winter Soldier ein Politischer Thriller, Der Unglaubliche Hulk folgt dem Prinzip eines Monsterfilmes, The First Avenger ist ein WWII Action Adventure, Ant-Man ein Heist Film, Ant-Man and the Wasp ein guter alter McGuffin-Jagd-Film, Ultron leiht sehr viel (auch wenn das nicht so offensichtlich ist) von Horrorfilmen usw.

      Und dann ist da noch Infinity war, der das Ganze völlig aufbricht und im Grunde die Geschichte des Bösewichtes erzählt ohne dass man das beim ersten sehen sofort weiß, oder Captain Marvel, ein Film der im Grunde auf einer völlig anderen Ebene funktioniert.

      Also ich bin da mit GregMcKenna. Ich bin gerne bereit zu diskutieren, warum ich persönlich so viel in den Marvelfilmen sehe (weniger, warum ich das bei den anderen Filmen nicht tue...mir ist durchaus klar, dass andere Nolan's batman mehr abgewinnen können, als ich das kann. Das ist halt so, niemand hat eine Deutungshoheit auf Filme). Ich würde auch gerne in details gehen, wenn das irgendwen wirklich interessiert. Aber bei dieser komischen Verschwörungstheorie, dass Marvel irgendwie das Publikum umerzieht und für den Niedergang des Kinos oder was auch immer verantwortlich ist, da ziehe ich nicht mit. Wir reden hier von drei Filmen im Jahr. Da ist sehr viel Platz für anderes, und da hat auch "anderes" in den letzten Jahren Erfolge gefeiert. Da kann ich genausogut behaupten, dass Horrorfilme das Kino kaputtmachen....es gibt nämlich jedes Jahr mehr Horror- als Superheldenfilme.


      Also sorry, aber da drehst du dir nun auch ziemlich was zurecht und sprichst den Film vermeintliche. Absichten zu, die bei der Entstehung garantiert nicht so in den Köpfen der Macher vorhanden waren
      .

      Das ist ziemlich irrelevant. Die Frage ist nie, was die Macher sich wohl gedacht haben, sondern, was beim Publikum am Ende ankommt.

      X-men, TDK und quasi alles andere sind für dich nette Versuche irgendwas hinzubekommen, die aber nicht klappen oder scheitern, während die Marvel Filme für dich wegweisend, mutig und Diskussionsanregend sind


      Jo, sehe ich so. Und nun?

      Ich mein das du generell mit Marvel bzw Disney fanbrille hier unterwegs bist, ist ja nicht neu, aber hier iat es dann schon aehr auffallend, wie du krampfhaft versuchst, hier Marvel bzw Disney besonders über allen anderen hervorzuheben


      Nenn es, wie du willst. Ich bin vom MCU beeindruckt....als Gesamtwerk und von vielen (aber nicht allen) Filmen, die dazugehören. Ich habe meine Gründe, warum ich so empfinde. Ich erwarte nicht, dass du meine Sichtweise teilst, und wenn du sie als "Fanbrille" abtun willst, bitte. Aber wie würdest du dich fühlen, wenn ich dir nun vorwerfen würde, dass du an "Marvel derangement Syndrome" leidest? Würde das in irgendeiner Weise eine gute Diskussion über Filme darstellen?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „swanpride“ ()

      Niemand hier spricht ab, dass im MCU nicht mehr ist, als es auf dem ersten Blick sieht. Niemand. Aber so gut wie jeder sieht das hier so, ohne dafür andere Filme, die es z.T. durchaus auch besser hinkriegen, abwerten zu müssen. Man mag es kaum glauben, man kann auch mehrere Dinge gleichzeitig toll finden. Nur weil ein TDK oder X-Men Tiefe hat, kann es das MCU auch haben. Und dafür muss man noch nicht einmal eine NSA-Affäre in einem Jahr mit einem Film in Verbindung bringen, der Jahre vorher geschrieben wurde.

      Und dann zu behaupten, es sei ja wichtiger, was beim Zuschauer ankommt... Ja, das ist dennoch Zufall und nicht die Leistung der Macher, Jahre vorher einen Film geschrieben zu haben, der ausgerechnet dann ins Kino kommt, wenn das Thema halbwegs relevant ist, außer sie hatten eine gut funktionierende Glaskugel.

      Man kann übrigens differenzieren zwischen "mag ich" und "boah, da ist voll krass viel Tiefgründigkeit".

      swanpride schrieb:

      ..ist halt etwas, was mir in einem Film wichtig ist. Ich finde ein Film dann gut, wenn er mich zum nachdenken bringt. Das ist nicht unbedingt ein muss, aber nehmen wir mal das GotG Franchise: Der erste Film hat mir sehr viel Spaß gemacht, und hat die Welt hervorragend eingeführt. Aber wenn der zweite Film mehr davon gewesen wäre, dann hätte er mich wahrscheinlich gelangweilt. Stattdessen haben wir aber einen Film bekommen, in dem es in mehr als einer Hinsicht um Ego geht. Nicht ganz so glatt wie der erste, aber sehr viel, worüber man nachdenken kann. Oder zumindest, sehr viel worüber ich nachdenken kann.

      Davon mal abgesehen, ich mag auch ganz einfach die meisten Charaktere im MCU.


      Das du die Charactere magst ist ja auch eine legitime Sicht. Viele der Charactere sind ja auch gut gestaltet und zum Teil auch gut ausgearbeitet. Aber bei der Sache mit der "Tiefe" des MCU gehen wir halt auseinander. Nolan hat dein "Überwachungsbeispiel" gut gehändelt in meinen Augen. Auch hat das DCEU im Ansatz (mit schlechteren Filmen, das muss ich halt dazu sagen) die Idee "Welche Verantwortung hat ein Superheld" oder das Thema Machtmissbrauch durchaus gut erkannt, leider dank eines überforderten Regisseurs nicht gut abgearbeitet. Nolan wiederum hat die von ihm bevorzugten Themen in meinen Augen perfekt abgearbeitet... Also würde ich persönlich niemals so was sagen wie "Das MCU/DCEU hat eine Tiefe, die andere nicht haben". Da im MCU wie bei allem anderen durchaus Schwankungen drin sind und der eine oder andere Einzelfilm da mal mehr oder weniger gut ein Thema behandelt hat.
      Mir gefällt z.B. der Ansatz des DCEU besser... Ist nur leider vergeigt worden....

      swanpride schrieb:

      Winter Soldier ist in denselben Jahr herausgekommen, als die NSA Affäre bekannt wurde. Es hat somit ein Thema angesprochen und auf eine Gefahr aufmerksam gemacht, der wir uns erst 2016 langsam so richtig bewusst geworden sind. Wenn man dann noch bedenkt das Hydra sozusagen ein Stand-In für Rechtsradikale ist, dann hat der Film (auf einer Comic-Book Ebene) die eine oder andere Entwicklung vorweggenommen. Und im Gegensatz zu Nolan's "The Dark Knight" auch ernst genommen. Das haben die Filme gemeinsam, dass sie beide das Thema Überwachung anschneiden...nur Nolan tut das so nebenbei und tut es dann mit einem "ist schon okay so lange das Programm danach gelöscht wird" ab, während Winter Soldier darauf hinweist, dass es nicht die Lösung sein kann, auf jeden Menschen in der Welt eine Waffe zu richten und das dann Frieden zu nennen. Auch weil diese Waffe dann jederzeit in die Hände von jemanden fallen kann, der sie missbraucht.


      Aber Sorry - wenn das die "Tiefe" ist - die krieg ich in einem Dutzend Filmen.... Ich will damit Winter Soldier nicht anfeinden oder sowas, das ist ein ordentlicher Film. Klar ist die Aussage da im Kern enthalten, aber es ist ja nicht so, dass das eine tiefgreifende psychologische Betrachtung einer möglichen Gefahr eines Überwachungsstaates ist.... Und wenn das so wäre, dann frag ich mich, was wäre das Ziel? Denn das Zielpublikum spielt während des Films auf dem Handy rum und haut Daten über sich ohne Ende raus.... Also würde die Message quasi am Publikum vorbei gehen, was im Umkehrschluss bedeuten würde "Ziel verfehlt" wenn die Message das Ziel war ;)

      swanpride schrieb:

      Das ist ziemlich irrelevant. Die Frage ist nie, was die Macher sich wohl gedacht haben, sondern, was beim Publikum am Ende ankommt.


      Siehe eine Zeile drüber. Deine Auflistung von Messages teile ich nicht so ganz. Jetzt ist die Frage: "Hat Marvel die Message nicht gut eingebaut oder ist Joerch zu blöde sie zu erfassen?" ;)
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      Niemand hier spricht ab, dass im MCU nicht mehr ist, als es auf dem ersten Blick sieht. Niemand. Aber so gut wie jeder sieht das hier so, ohne dafür andere Filme, die es z.T. durchaus auch besser hinkriegen, abwerten zu müssen. Man mag es kaum glauben, man kann auch mehrere Dinge gleichzeitig toll finden. Nur weil ein TDK oder X-Men Tiefe hat, kann es das MCU auch haben


      Ich spreche anderen ja auch nicht ab, in diesen Filmen mehr zu sehen. Ich spreche ja nur aus meiner persönlichen Erfahrung. Und für mich waren die X-Men Filme nun mal eine Enttäuschung, und der zweite frustrierend weil, wie gesagt, das Skript diese Tiefe durchaus hatte, aber es an der Umsetzung gehakt hat. Die Spider-Man Filme auch (nicht dass ich denen ihre guten Momente absprechen will, aber ich wollte halt mehr). Und Nolen hat mich eben auch nicht mitgenommen. Aber das MCU hat das geschafft. Was vielleicht die hohen Zuschauerzahlen besser erklärt als die Idee, dass Marvel uns irgendwie "trainiert".
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      swanpride schrieb:


      Aber das MCU hat das geschafft. Was vielleicht die hohen Zuschauerzahlen besser erklärt als die Idee, dass Marvel uns irgendwie "trainiert".


      Das ist ganz einfach erklärt. Das MCU erweckt verschiedene Charaktere zum Leben, mit denen man mit Kindern und auch als Erwachsener eine emotionale Bindung hat.
      Ich hab nen Kumpel, mit dem hänge ich seit Sandkastentagen herum, vermutlich sind wir die beiden einzigsten die sich, abseits unserer Familien am längsten kennen. Er hat früher viel Spielzeug gehabt, insbesondere Marvel Sachen, dazu Marvel Videospiele etc. und da finde ich, hat bei DC immer etwas die Breite gefehlt, es gab mal früher diese Batman Action Figuren von der Animated Series, falls sich jemand erinnert, mit denen hab ich am meisten gespielt, er hatte aber ein grösseres Sortiment an Marvel Figuren. Zu dieser Zeit waren Filmumsetzungen dieser Art schlicht unmöglich, aber der Gedanke war immer da, diese irgendwann lebensecht auf die Leinwand zu bringen. Darüber hinaus hat man jahrelang unzählige Cartoon Serien herausgebracht.

      Letztendlich ist das MCU das Ergebnis einer Sehnsucht von Marvel Fans, die damit schon in der Kindheit aufgewachsen sind und daran immer noch Emotionen gekoppelt sind. Desweiteren spricht es auch die jüngere Generationen an, denn in den heutigen Kindersendungen gibt es auch einige Marvel Serien, der Sohn eines Kumpels sieht sich die sehr gerne an.

      DC fehlt es da vielleicht etwas die Zugänglichkeit, wobei deren Sachen auch immer etwas erwachsener und schwerfälliger daherkommen, was aber in meinen Augen nichts negatives ist, mir gefällt diese Ausrichtung, die hat mir schon als Kind immer gefallen. Selbst die Animated Series von 1992 war schon ziemlich düster und mit vielen Themenbehandlungen schon eigentlich nichts für die jüngeren Zielgruppen. Letztendlich ist es der persönliche Geschmack, ob man beide Lager mag oder sich vielleicht dann doch eher nur für eine Seite interessiert.

      Aber das hat nichts mit der Filmtiefe zu tun.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Ratty“ ()

      Letztendlich ist das MCU das Ergebnis einer Sehnsucht von Marvel Fans, die damit schon in der Kindheit aufgewachsen sind und daran immer noch Emotionen gekoppelt sind. Desweiteren spricht es auch die jüngere Generationen an, denn in den heutigen Kindersendungen gibt es auch einige Marvel Serien, der Sohn eines Kumpels sieht sich die sehr gerne an.


      Das mag vielleicht für die ersten Filme stimmen, aber ein großer Teil der MCU fans haben noch nie ein Comic Buch in der Hand gehabt, und sind trotzdem voll dabei. Und ja, sicher gibt es auch viele, die einfach nur Spaß an den Filmen haben, da man sie sowohl einfach nur als Blockbuster schauen kann, wenn einem die Themen nicht interessieren, aber ich glaube nicht, dass man damit alleine ein so großes Publikum bei der Stange halten und vor allem eine Konversation so lange in Gang halten kann. Es gibt ja inzwischen eine ganze Industrie rund um die Filme, bei der es nicht nur darum geht, als erstes Spoiler zu verkünden oder über die Zukunft zu spekulieren, sondern auch darum, diese Filme auseinanderzunehmen und zu analysieren. Das würde nicht gehen, wenn es da nichts zu analysieren gäbe.

      Zustimmung bezüglich DC's Love Affair mit Batman. Typisches Beispiel eines Verlages und Studios, bei dem an eine (oder zwei, wenn man Superman hinzuzählt) Sache festgehalten wird, weil sie halt funktioniert, statt mal einen Schritt weiterzudenken.

      swanpride schrieb:

      Letztendlich ist das MCU das Ergebnis einer Sehnsucht von Marvel Fans, die damit schon in der Kindheit aufgewachsen sind und daran immer noch Emotionen gekoppelt sind. Desweiteren spricht es auch die jüngere Generationen an, denn in den heutigen Kindersendungen gibt es auch einige Marvel Serien, der Sohn eines Kumpels sieht sich die sehr gerne an.



      Zustimmung bezüglich DC's Love Affair mit Batman. Typisches Beispiel eines Verlages und Studios, bei dem an eine (oder zwei, wenn man Superman hinzuzählt) Sache festgehalten wird, weil sie halt funktioniert, statt mal einen Schritt weiterzudenken.


      Ich habe dergleichen nichts behauptet, und was meinst du jetzt mit 'einen Schritt weiterdenken'? Und ja, es funktioniert, warum sollte man also etwas verändern?

      swanpride schrieb:

      Und ja, sicher gibt es auch viele, die einfach nur Spaß an den Filmen haben, da man sie sowohl einfach nur als Blockbuster schauen kann, wenn einem die Themen nicht interessieren, aber ich glaube nicht, dass man damit alleine ein so großes Publikum bei der Stange halten und vor allem eine Konversation so lange in Gang halten kann.


      Der absolut überwiegende Teil der Kinogänger wird den schauen weils schlicht und einfach ein technisch perfekter und in der Regel (es gibt ein paar MCU Filme die ich wirklich schwach finde) gut gemachter Blockbuster ist. Danach wird 99% der Kinogänger nicht gesagt haben "Oh wie schön haben die über dies oder das nachgedacht" sondern "Boah war das nen fetter Effekt in dieser oder jener Szene"...

      Ich glaub du überschätzt da sowohl das Standardpublikum (das halt nicht in Foren diskutiert usw.) als auch die Message....
      Und das große Publikum führt auch keine langen Konversationen über eine längere Zeit über die Message des Filmes...
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      Frankie Goes to Hollywood, The Power of Love....
      Aus aktuellem Anlass finde ich das fürs Forum passend...
      Ich glaube auch... als Diskussionstreiber habe ich die Filme jetzt auch nicht unbedingt wahrgenommen, ausgenommen Captain Marvel und Black Panther.

      Anders als bspw. Joker, wo es eine sehr ausgeprägte öffentliche Diskussion gab.

      Dafür ist das MCU einfach nicht politisch genug. Für gesellschaftskritische Filme gibt es dann doch genügend andere Beispiele. Da darf man die Kirche auch mal im Dorf lassen.
      Ich schon...aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich diese Art von Content aktiv suche, und dort natürlich auf Leute treffe, die das ähnlich wie ich sehen. Plus, das AoS fandom diskutiert natürlich auch gerne die Filme mit.

      Meist diskutiert (wenn man die Anti-SJWs außen vor lässt) sind übrigens wahrscheinlich die Sokovia Akkords.
      Im UK kommen einige MCU-Ableger in Mondo-Steelbooks (mit deutschem Ton) raus!

      Die Sondereditionen erscheinen in Großbritannien demnächst ebenso exklusiv bei Zavvi. Alle Produkte enthalten zusätzlich die Blu-ray als Beigabe und verfügen auf den 4K-Medien über deutschen Ton in Dolby Digital Plus 7.1. Das Bonusmaterial ist von früheren Veröffentlichungen bekannt.

      Die Chancen stehen gut, dass die Mondo-Steelbooks auch in Deutschland herausgebracht werden. Im Schweizer Onlinehandel sind die Sondereditionen mit deutscher Tonspur bereits gelistet worden und sollen ab dem 29. April 2021 erhältlich sein.

      Quelle: bluray-disc.de/blu-ray-news/fi…nen_auch_nach_deutschland

      Über die Optik lässt sich freilich vortrefflich streiten.
      „Nein!“ – „Doch!“ – „Ohhh!“