Terry Gilliam

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      Terry Gilliam


      Terry Vance Gilliam (* 22. November 1940 in Medicine Lake, Minnesota, USA) ist ein aus den USA stammender Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler mit britischer Staatsangehörigkeit. Bekannt wurde er als Mitbegründer der Gruppe Monty Python.





      Cartoonist, Monty Python, Regisseur
      Gilliam studierte Politikwissenschaft am Occidental College in Eagle Rock bei Los Angeles. Seine Laufbahn startete er 1962 als Zeichner des in New York produzierten Satire-Magazins HELP!, einer Schwester-Publikation von MAD, wo er John Cleese kennenlernte. Er zeichnete auch zwei Kurzgeschichten für das französische Magazin Pilote. John Cleese vermittelte ihm nach seinem Umzug nach England 1967 eine Stelle bei der BBC. Dort traf er auf weitere Komiker, mit denen er und Cleese die Gruppe Monty Python gründeten. Hier war Gilliam anfangs als Autor und Regisseur, später auch als Schauspieler tätig. Außerdem war er für die skurrilen Trickfilme der Komikertruppe verantwortlich, für deren Animation er eine Legetricktechnik verwendete.

      Regiearbeiten in den 1970er Jahren
      Sein Regiedebüt im Realfilm gab er 1975 in Zusammenarbeit mit Terry Jones mit dem Monty-Python-Film Die Ritter der Kokosnuß. Vorher erwarb er Erfahrungen im Animationsfilm mit Storytime (1968) und The Miracle of Flight (1974). 1977 folgte sein erster eigener Film: Jabberwocky, der – wie einige andere Filme von Gilliam – fälschlicherweise häufig als Monty-Python-Film bezeichnet wird.



      Regiearbeiten in den 1980er Jahren
      Nachdem er zusammen mit den Pythons deren größten Erfolg Das Leben des Brian vollendet hatte, begann er sich vollständig um seine eigene Regiekarriere zu kümmern. 1981 erschien die Komödie Time Bandits, für den letzten Python-Kinofilm Der Sinn des Lebens drehte er unabhängig von den anderen Pythons den „Vorfilm“ The Crimson Permanent Assurance, ein 15-minütiger, surrealistischer Kurzfilm, dessen Produktionskosten die des gesamten Hauptfilmes der Pythons überschritten. Im eigentlichen Film Der Sinn des Lebens war er außerdem wieder für die Animationen zuständig und schrieb und spielte in einigen der Sketche mit. 1985 erschien Brazil, der ihn als eigenständigen Filmemacher unabhängig von Monty Python etablierte und bis heute als eines seiner ambitioniertesten Werke gilt. Der Film behandelt auf surreale und oft satirische Weise die Dystopie eines paranoiden Überwachungsstaates. Drei Jahre später wurde Die Abenteuer des Baron Münchhausen veröffentlicht, bei dem unter anderen John Neville als Münchhausen und Robin Williams als Mondkönig zu sehen sind.

      Regiearbeiten in den 1990er Jahren
      Nachdem Münchhausen an den Kinokassen erfolglos geblieben war, nahm Gilliam in den 1990ern mehrere Auftragsarbeiten an: Zunächst 1991 Der König der Fischer mit Robin Williams und Jeff Bridges und dann 1995 seinen größten Erfolg 12 Monkeys mit Bruce Willis, der seine Rolle deutlich unter den sonst für ihn üblichen Gagen übernahm, um mit Gilliam zusammen einen Film machen zu können, und Brad Pitt, der zur Drehzeit noch vor seinem Durchbruch war. 1998 folgte dann Fear and Loathing in Las Vegas, der zwar deutlich unter dem kommerziellen Erfolg der beiden Vorgängerfilme blieb, aber dennoch „Kultstatus“ erlangte und für den Gilliam erstmals auch wieder am Drehbuch mitschrieb.

      Regiearbeiten in den 2000er Jahren
      2000 widmete sich Gilliam mit The Man Who Killed Don Quixote einem Projekt, das er bereits zehn Jahre lang geplant hatte, das dann aber katastrophal scheiterte (siehe unten). 2002 führte Gilliam Regie bei dem Nike-Werbespot The Secret Tournament, der auch in Deutschland als Teil der Nike-Werbekampagne zur Fußballweltmeisterschaft gezeigt wurde. 2005 vollendete Gilliam gleich zwei Filme: Brothers Grimm und Tideland.

