Noah (Darren Aronofsky)

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    Es gibt 281 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Nightwatcher.

      Original von sladge
      Ich freue mich jedenfalls über den neuen Trend zu Bibelverfilmungen die (hoffentlich) modern und gut gemacht sind und keine verstaubten Langweiler (wie leider so manche bisherige Bibelverfilmung).


      Liegt wohl daran, dass Religion ziemlich antiquiert ist. Hoppala, ich glaub solche Diskussionen sind laut Forenrgeln nich gestatten, oder? :uglylol:

      Dann lass ich das als Atheist mal lieber.

      Ich könnte mir vorstellen, dass Aronofsky eine "Bibelverfilmung" dreht, die vollkommen ohne Religion auskommt. Wäre mal erfrischend. Noah nicht als Gottes Erfüllungsgehilfe, sondern als paranoischer Despot, der voller Größenwahn ein neues Fleckchen Erde für sich kultivieren will...inklusive vorher eingesammelter Fauna und Flora. :uglylol:

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      Original von Jim_Dandy
      Noah nicht als Gottes Erfüllungsgehilfe, sondern als paranoischer Despot, der voller Größenwahn ein neues Fleckchen Erde für sich kultivieren will...inklusive vorher eingesammelter Fauna und Flora. :uglylol:


      In die Richtung wird sie die Sache vermutlich auch entwickeln, nur nicht ganz blasphemisch schätze ich :D

      Zitat aus einem Interview mit Aronofsky:
      "It's probably because I'm Godless. And so I've had to make my God, and my God is narrative filmmaking, which is -- ultimately what my God becomes, which is what my mantra becomes, is the theme."

      Aronofksy glaubt als Atheist durch aus an das Übersinnliche, aber auf eine Art, die dem Menschen und nicht irgendwelchen Göttern entspringt. Darum sollten sich zu gläubige Menschen lieber nicht zu sehr auf eine "Bibelverfilmung" freuen. Es dürfte bestenfalls auf ein "inspired by" Credit für die Bibel hinaus laufen ;) Alle christlichen Organisationen und Vereine, die bei The Passion of the Christ sturmliefen, können sich also schon mal warmprotestieren ^^
      Signatur lädt...

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „goodspeed“ ()

      Bin auch recht gespannt auf den Film mit einer eigenen Interpretierung der Story um Noah und die Arche. Und ich bin kein Atheist.. auch kein Agnostiker.

      Original von goodspeed
      Alle christlichen Organisationen und Vereine, die bei The Passion of the Christ sturmliefen, können sich also schon mal warmprotestieren ^^

      Das wird wohl passieren.. leider. Diese extreme Christen (oder eher "Christen") können einem manchmal echt aufn Sack gehn :rolleyes:
      Original von goodspeed

      Aronofksy glaubt als Atheist ....


      Mag ja sein das Aronofsky aus nichtreligiöser Sicht an den Film rangehen wird, aber so richtiger Atheist scheint er auch nicht zu sein, wenn man dem Artikel glauben schenkt:

      His parents practised conservative Judaism, but, says Aronofsky, "I was raised culturally Jewish, but there was very little spiritual attendance in temple. It was a cultural thing – celebrating the holidays, knowing where you came from, knowing your history, having respect for what your people have been through." Yet the young Aronofsky was also persuaded, while visiting Israel, to spend some time in an Orthodox yeshiva (Jewish school); the experience fuelled Pi, with its references to kabbalah and numerological extrapolations of the Hebrew alphabet.

      .....when I ask whether the couple will be giving their son a Jewish upbringing,..... "We haven't really figured that out yet. We celebrate the holidays, and just hang out, and he knows he's Jewish."


      independent.co.uk/arts-enterta…en-aronofsky-2176828.html
      Original von TheKillingJoke
      Warum sollte man denn als überzeugter Atheist überhaupt einen biblischen Stoff für eine Verfilmung wählen? Das wäre doch recht inkonsequent.


      Is doch alles ne Schwerpunktsache. Er ist der Meinung, dass er aus dem Stoff eine gute Geschichte erzählen kann und will. Ob nachher eine christliche Moral rausspringt ist die andere Sache. Gib auch mehrer Atheisten die sogar mit der "Passion Christi" etwas anfangen können.

