J. Edgar (Eastwood, DiCaprio)

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    Es gibt 94 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von SamTrautman.

      mh also ich denke es wird höchstens für eine oscarnominierung für leonardo dicaprio reichen. morgen kommt der film endlich in die deutschen kinos. gibt gemischte kritiken über den film bisher. werd ihn mir angucken, clint macht eig immer gute filme und naomi ist ja auch dabei, auch wenns nur ne mini-rolle ist..
      Fühlt sich wie Public Enemies an!

      Ja also im großen und ganzen ist der Film nichts besonderes...mittlerweile kann man auch seine Erwartungen an einem Eastwoodfilm herunterschrauben...die gewohnte genialiät und unglaubliche Machart seiner früheren Werk ist in seinen heutigen Filmen gar nicht mehr zu erkennen...stattdessen wirkt das ganze etwas langatmig und spannungsarm...die Schauspieler machen im großen und ganzen ihre Arbeit gut und sind so ziemlich das was den Film noch ansehnlich macht...die Masken sind schwach...vorallem bei Armie Hammer hätte man sich mehr bemühen können...ich bezweifel sehr das der Film mit einem Oscar nach Hause gehen wird...dafür ist die Konkurrenz einfach zu stark...

      6 / 10
      Ich werde J. Edgar überspringen und mich stattdessen lieber auf das nächste Werk von Eastwood freuen, wo er wieder als Schauspieler vor die Kamera tritt. Ich fand bereits Hereafter total enttäuschend und hatte da einfach nicht das Gefühl, dass es sich tatsächlich um einen Eastwood Film handelt. Und das Thema in bzw. rund um J. Edgar interessiert mich ohnehin nicht die Bohne. Wären die Kritiken und Meinungen anders als sie sind (oder Herafter besser als berichtet), hätte ich ihm womöglich trotzdem eine Chance gegeben, aber so investiere ich das Geld lieber in The Descendants oder The Artist.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „carmine“ ()

      so, hab mir gestern endlich auch den film angesehen.

      nachdem ich mit einer eigentlich größeren Erwartung ins Kino gegangen sind. (Eastwood Film, DiCaprio) muss ich leider sagen diese ca. 2 Stunden ziehen sich doch etwas. Nicht gegen die schauspielerische Leistung von DiCaprio aber der Film kommt irgendwie nicht in Fahrt. Es fehlt etwas, wo man sagen könnte das bleibt nach dem Film im Gedächtnis. Aber vielleicht sind ich und meine Mitseher mit einer Falschen Vorstellung in den Film gegangen. :gruebel:

      6/10
      Zunächst hatte ich Schwierigkeiten in den Film hineinzukommen, die Zeitsprünge erschienen anfänglich zu häufig, zu konfus. Doch schon nach einigen Minuten wird der Zuschauer in den Bann gezogen und von der Figur des J. Edgar Hoovers, auf dem Höhepunkt seines Lebens vielleicht in der Tat der mächtigste Mann der Welt, gefesselt.

      Clint Eastwood liefert dabei mit „J. Edgar“ weniger ein historisches Drama als viel mehr ein Psychogramm des FBI-Gründers. Es ist eine Charakterstudie eines Mannes, der sich nach außen hin als Machtperson darstellt, dem nichts und niemand etwas anhaben kann, innerlich jedoch zutiefst verunsichert und gespalten ist. Ein Mutter.söhnchen, das in einem Augenblick noch voller Selbstbewusstsein und Stolz drei Damen von den Gefahren und Erfolgen seiner Arbeit berichtet, im nächsten Moment jedoch stotternd und voller Nervosität das Weite sucht, als eine der Damen ihn um einen Tanz bittet. Ein Mann, der in seinen jungen Jahren noch eine Frau bereits nach der dritten Verabredung einen Heiratsantrag macht – offenbar, weil er es eben für eine gesellschaftliche Norm hält, verheiratet zu sein – und nach der Zurückweisung nie wieder einen weiteren Versuch in diese Richtung unternehmen würde. Ein Fokus liegt dabei auch auf der nie offiziell bestätigten Homosexualität Hoovers, der in diesem Film, dieser Charakterstudie, zwangsläufig eine große Bedeutung beigemessen wird. Die Verleugnung seiner eigenen Sexualität hat entscheidenen Anteil an der innerlichen Zerrüttung des nach außen hin so machthungrigen Selbstdarstellers, der unter acht US-Präsidenten diente und mit der Sammlung von belastendem Material in Geheimakten auch nicht vor diesen Halt machte.

