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    Es gibt 4.388 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von swanpride.

      Wie bei jedem Thema muss man wirklich Fall zu Fall bewerten. Ich kenne Hartzempfänger die aufgrund Krankheit dahin abgerutscht sind. Aber genauso kenne ich welche, die einfach stinkenfaul sind. Genauso verhält es sich mit Zuwanderen. Es gibt die, die dankbar sind eine zweite Chance. Die Bock haben aufs Land und ihren Teil leisten wollen und insgesamt Teil der Gesellschaft sein wollen. Aber genauso gibt es eben auch die? Fie genau wissen, hier gibt's eine bezahlte Wohnung plus ein Taschengeld ohne einen Finger dafür rühren zu müssen. Wie gesagt, man muss jeden Fall für sich beurteilen. Aber ich finde es ein wenig gewagt, zu behaupten, der soziale Missbrauch (egal welcher Herkunft) ist verschwindend gering. Denn Fakt ist, die Zahl derer die Einzahlen wird weniger, die Zahl derer die raus bekommen steigt aber.
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      swanpride schrieb:


      Und Menschen, die gar nicht erst versuchen aus Harz 4 rauszukommen, die haben meistens eher psychische Probleme. Da kann man eher mal über integrationsmaßnahmen nachdenken. Die meisten Menschen fühlen sich nämlich glücklicher wenn sie irgendeine Aufgabe im Leben haben.


      Mach dir das doch nicht so einfach. Wir reden hier doch nicht von denjenigen, die aus privaten, krankheitsbedingten Gründen ins Hartz 4 abgerutscht sind, durch irgendwelche Schicksalsschläge. Wir reden hier von einem gewissen Anteil an Leuten, die sich in die soziale Hängematte legen und darin schaukeln. DIe haben doch keine psychischen Probleme, die sind schlicht und ergreifend, stinkenfaul. Ein kleiner Teil kann vielleicht nicht 1+1 rechnen, aber wo auf den Ausdrucken die richtigen Kreuze zu setzen sind, oder welche Spalten genau ausgefüllt werden müssen, dass wissen die auswendig und ganz genau. Und das ist kein geringer Anteil an Leuten, den man da einfach abtun kann.

      Und ich glaube, wir sind uns her alle einig, dass es außer Frage steht, dass an erster Stelle denjenigen geholfen wird, die auch Hilfe brauchen. Sei es nun ein Teil an Flüchtlingen die zu integrieren sind oder eigene Leute, denen man Hilfe für die Arbeitswelt o.ä. Geben muss. Es geht auch einfach darum, dass man auch klar regeln muss, was man mit denjenigen macht, die in der sozialen Hängematte sind oder die sich schlicht und ergreifend nicht integrieren wollen und die Sozialleistungen abschöpfen wollen, die aus anderen Staaten deswegen hier her kommen. Unser Rechtssystem ist so überfordert oder so lückenhaft, dass es schon förmlich dazu einlädt, dass man stellenweise machen kann, was man will. In Bautzen gibt es schon seit x Monaten einen, glaube Afrikaner, der hat ein Vorstrafenregister angelegt seit er hier ist, dass man damit eine Wand tapezieren kann. Anfang des Jahres hat man ihn verurteilt und ihm 3 Monate Stadtverbot auferlegt. Da kommt man ja nicht vor lachen in den Schlaf. Da ist es schon abzusehen gewesen, was nach 3 Monaten passieren wird. Er war wieder da und hat wieder schwere Körperverletzung hinzugefügt, zu seiner Liste. Nun steht er wieder vor Gericht und sein Verteidiger hat ihn jetzt 18 Monate jünger gemacht, als bei seinen letzten Vergehen. Da es keine Unterlagen gibt, geht das Gericht von der letzten Angabe aus, und damit fällt er unter Jugendstraftäter. Also wird wieder nix passieren. So einen harten Fall, muss ich ausweisen und erledigt. Das ganze Geld, was in dieser Personalien verschwendet wird, kann für Integration anderer ausgegeben werden, die wirklich ein Leben hier anfangen wollen. Das war jetzt nur mal ein Beispiel, wie es u.a. Auch läuft. Ist sicherlich nicht zu verallgemeinern, aber man kann es auch nicht als „Einzelfall“ abtun.
      Der Vater einer Freundin war "Harzer" (nur hieß das damals noch nicht so). Ich habe erlebt, wie die ganze Gemeinde ihm vorgeworfen hat, dass er einfach stinkfaul war. Zudem wusste jeder, dass er immer schön das Geld vom Staat kassiert, dann aber heimlich schwarz gearbeitet hat. Und wenn man von draußen hinschaute, konnte man durchaus den Eindruck bekommen, dass er nichts toller fand, als Harzer zu sein. Wenn man aber hinter die Fassade schauen konnte, dann wusste man, dass das jemand war, der halt an einem Punkt seinen Job verloren und dann immer mehr in eine Art Dauerdepression abgerutscht ist. Deswegen bin ich heutzutage sehr vorsichtig damit, was ich Leuten vorwerfe.