      Nur weil Scorsesse z.B. gerne originalgetreue Mafia-Verfilmungen gern gemacht hat heißt das ja noch lange nicht, dass er deren Taten gut heißt. Er fand die Geschichte interessant. Mal ganz laienhaft gesprochen. ;)
      "Directing ain't about drawing a neat little picture and showing it to the cameraman. I didn't want to go to film school. I didn't know what the point was. The fact is, you don't know what directing is until the sun is setting and you've got to get five shots and you're only going to get two."

      David Fincher

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Tyler Fincher“ ()

      In Ordnung, deine Argumentation leuchtet mir bis zu einem bestimmten Punkt ein. Wobei es mich schon interessieren würde, was ein überzeugter Atheist von der "Passion Christi" abgewinnen kann (klammern wir mal die Option aus, dass dieser jemand auf ausgiebige Blut- und Gewaltinszenierungen in Filmen steht). Die "Passion Christi" ist an und für sich ja doch ein explizit christlicher Film, bei dem man unter neutralen Gesichtspunkten höchstens Themen wie Aufopferung oder Auserwähltsein heraus ziehen kann.

      Die Geschichte rund um "Noah" ist vermutlich offener, beziehungsweise kann sich offener gestalten lassen. Das hängt wohl schon allein damit zusammen, dass es in der Bibel wirklich nur wenige Verse sind, die sich damit beschäftigen. Und Aronofsky wird seinen Hang zum ausführlichen Charakterdrama bestimmt nicht verlieren und zwischen die Verse einiges an Handlung einfügen. Mir würde es gefallen, einen von Zweifel zerrissenen Noah zu sehen, der mit seinem Auftrag hadert und mehrdimensional dargestellt wird. Sogar eine bewusst provokante Darstellung (man verdreht die Geschichte, seine Motivation ist nicht wie die in der Bibel) würde mir zusagen.

      Man kann Filme mit religiösem Gehalt ja sicher so gestalten, dass Atheisten was zum Grinsen haben und gläubige Menschen gleichzeitig über was nachdenken können. ;)
      Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass Aronofsky DEN Noah meint und DESSEN Geschichte aus der Bibel verfilmen möchte sondern viel mehr einen Film machen möchte der die Biblischen Themen rund um Noah, (vielleicht auch Adamn und Eva?) etc. benutzt.

      Das sagte er zumindest im Bezug darauf dass er das Drehbuch als Comic veröffentlichen möchte da es ihm noch nicht möglich war den Stoff zu verfilmen.

      Und um soetwas zu verfilmen oder auf so eine Idee zu kommen ist es doch egal ob er jetzt Atheist ist oder etwas anderes, denn auch wenn die Bibel etwas Christliches ist geht es da ja nicht nur um übernatürliches sondern auch um ethische und moralische Themen und Fragen die auch für nicht gläubige interessant sind. Genauso kann man doch aber auch als nicht gläubiger Menschen Elemente in seinen Film einbauen an die man nicht unbedingt glaubt. Es geht ja wohl sicher nicht darum dass er mit dem Zeigefinger auf uns zeigt und die Biblischen Themen in den Film reinhaut um uns alle als Sünder darzustellen.

      EDIT:

      Okay jetzt hab ich mir nochmal was dazu gesucht und auf manchen Seiten steht es gehe um den Noah und auf manchen Seiten steht nur das es davon inspiriert ist. Naja ich denke mal dann muss man wohl weiter News abwarten bis man es genau weiß. Aber ich vermute immer noch dass es eher eine eigenständige Geschichte eines Noahs ist mit biblischen Themen als einfach Noah aus der Bibel zu adaptieren.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „JohnnyDark“ ()

      Original von TheKillingJoke
      Mir würde es gefallen, einen von Zweifel zerrissenen Noah zu sehen, der mit seinem Auftrag hadert und mehrdimensional dargestellt wird. Sogar eine bewusst provokante Darstellung (man verdreht die Geschichte, seine Motivation ist nicht wie die in der Bibel) würde mir zusagen.


      Und ich denke, dass genau das der Ansatz von Aronofsky sein wird. Nur weil es eine Geschichte aus der Bibel ist, muss sie sich ja noch lange nicht wie eine typische Bibelgeschichte anfühlen.