      Brothers Grimm kam am 25. August 2005 in die US-amerikanische Kinos und wurde von der Kritik nahezu einhellig verrissen. Gleichzeitig waren die Besucherzahlen in der ersten Woche aber besser als bei jedem anderen Terry-Gilliam-Film. Vor allem das als schlecht empfundene Drehbuch und die unausgegorene Story waren im Blickpunkt der Kritik, während Gilliams Visualisierung teilweise positiv bewertet wurden. Tideland dagegen zeichnete sich durch die typische Gilliam-Skurrilität aus und wurde unter anderem auf dem San Sebastián International Film Festival ausgezeichnet.

      Das niedrige zur Verfügung stehende Budget führte jedoch dazu, dass die Produzenten den Film kaum bewarben und er in Europa überhaupt nicht im Kino gezeigt wurde. Im Dezember 2007 begannen in London die Dreharbeiten für Gilliams neuesten Film The Imaginarium of Doctor Parnassus mit Heath Ledger und Christopher Plummer in den Hauptrollen und Tom Waits als „Mr. Nick“ (der Teufel). In den Kinos sollte der Film Anfang 2009 zu sehen sein. Durch Heath Ledgers überraschenden Tod im Januar 2008 musste die Produktion unterbrochen werden. Die Dreharbeiten mit ihm waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen. Im März 2008 wurden die Dreharbeiten in Vancouver fortgesetzt, wobei Heath Ledgers Rolle in den Szenen, die in fantastischen Parallelwelten spielen, nun von Johnny Depp, Colin Farrell und Jude Law übernommen wird..

      Englischer Kinostart für The Imaginarium of Doctor Parnassus war der 16. Oktober 2009, in Nordamerika brachte der US-Verleih Sony Pictures Classics den Film am 25. Dezember in die Kinos; in Deutschland war der Film unter dem Titel Das Kabinett des Doktor Parnassus ab dem 7. Januar 2010 zu sehen.

      Regiearbeiten ab 2010
      Im Januar 2009 wurde bekannt, dass Gilliam nach Abschluss von The Imaginarium of Doctor Parnassus einen neuen Versuch starten wird, The Man Who Killed Don Quixote zu drehen. Im Oktober des gleichen Jahres erklärte er, dass mittlerweile das Drehbuch wieder freigegeben sei und Budget und Hauptdarsteller feststehen würden. Entgegen früherer Ankündigungen, dass Johnny Depp aus Termingründen nicht dabei sein wird, ist er seit Dezember 2009 wieder als Teil der Besetzung angekündigt. Robert Duvall wird in der Hauptrolle zu sehen sein. Der Film soll angeblich 2011 erscheinen.





      The Man Who Killed Don Quixote und andere nicht vollendete Filmprojekte
      Im Jahr 2000 wollte sich Gilliam, der seinen Ruf als respektabler Filmemacher nach den Erfolgen in den 90ern wiederhergestellt sah, endlich um ein Projekt kümmern, an dem er bereits etwa zehn Jahre lang gearbeitet hatte: The Man Who Killed Don Quixote, für dessen Hauptrollen er Johnny Depp und Jean Rochefort gewinnen konnte. Doch die Dreharbeiten wurden zur Katastrophe, Jets einer nahen Nato-Basis stiegen ständig während des Drehs auf, ein Wolkenbruch machte die Wüstenlandschaft ungeeignet für die Continuity der Filmaufnahmen, und als schließlich der Hauptdarsteller Jean Rochefort wegen gesundheitlicher Probleme nicht mehr reiten konnte, wurden die Dreharbeiten eingestellt.

      Der Dokumentarfilm Lost in La Mancha von Keith Fulton und Louis Pepe zeigt das Scheitern dieser Dreharbeiten. Die Rechte am Film gingen über in den Besitz der deutschen Versicherungsfirma, die den Film versichert hatte, was eine Neuaufnahme der Dreharbeiten jahrelang unmöglich machte.

