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Woody Allen

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      Woody Allen

      * 1. Dezember 1935 in Brooklyn, New York - eigentlich Allen Stewart Konigsberg


      Allen Stewart Konigsberg wurde als Sohn jüdischer Eltern im New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren. Allens Familie, Vater Martin Konigsberg, Mutter Nettie Cherry Konigsberg und Allens Schwester Letty, lebten in Flatbush. Obwohl die Eltern keine orthodoxen Juden waren, schickten sie ihren Sohn acht Jahre lang auf eine hebräische Schule. Danach absolvierte Allen die Public School 99 und die Midwood High School.
      Er entwickelte ein gewisses Interesse für das Theater, vor allem aber für das Kino und die Radioshows der 1940er Jahre. Außerdem spielte er täglich bis zu zwei Stunden Klarinette. Um sein Taschengeld etwas aufzubessern, begann er Gags für die Agentur David O. Alber zu schreiben, die an Kolumnisten großer Tageszeitungen verkauft wurden. Durch sein Talent und Beziehungen durfte er bald Entertainment-Stars wie Sid Caesar zuarbeiten. Sechzehn Jahre alt und frisch im Showbusiness, beschloss Konigsberg fortan den Künstlernamen „Woody Allen“ zu tragen.
      Trotz seines einträglichen Jobs belegte er einen Communications Arts Course an der New York University, wo er allerdings kaum zu sehen war.
      Woody stieg vom Gagzulieferer zum Drehbuchautor auf. Die Ed Sullivan Show, die Tonight Show und einige andere gehörten zu seinen Abnehmern. 1957 trat er, nominiert für den Emmy, das erste Mal aus dem Schatten seiner Auftraggeber und vor eine Kamera.
      Er begann, Theaterstücke zu schreiben und aufzuführen, aber sein neuer Ehrgeiz war es, Stand-up-Comedian zu werden, eine Gattung von Alleinunterhaltern, die Mitte der 1950er Jahre in Mode gekommen war.
      Sein erster Auftritt 1960 im Greenwicher Nachtclub Duplex geriet zum Fiasko. Seine Manager hielten ihn für den schlechtesten Komiker, der je zu sehen war. Aber gemeinsam gelang es ihnen, aus diesem schüchternen und linkischen Auftreten eine Masche zu machen und so einen unverwechselbaren Stil zu kreieren, der Allen zum Geheimtipp avancieren ließ.
      Vor seiner ersten Filmproduktion 1965 Was gibt’s Neues, Pussy? schrieb Woody Allen bereits 14 Jahre lang Witze, die er größtenteils als Stand-up-Comedian benutzte oder verkaufte. Er war auf dem besten Wege, mit seinem intellektuellen – und somit ungewöhnlichen – Stil und den erfundenen Geschichten aus seinem Privatleben zur nationalen Berühmtheit aufzusteigen.
      Die Woody-Allen-Filme zwischen 1965 und 1975 zeichnen sich vor allem durch ihre Kombination von absurdem Sprach- und Bildwitz aus etwa bei Der Schläfer, wo der Erzschurke mit einer riesigen Erdbeere niedergeschlagen wird. Wie im Nummern-Kabarett dient die skurrile Handlung oft bloß dazu, eine Abfolge von Gags zu inszenieren.
      Mangels einer eigenen erzählerischen Form bedient sich Allen bereits vorhandener Erzählkonzepte, die er bei dieser Gelegenheit satirisch neu beleuchtet, etwa bei Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten, einer Travestie der Aufklärungsfilme der 1960er. Charakteristisch für sein Frühwerk ist außerdem, dass, seiner eigenen Aussage zufolge, bis zu fünfzig Prozent des jeweiligen Films erst auf dem Set improvisiert wurden. Viele der eingesetzten Stilmittel, vor allem die Travestie und die teilweise arg surrealen Inhalte, sind auch in seinen 1971, 1973 und 1980 in Buchform veröffentlichten Kurzgeschichten zu finden.
      Ab Mitte der 1970er Jahre wurde der humoristische Anteil in seinen Filmen zugunsten einer dramatisch anspruchsvolleren Handlung differenzierter.

      Die Beziehung mit seiner damaligen Partnerin Mia Farrow endete, als sie von Allen gemachte Nacktfotos der jungen Adoptivtochter Soon-Yi Previn entdeckte und Allen ein Verhältnis mit Soon-Yi eingestand.
      Mia Farrow hatte Soon-Yi Previn zusammen mit ihrem damaligen Mann André Previn adoptiert, weswegen Allen Soon-Yi nicht adoptieren durfte, im Gegensatz zu Mia Farrows anderen Adoptivkindern Dylan und Moses. Mia Farrow und Woody Allen hatten außerdem seit 1988 einen gemeinsamen Sohn Satchel Farrow.
      Im Prozess um das Sorgerecht gewann Mia Farrow und bekam am 7. Juni 1993 das alleinige Sorgerecht für Dylan und Satchel zugesprochen. Allens Adoptivsohn Moses durfte selbst entscheiden und lehnte den weiteren Kontakt zu Allen ab. Zwar wurde Allen vom Vorwurf des Kindesmissbrauchs an Dylan, damals sieben Jahre alt, freigesprochen, aber Allen blieb es ausdrücklich verboten, Dylan zu sehen.
      „Das Gericht stellte in so gut wie allen Punkten seine elterliche Eignung in Frage und nannte Allens Verhalten den Kindern gegenüber ‚missbrauchend und gefühllos’,“ hieß es dazu am 8. Juni 1993 in der New York Times. Obwohl Allen Soon-Yi mit etwa 11 Jahren kennengelernt hatte und rund 13 Jahre mit Mia Farrow zusammen war, bestritt Allen später, eine vaterähnliche Figur für Soon-Yi gewesen zu sein.
      Im Dezember 1997 heirateten Woody Allen und Soon-Yi Previn. Auch mit Soon-Yi adoptierte Allen zwei Kinder.



      1978 stellte Allen seinen ersten ernsten Film vor: Innenleben. Allen, der hier nur als Regisseur fungiert, erzählt in präzisen Bildern vom Zerfall einer bürgerlichen Großfamilie. Die Leere und Anonymität der Innenräume – daher auch der Originaltitel – kontrastiert die emotionalen Verwirrungen der in ihnen wohnenden Protagonisten. Innenleben gilt als Allens deutliche Hommage an den schwedischen Regisseur Ingmar Bergman, ist jedoch auch im Kontext der Beziehungsfilme der späten 1970er und längst schon als Werk mit eigener Berechtigung zu sehen. 1976 spielt er seine erste ernste Rolle in Der Strohmann.
      Es folgt im gleichen Jahr sein bis dato größter Erfolg - Der Stadtneurotiker - der zugleich Auftakt zur sogenannten New -York -Trilogie ist, zu der die Filme Mannhatten und Stardust Memories gehören.
      In der Stadtneurotiker zieht Woody Allen, mittlerweile 40 und frisch getrennt von Diane Keaton, erstmals Bilanz über sein bisheriges Leben und läst erstmals das Publikum am Auf und Ab teilhaben. Für den Film erhielt er 1976 den Oscar als bester Regisseur und für das beste Drehbuch, die Allen aber, wie auch alle anderen ihm verliehenen Oscars, nicht persönlich entgegennahm.
      In Manhattan bezog Allen 1979 wieder stärker komödiantische Elemente ein. Anders als bei Der Stadtneurotiker versuchte er, dennoch einen relativ ernsthaften Film zu drehen. Der Stadtneurotiker und Manhattan gelten inzwischen unbestritten als Allens größte Erfolge. Diese Filme verbanden seinen Namen auch untrennbar mit dem Big Apple.
      Den letzten Teil der sogenannten New-York-Trilogie bildet Stardust Memories, das stark an Federico Fellinis orientiert ist. Wie die beiden Vorgänger ist Stardust Memories deutlich autobiografisch angehaucht, spielt also in New York und handelt von einem Filmschaffenden. Allerdings handelt er auch von dessen übergroßer Verachtung für sein Publikum, was Allen in den USA lange Zeit nicht verziehen wurde.



      Mit seiner Komödie Hannah und ihre Schwestern erzielte Allen noch einmal einen großen Erfolg, sowohl in kommerzieller Hinsicht, aber auch bei den Kritikern. Der Film erhielt drei Oscars, einer, für das beste Drehbuch, ging direkt an Woody Allen. Andererseits experimentiert Allen mit alternativen Formaten: So dreht er beispielsweise mit September oder Eine andere Frau Dramen, die ohne jede Komik auskommen. Kritiker warfen ihm allerdings vor, mit solchen Filmen nur den von ihm verehrten Ingmar Bergman kopieren zu wollen, übersahen jedoch Allens eigenständigen Ansatz.
      Nach Verbrechen und andere Kleinigkeiten fand Allen allmählich zu einem neuen Stil. An die Stelle seiner schwarzseherischen Tragikomödien traten nun andere, die wieder leichter und beschwingter anmuten zB Alice oder Ehemänner und Ehefrauen.
      Allen dreht weiterhin pro Jahr einen Film.

      Anfang September 2008 gab Allen mit einer Inszenierung von Giacomo Puccinis Einakter Gianni Schicchi sein hochgelobtes Debüt als Opernregisseur. Die in Zusammenarbeit mit der Los Angeles Opera produzierte Inszenierung entstand unter Vermittlung von Generaldirektor Placido Domingo, dem Allen zwei Jahrzehnte zuvor eine Oper versprochen hatte.
      Allen spielt regelmäßig Klarinette in einer Jazz Band. Lange spielten sie jeden Montag abend im Carlyle Hotel in Manhattan. Zur Band gehört auch der Posaunist Jerry Zigmont. Mit seiner Band war Allen auch 1996 auf Europa Tour, was Gegenstand des Dokumentarfilms Wild Man Blues war. In seinen Filmen setzt er regelmäßig Jazz Musik ein. In dem Film Der Schläfer tritt er auch selbst als Jazzmusiker auf, mit dem Preservation Hall Orchester in New Orleans und dem New Orleans Funeral Ragtime Orchestra.



      Filmografie

      1962: The Laughmaker (Drehbuch)
      1965: Was gibt’s Neues, Pussy? (Drehbuch / Darsteller)
      1966: What’s Up, Tiger Lily? (Regie – allerdings nur Regie in Bezug auf die US-amerikanische Neusynchronisation, Regie: Senkichi Tanguchi)
      1967: Casino Royale (Drehbuch / Darsteller)
      1969: Woody, der Unglücksrabe (Drehbuch / Darsteller / Regie)
      1971: Bananas (Drehbuch / Darsteller / Regie)
      1971: Mach’s noch einmal, Sam (Drehbuch / Darsteller)
      1972: Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten (Drehbuch / Darsteller / Regie)
      1973: Der Schläfer (Drehbuch / Darsteller / Regie / Musik)
      1975: Die letzte Nacht des Boris Gruschenko (Drehbuch / Darsteller / Regie)
      1976: Der Strohmann (Darsteller)
      1977: Der Stadtneurotiker (Drehbuch / Darsteller / Regie)
      1978: Innenleben (Drehbuch / Regie)
      1979: Manhattan (Drehbuch / Darsteller / Regie)
      1980: Stardust Memories (Drehbuch / Darsteller / Regie)
      1982: Eine Sommernachts-Sexkomödie (Drehbuch / Darsteller / Regie)
      1983: Zelig (Drehbuch / Darsteller / Regie)
      1984: Broadway Danny Rose (Drehbuch / Darsteller / Regie)
      1985: The Purple Rose of Cairo (Drehbuch / Regie)
      1986: Hannah und ihre Schwestern (Drehbuch / Darsteller / Regie)
      1987: Radio Days (Drehbuch / Regie)
      1987: September (Drehbuch / Regie)
      1987: King Lear (Darsteller)
      1988: Eine andere Frau (Drehbuch / Regie)
      1989: New Yorker Geschichten, dritter Teil Ödipus Ratlos (Drehbuch / Darsteller / Regie)
      1990: Verbrechen und andere Kleinigkeiten (Drehbuch / Darsteller / Regie)
      1990: Alice (Drehbuch/ Regie)
      1991: Schatten und Nebel (Drehbuch / Darsteller / Regie)
      1991: Ein ganz normaler Hochzeitstag (Darsteller)
      1992: Ehemänner und Ehefrauen (Drehbuch / Darsteller / Regie)
      1993: Manhattan Murder Mystery (Drehbuch / Darsteller / Regie)
      1994: Bullets Over Broadway (Drehbuch / Regie)
      1994: Don’t Drink the Water (TV-Produktion) (Drehbuch / Darsteller / Regie)
      1995: Geliebte Aphrodite (Drehbuch / Darsteller / Regie)
      1995: Sonny Boys (Darsteller)
      1996: Alle sagen: I love you (Drehbuch / Darsteller / Regie)
      1997: Harry außer sich (Drehbuch / Darsteller / Regie)
      1997: Wild Man Blues (Darsteller)
      1998: Celebrity (Drehbuch / Regie)
      1998: Antz (Synchronstimme)
      1998: The Impostors (Darsteller)
      1999: Sweet and Lowdown (Drehbuch / Darsteller / Regie)
      2000: Schmalspurganoven (Drehbuch / Darsteller / Regie)
      2000: Ich hab doch nur meine Frau zerlegt (Darsteller)
      2000: Cuba Libre – Dümmer als die CIA erlaubt! (Darsteller)
      2001: Im Bann des Jade Skorpions (Drehbuch / Darsteller / Regie)
      2002: Hollywood Ending (Drehbuch / Darsteller / Regie)
      2003: Anything Else (Drehbuch / Darsteller / Regie)
      2004: Melinda und Melinda (Drehbuch / Regie)
      2005: Match Point (Drehbuch / Regie)
      2006: Scoop – Der Knüller (Drehbuch / Darsteller / Regie)
      2007: Cassandras Traum (Drehbuch / Regie)
      2008: Vicky Cristina Barcelona (Drehbuch / Regie)
      2009: Whatever Works (Drehbuch / Regie)
      2010: You Will Meet a Tall Dark Stranger (Drehbuch / Regie)
      2010: Midnight in Paris (Drehbuch / Regie)

      Theaterstücke

      1966: Vorsicht, Trinkwasser!
      1969: Spiel’s noch einmal, Sam
      1975: Tod und Gott
      1988: Eine Sommernachts-Sexkomödie
      1995: Central Park West
      1996: Kugeln überm Broadway

      Bücher

      1971: Getting Even (dt. Wie du dir, so ich mir, 1978 )
      1975: Without Feathers (dt. Ohne Leit kein Freud, 1979)
      1980: Side Effects (dt. Nebenwirkungen, 1981)
      2006: Central Park West (2006)
      2007: Mere Anarchy (dt. Pure Anarchie, Kein & Aber, September 2007)

      Quelle: Wikipedia



      Der Stadtneurotiker ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme und auch sonst mag ich Woody Allen Filme unheimlich gern. Grad seinen letzten Whatever works fand ich wieder richtig genial. Als Darsteller machts einfach diese quirlige von Neurosen geplagte Gestalt aus dir mir absolut sympathisch erscheint. Ich find seine Filme haben einfach klasse und wurderbare Dialoge. Woddy Allen Filme seh ich einfach immer wieder gern.
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      Woodys frühre Filme wie BANANAS, Machs noch einmal Sam oder Was sie schon immer über Sex wissen wollten.... usw. fand und finde ich super. Das waren noch reine Slapstickkomödien. :]
      Dann fing er an mit Tragikomödien, die fand ich nicht mehr so toll.

      Aber immerhin: Die meisten seiner Filme unterhalten gut ! :goodwork:
      unser lehrer hat uns heute gefragt was Woody Allen mit Versammlungsfreiheit zu tun hat?
      kann mir das jemand beantworten ?
      "A Rainy Day in New York" kommt im Herbst in Deutschland und Österreich ins Kino. Filmwelt / NFP übernimmt den Verleih.
      Mit dabei sind u.a. Timothée Chalamet, Elle Fanning, Selena Gomez, Jude Law, Rebecca Hall, Liev Schreiber und Diego Luna.
      Quelle: Sueddeutsche


      "No form of art goes beyond ordinary consciousness as film does,
      straight to our emotions, deep into the twilight room of the soul.
      "
      Ingmar Bergman
      Das könnte auch sein letzter Film sein. Missbrauchsvorwürfe drängen einen in eine Ecke, in der man so schnell nicht mehr rauszukommen scheint. Ich war noch nie ein Fan von Woody Allen. Angeschaut wird der Film aber wegen Timothée Chalamet, der übrigens seine komplette Gage gespendet hat (Charities). Coole Sache.
      Trailer zum neuen Woody Allen-Film.



      „Wonder Woman 2“

      5. Juni 2020