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Immortal - At The Heart Of Winter

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    Es gibt 3 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von The Fiend.

      Immortal - At The Heart Of Winter

      Immortal, eines der, wenn nicht sogar das Zugpferd des norwegischen Black Metal´s (auch wenn die Band aufgrund Thematik/Ursprung sich von diesem Genre fern hält). MIt iihrem Album "At The Heart Of Winter" begeisterten sie 1999, wie auch heute noch ihre Anhängern und gilt in Fankreisen als ihr bestes Werk. Auf dem Album befinden sich 6 Songs, mit einer stolzen Mindestlänge von über 6 Minuten. Auch Live konnten mich Immortal schon öfters verzaubern, zuletzt auf Wacken (2010).



      Immortal – At The Heart Of Winter


      01] Whitstand The Fall Of Time
      Auch der Opener von “Hearts Of Winter” startet duster, schnell und atmosphärisch. Man lässt sich zunächst etwas Zeit um in Stimmung zu kommen – und die kommt, aber sowas von. Bei Immortal gefallen mir die Drums eigentlich durchgehend gut. Hart, aber nicht zu aufdringlich, perfekt gemacht – zudem sind diese in diesem Song sehr facettenreich in Szene gesetzt, wobei die Gitarre recht konstant einem die Riffs um die Ohren haut. Vocals sind hier eher Nebensache.

      02] Solarfall
      Nach einem klassischen Immortal-Start kommen sehr interessante und wirkungsvolle Riffs zum Vorschein. Diesmal wird früh klar, dass dem Gesang mehr Bedeutung geschenkt wird. Kompromisslos geht´s weiter, bis dann kurzzeitig eher ruhige Töne zu hören sind – zudem gute Übergangsparts – um dann wieder düsteren und beklemmenden Sound an den Mann zu bringen.

      03] Tragedies Blows At Horizon
      Immortal schafft es wie gewohnt, dieses beunruhigende und epische Gefühl über das komplette Album hin zu transportieren. Auch hier geht´s hart zur Sache und erneut wird mit minimalistischen Übergangsphasen gearbeitet, die sehr symphonisch und atmosphärisch klingen & diesmal noch etwas länger ausfallen. Dadurch wirken die anschließend einsetzenden Gitarren noch intensiver. Gelungener Spannungsaufbau. Außerdem erkennt man in diesem Song etwas mehr Brutalität, mehr Chaos – hier wechselt man 30-sekündig zwischen Meditieren und Moshen. Gerade diese räudigen Screams gegen Ende, die einen aus der Stille reißen, wirken wie ein schlechter Albtraum – herrlich.

      04] Where Dark And Light Don´t Differ
      Derber Start, mit recht thrashigen Charakter. Der Gesang ist gerade bei diesem Track sehr gut abgemischt, wirkt übermenschlich und sehr bedrohlich. Nach dem ungewohnt klassischen Refrain („Where Dark And Light Don´t Differ – 3x) bekommt man´s von Immortal deftig auf die Ohren, Headbeang-Stimmung macht sich breit, worauf dann sehr emotionale und dramatische Gitarrenabfolgen stattfinden.

      05] At The Heart Of Winter
      Zunächst leise und stimmige Töne beim gleichnamigen Song. Das bedrohlich ruhige Intro dauert über zwei Minuten und hat eine sehr krasse Wirkung. Die Stimmung des Coverbilds wird hier 1zu1 von Bild in Musik umgewandelt, unglaublich gut gelungen. Wirkt sehr beklemmend und hoffnungslos. Gerade thematisch sagen mir hier die Vocals sehr zu.

      06] Years Of Silent Sorrow
      Mit diesem Song findet „At The Hearts Of Winter“ sein Ende. Einzeln Songs zu bewerten oder kategorisieren ist bei Immortal ein Unding, da man es hier mit einem Großen und Ganzen zu tun hat, für mich wird hier eine Geschichte erzählt, die die selbe Stimmung durchgehend transportiert und im Kollektiv gesehen werden sollte. Zwar ist dieser Titel, der, meiner Meinung nach, „schwächste“ Song auf dem Album, fügt sich dem Rest aber perfekt. Kein Dauerschleifen-Album mit Ohrwürmern, nein, richtig guter Black Metal der mindestens einmal im Monat von mir zelebriert wird – und wenn dann natürlich das ganze Album an einem Stück, alles andere wäre sinnlos.


      = Mächtiges und erhabenes Album ohne Schwächen. Sehr tragisch und beklemmend - einzigartige Stimmung, die hier vermittelt wird.

      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern2:






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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Bavarian Metalhead“ ()

      besser kann man es nicht schreiben. starkes album, vlt sogar ihr bestes. im august bin ich leider erst zum ersten mal in den genuss gekommen, sie mal live zu sehen. naja, sie nehmen sich auch kein stück selber mehr ernst, was das ganze natürlich mehr als amüsant macht. aber nichts destotrotz, at the heart of winter ist ein dauerläufer, der immer ma wieder bei mir läuft.
      Original von The Fiend
      sie nehmen sich auch kein stück selber mehr ernst, was das ganze natürlich mehr als amüsant macht.


      Hehe, exakt. Genau darin liegt dann auch irgendwo der Reiz, weil die Musik dann doch todernst gemeint ist.