      Getragen wird „J. Edgar“ nicht zuletzt von einem abermals brilliant aufspielenden Leonardo DiCaprio. Mit Unverständnis muss ich auf die Entscheidung der Motion Picture Academy reagieren, ihn nicht einmal mit einer Nominierung bei der diesjährigen Oscarverleihung zu bedenken. Es ist ein Witz, dass einer der besten Schauspieler seiner Generation wieder und wieder bei den Oscars übergangen wird.

      Fazit: Wer einen historischen Thriller erwartet, wird vermutlich enttäuscht werden. Getragen von einem überragenden Leonardo DiCaprio ist „J. Edgar“ vielmehr eine Charakterstudie, ein Psychogramm. Vielleicht zu erwartende, kinoreife Episoden wie die Jagd nach John Dillinger werden im Grunde nicht thematisiert. Stattdessen liegt der Fokus auf der innereren Zerrüttung Hoovers, sodass beispielsweise mit der Entführung des Lindbergh-Babys Themen herausgegriffen werden, die für diesen Schwerpunkt mehr Bedeutung zu haben schienen.

      7/10

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Finnigan“ ()

      Mit Unverständnis muss ich auf die Entscheidung der Motion Picture Academy reagieren, ihn nicht einmal mit einer Nominierung bei der diesjährigen Oscarverleihung zu bedenken. Es ist ein Witz, dass einer der besten Schauspieler seiner Generation wieder und wieder bei den Oscars übergangen wird.


      Das stösst mir auch immer wieder sauer auf wenn sowas passieret aber dafür is die Academy ja bekannt.

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      Original von SamTrautman
      Mit Unverständnis muss ich auf die Entscheidung der Motion Picture Academy reagieren, ihn nicht einmal mit einer Nominierung bei der diesjährigen Oscarverleihung zu bedenken. Es ist ein Witz, dass einer der besten Schauspieler seiner Generation wieder und wieder bei den Oscars übergangen wird.


      Das stösst mir auch immer wieder sauer auf wenn sowas passieret aber dafür is die Academy ja bekannt.


      Da hast du leider recht. Immer wieder sind einige Entscheidungen einfach nicht nachzuvollziehen :grumble:
      Original von Finnigan
      Original von SamTrautman
      Mit Unverständnis muss ich auf die Entscheidung der Motion Picture Academy reagieren, ihn nicht einmal mit einer Nominierung bei der diesjährigen Oscarverleihung zu bedenken. Es ist ein Witz, dass einer der besten Schauspieler seiner Generation wieder und wieder bei den Oscars übergangen wird.


      Das stösst mir auch immer wieder sauer auf wenn sowas passieret aber dafür is die Academy ja bekannt.


      Da hast du leider recht. Immer wieder sind einige Entscheidungen einfach nicht nachzuvollziehen :grumble:


      Bei höchsten fünf Nominierungen hat halt der eine oder andere Schauspieler zwangsläufig das Nachsehen. Ist doch völlig normal im Leben - wenn sich heute 10 Leute auf einen Arbeitsplatz bewerben, muss der Arbeitgeber auch entscheiden, wer für ihn der richtige ist.

      Übrigens schöne Kritik, Finnigan. Werd mir J. Edgar im Kino wohl nicht mehr ansehen, aber spätestens dann daheim mal.

      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry."

      David Chase

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Data“ ()

      Original von Finnigan
      Getragen wird „J. Edgar“ nicht zuletzt von einem abermals brilliant aufspielenden Leonardo DiCaprio. Mit Unverständnis muss ich auf die Entscheidung der Motion Picture Academy reagieren, ihn nicht einmal mit einer Nominierung bei der diesjährigen Oscarverleihung zu bedenken. Es ist ein Witz, dass einer der besten Schauspieler seiner Generation wieder und wieder bei den Oscars übergangen wird.


      es ist interessant wie unterschiedlich manchmal ein film in verschiedenen ländern aufgenommen wird. ich weiss zwar nicht, wie die kritiken hier ausgefallen sind, jedoch weiss ich, dass bei "j. edgar" in den usa die reaktionen der kritik und vom publikum sehr verhalten waren. auch dicaprio wurde nicht einhellig gelobt. diese faktoren haben wohl den ausschlag gegeben, dass dicaprio nicht nominiert wurde.
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      Und da haben wir sie (?) wieder, die gemeine Biopic: auch wenn auf den populären Kindheitsmonolog gott sei dank völlig verzichtet wird, arbeitet man sich brav ab an diesem und jenem Ereignis, um es noch komplizierter/interessanter/[weiteres mögliches Adjektiv] zu machen, auch auf verschiedenen Zeitebenen, plus der Memoirenproduktion, die die Fäden zusammenhalten soll.