      Ich bin nicht naiv, ich weiß, dass es auch Fälle gibt, bei denen mir das Messer in der Tasche losgeht. Und manchmal finde ich unser Rechtsystem auch unverständlich. Zum Beispiel bei besagten Afrikaner verstehe ich nicht, warum er nicht gleich wegen falscher Angaben dran ist, denn wenn er auf einmal jünger ist hat er ja wohl zumindest einmal gelogen. Oder warum ein Richter mal einen Ehrenmord als strafmindernden Umstand angesehen hat (ich finde Ehrenmorde besonders verwerflich, ist mir in dem Fall völlig egal, in was für einem Familienumfeld der Täter aufgewachsen ist, da würde ich mir ehre direkt die Familie als ganzen anschauen, falls da noch andere Kinder zu Gewalt erzogen werden). Oder erinnert ihr euch noch an diese Nazifamilie die vor einigen Jahren durch die Presse gegangen ist? Warum man da nicht eingreift und die Kinder beschützt habe ich damals nicht verstanden und werde ich auch nicht verstehen. Ich denke auch, dass es zu Köln nie gekommen wäre, wenn unsere eigenen Politiker in dem Moment, wo das grabschen beim Diebstahl das Gesetz dahingehend verändert hätten, das so etwas automatisch als gemeinschaftlichen sexuellen Übergriff und nicht nur als Diebstahl gewertet wird. (wird es übrigens immer noch nicht, zwar greifen die Richter nun zum höheren Strafmaß in solchen Fällen, aber da es für das Opfer normalerweise unmöglich ist, klar auszusagen, wer nun wo gegrabscht hat, wird so etwas immer noch nicht mit dem nötigen ernst behandelt)

      Aber ich denke gleichzeitig, dass der Fokus auf solche Fälle zu gerne benutzt wird, um einfach nur Hass gegen Ausländer zu schüren. Deswegen bin ich gerne bereit zu diskutieren, wo man denn am Gesetz noch drehen könnte oder sollte, nicht nur zum Ziele der Bestrafung, sondern auch um die Integration zu erleichtern. Aber ich bin halt nicht bereit mich seitenlang über Einzelfälle aufzuregen, bei denen so getan wird, als würde jede Art von Kriminalität in Deutschland aus dem Ausland kommen. Das ist nun mal nicht der Fall.

      swanpride schrieb:

      Der Vater einer Freundin war "Harzer" (nur hieß das damals noch nicht so). Ich habe erlebt, wie die ganze Gemeinde ihm vorgeworfen hat, dass er einfach stinkfaul war. Zudem wusste jeder, dass er immer schön das Geld vom Staat kassiert, dann aber heimlich schwarz gearbeitet hat. Und wenn man von draußen hinschaute, konnte man durchaus den Eindruck bekommen, dass er nichts toller fand, als Harzer zu sein. Wenn man aber hinter die Fassade schauen konnte, dann wusste man, dass das jemand war, der halt an einem Punkt seinen Job verloren und dann immer mehr in eine Art Dauerdepression abgerutscht ist. Deswegen bin ich heutzutage sehr vorsichtig damit, was ich Leuten vorwerfe.


      Ich kenne einen ähnlichen Fall. Mein Cousin hatte eine Mitbewohnerin, die gerade ihre Ausbildung abgeschlossen hatte, aber leider nicht übernommen worden ist. Sie hat sich anfangs noch nicht mal arbeitslos gemeldet, weil sie dachte sie findet schnell was neues. Hat dann aber leider viele Absagen bekommen und sich doch arbeitslos meldet, aber hat leider auch nicht viel Unterstützung vom Amt bekommen und weiterhin keinen Job gefunden und das hat sich dann mehrere Monate so hingezogen und sie ist wohl dann so in eine negative Schleife bekommen und hat sich immer mehr nutzlos gefühlt und ist an Depressionen erkrankt. Das ging sogar soweit, dass sie wohl auch Suizidgedanken hatte. Das hat mein Cousin und noch ein anderer Mitbewohner aber erst erfahren als plötzlich mal die Eltern von ihr vor der Tür standen und ihnen das erzählt haben. Selbst mein Cousin und der andere Mitbewohner dachten, dass sie einfach gerade nicht so richtig bock hatte zu arbeiten, weil sie war sonst ganz normal. Sie war einkaufen, hat gekocht, Serien geguckt usw. , aber Nachts hat sie sich wohl unzählige male in den Schlaf geweint und war innerlich ein Wrack. Sie konnte sich glücklicherweise anscheinend ihren Eltern öffnen und ist erstmal wieder nachhause gezogen und hat psychologische Beratung bekommen.
      Und das ist auch so ein Beispiel, warum ich immer vorsichtig bin Menschen vorzuverurteilen. Selbst Menschen die nach Außen zwar gesund aussehen und man denkt sie sind einfach nur faul, müssen nicht Gesund sein. Besonders, wenn man bedenkt, wie stark Depressionen und allgemein psychische Erkranken in den letzten Jahrzehnten gestiegen sind. Und das sind nur die, die statistisch erfasst sind. Dazu kommt ja noch eine extrem hohe Dunkelziffer.

      swanpride schrieb:



      Aber ich denke gleichzeitig, dass der Fokus auf solche Fälle zu gerne benutzt wird, um einfach nur Hass gegen Ausländer zu schüren.


