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Vincent Cassel

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      Vincent Cassel

      Vincent Cassel



      Über ihn

      Der Sohn des französischen Stars Jean-Pierre Cassel, soll nach dem Willen seiner Eltern möglichst nicht im Showbiz landen. Mit 17 beginnt Vincent trotzdem eine Ausbildung an einer Zirkusschule und steht ein Jahr später zum ersten Mal als Schauspieler auf einer Bühne. Mit dem Kritiker- und Publikumshit "Hass" seines Freundes Mathieu Kassovitz landet Cassel 1995 den großen Durchbruch und bekommt das Image des "zornigen, jungen Mannes" verpasst. Frankreichs junge Filmemacher wie Kassovitz, Jan Kounen und Gilles Mimouni bleiben Cassels bevorzugte Regisseure.

      Zusammenarbeit mit Mathieu Kassovitz


      Mathieu Kassovitz und vincent cassel mit Frau


      Die intensive Zusammenarbeit zwischen Kassovitz und Cassel führte 1995 mit dem Film Hass zum Erfolg. In seinem durchgehend in schwarz-weiß gehaltenen Drama porträtiert Kassovitz 24 Stunden im tristen Leben von drei befreundeten Jugendlichen eines Pariser Banlieues. Vincent Cassel, der unter Kassovitz als rebellischer Vince seine erste Hauptrolle feierte, wurde bei den Césars als Bester Nachwuchsdarsteller und Bester Hauptdarsteller nominiert (neben so etablierten französischen Mimen wie Michel Serrault oder Jean-Louis Trintignant).

      Nach dem großen Erfolg von Hass, der Vincent Cassel auch über die Grenzen Frankreichs hinaus bekannt werden ließ, gehörte er 1995 zum Ensemble der internationalen Produktion Jefferson in Paris von James Ivory, in der er an der Seite von Nick Nolte, Greta Scacchi und Gwyneth Paltrow agiert. Darauf folgten die französische Tragikomödie Seitensprung für Anfänger mit Karin Viard und Richard Berry, sowie Olivier Schatzkys L'élève, in dem er die Hauptrolle bekleidete. Eine weitere Hauptrolle folgte ein Jahr später mit Gilles Mimounis Psychothriller Lügen der Liebe (anderer Titel: Lieben und Lügen). Vincent Cassel spielt hier den aufstrebenden Geschäftsmann Max, der vor einer Geschäftsreise nach Tokio seine alte Jugendliebe Lisa wiedersieht, die vor Jahren aus unbekannten Gründen aus seinem Leben verschwand. Lisa, die von dem ehemaligen italienischen Fotomodell Monica Bellucci verkörpert wird, lernte er auch außerhalb des Filmsets kennen und lieben. Beide traten gemeinsam in den kommenden Jahren in einer Reihe von Filmen auf, wie z. B. Gaspar Noés kontroversem Drama Irreversibel, das Vincent Cassel mitproduzierte, oder Frédéric Schoendoerffers Agentenfilm Agents Secrets – Im Fadenkreuz des Todes.

      Höhepunkt seiner Karriere

      1998 war Vincent Cassel in Shekhar Kapurs mehrfach für den Oscar nominierten Film Elizabeth zu sehen. An der Seite von Cate Blanchett, Joseph Fiennes und Geoffrey Rush spielt er den exzentrischen Herzog von Anjou, der eine Heirat mit der Titelheldin eingehen soll. Im selben Jahr lieferte Cassel mit Shabat Night Fever seine erste Regiearbeit ab, bei der er gemeinsam mit Anthony Souter auch das Drehbuch verfasste. Die Verfilmung eines weiteren historischen Stoffes folgte mit Luc Bessons Johanna von Orleans, in dem er Johannas Kampfgefährten Gilles de Rais verkörperte.