      J. Edgar reisst eigentlich einen ganzen Haufen interessanter Aspekte an
      Spoiler anzeigen
      (Arbeitstier ohne Familienleben, verdrängte Homosexualität, Legendenbildung--hach, wie VIEL hätte man filmerzählerisch gerade aus letzterem machen können--das wäre mal ein interessantes Filmportrait gewesen!),

      behandelt diese aber entweder unsäglich laaangwierig oder nur schlaglichtartig, aber eigentlich immer oberflächlich. Das Leben Hoovers durchziehende Themen werden eigentlich nicht weiter verschränkt (wofür hat man eigentlich Naomi Watts gecastet?! Die bekommt, im Gegensatz zu Judi Dench mit ihrer einen etwas interessanteren Szene, ja gar nix zu tun--nur eine weitere vertaene Möglichkeit) und die historischen Ereignisse, zwar verschränkt, aber schön brav alles fein säuberlich geordnet nacheinander abgehandelt.

      Über J. Edgar Hoover weiss man auch nach gut über zwei Stunden nicht viel mehr. Ebenso wenig über
      Spoiler anzeigen
      potentielle closet gays und crossdresser, Arbeitstiere und von ihrem Vermächtnis besessene Egomanen.

      Dass Hoovers Leben Stoff für eine ganze Reihe spannender Filmportraits geboten hätte, ist klar, aber dieser Film ist keines davon.


      PS. Statt über Hoover habe ich weit über eine Stunde darüber nachgedacht, wie schwer "alt spielen" sein muss. Tatsächlich ältere Herrschaften (also auch Schauspieler) machen's einfach anders, cachieren das, wohingegen jüngere Schauspieler es natürlich herausstellen müssen, um sich von ihrem "jüngeren" Schauspielspiel zu unterscheiden. Die teilweise echt schon beleidigend offensichtliche Maske macht es auch nicht besser.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „kane“ ()

      Also ich hab den Film gerade gesehen und nach den Kritiken die ich bisher kannte, hatte ich nicht viel erwartet und wurde doch recht positiv überrascht.
      Biographien sind wohl mit das schwierigste Genre zu verfilmen. Denn im wahren Leben ist es nunmal nicht so, das man von einem Abenteuer ins nächste rennt, Gut gegen Böse, Kämpfe und Schlachten austrägt und der Held am Ende das Böse besiegt.
      Somit ist es vorallem mit der Spannungskurve, die bei Filmen ja durchaus vorhanden sein muss, gerade im Genre Biographie sehr schwierig.

      Meiner Meinung nach hat Clint Eastwood das aber durchaus gut hinbekommen. Der Charakter J. Edgar Hoover ist unglaublich interessant und wird durch Leonardo Dicaprio hervorragend dargestellt. Die Entstehungsgeschichte des FBI und vorallem Hoovers persönliche Beziehungen werden durchaus spannungsvoll meiner Meinung nach dargestellt.

      Und ich denke mal das es klar ist, das wenn man einen Film über das FBI dreht und in diesem Fall über die Person J. Edgar Hoover, das nicht jedes Geheimnis an die Luft kommt und allein es in der Hinsicht eine unglaublich schwierige Aufgabe ist, ein Drehbuch zu erstellen, die die Person an sich beleuchtet und dennoch ihre Persönlichkeit dahingehend mit der gewissen Wahrheit und Menschlichkeit zeichnet.
      Was ich damit sagen will, ist, das die Person J. Edgar so gut dargestellt wird über die ganzen zwei Std. das ich wirklich das Gefühl habe, das man den ein oder anderen guten Eindruck erfassen konnte, wie J. Edgar wirklich war und was hinter der "Legende", hinter dem Gründer des FBI steckt.
      Seine Zerrissenheit im Privatleben und die dagegen so selbstbewusste und zielorientierte Arbeit gegen das Verbrechen war für mich Spannungskurve genug.

      Fazit:
      Eine sehr interesssante Biographie über J. Edgar, welches sicherlich durch ein paar Längen und teilweise unnötige Zeitsprünge etwas der Fluß genommen wird. Weswegen Clint Eastwood auch nicht der ganz große Wurf gelingt.
      Aber nichtsdestotrotz ist es eine Wonne Leonoardo Dicaprio beim Schauspielern zu zu sehen und vorallem die ruhigen Momente und die Darstellung der Privatperson J. Edgars sind wirklich gut gelungen.
      Wer allgemein an der Geschichte es FBI und der Person J. Edgar interessiert ist, dem kann ich den Film nur empfehlen.

      7,5/10
      Find ich einen sehr guten Punkt in deinem Opener Tweety, das im wahren Leben man eben nicht von einem Abenteuer ins nächste hüpft es gibt bei jedem Menschen eben auch leerlauf. Das verstehen aber viele nicht. Gute Kritik, werd ihn auch mal demnächst Sichten weil außer dem Matt Damon Film macht Clint ja nur gute Filme.

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