ANZEIGE

Cocktail für eine Leiche

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Es gibt 5 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Data.

      Cocktail für eine Leiche

      Bewertung für "Cocktail für eine Leiche" 4
      1.  
        10 (1) 25%
      2.  
        8 (0) 0%
      3.  
        9 (1) 25%
      4.  
        6 (0) 0%
      5.  
        7 (1) 25%
      6.  
        4 (0) 0%
      7.  
        5 (0) 0%
      8.  
        2 (0) 0%
      9.  
        3 (0) 0%
      10.  
        1 (1) 25%
      Cocktail für eine Leiche
      (1948 )



      Drehbuch:
      Patrick Hamilton
      Hume Cronyn

      Regie:
      Alfred Hitchcock

      Laufzeit:
      80 Minuten

      Darsteller:
      James Stewart
      John Dall
      Farley Granger

      Inhalt:
      Zwei Studenten ermorden einen ihrer Mitschüler und verstecken ihn
      in einer Truhe, auf der sie später das Festessen ihrer Party
      errichten! Kommt jemand dahinter ???
      ANZEIGE

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „der Marco“ ()

      Gerne wird ja behauptet, der Film enthält keine sichtbaren Schnitte, was aber nicht wirklich stimmt. Schon ganz am Anfang, wenn die Kamera Richtung Wohnung schwenkt und dann "durchs" Fenster schwebt gibts eine klaren Schnitt.

      Bei den in Panic Room gezeigten Kamerafahrten musste ich deswegen auch an Cocktail für eine Leiche denken. Wären Hitchcock die Möglichkeiten der heutigen Technik zur Verfügung gestanden, hätte er sie sicher voll ausgeschöpft.

      Auch bei der Anfangssequenz von Snake Eyes, die ja keinen sichtbaren Schnitt enthält, musste ich sofort an Rope (so übrigens der Originaltitel) denken.
      Einer meiner Lieblingsfilme. Hitchcock selbst stand dem Film ja etwas skeptisch gegenüber. Dabei war der Film brilliant in seiner Machart, aber auch in seinem Inhalt!

      Klar, die Machart. Einer der besten Leistungen in der Filmgeschichte. Diese ganzen unglaublich langen Kamerafahrten. Neben den "unsichtbaren Schnitten" (damals gab es nur 10 Minuten lange Filmrollen), sieht man nur 3 oder 4 Schnitte im Film. Und wenn man bedenkt, der Film wurde mit Originalton gedreht! Das heißt, die Crew mußte sich leise bewegen und vor allem die Kulissen mußten lautlos hin und her geschoben werden!

      Aber auch inhaltlich sehr interessant. Ein Mord ohne Motive! Nur des Spaßes halber! Ganz schön gewagt für die damalige Zeit.
      Noch gewagter war, daß die Mörder eine homosexuelle Beziehung hatten. Da frage ich mich wirklich, ob die Hollywoodproduzenten damals geschlafen haben. Heutzutage ist das ja nix besonderes, damals war das schon gewagt.
      <3 Reylo Forever <3
      Ich kucke den film sehr gerne auch wenn er nicht zu meinen Hitchkock-Favoriten zählt.
      Eigentlich ne interessante Story, aber das ganze ist nicht sehr nervenaufreibend gemacht.
      Ich meine nicht die inszenierung, oder das mir da Action fehlt, aber die Dialoge und wie Stewart hinter das Verbrechen kommt ist sehr simpel.

      Es waren mehrere Schnitte in dem Film, da eine Filmrolle damals nur ca. 10 Minuten umfasste.

      Ursprünglich wollte Hitchkock sogar einige Aufnahmen von unten filmen.
      Die Schauspieler sollten auf einer Glasscheibe stehen und die Kamera war darunter.
      Diese Idee hatte er dann aber fallen gelassen.