      Im Juli 2006 jedoch berichtete Gilliam, dass die rechtlichen Streitigkeiten mittlerweile beigelegt seien, so dass The Man Who Killed Don Quixote doch noch in absehbarer Zeit realisiert werden könne. Während Jean Rochefort aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht mehr auf der Darstellerliste steht, wird Johnny Depp, obwohl es lange so wirkte, dass sein Zeitplan es nicht zulassen würde, nun doch weiter in seiner Rolle bleiben. Als neuer Don Quixote soll dabei Robert Duvall im Gespräch sein.

      The Man Who Killed Don Quixote ist nicht das erste gescheiterte Filmprojekt von Terry Gilliam, jedoch das erste gescheiterte Projekt, bei dem er tatsächlich schon mit den Dreharbeiten begonnen hatte.

      * The Defective Detective
      The Defective Detective war ein Film über einen heruntergekommenen Detektiv, der in der Fantasiewelt eines Kindes endet. Er war nach König der Fischer und später noch einmal nach 12 Monkeys geplant, Nicolas Cage hatte für die Hauptrolle zugesagt, aber auch Bruce Willis hatte großes Interesse an dem Film, doch die Paramount-Studios wollten den Film nicht finanzieren. Danach kehrte Gilliam Hollywood zunächst den Rücken, weil er enttäuscht war, dass man nach den beiden Riesenerfolgen König der Fischer und 12 Monkeys immer noch nicht genug Vertrauen in ihn hatte.

      * Good Omens
      2001 schrieb Gilliam zusammen mit Tony Grisoni (mit dem er schon das Drehbuch zu Fear and Loathing in Las Vegas geschrieben hatte) ein Drehbuch auf Basis des Romans Ein gutes Omen (OT: Good Omens) von Neil Gaiman und Terry Pratchett, dessen Verfilmung dann aber zugunsten anderer Projekte vorerst zurückgestellt wurde, als ein Studio ihm zwar ein Budget von 45 Millionen US$ zur Verfügung stellte, den zusätzlich benötigten 15 Millionen US$ trotz Zusagen von Johnny Depp und Robin Williams für die Hauptrollen jedoch nicht zustimmen wollten. Zurzeit arbeitet Gilliam an einer möglichen Wiederaufnahme dieses Projekts, hat aber bislang noch nicht ausreichend Investoren gefunden.

      * Theseus and The Minotaur
      Theseus and The Minotaur war ein Projekt, an dem Gilliam nach der Vollendung von Jabberwocky arbeitete. Doch er war mit dem von ihm selbst geschriebenen Drehbuch nicht zufrieden und wandte sich anderen Projekten zu. Nach 12 Monkeys arbeitete er noch einmal daran, ließ es aber wieder fallen, so dass es eher unwahrscheinlich ist, dass dieses Projekt jemals realisiert wird.

      * A Tale of Two Cities
      A Tale of Two Cities, ein Projekt, dem sich Gilliam 1994 widmetete. Mel Gibson war für die Hauptrolle vorgesehen, doch dieser wandte sich schon sehr früh wieder von dem Projekt ab, um Braveheart zu drehen. Liam Neeson sollte dann die Rolle übernehmen, doch die Filmstudios waren daraufhin nurmehr bereit, weniger als die Hälfte an Produktionskosten bereitzustellen (obwohl sich am Film sonst nichts geändert hätte). Gilliam hielt den Film mit weniger als der Hälfte des ursprünglichen Budgets für nicht realisierbar und stieg aus.

      * A Scanner Darkly
      A Scanner Darkly, ebenfalls ein Projekt, an dem Gilliam nach König der Fischer arbeitete, scheiterte wieder einmal an den Filmstudios, die dem Projekt kein grünes Licht gaben. Es handelt sich um eine düstere Science-Fiction-Geschichte von Philip K. Dick (dt. Buchtitel "Der dunkle Schirm"), dem Autor von Träumen Androiden von elektrischen Schafen? (verfilmt als Blade Runner).

      Nach den neuen Anti-Terror-Gesetzen in den USA schien die Geschichte vielen doch wieder so aktuell, dass der Film mit mehr als zehn Jahren Verspätung doch noch realisiert wurde. Er kam im Sommer 2006 in die Kinos, nachdem er im selben Jahr bereits auf dem Fantasyfilmfest gezeigt worden war. Die Hauptrolle spielt Keanu Reeves. Terry Gilliam ist an dem Projekt jedoch nicht mehr beteiligt, Regie führte Richard Linklater.