      Im Jahr 2000 arbeitete Vincent Cassel erneut mit dem befreundeten Regisseur Mathieu Kassovitz zusammen. In dessen Kriminalfilm Die purpurnen Flüsse, der auf dem gleichnamigen Roman des französischen Schriftstellers Jean-Christophe Grangé basiert, bildete Cassel gemeinsam mit Jean Reno ein Ermittler-Duo, das eine Reihe von Morden an einer Eliteuniversität in den französischen Alpen aufdeckt. Der Film, bei dem sich Vincent Cassel in einer Kampfszene die Nase brach, lief in Europa äußerst erfolgreich in den Kinos, und Cassel wurde für seine Darstellung des unkonventionellen Kriminalkommissars Max Kerkerian für den Europäischen Filmpreis nominiert. 2004 verzichtete er darauf, in der Fortsetzung Die Engel der Apokalypse mitzuwirken, und wurde durch Benoît Magimel ersetzt.

      2001 lieh Vincent Cassel, der u. a. in Frankreich den britischen Schauspieler Hugh Grant synchronisiert, in dem Animationsfilm Shrek seine Stimme einem feminin dargestellten Robin Hood. Mit seinen markanten Gesichtszügen und dem sardonischen Lächeln war Cassel kurze Zeit später als Bösewicht in Christophe Gans' historischem Horrorfilm Pakt der Wölfe zu sehen, der unkonventionell die Legende um die Bestie vom Gévaudan thematisierte. Im selben Jahr folgte ein gemeinsamer Auftritt mit Mathieu Kassovitz als russische Kleinkriminelle in dem Thriller Birthday Girl – Braut auf Bestellung an der Seite von Nicole Kidman und Ben Chaplin, sowie die Hauptrolle in Jacques Audiards Thriller Lippenbekenntnisse. Für seine Rolle des Paul, eines frisch aus dem Gefängnis entlassenen Diebes, der eine Liaison mit einer hörgeschädigten Sekretärin (gespielt von Emmanuelle Devos) eingeht, wurde er 2002 erneut mit einer Nominierung als bester Hauptdarsteller bei den Césars und dem Europäischen Filmpreis belohnt. Im selben Jahr lieh er für die französische Synchronisation des Animationsfilms Ice Age dem Säbelzahntiger Diego seine Stimme.

      Nach Auftritten in Steven Soderberghs Kriminalfilm Ocean's Twelve, der Hauptrolle in Jan Kounens europäischem Western Blueberry und der Fluch der Dämonen und der französischen Synchronisation des Roboters Rodney in dem Animationsfilm Robots, ist Vincent Cassel seit 2005 in Mikael Håfströms Thriller Entgleist, an der Seite von Clive Owen und Jennifer Aniston zu sehen. 2006 folgte Kim Chapirons Horrorfilm Le sheitan, in dem Cassel einen Schäfer spielt, der bei den Vorbereitungen zu einem satanischen Ritual von einer Gruppe Jugendlicher gestört wird.

      Einen weiteren Erfolg in Amerika feierte Cassel 2007 in dem Oscar-nominierten Mafia-Thriller Tödliche Versprechen. An der Seite von Viggo Mortensen, Naomi Watts und Armin Mueller-Stahl verkörpert er den exzentrischen Sohn eines russischen Mafiosos, der in London ein Restaurant verwaltet. Cassels bisher größter Erfolg war der Part des Jacques Mesrine in Jean-François Richets Spielfilmen Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt und Public Enemy No. 1 – Todestrieb. Die Titelrolle des französischen Gewaltverbrechers brachte ihm 2009 den César als Bester Hauptdarsteller ein.

      Mit Monica Bellucci, seiner Filmpartnerin in Lügen der Liebe, Dobermann, Pakt der Wölfe und Irreversibel, ist er seit 1999 verheiratet. Sie haben zwei Töchter, die am 12. September 2004 und am 21. Mai 2010 in Rom zur Welt kamen.

      Cassel beherrscht u. a. die brasilianische Kampfkunst Capoeira.

      Im März 2009 wurde Cassel als Gesicht für die Parfüm-Kampagne Nuit de l’homme von Yves Saint Laurent gewonnen.

      Filmografie

      1989: Vater werden ist nicht schwer (Les cigognes n'en font qu'à leur tête)
      1991: Gemischtes Doppel (Les clés du paradis)
      1992: Die Schokoladenprinzessin (Hot Chocolate)
      1993: Lola liebts schwarzweiß (Métisse)
      1995: Seitensprung für Anfänger (Adultère, mode d'emploi)
      1995: Jefferson in Paris
      1995: Blood of the Hunter
      1995: Hass (La Haine)
      1996: Lügen der Liebe (L'Appartement)
      1997: As You Want Me (Come mi vuoi)
      1997: Dobermann
      1998: Le plaisir (et ses petits tracas)
      1998: Compromis
      1998: Elizabeth
      1999: Unruly (Méditerranées)
      1999: In Marseille wartet der Tod
      1999: Guest House Paradiso
      1999: Johanna von Orleans (The Messenger: The Story of Joan of Arc)
      2000: Die purpurnen Flüsse (Les rivières pourpres)



      2001: Lippenbekenntnisse (Sur mes lèvres)
      2001: Birthday Girl – Braut auf Bestellung (Birthday Girl)
      2001: Pakt der Wölfe (Le pacte des loups)
      2002: Irreversibel (Irréversible)



      2003: The Reckoning – Das dunkle Geheimnis (The Reckoning)
      2004: Ocean's Twelve



      2004: Agents Secrets – Im Fadenkreuz des Todes (Agents secrets)
      2004: Blueberry und der Fluch der Dämonen (Blueberry)
      2005: Entgleist (Derailed)
      2006: Sheitan
      2007: Seine Majestät das Schwein (Sa majesté Minor)
      2007: Ocean’s Thirteen
      2007: Tödliche Versprechen – Eastern Promises (Eastern Promises)
      2008: Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt (Mesrine: L'instinct de mort)



      2008: Public Enemy No. 1 – Todestrieb (Mesrine: L'Ennemi public n°1)



      2009: À Deriva
      2010: Black Swan



      2010: Notre Jour Viendra

      Regisseur und Drehbuchautor
      1997: Shabbat Night Fever

      Produzent
      2002: Irreversibel (Irreversible)
      2006: Sheitan

      Auszeichnungen

      César

      1996: nominiert als Bester Hauptdarsteller und Bester Nachwuchsdarsteller für Hass
      2002: nominiert als Bester Hauptdarsteller für Lippenbekenntnisse
      2009: Bester Hauptdarsteller für Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt und Public Enemy No. 1 – Todestrieb

      Weitere

      Étoile d’Or
      2009: Bester Darsteller für Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt und Public Enemy No. 1 – Todestrieb

      Europäischer Filmpreis
      2001: nominiert als Bester Darsteller für Die purpurnen Flüsse
      2002: nominiert als Bester Darsteller für Lippenbekenntnisse

      Prix Lumière
      2009: Bester Darsteller für Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt und Public Enemy No. 1 – Todestrieb

      Tokyo International Film Festival
      2008: Bester Darsteller für Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt und Public Enemy No. 1 – Todestrieb

      Valenciennes International Festival of Action and Adventure Films
      2002: Patrick-Dewaere-Ehrenpreis


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      Cassel hat das, was den meisten Schauspielern in all ihrer Glattpoliertheit völlig abhanden geht: ne richtige Charakterfresse! Selbst in geschniegelt und gestriegelt sieht der Mann stets so aus, als wenn er gleich einen um die Ecke bringen wollte. :D Soll heißen, dass er jede Rolle mit vielen Facetten ausstattet und seine Figuren niemals so leicht auszurechnen sind.
      Cassel verinnerlicht jede Rolle, egal ob er wie in "Die purpurnen Flüsse" auf der Seite des Gesetzes steht oder wie beispielsweise in "Sheitan" einfach nur ein durchgeknallter Irrer ist. Er hat dabei stets - sowohl von der Optik wie auch von der Darstellung her - einen hohen Wiedererkennungswert und ist definitiv kein Schauspieler wie jeder andere. In seinem Heimatland gehört er für mich ganz klar zu den Top 3.
      Oha, diesen Thread habe ich ja jetzt erst entdeckt. Und warum überhaupt bin ich nicht auf die grandiose Idee gekommen, ihn zu erstellen? ;)

      Monsieur Cassel hat die Ehre, der erste Schauspieler überhaupt zu sein, als dessen Fan ich mich bezeichne (was bedeutet, das es über bloßes "gut finden" hinaus geht).

