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Mother (Bong Joon-ho)

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    Es gibt 5 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Burning.

      Mother (Bong Joon-ho)

      Bewertung für "Mother" 2
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      Mother



      Originaltitel: Madeo
      Land/Jahr: Süd Korea, 2009
      Genre: Drama, Thriller, Krimi
      Lauflänge 128min

      Regie: Joon-ho Bong
      Drehbuch: Eun-kyo Park, Joon-ho Bong, Wun-kyo Park
      Musik: Byeong-woo Lee
      Kamera: Kyung-Pyo Hong

      Schauspieler:
      Hye-ja Kim, Bin Won, Ku Jin, ...

      Kino Start (D): 05.08.2010

      :: IMDB
      :: TRAILER


      Inhalt:
      Mother ist ein düsterer Thriller um einen schrecklichen Mord und Liebe einer Mutter für ihren Sohn. Die Geschichte handelt von einem geistig leicht zurückgebliebenen 28- jährigen Mann, der noch bei seiner Mutter lebt und plötzlich des Mordes an einem Mädchen verdächtigt wird. Um ihm zu helfen, begibt sich die Mutter auf die Suche nach dem wahren Täter.

      ---

      Der neue Film von "The Host" Regisseur Joon-ho Bong. Und was für einer. Mutterliebe der besonderen Art. Ausführliche Kritik folgt, nur soviel, wer was für leichte Film Noir Bezüge übrig hat, für hintergründige Kriminalgeschichten und für die etwas andersartigen Sentimentalitäten des koreanischen Kinos der darf sich auf einen gelungenen Film freuen!
      8/10
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      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „goodspeed“ ()

      Wie bereits angedroht nachträglich eine etwas ausführlichere Kritik:

      Der Film erzählt eine zunächst unspektakuläre Geschichte, die auf der bedingungslosen Liebe einer Mutter zu ihrem Sohn gründet. Sie behütet und beschützt ihren geistig zurückgebliebenen Spross gegen alle Widerstände. Bis zu dem Tag, als ihr Sohn Hauptverdächtiger eines Mordprozesses wird und in Folge seiner mentalen Beeinträchtigung zum gefundenen Sündenbock der Polizei abgestempelt wird. Was folgt ist ein verzweifelter Versuch der Mutter die Unschuld ihres Sohns zu beweisen.
      Eine einfache aber effektive Ausgangslage. Was „Mother“ auszeichnet ist die simple aber ausdrucksstarke Zeichnung seiner Charaktere. Der relativ geradlinige Fall wird durch die bruchstückhafte Erinnerung des Sohnes und die widersprüchlichen Indizien zusehends verkompliziert. Wie es sich für eine gute Kriminalgeschichten gehört, wird man als Zuschauer subtil dazu gedrängt mehrere Schritte vorauszudenken, um den Schuldigen zu entlarven bevor es der Film tut. Und darin zeigt sich die Stärke der Geschichte, die in ihrer Art nicht zufällig an Roman Polanskis Klassiker „Chinatown“ erinnert.

      Die Stimmung des Films ist wie sein Genre schwer zu fassen. Was vergnüglich als eine Art subversive Familienkomödie beginnt, verwandelt sich in der zweiten Hälfte zu einem hintersinnigen Familiendrama mit kriminalistischen fein ausgearbeiteten Nuancen, die sogar leichte Film Noir Stilelemente aufweisen. Das koreanische Kino hatte seit jeher einen sehr eigenen Charakter, der sich sowohl visuell als auch dramaturgisch von anderen asiatischen Filmen distanzierte. Wie bereits bei seinem Vorgängerfilm „The Host“, konzentriert sich Regisseur Joon-ho Bong nicht bloß auf ein Zentralthema sondern versucht unentwegt dem Film weitere Fassetten hinzuzufügen. Besonders am Ende verzettelt sich der Filmemacher dadurch aber in zu vielen gut gemeinten Auflösungen anstatt sich auf ein Ende festzulegen. Denn besonders die Auflösung des Falls ist einer der Hauptgründe warum sich der Film im Nachhinein längerfristig im Gedächtnis festsetzt. Es liegt nicht nur an der Lösung des Falles sondern auch wie die Charaktere damit umgehen. Denn hier eröffnen sich die wahren Abgründe und die ganze Doppelbödigkeit ,die der Film bereit hält. Aber leider verpasste Joon-ho Bong den geeigneten Moment um den Film mit Nachdruck zu beenden und lässt ihn noch zehn weitere Minuten weiter laufen, was vor allem den Charakteren schadet. So bleibt einem am Ende ein starker und überzeugender Film in Erinnerung, der aber das Zeug gehabt hätte, es mit „Chinatown“ aufzunehmen.

      8/10
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      "Mother" [Joon-ho Bong / ROK ´09] - 8,00 / 10

      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern2: :stern2:

      Wie so oft bei asiatischen Produktionen, muss ich mir oftmals 1-2 Tage über das Gezeigte Gedanken machen, da auch "Mother" in seiner Art befremdlich, wie auch mitreißend zugleich sein kann. Man verstand es, aus einer simplen Geschichte sehr viel heraus zu kitzeln - dabei den Film von seinen Charakteren tragen zu lassen und diese in Symbiose mit der Filmmusik in Szene zu setzen. Lange Zeit war ich mir nicht 100 % sicher worauf der Film letztendlich hinaus will, bis mich schließlich eine intensive und berührende Endphase endgültig überzeugte. Familiendrama meets Kriminalstudie und hat neben der Emotionalität auch psychologischen Wert..und regt nachhaltig zum Nachdenken an. Zudem versteht es der Regisseur sogar den gewissen Witz in die Angelegenheit zu bringen, was man sich auf dem Blatt Papier nur schwer vorstellen kann..sich in Natura aber einfach stimmig anfühlt. Grotesk, unkonventionell und einnehmend. Wie weit darf Mutterliebe gehen? Klare Empfehlung..






      Und die Qualität reißt einfach nicht ab. Mit Mother kann mich Bong Joon-ho ein weiteres Mal überzeugen und zeichnet ein im Grunde simples, aber überaus effektives Spiel. Die Ausgangslage ist klar, das Ende ist klar, und doch schafft er es mit einfachsten Mitteln interessante Figuren zu schaffen, die alle nach ihrem besten Gewissen handeln und dabei teils doch so widerwertig sind. Bong arbeitet hier ein komplexes Sozialsprektrum über Mutterliebe bis hin zu Ausgrenzung ab und schafft dabei noch das kleine Kunststück, einen spannenden Film auf die Beine zu stellen, bei dem man stets wissen will, wie es weiter geht. In Kombination mit den gelungenen Dialogen, den guten Darstellern und einem unaufdringlichen Score ist Mother ein weiteres Krimi-Highlight aus Bongs Hand.



      8/10
      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern2: :stern2:
      Mein Filmtagebuch



      „I think storytelling is all about children. We human beings love to hear stories being told - and it first happens when you're a kid.“
      - David Chase

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