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Wissenschaft, Grenzgebiete und Geistthemen

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    Es gibt 94 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Der siebte Samurai.

      Wissenschaft, Grenzgebiete und Geistthemen

      da ich ab und zu über interessante theorien und wissenschaftliche interessante Artikel stosse , mach ich mal sonen thread auf - also immer wenn ihr über irgendwas aus der welt der wissenschaft oder von den rändern unserer realität plaudern wollt oder was interessantes gelesen habt , immer her damit .

      ich fang gleich an mit etwas , dass ich über CERN gelesen hab - ihr wisst - der teilchenbeschleuniger in der schweiz , der dieses überteilchen erzeugen soll .
      zieht euch mal rein , was zwei wissenschaftler in erwägung ziehen - und warum uns vieleicht doch kein schwarzes loch verspeissen wird

      grenzwissenschaft-aktuell.blog…-cern-verhindert-die.html

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      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Der siebte Samurai“ ()

      Ich hab mir mal das Originalpaper Search for Future Influence From LHC näher angesehen. Auch wenn es auf den ersten Blick seriös aussehen mag, so hab ich beim näheren Hinsehen doch den Eindruck, dass ist ein Scherzartikel. Auch wenn er im Dezember 2007 erschien, liest es sich eher wie ein Aprilscherz.

      Ich würde es spontan vergleichen mit einem Kind, dass die Theorie aufstellt, der Weihnachtsmann ist böse, weil es nicht das gewünschte Geschenk bekommen hat. Und das andere Kinder existieren, die ebenfalls nicht ihr gewünschtes Geschenk bekommen haben, sieht es als Erhärtung der Theorie.
      Auf den ersten Blick sind diese Schlussfolgerung auch logisch, aber nur wenn man übersieht, dass der Weihnachtsmann für die Geschenke gar nicht wirklich verantwortlich ist.

      Für den Moment kann ich das Paper von den zwei Wissenschaftlern nicht ernst nehmen. Schon die Formulierungen sind für einen wissenschaftlichen Artikel zu vage und erinnern eher an Esoterik.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „UglyMe“ ()

      hehe ja - liest sich echt irgendwie komisch - da müsste man sich echt mit diesem gottteilchen auskennen , was ich nicht tue .
      aber naja - man sollte es einfach als einen theoretischen ausflug oder sowas sehen glaub ich .
      kannst du das vieleicht näher ausführen @UglyMe ? also warum jetzt der weihnachtsmann nicht existiert bei dieser geschichte .

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Der siebte Samurai“ ()

      das besagte Teilchen ist das sogenannte Higgs-Teilchen. Wozu ist das gut? Es gibt anderen Teilchen Masse.

      Elementarteilchen sind gewissermaßen die kleinstmöglichen Teilchen. Wie kommt es dann, dass sie unterschiedlich "schwer" sind? Sollte "das kleinste" nicht immer gleich "klein" sein und somit gleich viel wiegen (=Masse haben)?

      Das Vakuum ist nicht leer, sondern von einem sogenannten Higgs Feld durchzogen. Als Analogie stelle man sich das Universum einfach als Swimmingpool vor und das Higgs-Feld als Wasser. Ein Mensch würde in einem leeren Swimmingpool natürlich schneller rennen als in einem mit Wasser gefüllten. Das Wasser (=Higgs-Feld) macht Dinge langsamer, sozusagen schwerfälliger.
      So wie unterschiedliche Formen im Wasser unterschiedlichen Widerstand erfahren, so interagieren unterschiedliche Elementarteilchen unterschiedlich mit dem Higgs-Feld. Durch diese Interaktion erhalten diese Teilchen also unterschiedliche Massen.

      Wie interargieren Teilchen mit dem Higgs-Feld? Durch Higgs-Teilchen. Vergleichbar mit dem Gravitationsfeld und Gravitationsteilchen (Gravitonen).

      Der LHC bietet nun die Möglichkeit so ein Higgs-Teilchen "sichtbar" zu machen. Wenn es Higgs-Teilchen gibt, dann ist das ein Hinweis auf die Existenz des Higgs-Feldes.
      Das LHC kreiert also kein Gottteilchen, das es in unserem Universum nie zuvor gegeben hat. Im Gegenteil, es versucht sichtbar zu machen, was das ganze Universum ausfüllt.

      Die Analogie mit dem Weihnachstmann hab ich deswegen gewählt, weil das Kind eine Theorie für ein Problem aufstellt, dass es eigentlich nicht gibt. Die Schwierigkeiten am LHC sind auf rein technische Probleme zurückzuführen. Daraus jetzt einen bösen Weihnachtsmann (Higgs-Teilchen aus der Zukunft) zu kreieren ist völlig unnötig.
      Verstehe - also ist das quasie ein Versuch jetzt doch noch sowas wie einen Äther zu beweisen - und da dieser ja dann schon vorhanden ist , wenn man ihn beweist , verstösst das nicht gegen die natur , da das universum bereits voll ist mit diesen teilchen - versteh ich das richtig ?
      Ich dachte da werden teilchen in lichtgeschindigkeit aufeinander geschossen - und dabei sollte das erst entstehen dieses Higgsteilchen .
      kann es sein , dass das alles nicht ganz klar ist - ich mein es könnte sich doch auch rausstellen , dass es dieses higgsfeld gar nicht gibt - und dann wäre es doch möglich , dass man so ein teilchen nicht erschaffen kann/darf .

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Der siebte Samurai“ ()

      Die Theorie vom Higgs-Feld wurde vor 45 Jahren aufgestellt. Natürlich hat man da nicht einfach ins Blaue geraten, sondern es gibt schon Gründe dafür. Das sogenannte Standardmodell der Teilchenphysik hat sich bisher (trotz einiger Lücken) ziemlich gut bewährt. Technologien vom Taschenrechner über DVDs, bis hin zu medizinischen Geräten sind Belege dafür. Daher sind die meisten Physiker auch sehr optimistisch, dass die Higgs-Theorie nicht völliger Blödsinn ist.

      Was der LHC tut, geschieht bereits sekündlich in unserer äußeren Atmosphäre: Kollisionen von Protonen. Dabei haben die Protonen in der kosmischen Strahlung die 10-100 Millionenfache(!) Energie von dem was der LHC leisten kann. D.h., der LHC simuliert nur, was in der Natur schon ständig stattfinden, nur auf viel kleinerem Maßstab. Und bisher ist in der oberen Atmosphäre noch kein alles verschlingendes Schwarzes Loch entstanden. Auch gibt es keine anderen Anzeichen, dass die Protonen Kollisionen dort Gott erzürnen. Warum sollte dann der um ein millionenfaches schwächere LHC das schaffen?

      Wenn die Reaktionen, die man mit dem LHC simulieren will in der oberen Atmosphäre ständig stattfinden, warum platziert man nicht einfach einen Detektor dort oben? Hier mal ein Bild von einem der LHC Detektoren. Der ATLAS-Detektor wiegt über 7000 Tonnen und entählt über 3000km Kabel (122 davon supraleitend). Selbst wenn man es irgendwie schaffen würde den dort hinaufzuhieven und zu betreiben, bei den vielen Teilchenreaktionen die da oben stattfinden würde man nur Chaos detektieren. Daraus was vernünftiges herauszulesen wäre unmöglich. Deswegen braucht man kontrollierte Bedingungen.

      Im Buch Illuminati von Dan Brown wird z.B. die Erzeugung von Antimaterie als Gottesbeweis angesehen. Was Dan Brown verschweigt, heutzutage erzeugt jedes größere Krankenhaus regelmäßig Antiteilchen. Für den PET Scanner werden nähmlich Positronen (=Anti-Elektronen) benötigt.
      Computer bildet erstmals Gedanken in bewegten Bildern ab

      Berkeley/ USA - Neurologen der University of California ist es gelungen, Gehirnaktivität in Videobilder umzuwandeln. Dabei zeigten die Aufnahmen das, was die Probanden sahen oder an was sie sich während der Hirnscans erinnert hatten. Während die Arbeit von vielen als wissenschaftlicher Durchbruch gefeiert wird, regen sich zugleich massive Befürchtungen und Kritik an der neuen Technologie.......


      grenzwissenschaft-aktuell.blog…gedanken-in-bewegten.html

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Der siebte Samurai“ ()