      Trotzdem ein sehr interessanter Klassiker und James Stewart gehört eh zu meinen Favoriten ! :goodwork:

      7 von 10
      Hab mir den Film letzte Woche auch angesehen. Wenn ich richtig gezählt habe, sind es insgesamt 9 Schnitte. Ich bin mir sicher, wenn Hitchcock die Möglichkeiten von heute gehabt hätte, hätte er den Film ganz ohne Schnitt gedreht. :hammer:

      Von der Umsetzung und den schauspielerischen Leistungen ist der Film natürlich top, einzig und allein die Story hinkt etwas. Hätte mir etwas mehr brenzlige Situationen für die beiden Hauptakteuere gewünscht, alles geht etwas zu glatt, zumindest bis Stewart auf die Fährte kommt. Das hätte auch mehr Spannung in den Film gebracht.
      Insgesamt aber vorallem wegen der oben bereits erwähnten filmischen Umsetzung von mir

      8/10
      - Rope

      Zwei Studenten. Ein Opfer. Der perfekte Mord. Und eine Dinner-Party. Wird es jemandem gelingen, herauszufinden, was passiert ist und kann dieser Jemand die Täter überführen?

      Rope ist ein Kammerspiel, basierend auf einem gleichnamigen Bühnenstück von 1929. Hitchcock hat einmal gesagt, dass man perfekte Theaterspiele am besten unverändert auf die Leinwand überträgt, sie sozusagen nicht kinofiziert. Diesem Grundsatz ist er gefolgt, als er Rope verfilmt hat: Das Set macht den Eindruck einer Bühne, komplett mit der gemalten Fassade Manhattens im Hintergrund und der Rückwand des Zimmers, welche – wenn ich richtig hingeschaut habe – in einer einzigen Einstellung zu sehen war. Noch viel näher wirkt der Film durch die Single Shot-Technik, mit der er gedreht wurde: Der Gag ist, dass Hitchcock den Eindruck einer durchgehenden Aufnahme kreieren wollte, mit einer Kamera, die immer dem Charakter folgt, der gerade das Wort hat, wie die Köpfe im Theaterpublikum, die sich auf ähnliche Weise immer in die Ecke der Bühne drehen, wo gerade was passiert. Es war ein Experiment, das Hitch selbst als nicht gelungen bezeichnete, wobei ich mir nicht sicher bin, was seine genauen Gründe für dieses Urteil waren.

      Meine Gedanken sind, dass ich den Film durchaus unterhaltsam fand. Das liegt vor allem an der sehr guten, unterhaltsamen Besetzung, die sichtlich viel Spaß und offensichtliche viele Proben hinter sich hatte, bevor sie sich vor die Kamera stellte. Ein dialoglastiger Film Rope würde anders nicht funktionieren. Denn wenn es keine Schauwerte gibt – keine Action, keine Verfolgungsjagden, nicht einmal ein nennenswerter Set-Wechsel -, dann müssen die Schauspieler ihre Textzeilen leben und regelrecht durchkauen. John Dall ist hervorragend in seiner Rolle als das überhebliche, arrogante Mastermind, das sich besser-als-der Rest-der-Menschheit fühlt. Farley Granger, als das schwache Glied im Komplott, brilliert mit seinen nervösen Gesichtsausdrücken und wie er ständig am Rande des Geständnisses steht. Der Rest des Ensembles dient vor allem dazu, Dialoge anzustoßen und ihren mörderischen Gastgebern immer beinahe auf die Schliche zu kommen. Zentrum der Gruppe ist ein sichtlich künstlich gealterter Jimmy Stewart , der dem Film mit seinem Südstaatencharme und seinem ganz natürlichen Intellekt den nötigen Antrieb gibt. Seine verdächtigenden Blicke, sein langsames, aber beständiges Zusammensetzen des vor ihm liegenden Puzzles ist ein herrlicher Anblick. Und der Moment, als er Bestätigung für seinen Verdacht hat und voller Entsetzen feststellt, was seine Worte und Lehren für einen verdorbenen Einfluss haben, gehört mit zu den besten Momenten, die ich schauspielerisch von ihm gesehen habe.

      Der Film ist weniger spannend, als er verspricht zu sein und Rope hätten ein, zwei Momente, in denen jemand der Wahrheit zu Nahe kommt, sicherlich gut getan. Ich denke aber, der hauptsächliche Charme des Films liegt in Jimmy Stewart’s Performance und wie er die Hinweise zusammenfügt. Es ist ein kurzweiliges, aber unterhaltsames Vergnügen, zuweilen witzig und auch wenn an sich nicht viel passiert, nie langweilig. Ich habe Rope jetzt zum zweiten Mal gesehen du mag den Film immer noch mehr, als sein Ruf es vermittelt.

      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase