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    Es gibt 15.890 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Scholleck.

      KBBSNT schrieb:

      Hach, wenn er nicht gerade dabei war, dass eigene Land und Europa schwer zu beschädigen, war er schon irgendwie revht unterhaltsam




      Ehrlich gesagt erinnert mich Boris Johnson immer irgendwie an Benny Hill.

      GregMcKenna schrieb:

      Damit wir uns alle schon mal vorbereiten können und ihr wisst, was kommt: In den kommenden Wochen findet der erste - und vielleicht letzte - Showdown im Wirtschaftskrieg zwischen der EU und Russland statt. Deutschland kommt dabei eine besondere Rolle zu. Morgen geschieht Schritt 1: NordStream 1 wird geschlossen. Das ist soweit normal. Das ist die Pipeline, die Europa und Deutschland zu großen Teilen mit russischem Gas versorgt. Sie muss gewartet werden - wie alle Infrastruktur. Das dauert normalerweise 10 Tage. Mitte der darauffolgenden Woche bzw. gegen deren Ende wird es dann interessant: Dann, wenn NS1 wieder geöffnet werden soll. Es ist zu erwarten, dass Russland die Wartungsarbeiten als Ausrede nutzen wird, dann kein Gas mehr nach Europa/Deutschland zu bringen. Bisher wurden andere Pipelines schon geschlossen bzw. der Gasfluss auf ca. 60% des Normalvolumens gesenkt. Ausreden? Seien es Fehler, fehlende Ersatzteile, etc. Kurz: Mitte/Ende kommender Woche wird da eine Entscheidung offensichtlich werden. Entweder es kommt wieder Gas - oder nicht.

      Es ist damit zu rechnen, dass keines mehr kommt.

      Die Folgen sind nicht schön: Der schon hohe Gaspreis wird weiter steigen. Darauf haben sich Europa und Deutschland schon vorbereitet. Und zwar mit EU-Regulation 2017/1938. Das ist der Notfallplan für das fehlende Gas. Und beinhaltet, dass die Länder der EU bis zum 1. November ihre Gasspeicher auf ca. 80% Füllstand bringen sollen. Einige Länder zielen höher (Frankreich will 100%) aber das ist das Ziel. Diese Regulation besteht aus drei Phasen: Frühwarnung, Alarm und Notfall. Die meisten EU-Länder sind auf Frühwarnung. Nur Deutschland ist bei Alarm. Wenn also in der übernächsten Woche kein Gas mehr kommt, werden sich da einige Dinge ändern. Dann wird Deutschland nämlich versuchen, soviel Gas wie möglich anzusparen. Der Schritt zu Stufe 3 - Notfall - wäre dann die Rationierung. Die Folgen werden sozial und ökonomisch zu spüren sein - und Deutschland kommt eine Schlüsselrolle zu, da es die stärkste Wirtschaft der EU hat. Soll heißen: Dann wirds ernst für uns alle. Denn dann gehts darum, mit dem vorhandenen Gas durch den Winter zu kommen und möglichst viel davon noch einzukaufen. Dann entscheidet sich - wie Habeck es nannte mit der "Zerreißprobe" - ob Europa stark genug ist, um Putins Erpressung zu widerstehen. Denn ... das hier ist seine mächtigste Waffe im Wirtschaftskrieg: Gas. Wenn wir uns damit - bzw. dessen Fehlen - nicht erpressen lassen und standhalten, ist sein Arsenal im Wirtschaftskrieg leer. Die Chancen dafür stehen gar nicht soooo schlecht. Die Wahrscheinlichkeit einer Gaslücke wird derzeit mit ca. 20% bzw. weniger angegeben. Und vielleicht warne ich hier daher auch umsonst und es kommt bald wieder Gas durch NS1.

      Aber wenn nicht ... dann wisst ihr jetzt vielleicht bescheid. :)


      Und was ist daran jetzt neu ? Du kommst hier mit Infos die schon längst bekannt sind. Oder willst du dich hier nur wieder wichtig machen?
      Jeder sollte mittlerweile wissen was jetzt die nächste Zeit auf uns zukommt. Man hört ja derzeit nichts anderes. Dafür brauchts keinen "Ich bin 1000mal schlauer als Ihr " Beitrag der letztendlich nur das beinhaltet was sowieso schon längst bekannt ist. Wenn es aber erst ein Filmforum braucht um zu wissen was draußen in der Welt abgeht na dann gute Nacht....

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „mcclane“ ()

      Primat schrieb:

      Wie sagte schon Gandhi? "Glück und Gas, wie leicht verfliegt das."


      Quelle?
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase
      1 Jahr nach der Flut: Wut, Behördenversagen und Trauer


      Am späten Nachmittag des 14. Julis 2021, passierte eine der schlimmsten Naturkatastrophen in der deutschen Geschichte. Der kleine Fluss zwischen Region Ahrtal und Erftstadt, verwandelte sich in reißende Wassermassen, die alles mit sich rissen. Über 180 Menschen starben, teilweise in ihren überschwemmten Häusern.

      1 Jahr später, plagen sich die Betroffenen immer noch mit Versicherungen, aber auch mit Verlust, Insolvenz und psychischen Folgen. Viele Versicherungen verweigern Hilfen, verweisen auf das Kleingedruckte. Die eilig beschworene Hilfe der Politik, ist längst in Vergessenheit geraten, kam nur zu Bruchteilen überhaupt je an.

      Dabei hätten dutzende Tote verhindert werden können, wenn die Behörden schneller reagiert hätten. Stattdessen folgte, während Menschen in den Fluten ertranken, eifrige Kommunikation zwischen diversen Behörden, die sich mehr um ihr Image sorgen machten, als um die gerade stattfindene Katastrophe.

      Niemand wurde bisher dafür belangt.und wird es wohl auch nie.

      Der Rückversicherer Munich Re stuft das Ereignis als weltweit zweitteuerste Naturkatastrophe des letzten Jahres ein, kurz nach dem Hurrikan Ida. Auf 33 Milliarden Euro Schaden, wird die Katastrophe in Deutschland beziffert.





      gmx.net/magazine/panorama/jahr…e-stimmung-boden-37096178

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „KBBSNT“ ()

      10 Jähriges Mädchen, welches vergewaltigt und schwanger wurde wird für die Republikaner zum peinlichen Supergau
      "Wussten nicht das zehnjährige schwanger werden können"



      Die Story ist schrecklich genug. Ein 10 jähriges wird von einem Mann vergewaltigt und schwanger. Just zu diesem Zeitpunkt kippt der oberste Gerichtshof der USA das Abtreibungsrecht.

      In dem Heimatstaat des Mädchens in Ohio, wurde sofort das strenge Abtreibungsverbot umgesetzt. Das Mädchen war bereits über der Frist und musste daher in den Nachbarstaat Indiana fahren um die Abtreibung vornehmen zu lassen


      Auftritt Präsident Biden

      US Präsident Biden nahm diesen Vorfall in der letzten Woche zum Anlass, offen die Republikaner für ihre Haltung zum Thema Abtreibung zu kritisieren.
      Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten.
      Namenhafte Republikaner wie Ted Cruz oder Jim Jordan nannten die Geschichte frei erfunden. Selbst einige Medien wie etwa ein Gastbeitrag in der Washington Post verurteilten den Präsidenten, auf "Fake-News" reingefallen zu sein.

      Jim Jordan lies sogar eine ganze Reihe von Tweets ab, in dem er über den Präsidenten, der auf Fake-News reinfalle spottete und die Geschichte als "Erfindung der linken" abstempelte.

      Doch einige Tage später kam die Wende. Denn die Polizei in Ohio nahm einen 27 jährigen Mann fest, der die Tat kurz darauf gestanden hat. Die Gesichte stimmte also in all ihren traurigen details.


      Republikaner versuchen auszuweichen

      Peinlich für die Republikaner, die sich vor allem den Schutz von Kindern auf die Brust geschrieben haben.
      Jim Jordan etwa, wurde auf einer Pressekonferenz eiskalt von der Nachricht der Verhaftung überrascht. Jordan blickte erst etwas sprachlos vor sich hin, schaltete dann jedoch schnell in den typischen Republikaner Modus des relativierens.

      "Wenn es stimmen sollte, ist dies ein bedauerlicher Einzelfall, den es zu klären gilt".

      Wenige Stunden später waren 5 Tweets, in denen er die Story Tage vorher als fake bezeichnet hat gelöscht, kommentarlos übrigens.

      Andere Republikaner blamierten sich derweil mit Scheinbar nicht vorhandenen biologischen Wissen.

      Debbie Lesko, Republikanische Abgeordnete sagte , “I can’t imagine being 10 years old” and pregnant, adding: “I don’t think I was even able to have children when I was 10 years old"
      Der Republikanische Senator . Roger Williams, aus Texas: “I’m a pro-life guy, OK? And God’s in charge on this. ... We're all God's children. This is a tough call, and I don’t know if I know that answer right now, because now you’ve got another baby involved: She’s pregnant. … She’s a baby.”

      Jim Jordan fand schnell jedoch wieder zu alter Strategie zurück.
      Am Abend hatte er sich scheinbar ausführlich mit dem Fall beschäftigt und mit seinen PR Beratern eine neue Taktik ausgemacht. Statt auf das Opfer einzugehen, konzentrierten er und einige andere Republikaner sich auf den Täter.
      Denn der ist, für die Republikaner wie ein Glücksfall, ein illegaler Einwanderer. Perfekt also um Jordan Material für seinen ohnehin aggressiv geführten Migrationswwhlkampf zu geben.

      Derweil kommt es noch dicker in dieser tragischen Geschichte, denn Republikaner in Indiana fordern nun Ermittlungen gegen die Ärztin, die die Abtreibung vorgenommen hatte.
      Im Staat sind Abtreibungen zwar aktuell noch erlaubt, jedoch werfen Republikaner der Ärztin vor, keine Meldung über den Missbrauch getätigt zu haben.
      Die Staatsanwaltschaft hat nun am gestrigen Donnerstag tatsächlich Ermittlungen eingeleitet.

      nbcnews.com/politics/republica…doubting-ohio-r-rcna38284

      Olli86 schrieb:

      Die Republikaner sind eine Schande für Amerika...


      Viele Amerikaner sind eine Schande für Amerika...
      Aber das sieht (leider) in anderen Ländern oft auch nicht besser aus...
      Mit dem Unterschied, dass viele andere Länder nicht dem Rest der Welt ihre Art zu Leben aufzwingen wollen, weil sie sich selber für die größten halten...
      Ich darf leider nicht zu sehr ins Detail gehen....

      Aber das ist meine Signatur....
      Frontalangriff auf die Arbeitnehmer:
      Rente mit 70, längere Arbeitszeit und die faule Jugend
      Wie die Wirtschaft hartnäckig versucht ihre Ziele zu erreichen



      Das Arbeitgeber und die Wirtschaft solch lästige Punkte wie Ruhestand oder aber geregelte Arbeitszeiten ein Dorn im Auge sind, ist kein Geheimnis.

      Doch nie waren die Frontalangriffe so groß, wie in den letzten Wochen.
      Ukrainekrieg und Pandemie, Fachkräftemangel und angebliche faule Jugendliche, dienen diversen Sparten als Ausreden, einen erneuten Versuch zu starten, ihre Jahrzehnte langen Träume erneut durchzuboxen.


      Rente

      Der Ruhestand bürgt das größte Konfliktpotential. Politiker meiden seit Jahren eine Rentenreform auf Grund davor, Wähler zu verstimmen.
      Arbeitgeber und Wirtschaftsweisen haben eher wenig Probleme, ungeliebte Themen anzusprechen. So sprachen sich im Juni führende Ökonomen für eine Anhebung des Rentenalters auf 70 Jahren aus.
      Neben den gängigen Argument, dass die Bevölkerung immer älter werde, führten Sie jedoch diesmal auch sehr abstruse Punkte als Begründung auf. So solle der spätere Ruhestand etwa den Fachkräftemangel verringern und überhaupt die Wirtschaft retten.

      Die Möglichkeit, vorzeitig in Rente mit 63 zu gehen ( mit Abschlägen), ist ihnen seit der Einführung eh ein Dorn im Auge. Nochmehr, weil überraschend viele Menschen diese Chance nutzen.
      So forderte etwa der Ökonom Dietmar Leibasch, der unter anderem im Aufsichtsrat von VW sitzt jüngst, dass die Abschläge deutlich höher ausfallen müssen um zu verhindern, dass Menschen vorzeitig in den Ruhestand gingen.
      Dieser Mann war übrigens eine treibende Kraft hinter der Umsetzung, dass die Witwenrente 2015 statt lebenslang, nur noch für maximal 2 bis 3 Jahre an den/die Hinterbliebende(n) gezahlt wird.
      Leibasch und andere wollen viel lieber Anreize schaffen, etwa doppelte Rentenpunkte für diejenigen, die sich entschließen länger zu arbeiten.

      Inwiefern dies die eh schon angeknackste Rentenkasse entlassten soll, darauf blieben Sie einer Antwort schuldig.

      Fakt ist aber, Überlegungen etwa der Grünen, sich an den skandinavischen Rentenmodel zu orientieren, wo Berufsbereiche in verschiedene Kategorien eingeteilt werden, so dass etwa Körpernahe und anstrengende Berufe (Pflegekräfte, Bauarbeiter) früher in den wohlverdienten Ruhestand gehen können, als andere (Büroangestellte), lehnen Leibasch und seine Getreuen energisch ab.

      Was dem ganzen zusätzlich Würze gibt ist, dass sich auch die Rentenversicherung, genauer ihre Chefin Gundula Roßbach ebenfalls offen für Gespräche zeigten. Sollte die Rentenversicherung ebenfalls eine Anhebung des Eintrittsalters befürworten, wäre die Regierung gezwungen, eine neue Rentenreform in Angriff zu nehmen.

      Nur weil die Menschen jedoch immer älter werden, heißt dies nicht dass ihre Körper später altern. Wie etwa 70 jährige Pflegekräfte noch Patienten (die dann nur einige Jahre älter als Sie selber wären) aus dem Bett hieven sollen oder aber 70 jährige Männer noch auf dem Dach klettern sollen, darüber schweigen die Befürworter gerne.


      Arbeitszeiten und Urlaub

      Seit Jahrzehnten sind Arbeitgebern die in Deutschland streng geregelten Arbeitszeiten ein Dorn im Auge. Die 40 Stunden Woche inkl. 11 Stunden Ruhezeit, wird seit Jahren kritisiert.
      Doch nun müssen Pandemie und Krieg herhalten, damit die Arbeitgeberverbände einen regelrechten Pfeldzug für die Erhöhung der wöchentlichen Stundenzahlen starten. Offene Ohren finden Sie da vor allem bei der FDP.

      Los ging die Diskussion Ende Mai, als Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer die aktuelle Regierung scharf Angriff, auf Grund der zweijährigen Coronamaßnahmen.
      Praktisch für ihn, kristallisierte sich genau zur gleichen Zeit ein enormes Defizit an fehlenden Fachkräften in diversen Branchen wie Gastronomie aber auch Handwerk und Flug/Transport Bereiche hervor.

      Ja diese Berufsbranchen, die ihre Mitarbeiter über Jahrzehnte mit Hungerlohn und Zeitverträgen abgefertigt hatten. Natürlich sehen die Verantwortlichen die Schuld nicht etwa in diesen Punkten, sondern der ausgemachte Feind ist die Pandemie und nun der Krieg. Ein Wohlstandsverfall und andere Schreckensgespenster drohen laut den Arbeitgebern den Deutschen, wenn nicht endlich mehr gearbeitet werden kann.

      Normalerweise würde dieses immer wieder aufkommende Thema, im Sommerloch der Presse untergehen, doch diesmal sitzen an forderster Front eben die FDP um Christian Lindner, seit jeher offen für den Wegfall der 40 Stunden Woche und seine Partei.

      Finanzminister Lindner hatte Ende Juni auf Twitter geschrieben, um den Wohlstand zu sichern, brauche es neben Gründungen und Wachstumsimpulsen auch »mehr Überstunden« und hatte damit ebenfalls eine Debatte losgetreten.

      Während also in anderen Ländern längst die 4 Tage Woche diskutiert wird, streben die Arbeitgeber genau das Gegenteil hier in Deutschland an.
      Unterstützung bekommen sie dabei jedoch nicht nur von der FDP, auch SPD Urgestein Sigmar Gabriel spricht sich für eine längere Wochenarbeitszeit aus.

      Dem Spiegel sagte er: »Wollen wir Menschen nicht lieber wieder mehr verdienen lassen, indem wir etwas länger arbeiten? Uns fehlen Menschen für die Arbeit, weil die Babyboomer in Rente gehen und danach der Pillenknick kommt.<<
      Gabriel warnt vor kleinteiligen Sozialprogrammen und sagte, Deutschland würde mit Gesellschaften konkurrieren, »die wollen 150 Prozent leisten«. Hierzulande würde man sich oftmals damit abfinden, »dass wir zu einer Art ›75 Prozent-Gesellschaft‹ werden – 75 Prozent Pünktlichkeit der Bahn, 75 Prozent Impfquote, 75 Prozent Arbeitszeit. <<


      Neben Gabriel hatten sich auch Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm, und der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, für eine 42-Stunden-Woche ausgesprochen.

      Und dann wird noch ein ganz heißes Eisen ausgepackt. Das Thema Urlaub. So meldete sich Ökonom Heribert Müller (mit verantwortlich u.a. Für die Hartz 4 Reform) kürzlich zu Wort und beklagte den, anders als in anderen Ländern, enorm hohen Urlaubsanspruch in Deutschland. Laut der Meinung von Müller, sollten die Arbeitnehmer auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Lage bereit sein, Zugeständnisse zu machen und auf 2 bis 3 Urlaubstage freiwillig verzichten.

      Im September trifft sich, erstmals seit gut einem dreiviertel Jahr wieder der Wirtschaftsflügel aller Parteien und Verbände. Es dürften hitzige Diskussionen folgen.


      Fachkräftemangel und die angeblich so faule Jugend

      Gerade in diesem Jahr fällt es extrem auf. In diversen Bereichen fehlt das Personal an allen Ecken. Ganz vorne mit dabei die Gastronomie und Hotelbranche, aber auch bei der Bahn, an Flughäfen oder selbst im Bau und Handwerk fehlt es an Personal.

      Branchen, die diese Krise über Jahrzehnte selbst herbeigeführt haben, beklagen nun von dem Fachkräftemangel völlig überrascht geworden zu sein.
      Und die Reaktion ist nicht etwa Selbstkritische Beleuchtung, sondern Kritik an allen und jedem. Die böse Regierung, die Pandemie, der Krieg und seit neuesten auch die angeblich "Faul Jugend".

      Eine ganze Reihe von Namenhaften Wirtschafts - und Arbeitgebern Persönlichkeiten ließ es sich in den vergangenen Wochen nicht nehmen, den in ihren Augen wahren schuldigen direkt zu kritisieren. Die faule Jugend.

      Diese sei nicht bereit, am Wochenende oder Feiertagen zu arbeiten, 40 Stunden Wochen lehne sie ab und überhaupt wollen sich viele nicht die Finger schmutzig machen, polterte etwa Europapark-Geschäftsführer Roland Mack. Ja, der Herr Mack, der in der Vergangenheit eben mit mieser Bezahlung und unwürdigen Arbeitsbedingungen Schlagzeilen machte.

      Hotel - und Gaststättengewerbe Verbandschef Horst Eckenberg stimmte in die gleiche Richtung ein. Die Jugend wolle nicht mehr in der Gastronomie arbeiten, weil die Arbeitszeiten sie am "Party-Machen" hindern und Sie Sonntags lieber ausschlafen wollen, polterte dieser jüngst in der Bild am Sonntag.
      Seine Lösung, nicht etwa bessere Arbeitsbedingungen, sondern lieber im Ausland nach möglichst willigen (und günstigen) Arbeitern suchen.

      Dabei ist es komplett idiotischs, der Jugend Faulheit vorzuwerfen, nur weil diese neue Generation sich eben nicht wie ihre Vorgänger alles gefallen lässt. Die Jugend ist sich sehr wohl bewusst, dass auf sie wahrscheinlich sowohl eine eher schwache Rente wartet und diese wohl erst mit 70 angetreten werden kann. Daher schauen junge Menschen heute noch genauer bei der Auswahl ihres Jobs auf eben Bereiche wie "Gehalt", "Arbeitszeiten" und "körperliche Anstrengungen".

      Das gerade die ältere Generation sich darüber aufregt und beschwert ist eigentlich unglaublich lächerlich, denn nur dadurch, dass eben diese Jahrzehnte lang alles mit sich machen ließ, wurden überhaupt erst die miesen Rahmenbedingungen in vielen Branchen umgesetzt.


      spiegel.de/wirtschaft/soziales…7f-423a-b013-3ea6f8077ae9

      spiegel.de/politik/deutschland…b8-49f0-ab11-85dbdefcb2fb

      spiegel.de/wirtschaft/soziales…76-4ffd-b327-fc6497d6cb64

      rp-online.de/panorama/deutschl…e-generation_aid-72688455
      Ich kenne mich in dem Bereich zu schlecht aus und will daher nicht einfach mal blind drauf los wettern. Aber die meisten der o.g. Aussagen klingen so Realitätsfremd, wie man es vom hohen Management im Autokonzern oder von Berufspolitikern nicht anders erwarten kann.
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase
      In Nordamerika gibt es gerade eine ähnliche Diskussionen mit "Nobody wants to work anymore". Das hat sich dann ein Forscher mal genauer angeguckt und Zeitungsartikel aus den letzten 120 Jahren herausgesucht wo alle paar Jahren dieses Vorurteil ausgepackt wird.
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      Wenn man ehrlich ist, ist dass das auch nichts neues. Ich glaube solche Forderungen und Vorurteile gab es in den letzten Jahrenzehnten immer wieder. Die Forderung nach einen höheren Rentenalter ist mindestens so konstant wie die Forderung nach einen Pflichtdienst für junge Menschen. Gibt es beides mindestens 1-2mal in Jahr.
      Das mit dem Fachkräftemangel dank Rente ist erstmal Unsinn...unter anderem deshalb, weil die Rente immer noch optional ist. Ich kenne mehr als genug Leute, die eigentlich schon im Rentenalter sind, aber immer noch Arbeiten, aber halt die Arbeitszeiten, die sie sich selbst zumuten können. Was den Arbeitgebern da nicht passt ist einfach, dass diese Leute natürlich wegen ihrer Expertise und der Tatsache, dass sie auf ihre Rente zurückfallen können, bessere Verhandlungsmasse haben als der Standard Arbeitnehmer.

      Nebenbei sind die auch selbst Schuld. Wenn sie mehr Ausgebildet hätten, dann hätten sie auch weniger Fachkräftemangel.
      Amerika verliert seine Demokratie und kaum jemand kann dies noch verhindern


      Das Land bräuchte eigentlich endlich dringend wichtige Reformen für Bereiche wie Bildung und im Sozial-und Gesundheitswesen. Republikaner und Demokraten müssten eigentlich endlich aufeinander zu gehen, auch um den Zerfallen der Demokratie zu verhindern. Doch das zwei Parteien System bremst, wie so oft alles aus. Stattdessen bekämpfen sich beide Parteien aufs schärfste. Die Umfragen des Präsidenten sind so schlecht wie nie, der Wahlkampf für 2024 hat längst begonnen und hinter allem sitzt nach wie vor Donald Trump, lachend und provozierend mit besten Chancen, 2025 erneut Präsident zu werden.



      4 Jahre Donald Trump haben ihre Spuren hinterlassen. Das amerikanische Volk ist gespalten wie nie zuvor, die hart erkämpfte Demokratie und Rechte für Frauen, werden dank Republikaner und streng religiösen Gruppen, immer weiter eingeschränkt und die Demokraten sind die großen Verlierer.

      November 2020, Joe Biden gewinnt die Wahl zum US Präsidenten. Doch Donald Trump akzeptiert die Niederlage nicht. Was anfangs noch belächelt wird als typische Trump Reaktion, gipfelt im Januar 2021 in den Sturm auf das Kapitol mit fünf Toten und dutzenden Verletzten.

      Eine der schwärzesten Tage in der Geschichte des Landes, sollte eigentlich alle zu Besinnung bringen, jeden erkennen lassen was Trump dort angerichtet hat und Republikaner und Demokraten gemeinsam den Zerfallen der Grundwerte Amerikas aufhalten lassen.

      Eigentlich...

      Doch es kommt alles anders. Statt sich endlich von dem Würgegriff von Trump loszusagen, halten die Republikaner ihm weiterhin die Treue. Aus Angst vor Trumps Macht und aus Machterhaltungstrieb.

      Dabei würde die große Mehrheit der Republikaner Trump lieber heute als morgen loswerden wollen. Doch die Partei ist innerlich längst von Trump eingenommen und vergiftet worden. Dutzende neue, junge, wilde Politiker sind in die Partei gekommen, die sich an Trump orientieren, ihn kopieren und huldigen. Die Alten Namenhaften verlieren immer weiter an Einfluss und Macht.

