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Mortal Engines: Krieg der Städte (Peter Jackson)

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    Es gibt 109 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von The_Ghost.

      7 von 10 Punkte

      - Hat man die Grundidee einmal akzeptiert, ist alles in bester Ordnung.

      Tatsächlich hatte mich der erste Trailer auch skeptisch gestimmt, doch - es mag an einem weiteren Trailer gelegen haben - letztlich war ich gespannt auf den Film, denn die die Settings gefielen mir.

      Tatsächlich gelang es dem Film dann, mich ab der ersten großen Szene zu fesseln. Musik, Kamerafahrt und das Gezeigte entwickelten direkt eine gute Dynamik, die mich mitfiebern ließ.
      Die einzelnen Handlungsorte, die man im Laufe des Films kennenlernt, faszinieren und ich wurde in eine in sich schlüssige Welt entführt. Dabei fiel vor allem die gelungene Gestaltung der Sets und der Kostüme auf. Hier dominierte meines Erachtens nach Handwerk über CGI-Technik. - Jackson scheint aus dem Hobbit-Fiasko gelernt zu haben.

      Insgesamt fühlte ich mich in manch einer Kameraeinstellung an "Herr der Ringe" erinnert und ich überlegte häufig, wie viel Einfluss Peter Jackson als Produzent auf den Entstehungsprozess des Films hatte.
      Auch die Erzählweise erinnerte an Jacksons andere Epen: Mehrere Charaktere agieren an verschiedenen Handlungsorten, die abwechselnd begleitet werden, sodass der Zuschauer immer wieder neu mitfiebern kann.

      Dennoch stolpert man über Kleinigkeiten in der Handlung, die platt wirken. So zum Beispiel:
      Spoiler anzeigen
      Tom, der männliche Protagonist, sammelt Bestandteile alter Waffen, deren Existenz er vor aller Welt geheim hält. Als er sein Geheimnis - warum auch immer - direkt am Anfang seiner Bekannten Katherine offenbart, werden sie ausgerechnet in diesem Moment sehr stümperhaft von einem karrieregeilen Londoner beobachtet.

      Shrikes Verwandlung erfolgt sehr abrupt. Überhaupt hätte man diesem Charakter noch mehr Zeit widmen können.



      Manchmal hätte ich mir auch mehr Vertiefung und Einblicke gewünscht.
      Spoiler anzeigen

      Was passiert mit den Menschen, die als neue Stadtbewohner unfreiwillig von London eingenommen werden? Wir sehen deren Registrierung und den Hinweis darauf, dass Kinder und Eltern kurzzeitig voneinander getrennt werden könnten (Trump lässt grüßen), jedoch erfahren wir nicht, wie es weiter geht.
      Gelingt es die Menschen in die Stadtstruktur einzubinden oder müssen sie als neue Bewohner ein Leben in Armut führen?

      Auch wird angedeutet, dass die Stadtbewohner klar verschiedenen Schichten zuzuordnen sind, Katherine und Tom sind dafür beispielhaft zu nennen. Allerdings erhält man nur wenig Einblick darin, was das für das Leben wirklich bedeutet.

      Wie sieht das Leben hinter der Mauer aus?


      Hier hoffe ich eigentlich sehr auf die angedachten Fortsetzungen. Doch der Kino(miss)erfolg scheint gegen solche zu sprechen.


      Ich habe diesen Film sicherlich nicht zum letzten Mal gesehen und kann ihn jedem Fan von schön erzählter Fantasy nur weiterempfehlen.