      * Time Bandits 2
      Time Bandits 2, Mitte der 1990er arbeitete Gilliam an einen Drehbuch für ein Sequel zu Time Bandits, 2002 arbeitete ABC an der Version einer Fernsehserie des Films. Der heutige Status dieses Projekts ist unbekannt.

      * Watchmen
      Watchmen, die Verfilmung des gleichnamigen „Anti-Superhelden-Comics“ von Alan Moore (in Deutsch als Watchmen – Die Wächter erschienen) wurde Gilliam erstmals 1989 angeboten, wo er zunächst zusagte, der Film dann aber wegen mangelhafter Finanzierung verschoben werden musste.

      1996 wurde Gilliam erneut gefragt, ob er noch Interesse an einer Verfilmung hätte, doch Gilliam war in der Zwischenzeit zu der Überzeugung gelangt, dass die Geschichte zu komplex wäre, um in einem einzigen Kinofilm realisiert zu werden. Er schlug statt dessen eine Miniserie vor, was jedoch auf wenig Gegenliebe beim Produzenten stieß. 2005 wurde das Projekt erneut belebt, diesmal ohne Gilliam. Nachdem Paramount den Film anfänglich nicht finanzieren wollte, wurde das Projekt aufgrund der vorhergehenden Einspielerfolge mit Verfilmungen von Alan Moore-Comics nun unter der Regie von Zack Snyder umgesetzt.

      * Der Glöckner von Notre Dame
      Der Glöckner von Notre Dame, Gilliam arbeitete 1995/1996 etwa ein halbes Jahr an einer Neuverfilmung des Stoffs mit Gérard Depardieu. Als Gilliam jedoch erfuhr, dass Disney an einer Zeichentrick-Version davon arbeitete, stieg er aus.

      * Harry Potter
      Gilliam war auch der Wunschkandidat von Joanne K. Rowling als Regisseur für die Verfilmung von Harry Potter, doch das Filmunternehmen Warner Bros. weigerte sich, mit Gilliam zusammenzuarbeiten und entschied sich für Chris Columbus. Gilliam war über die ablehnende Haltung von Warner Bros. gegenüber seiner Person sehr verärgert: „Ich wäre der perfekte Mann für Harry Potter gewesen. Ich verließ das Treffen [mit den Produzenten], stieg in mein Auto und fuhr für etwa zwei Stunden wütend den Mulholland Drive entlang. Ich meine, Chris Columbus' Version ist fürchterlich. Einfach stumpfsinnig“.

      * Der goldene Kompass
      Auch Philip Pullman sprach sich für die Verfilmung seines Bestsellers Der goldene Kompass durch Gilliam aus. Wie auch bei Harry Potter folgten die Produzenten jedoch nicht dem Wunsch des Autors.

      * Charlie und die Schokoladenfabrik
      Ebenso wollte die Witwe des Autors Roald Dahl Gilliam als Regisseur für die Neuverfilmung von Charlie und die Schokoladenfabrik verpflichten. Erneut scheiterte dies am Veto der Produzenten.

      * The Zero Theorem
      Im Januar 2009 wurde ein auf einem Originaldrehbuch von Pat Rushin basierender Science-Fiction-Thriller unter dem Titel The Zero Theorem angekündigt. Gilliam sollte Regie führen, als Produzent sollte Richard Zanuck fungieren. Billy Bob Thornton war als Hauptdarsteller angekündigt. Im Sommer des gleichen Jahres erklärte Gilliam jedoch, dass er das Projekt aufgegeben habe, da er zu beschäftigt mit der Arbeit an The Imaginarium of Doctor Parnassus sowie den Vorbereitungen für The Man Who Killed Don Quixote sei.