      Ja hört sich iwie unausgereift an - aber man stelle sich mal vor - wobei ich gar nicht so sehr das herauslesen von gedanken herbeisehne - das ist schon iwie krass gefährlich , wenn das zu einfach wird - aber viel geiler dürfte sein , wenn man das dann umkehren kann - und das nach ein paar jahrzehnten in der computerspiel-industrie zur anwendung kommt - das wird einfach geil - ja genau wie in strange days eben - nur halt vieleicht interaktiv - computerwelten im kopf - klingt für mich realistischer als ein holodeck oder dergleichen - und das hier könnte ein erster schritt dahin sein .
      find das jedenfalls geil iwie :]

      das was die beiden Forscher gemacht haben war lediglich die neuronalen Muster im Visuellen Cortex, während des Betrachtens von Bildern, sichtbar zu machen. Der Computer vergleicht dann später einfach die neuronalen Muster und erkennt das z.B.: dieses Muster steht für "Flugzeug". Wobei das eben noch nicht überzeugend gut funktioniert.

      Das was du willst ist etwas vollkommen anderes, das Induzieren von Bildern direkt in den Visuellen Cortex. Am leichtesten geht das immer noch über die Augen, sprich Bildschirm.
      In den 90er gabs mal einen Boom bezüglich "Virtual Reality". Man setzt eine Brille auf und bewegt sich dann durch eine virtuelle Welt. Verlief aber irgendwie im Sand.

      Was man z.B. tun kann ist "übernatürliche Gefühle" durch gezielte Stimulierung gewisser Hirnareale zu induzieren. Das ist aber ein anderes Thema.
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      "Urknallmaschine" nach Reparatur wieder in Betrieb

      Nach monatelangen Reparaturen ist die größte Forschungsmaschine der Welt, der Teilchenbeschleuniger LHC, seit Freitagabend wieder angeschaltet.

      Der erste Teilchenstrahl zirkuliere wieder in dem 27 Kilometer langen Ringbeschleuniger bei Genf, meldete das europäische Teilchenforschungszentrum CERN. Mit der rund drei Milliarden Euro teuren Anlage wollen die Physiker dem Urknall so nahe kommen wie nie zuvor und fundamentale Rätsel der Natur lösen.

      "Es ist toll, dass der LHC samt Teilchenstrahl wieder läuft", sagte CERN-Direktor Rolf Heuer laut Mitteilung. Der "Large Hadron Collider" (LHC) war am 10. September 2008 mit einem Bilderbuchstart in Betrieb gegangen, neun Tage später jedoch legte eine schwere Panne im Kühlsystem den unterirdischen Beschleuniger lahm. Zur offiziellen Eröffnung im Oktober vergangenen Jahres war die Anlage abgeschaltet. Die Reparaturarbeiten dauerten länger als zunächst erwartet. Erst nach mehr als einem Jahr wurde die "Urknallmaschine" nun wieder in Betrieb genommen.

      zum Artikel (CLICK!)
      vielleicht erinnern sich manche hier noch an die Enthüllung im Jahr 1996, dass ein Marsmeteorit der in der Antarktis gefunden wurde, möglicherweise Beweise für außerirdisches Leben enthält. Sogar Bill Clinton hatte damals dazu Stellung genommen.

      Neue Forschungsergebnisse sollen anscheinend in den nächsten Tagen von der NASA präsentiert werden.

      Quelle
      Original von Der siebte Samurai
      @UglyMe

      kann eigentlich ein meteorit bakterien oder einen virus hierherbringen , die uns dann alle dahinstrecken ?
      also können viren sonen langen raumflug überleben ?
      weil so ein fremdeartiges virus könnte ja ganz schön gefährlich werden .
      das mussten schon die aliens in krieg der welten feststellen .


      Da brauchts gar keine extraterrestrischen Viren, die Menschen kriegen ja schon von so etwas simplen wie der Schweinegrippe die Panik. :P
      Und Massenmörder haben wir ebenfalls genug, HIV und die diversen Stämme von Ebola lassen grüssen.

      Aber klingt interessant, der November scheint für Grenzwissenschaftler und Paranoiker ein ergiebiger Monat zu werden :D
      Signatur lädt...

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „goodspeed“ ()