      Da hier der Verweis auf Aquaman bereits aufgemacht wurde:
      Bei Mortal Engines handelt es sich ganz eindeutig um keinen Blockbuster à la Hollywood. Ich finde, man merkt ihm vielmehr die Liebe zu Details an. Auch traut sich der Film in einigen Szenen, politisches Statement zu sein.
      Aquaman hingegen zielt auf ein ganz anderes Publikum: Das DC-Universum soll erweitert werden, das Franchising soll weitere Millionen in die Kassen spülen und die Masse soll durch die bekannten CGI- und Action-Schlachten unterhalten werden. (Mehr dazu: Meine Bewertung zu ‚Aquaman‘)

      ​​​​​​​
      EDITED: Danke, Schwambo!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „el-chrizz“ ()

      el-chrizz schrieb:


      Aquaman hingegen zielt auf ein ganz anderes Publikum: Das Marvel-Universum soll erweitert werden, das Franchising soll weitere Millionen in die Kassen spülen und die Masse soll durch die bekannten CGI- und Action-Schlachten unterhalten werden...


      Aquaman ist nicht von Marvel sondern DC.
      Unglaublich aber machbar: Zum "Denglisch" gibt es eine sinnvolle Alternative - die deutsche Sprache.

      Hab mir den Film letzte Woche angesehen und fand ihn optische wirklich spannend. Inhaltlich war der Film eher durchschnittlich bis mittelmäßig. Statt des potentiell möglichen politischen Subtextes, fällt der Film eher in den Bereich seichter, kurzweiliger Standardkost. Würde ihn deshalb nicht als schlecht bezeichnen, aber inhaltlich hinter seinen Möglichkeiten. Insgesamt wird er meiner Meinung nach dem Zeitgeist gerecht, bleibt aber, wie so viele Filme dieser Tage, eine hübsch anzusehende leere Hülle ohne Tiefgang.
      7/10
      Wow, wer war denn für diese gequirlte, gequirlte Affenscheiße verantwortlich? Zu 90% beschissene Schauspieler (Hugo Weaving ist der einzige Lichtblick), seichte/beschissene Charaktere, zu 90% künstliche/beschissene Effekte, keine/beschissene Story und eine leere Actionszene nach der anderen. Einer der schwächsten Filme, die ich je genossen ähhhh gesehen habe.
      Ich fand den Film zumindest für ein Mal Anschauen vollkommen in Ordnung. Kein großer Wurf, sicher, aber recht kurzweilig und optische interessant. Schauspieler waren auch ok.

      12.04.2019
      3
      Amazon (Kauf, aber mußte nur die Hälfte bezahlen, also 7,- EUR)
      Unglaublich aber machbar: Zum "Denglisch" gibt es eine sinnvolle Alternative - die deutsche Sprache.

      hätte als Serie wesentlich besser funktioniert, so mein erster Gedanke nach der Besichtigung. Generell fand ich aber die Idee auch bescheuert mit den "beweglichen Städten". So gesehen hatte ich mehr das Gefühl gehabt eine überlange Rendersequenz zu irgendeinem "Final Fantasy"-Spiel gesehen zu haben, als den eigentlichen Film.

      4-5/10


      "You have my respect Stark, when I'm done, a half of humanity will still exist, and I hope they remember you..." - Thanos
      Mortal Engines ist zwar keine Katastrophe aber den Durchschnitt kommt das Werk von Christian Rivers jedoch nicht hinaus.
      Dabei beginnt der Fantasy Film ganz ordentlich und führt den Zuschauer in ein neuartiges Szenario mit gelungenem Setting ein. Die erste Stunde ist noch bedacht ein halbwegs vernünftiges Worldbuilding zu betreiben und die Charaktere sowie deren Ausgangslage einzuführen. Jedoch geht Mortal Engines in seiner zweiten Hälfte an seelenloser Action, die an Star Wars erinnert, unter und verliert jeden Sinn und innere Logik. Die Actionszenen sehen zwar ordentlich aus und bieten gelungene Effekte, können jedoch keinerlei Spannung bieten. Das liegt vor allem an den schwachen Charakteren, die kaum eine Entwicklung durchlaufen und überwiegend stereotyp sind. Dem Zuschauer sind die Charakter schlicht egal. Irgendwann nimmt man nur noch bunte Bilder wahr, die einen emotional total kalt lassen.

      Mortal Engines kann man sich zwischendurch mit 1,2 Bier sicher ansehen und gewissermaßen Spaß haben.

      5/10


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