      Im Grunde ist das hier die gleiche Diskussion welche bei jeder Ankündigung eines neuen Aronofskys stattfindet: "Wie bitte..ein Ballett-/Wrestlerfilm?" Jetzt ist es eine Geschichte aus der Bibel und manche (nicht alle) schütteln den Kopf. Der sucht sich doch immer Stoffe raus welche von den meisten Filmemachern möglichst umgangen werden. Soll uns nur recht sein, dass er nicht auf Bekanntes setzt und versucht dem Zuschauer Filmstoffe näher zu bringen für die wir eventuell keine Augenbraue hochziehen würden. :)
      "Directing ain't about drawing a neat little picture and showing it to the cameraman. I didn't want to go to film school. I didn't know what the point was. The fact is, you don't know what directing is until the sun is setting and you've got to get five shots and you're only going to get two."

      David Fincher
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      Ich kannte Atheisten, die Theologie studiert haben. Noch Fragen :D? Man kann religioöse Geschichten, religiöse Inhalte und auch Religion ansich interessant finden, ohne dran zu glauben.

      Und wie ich bereits schrieb, Aronofsky findet die Geschichte um Noah nicht religiös.
      Break through the surface and breathe.
      Original von Tyler Fincher
      Original von TheKillingJoke
      Im Grunde ist das hier die gleiche Diskussion welche bei jeder Ankündigung eines neuen Aronofskys stattfindet: "Wie bitte..ein Ballett-/Wrestlerfilm?" Jetzt ist es eine Geschichte aus der Bibel und manche (nicht alle) schütteln den Kopf. Der sucht sich doch immer Stoffe raus welche von den meisten Filmemachern möglichst umgangen werden. Soll uns nur recht sein, dass er nicht auf Bekanntes setzt und versucht dem Zuschauer Filmstoffe näher zu bringen für die wir eventuell keine Augenbraue hochziehen würden. :)


      Jo, für mich nur mit dem Unterschied, dass mich erstmals der "Hintergrund" eines Aronofsky-Films interessiert. :)

      Wrestling fand ich eher lächerlich, Ballett bestenfalls sympathisch. Und dennoch haben mich sowohl "The Wrestler", als auch "Black Swan" total umgehauen. Mein Interesse fürs Wrestling und Ballett wurde deswegen aber trotzdem nicht geweckt. Von daher bin ich mal zuversichtlich, dass Aronofskys neuer Film auch religös wenig Interessierten oder Überzeugten gefallen könnte.

      Allerdings frage ich mich, wie wohl professionelle Wrestler oder Balletttänzer "The Wrestler" und "Black Swan" wahrnehmen. Insofern schätze ich, dass ich als religiöser Mensch "Noah" so oder so anders sehen werde, als ein Atheist. Und da bin ich gespannt, wie fordernd und innovativ Aronofsky unter dieser Perspektive für mich sein wird.
      TheKillingJoke:

      Ist die Frage, ob Black Swan ein Ballettfilm war ;). Ich glaube eher, dass diejenigen, die einen Ballettfilm erwartet hatten, auf die Nase geflogen sind (bei den Amazon-Kundenrezensionen gibt es manch "interessantes" zu lesen). Deswegen bin ich gespannt, was uns Aronofsky bei dem HIntergrund von Noah eigentlich zeigen wird.
      Break through the surface and breathe.
      Ich würde auch "Black Swan" nicht als Ballettfilm bezeichnen. :) Aber ich glaube, es gibt "aufgeschlossene" Ballettfans, die sich der Sache bewusst waren und den Film vielleicht trotzdem anders sehen als zum Beispiel ich, der wenig Ahnung von Ballett hat. Analaog dazu werde ich "Noah" vielleicht auch anders sehen, als Leute, die sich nicht für Religion interessieren - auch wenn "Noah" kein explizit religiöser Film werden sollte. :)

      Bin mal gespannt, wann es überhaupt mal wieder handfeste Neuigkeiten zu dem Projekt gibt. Steht doch mehr oder weniger noch auf wackligen Beinen, oder?
      Original von TheKillingJoke
      Man kann Filme mit religiösem Gehalt ja sicher so gestalten, dass Atheisten was zum Grinsen haben und gläubige Menschen gleichzeitig über was nachdenken können. ;)


      Oder anders herum ;)

      Es ist amüsant die Reaktionen auf meineen Post zu lesen. Christ zu sein heißt nämlich nicht gleich humorlos, verbohrt und langweilig zu sein wie man aus der einen oder anderen Antowort von Euch entnehmen könnte. Das ist halt ein Klischee wie um bei den letzten Aronowsky Filmen zu bleiben das Wrestler dumm und Ballett Tänzer alle schwul sind :grins:

      Übrigens [Klugscheißmodus an] ist Noah keine christliche Geschichte. Sie steht zwar in der Bibel ist aber tausende Jahre vor Christus geschrieben worden und an sie wird genauso in der jüdischen und (soweit ich weiß) im islamischen Religion geglaubt.

