Brian De Palma

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Es gibt 11 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von King Conan.

      Brian De Palma

      Brian De Palma



      Leben und seine Werke

      Brian De Palma, dessen italienische Wurzeln von römisch-katholischer Prägung waren, wuchs in Philadelphia, Pennsylvania und New Hampshire auf. Er begann an der Columbia-Universität ein Studium der Physik, wechselte aber als einer der ersten männlichen Studenten an das Sarah Lawrence College im Staat New York, welches einen Schwerpunkt für Darstellende Kunst hat.

      Brian De Palma ist drei Mal verheiratet gewesen. Seine erste Ehefrau war die Schauspielerin Nancy Allen, mit der er von 1979 bis 1983 verheiratet war. Danach folgte die Ehe mit Gale Anne Hurd, mit welcher er ein gemeinsames Kind hat. Von 1995 bis 1997 war De Palma mit Darnell Gregorio-De Palma verheiratet; auch aus dieser Beziehung ging ein Kind hervor.

      In seinen Filmen geht De Palma Themen wie Spannung, Mord, Besessenheit und psychologischen Störungen nach. Immer wiederkehrende Themen und Motive in seinen Filmen sind Voyeurismus und Überwachung, Doppelgänger, multiple Persönlichkeiten und Gewalt.

      De Palma bezieht sich in sehr vielen seiner Filme auf Alfred Hitchcock. So orientiert sich de Palma in seinen Thrillern an Grundthemen und Motiven von Hitchcock-Filmen, zitiert Szenen und greift auf viele Strategien der filmischen Erzählung wie Plansequenzen und Nahaufnahmen in ähnlicher Weise wie Hitchcock zurück. Die Zitierung wird besonders in de Palmas Thrillern wie Schwarzer Engel (1976), Dressed to Kill (1980) und Der Tod kommt zweimal deutlich, in denen er nicht nur die Grunderzählung und Filmstruktur von Filmen Hitchcocks übernimmt (in Reihenfolge: Vertigo – Aus dem Reich der Toten (1958), Psycho (1960), Das Fenster zum Hof (1954)) sondern auch Filmszenen dieser und weiterer Filme deutlich zitiert. Eine Verbindung zwischen den Filmen von de Palma und seinem selbsterklärten Vorbild Hitchcock wird in fast jeder Filmkritik zu de Palmas Filmen aufgegriffen. Negative Kritiken beziehen sich dabei oft auf den häufig vorgebrachten Vorwurf des „Hitchcock-Epigonen“. Positive Kritiken bescheinigen de Palmas Filmen dagegen oftmals eine ebenbürtige filmische Qualität und stellen de Palmas Bezüge zu Hitchcock als positiv dar: So schrieb Roger Ebert in seiner Filmkritik zu Femme Fatale, dass „es nicht nur so ist, dass de Palma bisweilen im Stil Hitchcocks arbeitet, er hat auch den Mut dazu.“[1].

      Filmtechnisch ist De Palma vor allem durch den ausgiebigen Einsatz der Steadicam bekannt. Der sog. „Establishing Shot“ in Spiel auf Zeit, Fegefeuer der Eitelkeiten und Mission to Mars führt beispielsweise mit nur einer, sehr elaborierten Kamerafahrt das gesamte Ensemble der Akteure ein. Eine ähnlich lange Kamerafahrt sieht man auch in seinem Film Mein Bruder Kain. Ferner hat De Palma als Erster den Split Screen als spannungserzeugendes filmtechnisches Mittel konsequent benutzt und auf diese Technik immer wieder zurückgegriffen (vgl. z.B. Sisters und Femme Fatale).

      Seinen ersten großen Erfolg feierte de Palma 1976 mit dem Horrorthriller Carrie – Des Satans jüngste Tochter. In den folgenden Jahren drehte er eine Reihe von weiteren Thrillern. Große Erfolge bei Kritik und Publikum feierte er vor allem mit den zwei Gangsterfilmen Scarface und The Untouchables – Die Unbestechlichen Mitte der 1980er Jahre und 1996 mit Mission: Impossible. De Palma wurde zwischen 1981 und 2001 allerdings auch fünfmal für die Goldene Himbeere als schlechtester Regisseur des Jahres nominiert. Nach der Verfilmung des James-Ellroy-Romans The Black Dahlia (2006), machte De Palma mit Redacted (2007) wieder auf sich aufmerksam. Die Geschichte vom Alltag eines amerikanischen Grenzpostens im Irak, der mit der Vergewaltigung und Ermordung eines irakischen Mädchens und dessen Familie konfrontiert wird, füllte der Filmemacher mit Material aus Videobildern, Überwachungskameras und Material aus YouTube und iChat auf. Redacted feierte seine Welturaufführung auf den 64. Filmfestspiele von Venedig, wo er im Wettbewerb um den Goldenen Löwen vertreten war und als Mitfavorit gehandelt wurde. Zwar ging der Hauptpreis an Ang Lee (Gefahr und Begierde), doch wurde De Palma mit dem Silbernen Löwen für die Beste Regie bedacht.



      Filmografie

      1960: Icarus (Kurzfilm)
      1961: 660124: The Story of an IBM Card (Kurzfilm)
      1962: Wotons Wake (Kurzfilm)
      1964: Jennifer (Kurzfilm)
      1966: Show Me a Strong Town and I’ll Show You a Strong Bank (Kurzfilm)
      1966: The Responsive Eye (Dokumentation)
      1968: Murder à la Mod
      1968: Greetings
      1969: The Wedding Party
      1970: Hi, Mom – Confessions of Peeping John
      1972: Hilfe, ich habe Erfolg! (Get to Know Your Rabbit)
      1973: Die Schwestern des Bösen (Sisters)
      1974: Das Phantom im Paradies (Phantom of the Paradise)
      1976: Schwarzer Engel (Obsession)
      1976: Carrie – Des Satans jüngste Tochter (Carrie), nach dem Roman Carrie von Stephen King
      1978: Teufelskreis Alpha (The Fury)
      1979: Home Movies – Wie du mir, so ich dir (Home Movies)
      1980: Dressed to Kill
      1981: Blow Out – Der Tod löscht alle Spuren (Blow Out)
      1983: Scarface (Scarface)
      1984: Der Tod kommt zweimal (Body Double)
      1986: Wise Guys – Zwei Superpflaumen in der Unterwelt (Wise Guys – Zwei Superpflaumen in der Unterwelt)
      1987: The Untouchables – Die Unbestechlichen (The Untouchables)
      1989: Die Verdammten des Krieges (Casualties of War)
      1990: Fegefeuer der Eitelkeiten (The Bonfire of the Vanities)
      1992: Mein Bruder Kain (Raising Cain)
      1993: Carlito’s Way
      1996: Mission: Impossible
      1998: Spiel auf Zeit (Snake Eyes)
      2000: Mission to Mars
      2002: Femme Fatale
      2006: The Black Dahlia
      2007: Redacted

      Bilder
      • 01.jpg

        29,21 kB, 275×425, 57 mal angesehen
      • l.jpg

        18,29 kB, 353×500, 55 mal angesehen
      • untouchables_poster.jpg

        66,27 kB, 510×755, 51 mal angesehen
      • carlitosway1.jpg

        56,71 kB, 505×755, 54 mal angesehen
      • 1448.jpg

        79,61 kB, 500×709, 53 mal angesehen
      • missionimposscer1artpic1.jpg

        237,43 kB, 565×798, 56 mal angesehen
      • spiel-auf-zeit-p.jpg

        25,9 kB, 296×414, 58 mal angesehen
      ANZEIGE
      Ehrgeizige Doku "De Palma" ist unterwegs!

      One of the most talented, influential, and iconoclastic filmmakers of all time, Brian De Palma's career started in the 60s and has included such acclaimed and diverse films as Carrie, Dressed to Kill, Blow Out, Scarface, The Untouchables, Carlito’s Way, and Mission: Impossible.

      Am 10. Juni 2016 bringt A24 die Doku limitiert in die US-Kinos. Ziemlich gute Kritiken. Ein sehr hübsches Poster gibt es auch.

      Quelle: firstshowing.net/2016/first-po…alma-about-the-filmmaker/

      Feine Sache. Einer der ganz großen Regisseure. :)
      Bilder
      • DepalmedocumentaryBigposterimg59.jpg

        196,74 kB, 599×934, 11 mal angesehen


      Trailer zur De Palma-Doku.



      „Wonder Woman 2“

      1. November 2019

      "Phantom im Paradies" kommt auch auf Blu-ray!

      Er verkaufte seine Seele für den Rock 'n' Roll: In Brian de Palmas Oscar- und Golden-Globe-nominiertem Kultfilm erlebt der Zuschauer die dunkle Seite der Musikindustrie in einem schrulligen und schrillen Genremix - mit viel guter Musik.

      Am 08. Februar 2018 bringt Koch Media den nächsten De Palma-Klassiker auf BD. Diesmal leider "nur" im Keep Case. Da hätte sich doch ein Mediabook mit der oben genannten Doku auf einer Bonus-DVD rentiert. Extras sind keine angekündigt, aber ich hoffe das Label übernimmt einige der US Collector's Edition. :)

      Quelle: kochmedia-film.de/blu-ray/deta…_of_the_paradise_blu_ray/
      Bilder
      • Phantom im Paradies BD Cover.jpg

        128,91 kB, 466×600, 6 mal angesehen


      ANZEIGE