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In der Glut des Südens

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    Es gibt 1 Antwort in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Jim_Dandy.

      In der Glut des Südens

      In der Glut des Südens 2
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      Orginal Titel: Days of Heaven
      Erscheinungsjahr: 1978
      Drehbuch & Regie: Terrence Malick
      Musik: Ennio Morricone
      Darsteller: Richard Gere, Brooke Adams, Sam Shepard, Linda Manz

      Kurzinhalt: Bill arbeitet in einem Chicagoer Stahlwerk zu Beginn des 20.Jahrhunderts, doch muss er aus der Stadt fliehen, nachdem er bei einem Unfall einen Mann getötet hat. Mit seiner Freundin Abby und seiner kleinen Schwester Linda macht er sich auf den Weg zu den Weizenfeldern von Texas. Doch statt in ein besseres Leben geraten die drei geradewegs in eine Tragödie, da der reiche Farmer, für den die drei arbeiten, sich in Abby,die sich als Bill's Schwester ausgiebt, verliebt. Davon überzeugt, dass er bald sterben wird und in der Erwartung sein großes Vermögen zu erben, willigt sie auf drängen Bill's ein, ihn zu heiraten. Doch der Farmer stirbt nicht, der Plan droht zu scheitern und die Tragödie nimmt ihren Lauf.



      Terrence Malick verzichtete ähnlich wie Stanley Kubrick zuvor bei Barry Lyndon, weitgehend auf künstliche Lichtquellen und drehte Aussenaufnahmen grösstenteils in der Morgen - oder Abenddämmerung, der sogenannten Magic Hour. Eine Tatsache die Malick den Produzenten anfänglich verschwieg da das zeitaufwendige Verfahren, die tatsächliche Drehzeit auf maximal eine Stunde täglich beschränkte. Malick erzeugte durch die außergewöhnlichen Lichtstimmungen ein äußerst poetischen Film und verbrachte zwei Jahre mit dem Schnitt. Für die Kameraarbeit der Kameralegende Néstor Almendros, der während der Dreharbeiten erblindete, erhielt der Film 1979 einen Oscar.
      Martin Scorcese soll gesagt haben:" Man könne jedes Einzelbild dieses Films vergrößern und als Gemälde in einem Museum ausstellen."
      Der Film sollte für knapp 20 Jahre Malick's letzter sein, bis er sich 1998 mit Der schmale Grat im Filmgeschäft zurückmeldete.





      Inhaltlich widmet sich Malick wie schon ähnlich in Badlands wieder seinem Adam und Eva Motiv, des schwachen, das Paradies nicht begreifenden und sündhaft lebenden Menschen, und spart nicht mit religiösen Anspielungen. Den Film kann man eigentlich nur als poetisch bezeichnen. Mit wenigen Dialogen und in langen atemberaubenden Kameraeinstellungen zeichnet Malick das Bild einer wahrhaft paradiesischen Landschaft von schlichter Schönheit in der Menschen, verloren und von den falschen Werten verführt, ihre menschliche Unschuld verlieren. Grandioser Film mit Malick's typischer Handschrift und einem geniale Ennio Morricone Soundtrack.

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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Dein Vater“ ()

      Kein Film, vielmehr ein Sinneszustand, in den man gefangen gehalten wird.

      Malick typisch ist es als ob man langsam in einen Zen-gleichen Zusand gleitet....absolut unvergleichliches Filmerlebnis wenn man diese Art des Filmschaffens mag.
      Mehr visualisiertes Gedicht als stringente Handlungsfolge, aber genau das ist was die Handschrift dieses Mannes so auszeichnet.

      Interessant auch die immer wiederkehrende Charakterkonstellationen.
      Obgleich es in diesem Falle reicht um durch den Sinnesrausch der Bilder zu tragen, gelingt es in New World noch perfekter.

      Trotzdem...diese fast schon punktuelle szenische Ausarbeitung grenzt an pure Genialität...collagenhaft werden hier Charaktere und Beziehungen zusammengeknüpft...ganz ganz groß... :headbang:

      Und die Bilder...allein die Vorstellung nur in diesem Zeitfenster zu filmen um diese Szenen auf Zelluloid zu bannen....regelrecht unwirklich.
      Das Ergebnis ist beispiellos anzusehen. Einer der schönsten Filme überhaupt gleich neben den Sizilien Szenen im Godfather :D
      Der obligatorsichen Off-Text, gepaart mit perfektem Bildfluss....einmalig.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Jim_Dandy“ ()

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