      Und von christlichen Protesten zu dem Film "die Passion Christi" habe ich auch nie etwas gehört. Der ist unter Christen ziemlich positiv aufgenommen worden lediglich das er eine Spur zu blutig und brutal geraten ist was mich im übrigen nicht gestört hat.
      Original von sladge
      Und von christlichen Protesten zu dem Film "die Passion Christi" habe ich auch nie etwas gehört. Der ist unter Christen ziemlich positiv aufgenommen worden lediglich das er eine Spur zu blutig und brutal geraten ist was mich im übrigen nicht gestört hat.


      Dann hattest du deinen Kopf aber relativ lange im Sand stecken ^^ Google mal ein bisschen danach. Egal ob Christ, Jude oder Moslem, Gibsons Film machte sich in allen Lagern nicht besonders beliebt. Außer bei den extrem konservativen Christen (diejenigen, die das Klischee der humorlosen Christen regelmäßig erneuern ^^), die fanden ihn so weit ich noch weiß Herz aller liebst :D
      Signatur lädt...
      Original von sladge
      Übrigens [Klugscheißmodus an] ist Noah keine christliche Geschichte. Sie steht zwar in der Bibel ist aber tausende Jahre vor Christus geschrieben worden und an sie wird genauso in der jüdischen und (soweit ich weiß) im islamischen Religion geglaubt.


      Klugscheißen kann ich auch ;)

      "Tausende Jahre vor Christus" ist etwas weitgegriffen. Die Erzählung von Noah dem Bau der Arche zählt zur jahwistischen Schöpfungsgeschichte, die auf etwa 950 v. Chr. vor Christus datiert wird. Sie entstand entweder noch vor der Teilung des Königreichs Israel oder kurz danach im Nordreich. Während des Babylonischen Exils um 500 v. Chr. erfuhr der ganze Pentateuch (die ersten 5 Bücher Mose) nochmal einen redaktionellen Eingriff.
      In der Tat gibt es aber auch Sintflutgeschichten, die schon älter sind und auf die der Autor der jüdischen/alttestamentarischen Noahgeschichte zurückgegriffen hat. Da ist z.B. die sumerische Kultur zu nennen, dessen Sintflutgeschichte man etwa auf 1800 v. Chr. datieren kann.
      Im Islam kommt Noahs Geschichte in der Tat auch vor, allerdings in etwas abgewandelter Form. :)
      @ goodspeed: der Konter war aber nicht sehr nett :grins:
      Ich habe nur gehört das sich jüdische Gruppierungen darüber aufgeregt
      haben wie Juden in dem Film dargestellt werden. Allerdings bin ich auch
      kein Hardcore Konservativer, von daher verfolge ich solche Diskussionen offensichtlich nicht so gut wie Du.

      @ Finnigan: du hast Dir die Mühe gemacht das alles für mich herauszusuchen? ;)
      Ja das Buch Mose ist keine tausende Jahre alt. Aber die Geschichten aus dem Buch Mose wurden lange vor dessen Abschrift mündlich weitergegeben. Demnach muss ich mich korrigieren das sie nicht vor tausenden Jahren geschrieben sondern erzählt wurde. Und zwar weltweit. Ich habe unter "Sinnflut" bei Wikipedia gefunden das es außerbiblische Schilderungen von einer globalen Flut in großer Zahl in sehr vielen Kulturen gibt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „sladge“ ()

      Original von sladge
      @ Finnigan: du hast Dir die Mühe gemacht das alles für mich herauszusuchen? ;)


      Ich musste das nicht raussuchen, habe im Laufe meines Studiums Kurse über die Exegese biblischer Schriften belegt ;)

      Original von sladge
      Ich habe unter "Sinnflut" bei Wikipedia gefunden das es außerbiblische Schilderungen von einer globalen Flut in großer Zahl in sehr vielen Kulturen gibt


      Richtig, eine der bekanntesten ist die von mir bereits erwähnte der Sumerer.
      Grundsätzlich ist viel von anderen Kulturen auch in die Überlieferung des Judentums, damit des Christentums und damit auch des Islam eingegangen. Ist ja ganz logisch so ein Akkulturationsprozess.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Finnigan“ ()