      Das stimmt. Die Lösung des Problems ist aber nicht, ständig auf diesen Fakt hinzudeuten, das führt zu nichts, gerade dumme, ungebildete Menschen, und davon gibt es genug, wirst Du damit nicht erreichen. Die Lösung wäre, den Hetzern den Fokus zu nehmen. Wenn es diese Einzelfälle nicht mehr gibt, weil der Staat konsequent abstraft und abschiebt, dann haben Hetzer auch keinen Nährboden mehr. Das erleichtert auch das Leben für diejenigen Einwanderer, die fleißig sind und die Gesetze respektieren. Und es ist eben nicht zweitrangig, ganz im Gegenteil. Nur so wirst du den Hass der Menschen auf eine gesamte ethnische Gruppierung abbauen. Die schließen nämlich von einigen wenigen auf alle, das ist ein menschnlicher Instinkt. Wenn es die einigen, wenigen nicht mehr gibt, dann verschwinden auch nach und nach die Resentiments.
      Das ist aber nun mal leider nicht wahr. Weil es völlig egal ist, wie oft man darauf hindeutet, dass die Gesetzgebung durchaus verändert worden ist, um die Probleme anzugehen - die Maghreb Staaten sind zu sicheren Herkunftsländern erklärt worden, auf deren Regierungen wird nun Druck ausgeübt, damit sie ihre Mitbürger auch wieder zurücknehmen, sowohl in der Türkei als auch in Libyen werden nun Leute aufgehalten, damit sie die Boote gar nicht erst besteigen (ob man die Methoden gutheißen sollte, ist eine andere Frage, aber der Fakt ist, dass dies gemacht wird), bei der Bandenkriminalität wird nun härter durchgegriffen und auch viele mehr abgeschoben wird.

      Es ist auch völlig egal, wie oft man darauf hinweist, dass wir gerade ein viel größeres Problem mit rechtsradikalen Terrorismus haben. Oder darauf, dass es auch viele positive Geschichten bezüglich Immigranten wird. Niemand möchte die Geschichte von dem Flüchtling hören, der dem AfD Politiker das Leben gerettet hat, und niemand achtet darauf, dass gerade zwei Deutsche dafür verurteilt worden sind, dass sie über 40 Jahre hinweg Kinder missbraucht haben.

      Ich möchte wetten, dass unsere Kinder sicherere in der nähe eines Flüchtlingsheims als in der Katholischen Kirche sind. Das interessiert aber nicht, weil es eben nicht im Realitäten geht, sondern darum, vorgefasste Weltbilder zu bestätigen.
      Die Maghreb Staaten sind nicht zu sicheren Herkunftsstaaten erklärt worden, nur so am Rande. Woher kommen denn die vorgefassten Weltbilder? von den Eltern. Oder von Freunden, und die haben's von ihren Eltern. Mit Aufklärung erreichst du da wenig, weil man in der Regel der Meinung seiner Eltern oder Freunde mehr vertraut, als swanpride aus dem Movie-Infos Forum oder dem Spiegel-Redakteur, der ihm was erzählen will. Dieses Weltbild zu durchbrechen, erreicht man nur mit Lebenserfahrung. Wenn der Staat dafür Sorge trägt, dass man zu 99% nur auf Migranten trifft, die angenehme und integrierte Menschen sind, dann werden diese Weltbilder auch verschwinden. Verstehe nicht, wieso es so schwer ist, das zu begreifen.
      Und ich verstehe nicht, warum es so schwer ist zu begreifen, dass man Rassismus nicht bekämpfen kann, indem man implizit suggeriert, dass die Rassisten recht haben.

      Aber danke für die Info...ist an mir vorbeigegangen, dass der Bundesrat den Prozess erst einmal gestoppt hat.

      Sicher werden die meisten nicht zuhören...aber es gibt halt auch immer Leute die es tun, oder zumindest zum nachdenken gebracht werden. Wenn nur eine einzige Person dazu gebracht wird zum Beispiel dieses Video:



      zu schauen, und als Resultat in Zukunft eben nicht mehr so leicht zu beeinflussen ist, dann ist es das Wert.

      Es gibt aber sicher sehr viele Leute, die besser darin sind, diese Argumente an den Mann zu bringen, als ich es bin. Aber es ist wichtig, immer wieder auf die Manipulationen hinzuweisen, denen wir täglich ausgesetzt sind. Dann können die Leute später wenigstens nicht behaupten "wir haben es nicht gewusst".