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John Cleese

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      John Cleese


      John Marwood Cleese (* 27. Oktober 1939 in Weston-super-Mare, Somerset) ist ein englischer Komiker, Schauspieler, Drehbuchautor und Synchronsprecher, der als Mitglied von Monty Python berühmt wurde. Er war außerdem mit der Fernsehserie Fawlty Towers und dem Film Ein Fisch namens Wanda erfolgreich.




      Leben

      John Cleeses Eltern waren Mitglieder der Mittelschicht, sie ermöglichten ihrem Sohn eine Privatausbildung. Sein Vater Reginald Francis Cleese hieß ursprünglich Cheese (deutsch: Käse), änderte seinen Nachnamen jedoch 1915, nachdem er in die Armee eingetreten war.

      Schon im Alter von zwölf war John 183 cm groß, ein Jahr später sogar 195 cm und damit ausgewachsen. Die vielen Witze über seine Größe waren ein gutes Training für seinen Humor und seine Schlagfertigkeit.

      Cleese sammelte Witze und war ein treuer Hörer der Radio-Comedyshow The Goon Show, in der unter anderem Peter Sellers auftrat. John Cleese studierte Jura am Downing College in Cambridge und schloss das Studium mit der Promotion ab. Er war Mitglied der erfolgreichen Cambridge Footlights Revue, wo er sein komödiantisches Talent weiter ausleben konnte, zusammen mit Graham Chapman, einem späteren Monty-Python-Mitglied.

      Nach seiner Promotion schrieb Cleese für die BBC und ging mit der Cambridge Footlights Revue auf Tournee in Neuseeland und den USA. Dort lernte er Terry Gilliam kennen, ein weiteres späteres Monty Python-Mitglied. Zurück aus den Staaten trat er in der BBC-Radiocomedy I’m Sorry I’ll Read That Again auf, die mehrere Jahre erfolgreich lief. Erste Fernsehauftritte folgten, er arbeitete zusammen mit Marty Feldman und den weiteren späteren Monty Python-Mitgliedern Eric Idle, Terry Jones und Michael Palin. 1969 wurde dann erstmals Monty Python’s Flying Circus ausgestrahlt.

      Die Gruppe hatte überwältigenden Erfolg mit ihrem farcenhaften und grotesken Humor. Cleese trat in Hunderten verschiedener Rollen auf, parodierte aber meist den steifen, Emotionen fürchtenden Oberklassenengländer. Nach drei Staffeln verließ Cleese die Show, arbeitete danach aber trotzdem an weiteren Monty Python-Projekten außerhalb des TV-Formats mit. 1975 produzierte Cleese die Sitcom Fawlty Towers, die ein großer Erfolg wurde. Cleese spielt hier einen steifen, immer um den äußeren Anschein stoischer Ruhe besorgten Hoteldirektor, der immer wieder in peinliche Situationen gerät.

      Cleese gründete die Produktionsfirma Video Arts und war mit geistreich-ironischen Schulungsvideos für Manager erfolgreich. Zusammen mit dem Familientherapeuten Robin Skynner schrieb er psychologische Ratgeber. Bis heute entwickelt er auch erfolgreiche populärwissenschaftliche Fernsehsendungen.

      1988 hatte er seinen größten Erfolg mit dem von ihm geschriebenen und co-inszenierten Spielfilm Ein Fisch namens Wanda (A Fish Called Wanda), in dem er erneut den typischen gefühlsgehemmten Engländer spielt. Die Gangsterkomödie wurde bei Kritik und Publikum ein großer Erfolg und erhielt eine Reihe bedeutender Auszeichnungen (darunter eine Oscar-Nominierung für Cleese als besten Drehbuchautor; sein Nebendarsteller Kevin Kline erhielt den Oscar für die beste Nebenrolle).

      Sein zweiter Spielfilm, Wilde Kreaturen (Fierce Creatures), kam 1996 in die Kinos. Wie schon in Ein Fisch namens Wanda spielte Cleese an der Seite von Kevin Kline, Jamie Lee Curtis und Michael Palin. Der Film kam bei Kritik und Publikum nicht annähernd so gut an wie Ein Fisch namens Wanda. Cleese hat seitdem selbst kein weiteres Spielfilm-Drehbuch mehr geschrieben und bezeichnete es inzwischen mehrfach als Fehler, Wilde Kreaturen überhaupt gemacht zu haben.

      Als er im Jahr 2008 von seinem Freund, dem Regisseur und Restaurantkritiker Michael Winner, gefragt wurde, was er anders machen würde, wenn er die Chance hätte, sein Leben noch einmal zu leben, ging Cleese so weit, zu sagen „Ich hätte [meine dritte Ehefrau] Alyce Faye Eichelberger nicht geheiratet, und ich hätte Wilde Kreaturen nicht gedreht.“

      Cleese ist auch durch zwei weitere Rollen bekannt geworden, der des Fast Kopflosen Nick in den Verfilmungen der Harry-Potter-Romane und der von R, dem Waffenentwickler James Bonds und Nachfolger von Q in zwei Filmen der Serie. John Cleese ist, wie seine Fernsehdokumentationen zeigen, sehr an Bildung und Wissensvermittlung interessiert, er war Rektor der Universität St Andrews von 1970 bis 1973 und ist immer noch Gastprofessor an der Cornell University in New York. Cleese setzt sich für den Erhalt der vom Aussterben bedrohten Lemuren ein. Als Dank für dieses Engagement wurde 2005 eine Lemurenart nach ihm benannt (Avahi cleesei). Die neuseeländische Stadt Palmerston North benannte 2007 eine Müllhalde nach John Cleese.

      Der Komiker hatte die Stadt jüngst als Selbstmord-Hauptstadt Neuseelands bezeichnet. Palmerston North hat eine für Neuseeland durchschnittliche Selbstmordrate. Als „Vergeltung“ taufte die Stadt die Halde in Mount Cleese um. Aktuell arbeitet John Cleese zusammen mit seiner Tochter Camilla an einer Musical-Version seines Spielfilms Ein Fisch namens Wanda. Erstmals seit dem 1996er Film Wilde Kreaturen schreibt er auch wieder an einem Drehbuch. Co-Autorin ist die Irin Lisa Hogan, mit der Cleese bereits längere Zeit befreundet ist und die schon in Wilde Kreaturen zu sehen war.

      Der Arbeitstitel ist Taxing Times. John Cleese zufolge geht es um „die Anstrengungen, die einige Leute unternehmen, um Steuern zu sparen. […] [Das Buch] basiert auf mir selbst, als ich mir meine britische Rente auszahlen ließ und nach Santa Barbara umgezogen bin.“[4]


      Persönliches

      John Cleese war zehn Jahre lang mit der US-amerikanischen Schauspielerin Connie Booth verheiratet, die auch in Monty Python’s Flying Circus auftrat und in Fawlty Towers das Zimmermädchen Polly spielte. Ihre gemeinsame Tochter Cynthia Cleese spielte eine kleine Rolle in Ein Fisch namens Wanda und Wilde Kreaturen. Cleese und Booth arbeiteten noch nach ihrer Scheidung gemeinsam an der zweiten Fawlty Towers-Staffel und sind bis heute befreundet.

      Seine zweite Ehefrau - Barbara Trentham, ebenfalls eine US-amerikanische Schauspielerin - heiratete Cleese 1981. 1984 bekam das Paar eine Tochter, Camilla. Die Ehe wurde 1990 geschieden. John Cleese heiratete die amerikanische Psychotherapeutin Alyce Faye Eichelberger am 28. Dezember 1992 und wanderte 1999 aus dem Vereinigten Königreich nach Kalifornien aus. Das Paar hat keine gemeinsamen Kinder und gab im Januar 2008 seine Trennung bekannt.

      Das Scheidungsverfahren läuft noch und wird in Großbritannien, nicht zuletzt nach einigen öffentlichen Äußerungen von Cleeses Freund und Zeitungskolumnist Michael Winner, aufmerksam verfolgt. Winner zufolge verlangt Eichelberger die Hälfte von Cleeses Immobilienbesitz sowie die Hälfte seiner Einnahmen seit 1992. Bis zum Ende des Scheidungsprozesses erhält Eichelberger einen jährlichen Unterhalt in Höhe von £900.000.

      Cleese lebt und arbeitet in Kalifornien, mit zwischenzeitlichen Arbeitsaufenthalten in London.




      Ausgewählte Filmografie


      Fernsehen

      Serien, Fernsehfilme und Shows
      * 1966–67: The Frost Report
      * 1967: At Last the 1948 Show
      * 1968: Mit Schirm, Charme und Melone (Gastrolle)
      * 1968: How to Irritate People
      * 1969–74: Monty Python’s Flying Circus
      * 1975, 1979: Fawlty Towers
      * 1980: Der Widerspenstigen Zähmung
      * 1982: Whoops Apocalypse
      * 1987: Cheers
      * 1997: Saturday Night Live
      * 1997: Hinterm Mond gleich links (Gastrolle)
      * 2003–04: Will & Grace (Gastrolle)

      Dokumentationen
      * 2001: The Human Face
      * 2004: Wine for the Confused
      * 2005: Power of the Sun
      * 2006: The Art of Football from A to Z

      Filme
      * 1969: Magic Christian (mit Peter Sellers, Ringo Starr, Graham Chapman – Drehbuch und Nebenrolle)
      * 1971: Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft (And Now for Something Completely Different)
      * 1974: Romance with a Double Bass
      * 1975: Die Ritter der Kokosnuß (Monty Python and the Holy Grail)
      * 1977: "The strange case of the end of civilisation as we know it"
      * 1979: Das Leben des Brian (Life of Brian)
      * 1981: Der große Muppet Krimi (The Great Muppet Caper)
      * 1981: Time Bandits
      * 1982: Monty Python Live at the Hollywood Bowl
      * 1983: Der Sinn des Lebens (The Meaning of Life)
      * 1983: Dotterbart (Yellowbeard)
      * 1985: Silverado
      * 1986: Clockwise – Recht so, Mr. Stimpson (Clockwise)
      * 1988: Ein Fisch namens Wanda (A Fish called Wanda)
      * 1989: Erik der Wikinger (Erik the Viking)
      * 1989: The Big Picture
      * 1993: Und ewig schleichen die Erben (Splitting Heirs)
      * 1994: Das Dschungelbuch
      * 1994: Mary Shelleys Frankenstein
      * 1997: Wilde Kreaturen (Fierce Creatures)
      * 1997: George – Der aus dem Dschungel kam (George of the Jungle, nur Stimme)
      * 1999: Die Welt ist nicht genug (007: The World Is Not Enough)
      * 1999: Schlaflos in New York (Mr. Mersault)
      * 2000: Der Zauberpudding (The Magic Pudding) - Sprechrolle
      * 2001: Rat Race – Der nackte Wahnsinn (Rat Race)
      * 2001: Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter and the Philosopher’s Stone)
      * 2002: Harry Potter und die Kammer des Schreckens (Harry Potter and the Chamber of Secrets)
      * 2002: Stirb an einem anderen Tag (007: Die Another Day)
      * 2002: Pluto Nash – Im Kampf gegen die Mondmafia
      * 2003: Abgezockt!
      * 2003: 3 Engel für Charlie – Volle Power (Charlie’s Angels: Full Throttle)
      * 2004: Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück (Shrek 2)
      * 2006: Man About Town als „Dr. Primkin“
      * 2006: Garfield 2
      * 2007: Shrek der Dritte (Shrek the Third)
      * 2008: Der Tag, an dem die Erde stillstand (The Day the Earth Stood Still)
      * 2009: Der rosarote Panther 2 (Chief Inspector Dreyfus)
      * 2010: Für immer Shrek- König Harold (Stimme)




      Fazit:

      Sehr lustiger Schauspieler, gerade die Werke Monthy Phytons sind grandios.
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      Aus aktuellem Anlass:

      Fawlty Towers