      "Entdeckt" habe ich den Herrn, als 2006 "Pakt der Wölfe" im TV lief - er hinterließ einen so nachhaltigen Eindruck, das ich mich näher mit Schaffen und Person beschäftigt habe. Inzwischen nenne ich eine stattliche Sammlung seiner Filme auf DVD mein eigen. Bis auf "Notre Jour Viendra (Our Day Will Come)" und "Black Swan" (die folgen in Kürze) besitze ich sämtliche in der obigen Filmografie aufgeführten Filme.

      Zum Glück dreht der Mann ja unverändert viele Filme, so daß man noch lange in den Genuss kommen wird.

      Hier der, gerade erschienene, Teaser zum neuesten Streich:

      "Le Moine"

      Der Film von Dominik Moll basiert auf dem Roman "Der Mönch" von Matthew Gregory Lewis - sehr gutes Buch übrigens. In Frankreich startet der Film nächsten Monat. Praktischerweise bin ich vom 17. bis 23. Juli in Paris und werde es mir nicht entgehen lassen, den Film dort im Kino anzusehen. Endlich läuft mal ein Cassel-Film wenn ich dort bin!

      Im Übrigen wird Cassel nicht die Hauptrolle in der "Fantomas"-Neuverfilmung von Christophe Gans übernehmen. Aus dem Projekt ist er wieder ausgestiegen, weil nach ca. anderthalb Jahren Vorbereitung noch immer kein Drehbuch vorliegt (vermutlich wird aus dem Film genausowenig etwas wie aus allen anderen Projekten von Gans in der letzten Zeit).

      Aber es gibt gute Alternativen:

      Einmal ein Sequel von "Dobermann" !!!!!!!!!! :]

      Playlist: "Doberman"

      Und dann noch einen neuen Film von Costa Gavras:

      "Le Capital"

      Desweiteren ist eine romantische Komodie zusammen mit Monica Bellucci geplant, welche während des Karnevals in Rio spielen soll. Regie wird Kim Chapiron führen, guter Freund von Vincent und Regisseur von "Sheitan" und "Dog Pound".

      Weitere Infos demnächst hier. ;)
      "The Lemming rustles. And, in this area, the penalty for rustling is death."
      Der "Westworld"-Star ist kein Fan von Marvel & DC-Filmen, er sagt, sie seien für Kinder.

      "Ehrlich gesagt, das sind keine Filme mehr, die ich mir anschaue. Als sie mit der Technologie und der Tatsache aufwarteten, dass plötzlich ‘Iron Man’ oder ‘Spider-Man’ in den Spezialeffekten echt und nicht kitschig aussehen konnten, war ich interessiert. Dann wurde es normal. Zu der Zeit, als ich noch ein Kind war, war ich ein großer Fan der Comics. Heutzutage denke ich, dass dies Filme für Kinder sind, wirklich. Und obwohl ich immer noch einen Teil von mir habe, der ein Kind ist, würde ich nein sagen. Ich würde sie mir nicht ansehen. Wenn Sie vielleicht einen großen Bösewicht hätten und es von jemandem gemacht würde, der wirklich intelligent und talentiert genug ist, dem Film eine Wendung zu geben, so dass er nicht wie ein Film für Kinder aussieht, dann würde ich es vielleicht machen. Aber ansonsten, nein. Bei den wenigen Ansätzen, die ich hatte, hatte ich das Gefühl, es wäre eine langwierige Verpflichtung für etwas gewesen, das ich mir nicht einmal bis zum Ende ansehen würde."

      Link(Quelle): inverse.com/entertainment/westworld-vincent-cassel-interview


      „Wonder Woman 2“

      02. Oktober 2020


      Ab und zu gibt es ja Comicverfilmungen mit einem erwachseneren Touch. Ich denke an "Logan" und "Joker". Die stehen dann auch (bislang) für sich und erfordern keine jahrelange Verpflichtung seitens des Schauspielers. Jemanden wie Vincent Cassel für eine vergleichbare Produktion zu gewinnen, wäre eine feine Sache. Ich mag ihn recht gerne.