      Filmografie


      * 1968: Storytime (Regie)
      * 1974: The Miracle of Flight (Regie)
      * 1975: Die Ritter der Kokosnuß (Regie, Drehbuch, Darsteller)
      * 1977: Jabberwocky (Regie, Drehbuch, Darsteller)
      * 1979: Das Leben des Brian (Drehbuch, Darsteller)
      * 1981: Time Bandits (Regie, Drehbuch)
      * 1983: The Crimson Permanent Assurance (Regie, Drehbuch, Darsteller)
      * 1983: Der Sinn des Lebens (Drehbuch, Darsteller)
      * 1985: Spione wie wir (Darsteller)
      * 1985: Brazil (Regie, Drehbuch)
      * 1988: Die Abenteuer des Baron Münchhausen (Regie, Drehbuch, Darsteller)
      * 1991: König der Fischer (Regie)
      * 1995: 12 Monkeys (Regie)
      * 1998: Fear and Loathing in Las Vegas (Regie, Drehbuch)
      * 2002: Lost in La Mancha (Darsteller)
      * 2005: Brothers Grimm (Regie)
      * 2005: Tideland (Regie, Drehbuch)
      * 2009: Das Kabinett des Dr. Parnassus (Regie, Drehbuch)




      Fazit:

      Guter Regisseur, schade das er nicht Harry Potter oder Der goldene Kompass machen durfte, aber auch andere projekte die er nicht realisiert hatte, hörten sich gut an.
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      Zu Gilliam gab es noch keinen Thread?? Erschütternd... :nono:

      * 1975: Die Ritter der Kokosnuß 8/10
      * 1979: Das Leben des Brian 8/10
      * 1981: Time Bandits 7/10
      * 1985: Brazil 9/10
      * 1988: Die Abenteuer des Baron Münchhausen 8/10
      * 1991: König der Fischer 10/10
      * 1995: 12 Monkeys 9/10
      * 1998: Fear and Loathing in Las Vegas 7/10
      * 2005: Brothers Grimm 5/10
      * 2005: Tideland 8/10
      * 2009: Das Kabinett des Dr. Parnassus 7/10
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „goodspeed“ ()

      Hui, da besteht wohl nachholebedarf,...

      Die Ritter der Kokosnuß 90% ("du verkackter englischer Frischbiertrinker!") :tlol:
      12 Monkeys 70%
      Brothers Grimm 70%
      Das Kabinett des Dr. Parnassus 80%


      „Wonder Woman 2“

      5. Juni 2020


      Als verlässlicher Regisseur hat sich Terry Gilliam zwar noch nie erwiesen, aber dennoch muss ich sagen, dass er neben Tim Burton zu den wohl fantasievollsten und markantesten amerikanischen Regisseuren zählt. Gilliam dinstanziert sich ja sehr bewusst und sehr wortstark von allem, was mit Hollywood zusammenhängt (daher wundert es mich, warum er sich überhaupt erst mit "Harry Potter" beschäftigen wollte ... seine für gewöhnlich aus allen finanziellen Rudern laufenden Produktionen und seine Tendenz zum Cholerischen sind den Chefs bei Warner Brothers ja sicherlich auch keine Neuigkeit gewesen). Dadurch macht sich Gilliam zwar keine Freunde und wird daher wohl auch immer irgendwie der Einzelgänger bleiben, der er ist, aber für mich macht das wiederum erst den kleinen Revolutionär aus, der in ihm steckt.

      Zu meinen Lieblingen von ihm zählen "The Fisher King" (den ich schon viel zu lange nicht mehr gesehen habe) und "Time Bandits". Zuletzt habe ich dann noch "Dr. Parnassus" gesehen, der trotze einiger kleiner Drehbuchschwächen Gilliams klassische Stärken wieder hervorbrachte.

      "Monty Python and the Holy Grail" wurde von ihm ja nur co-inszeniert. Terry Jones war, wie von vielen der Darsteller beschrieben, derjenige, der für den eigentlich komödiantischen Anteil des Films verantwortlich war. Nachdem die Dreharbeiten dazu ja nicht ganz glücklich verliefen, hat sich Gilliam vom Regieposten der restlichen Monty Python-Filme verabschiedet und den Platz für Jones freigegeben.

      Darüber hinaus sind natürlich einige der genialsten Passagen aus der "Flying Circus"-Show aus seiner Feder. Einfach klasse, wie er es immer wieder geschafft hat, die pointelosen (gibt's das Wort?) Sketche der Truppe mit seinen schrägen und abstrakten Cartoons zu verknüpfen. Zwar nicht der prominenteste der 6 Pythons, aber dennoch genau so wichtig, wie der Rest.

      Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich "Twelve Monkeys" noch nie komplett gesehen habe. Muss ich demnächst unbedingt mal nachholen. Ich freue mich auf "Don Quixote" und hoffe, dass das Projekt dieses mal unter einem besseren Stern stand, als noch vor 10 Jahren.

      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry."

      David Chase

      toller regisseur - auch wenn ich brothers grimm und dr parnassus nimmer so toll fand - tideland muss ich noch nachholen - aber 12 monkeys , könig der fischer und fear and loathing - das sind absolute meisterwerke , die auch kein anderer regisseur auf so faszinierende weise hinbekommen hätte - ich mag gilliams faible für monster und ritter und so die schiene - einfach seine art die dinge anzugehen - man hat immer das gefühl dass der film mit sehr viel handarbeit entstanden ist - immer gibts irgendwelchen krassen konstruktionen - irgendwelche schrägen puppen oder kostüme oder irgendwelche maschinen mit schläuchen und hebeln - es ist auch immer ein wenig dreckig und man hat das gefühl , als käme der film directly from the streets . vieleicht liegts auch am einmaligen schwarzen bis ein wenig kruden humor .

      achja brazil gabs ja auch noch - das soll ja DER Gilliam sein - auch wenn ich mit dem film nie warm wurde - nenn natürlich die dvd mein eigen - aber weiss net da gefallen mir die 3 erwähnten viel besser . die monty filme sind natürlich auch klasse - auch wenn die da iwie aus der wertung fallen , da sie andre qualitäten haben .

      btw. sehr schöner aufwendiger thread

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Der siebte Samurai“ ()

      Die Ritter der Kokosnuß - 9/10 (Punktabzug für das Ende)
      12 Monkeys - 9/10
      Fear and Loathing in Las Vegas - 8/10 (das Buch war doch besser...)
      Das Leben des Brian - 8/10
      Brazil - 8/10 (toll, aber anstrengend)
      Der Sinn des Lebens - 6/10 (war nicht meins)
      Das Kabinett des Dr. Parnassus - keine Ahnung, was ich letztes Jahr vergab, aber aus der Erinnerung raus wären es 7,5-8/10
      Brothers Grimm - 7/10 (nett, aber nicht mehr und nicht weniger)
      Jabberwocky - eigentlich zu lange her, ihn bewerten zu können
      Break through the surface and breathe.
      Mein absoluter Lieblingsregisseur!

      Brazil - Der beste Film aller Zeiten! Läuft auf unzähligen Ebenen und sollte JEDER gesehen haben. 10/10

      Leben des Brian - Einer der wohl lustigsten Filme aller Zeiten. Den hat wohl jeder gesehen. 10/10

      Ritter der Kokosnuss - 8/10

      Sinn des Lebens - 6/10

      Fear and Loathing in Las Vegas - 7/10

      12 Monkeys - Oberflächlich betrachtet ein Science Fiction Film, aber eigentlich ein typischer Gilliamesker Mindfucker. 9/10

      Brothers Grimm - Keine Ahnung, was Terry Gilliam hier passiert ist. Der größte Ausrutscher überhaupt. 3/10

      Tideland - Sehr verstörender Film, mit der für Gilliam typischen Verschmelzung von Realität und Wahn. Ist leider unter seinen Werken zu unrecht etwas untergegangen. 8/10

      Das Kabinett des Dr. Parnassus - 8/10
      We were somewhere around Barstow, on the edge of the desert...
      Ich mag Terry Gilliam. Monty Python fand ich schon toll und auch danach hat er großartige Film gedreht.

      Die Ritter der Kokusnuss: 9/10
      Time Bandits: 7/10
      Brazil: 9/10
      König der Fischer: 8/10
      12 Monkeys: 10/10
      Fear and Loathing in Las Vegas: 7/10

      Das Leben des Brian kann man ihm (zumindest als Regisseur) nicht zuschreiben. "Der Sinn des Lebens" habe ich auf der Festplatte. Der wird demnächst geschaut. Hatte ihn schon mal gesehen kann mich aber für eine Bewertung nicht mehr gut genug erinnern.