      Die Demokraten sind so sehr damit beschäftigt ihre ganze Energie auf Trumps Fall zu konzentrieren, dass die andere viel wichtigere Themen komplett ignorieren


      Täglich hört man aktuell im. Untersuchungsausschuss, neue Enthüllungen darüber, wie Trump den wütenden Mob damals angestachelt hat, wie er sich weigerte die Meute zu besänftigen. Wie er sogar plante, Aktionen zu unternehmen, die einem Staatsstreich gleichkommen.

      Hätten wir normale Zeiten, wäre Trump längst haushoch aus der Partei geflogen und würden wahrscheinlich sogar schon in Haft sitzen.
      Stattdessen tourt er durch das Land, behauptet immer noch, der Wahlsieg sei ihm gestohlen worden, ätzt gegen alles und jeden, der ihn kritisiert und feuert eine Lüge nach der anderen, gerichtet an seine treuen Anhänger los.

      Und nun droht die größte Gefahr auch noch darin, dass Trump ernsthaft an einer erneuten Kandidatur denkt. Und noch viel beängstigender, er hat sogar gute Chancen, die nächste Wahl zu gewinnen.

      Denn die Demokraten um Präsident Joe Biden, kommen nicht dazu, ihre politische Agenda umzusetzen. Nicht nur, dass die Republikaner alles abblocken, was die Demokraten einbringen, auch die Hinterlassenschaften von Trump, hängen wie dunkle Wolken über dem Land.
      Etwa der Supreme Court, der gerade das Recht auf Abtreibung kippte, die Waffengesetze noch weiter lockerte und im Herbst weitere Entscheidungen zu Themen wie Wahlrecht und Ehe für alle treffen könnte. Und dank Trump, agiert der oberste Gerichtshof des Landes, nicht mehr nach Recht und Gesetz , sondern seit neusten Parteizugehörig.

      Beide Parteien, sind nie aus dem Wahlkampf 2020 raus gekommen, sondern eigentlich seitdem im Dauerwahlkampf. Wo es doch dringend Zeit wäre, zusammen zu arbeiten, denn das Land bräuchte eigentlich endlich wichtige Reformen zur Schulbildung, Gesundheitswesen und Armutsbekämpfung.

      Hinzu kommt, dass die Demokraten sich zu sehr darauf konzentrieren, Trump zu stürzen. Dies ist lobenswert und richtig, jedoch sich nur darauf zu konzentrieren, auch unglaublich dumm.

      Denn die Wahrscheinlichkeit, dass es keine Konsequenzen für Trump geben wird ist groß.
      Und so könnten die Demokraten am Ende komplett mit leeren Händen dastehen. Kaum ein Versprechen aus dem Wahlkampf umgesetzt, den Kampf gegen Trump verloren und dazu noch die auch in Amerika steigende Inflation.

      Auch wenn dies für Außenstehende kaum nachvollziehbar ist, der größte Teil der Amerikaner, interessiert sich gerade nicht etwa für den Zerfall der Demokratie, Abtreibung oder Trump, sondern das beherrschende Thema sind die steigenden Preise im Alltag.
      Amerikaner, seit jeher eher politisch desinteressiert und leicht durch plumpe Parolen und Patriotismus zu beeinflussen, sind das gefundene fressen für Trump und die Republikaner, die sich als Opposition bequem zurück legen können und nur zusehen brauchen.


      Umfragewerte für Biden und Harris so schlecht wie nie - keine Alternative in Sicht


      Hinzu kommt die immer weiter zunehmende Unzufriedenheit mit Präsident Biden. Selbst Menschen, die vor 2 Jahren noch erfreut waren, Trump los zu sein, schwenken immer mehr um, Biden eine schlechte Halbbilanz zu attestieren.

      Kaum ein US Präsident ist unbeliebter gewesen, als Biden es gerade ist. Und auch die eigentliche Hoffnungsbringerin, Vizepräsidentin Kamala Harris, enttäuscht auf ganzer Linie. Vom ihrer anfänglicheneren Kampfansage, ist nichts geblieben. Stattdessen ist sie weitestgehend von der. Bildfläche verschwunden und muss sich mit Katastrophalen Umfragewerten abstrafen lassen. Kein Vizepräsident, nicht einmal Mike Pence, hatte je so miserable Umfragewerte, wie Harris gerade.

      Und die Demokraten könnten bald wieder in die gleiche kritische Situation kommen, wie 2016 und 2020.
      Man hat keinen brauchbaren Kandidaten in Aussicht.
      Ganze 69 Prozent der Demokratischen Wähler, sprechen sich gegen eine erneute Kandidatur von Joe Biden zu den Wahlen 2024 aus. Tendenz steigend.
      Eine Alternative? Weit und breit nicht in Sicht.

      Trump vs DeSantis

      Auf der anderen Seite der Republikaner, bringen sich derweil gleich mehrere Personen in Stellung. Neben Trump, hegen auch dessen ehemaliger Vizepräsident, Mike Pence und der neue Shootingstar Ron DeSantis, Gouverneur von Florida, Ambitionen auf eine Kandidatur.
      Ebenso Ted Cruz, dem jedoch keine großen Chancen eingeräumt werden.

      Doch selbst wenn Trump nicht antreten sollte (oder kann), steht mit Ron DeSantis jemand parat, der ernsthaft gute Chancen auf einen Gewinn hätte.

      Dan Eberhart, Großspender der Republikanischen Partei, beschreibt ihn "wie Trump, aber klüger, disziplinierter und schroff, ohne schroff zu sein"
      Dies könnte all die Wähler zurück holen, die durch Trumps pöbelnde Art verschreckt worden sind und auch unentschlossene Wähler bekehren.
      Dabei steht DeSantis Trump in nichts nach, vertritt sogar teilweise noch krassere, religiösere Ansichten als dieser.

      Egal ob letztendlich Trump oder Ron DeSantis antreten sollten, Fakt ist, sollte sich das Stimmungsbild in Amerika nicht schnell ändern (wovon nicht auszugehen ist) und die Demokraten ernsthaft Biden erneut kandidieren lassen, dürfte einen Wahlsieg der Republikaner kaum etwas im Wege stehen. Eine quasi Generalprobe wird es im. November geben.

      Sollten es die Demokraten, trotz Trumpskandal und Abtreibungsdebatte nicht schaffen, die Kongresswahl zu gewinnen, ist der Zug quasi fast schon gegen die Wand gefahren.

      Und dies hätte auch für den Rest der Welt erhebliche Konsequenzen.


      web.de/magazine/politik/ron-de…sster-konkurrent-37109716

      n-tv.de/politik/Historiker-Man…tion-article23468271.html

      stern.de/politik/ausland/donal…stoppt-ihn--32553902.html

      augsburger-allgemeine.de/polit…-waehlern-id63441186.html
      Das wird teuer: Habeck rechnet bei Gas-Umlage mit "einigen Hundert Euro" Mehrkosten
      Umstrittener Paragraf 26 tritt wohl in Kraft zum Nachteil der Verbraucher


      Robert Habeck ist dieser Tage nicht zu beneiden. Eigentlich wollte der Bundeswirtschaftsminister durch die Regionen Deutschlands Touren um die Menschen für die Energiewende zu sensibilisieren. Doch das alles umfassende Thema ist die "Gaskrisie" um Russland.

      Habeck selbst, kann eigentlich nicht wirklich viel dafür, dass die Bundesrepublik sich in den letzten Jahrzehnten von Russland abhängig gemacht hat. Aus reiner Bequemlichkeit und um möglichst Kosten zu sparen.

      Habeck selbst kann aber durchaus was dafür, dass ihm nun der schwarze Peter zugeschoben wird. Denn noch im Frühjahr, kurz nach dem Start des Ukrainekrieges, hat sich der Minister, Presswirksam als Retter in der Not inszeniert. "Nicht jammern, sondern handeln" stand auf dem Programm.
      Habeck brach mit den gängigen Programm seiner eigenen Partei, den Grünen und fuhr in Gasreiche Länder zum Klinkenputzen. Eine Aktion die ihn durchaus viel Zuspruch und gute Umfragewerte einbrachte, in seiner eigenen Partei und bei seinen Wählern aber auch viel Kritik.

      Wie Habeck, mussten auch DIE GRÜNEN, generell erkennen, dass Regierungsverantwortung eben doch etwas anders bedeutet, als nur bequem als Opposition großspurig Sätze raus zu Posaunen. Plötzlich mussten sich die Grünen mit Krieg, Benzin und Gaskostenexplosionen auseinander setzten. Themen, die sie sonst eher verdammen.

      Habeck selbst musste bei Ölmultis vorsprechen, schloss Deals ab mit Ländern, die offen Homosexualität ablehnen, teilweise mit dem Tode bestrafen und Menschenrechte mit Füßen treten.
      Danach stellte er sich sichtbar gestresst, jedoch zielstrebig vor die Kameras und verkündete im Mai, dass Deutschland für den Winter quasi gewappnet sei, Russland keine wirkliche Rolle mehr spielen würde. Die Verbraucher müssten sich keine Sorgen machen, vor allem würden seien Mehrkosten abgewendet werden.
      Als Resultat schoss Habeck an die Spitze der beliebtesten Politiker der aktuellen Regierung.



      Für ein Einfamilienhaus könnte sich eine Summe zwischen 300 und 1000 Euro ergeben

      Nun, 3 Monate später, sieht alles anders aus. Der Krieg tobt weiter, die Welt erlebt eine Inflation und die Gasvorräte für den Winter sind eben doch nicht abgesichert.

      Habeck hat sich gelinde gesagt verpokert. Zugeben will er dies freilich nicht. Äußere, nicht vorhersehbare. Umstände seien es, die ihn und die Regierung nun zum Handeln zwingen würden.


      "Wir sind in einer ernsten Situation. Es wird auch Zeit, dass das alle verstehen." Dies sind nun die Sätze, die man von Habeck hört. Dabei hat auch er bzw sein Ministerium einiges verbockt. Bereits im Frühjahr hätte man, neben Pressewirksammen Auftritt im Emirat, längst auch innerhalb von Europa Verträge abschließen müssen. Nun, wo alle anderen Länder weltweit um Gas und Strom buhlen, stellt sich Deutschland ganz hinten in der. Reihe an, bekommt die, deutlich überteuerten Reste vom Makt.

      Verdreifachen, so sagen es Experten voraus, könnten sich im schlimmsten Fall die Abschlagszahlungen von Gasheizungskunden in Deutschland. Es sind Mehrausgaben, die Porschebesitzer in Münchner Einfamilienhaussiedlungen eher leicht wegstecken, aber eine alleinerziehende Friseurin an den Rand des Bankrotts bringen kann. Von etwa 300 Euro zusätzlichen Kosten hat Kanzler Olaf Scholz kürzlich gesprochen, aber möglicherweise hat er das Best-case-Szenario genannt.

      Habeck spricht von "einigen Hundert Euro pro Haushalt", die Gas von Oktober an teurer werden könnte. Man rechne mit Mehrkosten in einer Spanne von 1,5 bis 5 Cent pro Kilowattstunde, so Habeck. Bei einem Verbrauch von 20 000 Kilowattstunden, der zum Beispiel in einem durchschnittlichen, nicht energetisch hocheffizienten Einfamilienhaus anfällt, ergibt sich daraus eine Summe zwischen 300 und 1000 Euro im Jahr.

      Teurer wird das Gas deshalb, weil Energieunternehmen viel mehr für ihre Importe nach Deutschland zahlen müssen. Denn das Gas kommt nur noch zu geringen Teilen aus Russland, dafür aber etwa aus den Niederlanden oder Norwegen. Dort ist die Förderung teurer.


      Bundesregierung entlastet die Gasversorger auf Kosten der Verbraucher

      Einen ganz bitteren Tag erlebte Habeck dann am letzten Donnerstag, als er dem Bundeskanzler und dem Partner FDP letztendlich empfehlen musste, dass bisher umstrittene Paragraf 26 des Energie-Sicherungsgesetzes in Kraft treten zu lassen.

      Diese, hinter vorgehaltener Hand bereits als "Freifahrtsschein zur Selbstbedienung der Gasversorger" betitelte Paragraf, ermöglicht es den alle hohen importkosten bis zu 90 Prozent auf die Verbraucher umzulegen.
      Die Ministeriumsbeauftragte Regelung soll, so der Plan ab Oktober für ein Jahr bis September 2023 gelten.

      Es soll vor allem verhindern, dass hiesige Gasversorger pleite gehen auf Grund der hohen importkosten.
      Ausbaden darf dies der Verbraucher.



      Peinliche Tipps von Gut verdienenden Politikern

      Und so macht Habeck dieser Tage auf seiner Tour eine eher traurige Figur. Denn da der Bundestag bis Mitte August in der Sommerpause ist, kann frühstens Ende August überhaupt vorläufig errechnet werden, welche Gesamtkosten auf die Verbraucher zu kommen werden.

      Doch die Bürger wollen Jetzt Antworten von Habeck. Der will lieber über Kohlekraft Abbau und Atomkraft Beendigung sprechen, doch kommt nicht dazu. Alle Fragen, Zwischenrufe und auch Proteste drehen sich aktuell um das Gaspreisproblem.

      Habeck selbst, zog bereits den Zorn vieler auf sich, als er im Juni sein, schon jetzt höchstpeinliches Statement „Meine Duschzeit habe ich deutlich verkürzt“ abgab.

      Eine ganze Reihe von Politikern tat es ihm gleich und gab per Twitter oder Presse ungefragt vermeintliche Tipps an den Bürger, wie sie doch Strom, Wasser und Gas sparen könnten.
      "Die Heizung muss im Winter nicht immer auf 5 stehen", gab etwa Katrin Göring-Eckardt zum besten.
      Petra Pau (die. LINKE) gab an "nur noch mit Deckel zu kochen".
      Felix Banaszak (DIE GRÜNEN) empfahl in der Bildzeitung, dass jetzt der beste Zeitpunkt wäre um "den Duschkopf wechseln und Heizung neu zu justieren".


      Das die Bürger nicht gerade begeistert sind, Spartipps von Politikern zu erhalten, die jeden Monat ein fünf stelliges Gehalt bekommen, dürfte nicht überraschen.


      Habeck selbst, versprach derweil finanzielle Unterstützung für besonders hart betroffene Fälle. Woran diese festgestellt werden sollen und vor allem wie die Unterstützung aussehen soll, ließ er offen.
      Immerhin muss er dafür auch mit Finanzminister Lindner Verhandlungen führen und der peilt bisher eisern einen stabilen Haushalt für 2023.

      Auch bei anderen Parteien klingeln die Alarmglocken, denn wütende Bürger, könnten sich im nächsten Jahr bei Kommunalwahlen auf ihrer Art bedanken. Vor allem die Wahlen in Schleswig-Holstein und Bayern, haben alle Parteien im Auge und so wird schon jetzt lauthals etwa von der Linken, aber auch der Union in der Presse über Steuersenkungen nachgedacht.


      sueddeutsche.de/politik/energi…lage-mehrkosten-1.5629428

      tagesschau.de/wirtschaft/konju…-gas-reduzierung-103.html