Gone Girl – Das perfekte Opfer (David Fincher)

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    Es gibt 96 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Samo.

      Gone Girl - das perfekte Opfer

      Ich war gestern in dem Film drin und ich bin mehr als zufrieden. Wo David Fincher drauf steht ist auch David Fincher drin. Zunächst mal hat es jeder Film dieses Meisterregisseurs schwerer als ein anderer Film da die Erwartungen bei mir extrem hoch sind. Aber auch dieses Mal ging ich mit einem Lächeln aus dem Kinosaal. Und nicht nur das die Handlung hat mich lange noch beschäftigt. Gone Girl ist ein wunderbarer Thriller mit ein paar interessanten Wendungen. Aber Gone Girl ist viel mehr. Ein Ehedrama ja geradezu ein Abgesang auf die Institution Ehe. Und eine Mediensatire die zeigt wie die öffentliche Meinung manipulierbar ist. Es gibt so viele Momente die in Erinnerung bleiben. Besonders die schauspielerische Leistung von Rosamund Pike ist hervorzuheben. Es würde mich sehr wundern wenn sie für ihre intensive emotionale Darstellung nicht für den Oscar nominiert werden würde. Mit dem Ende hatte ich überhaupt kein Problem. Ich würde sogar sagen das es das für mich beste Ende ist. Ich werde mir den Film nochmal ansehen wenn er auf SKY läuft denn gerade dieser Film schreit förmlich nach einer Zweitsichtung. Für diesen wunderbaren Film vergebe ich vorläufig...

      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern2:
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      wuerde jetzt auch erstmal 8/10 punkte fuer die erstsichtung vergeben. gerade weil man vom fincher mehr erwarten koennte.
      keine 2-3 regisseuren haetten aus diesem plot so einen dichten harmonischen film rueberbringen koennen.

      man merkt dem film mehr einen seriencharakter an, gerade einen den auch houseofcards besitzt. gerade vom stil.
      bin einbisschen enttaeuscht wenig innovatives von der kamera gesehen zu haben. ausser
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      der autofahrt von pike

      ansonsten ist es der gewohnte stil von fincher, das casting ist auch super ausgesucht.
      mal schauen wie sich ben jetzt als batman schlaegt, das gegenteil hat er ja jetzt eindrucksvoll bewiesen.

      hab noch keine kritik gelesen die dem film einen verbindung mit
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      basic instinct
      gleichstellt?
      bin zufrieeden mit diesem ende,
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      zum letzten drittel eroeffnet ja das drehbuch, einen ganz anderen film, einen den man nicht ernst nehmen kann.
      mit einem mord (und das passt weder zum schlusspart als auch zu afflecks charakter).
      waere schluss. und die wirkung was passiert mit dem mensch oder dem paar nach abspann hat man nicht mehr.

      guck dir halt wieder sieben an :D
      Ich habe den Film inzwischen zwei Mal im Kino gesehen und gerade bei einer Zweitsichtung kann man die Qualität eines Films noch besser bewerten. Und Gone Girl bleibt auch beim zweiten Mal sehen ein großartiger Film. Ich bleibe bei meinen 9/10.

      Ein Unterschied zur Erstsichtung war...

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      das ich dieses Mal (wenn man das Wissen das ich schon hatte ausklammert) im ersten Teil des Films mehr Indizien dafür gesehen habe das Ben Affleck seine Frau wirklich umgebracht hat.
      @DerPat

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      Vor allem die falsch gelegte Fährte durch das Tagebuch und die Lügen dort drin. Beim ersten Mal schauen habe ich dem "Braten" von Anfang an nicht getraut. Da ich den Plot beim zweiten Mal schon kannte konnte ich mich mehr darauf einlassen und habe mir gedacht wie perfide und gut durchdacht sie die Spur zu ihrem Ehemann als Mörder gelegt hat. Da war für mich absolut glaubhaft das er wirklich der Mörder seiner Frau ist was ich beim ersten Mal schauen nicht geglaubt habe. Natürlich kannte ich den Ausgang schon aber ich konnte das ganz gut ausblenden. Gerade Szenen wie als er seine Frau schubst die ja von ihr ausgedacht waren tragen dazu bei das der Zuschauer ein negatives Bild vom Ehemann bekommt. Damit glaubt man der Ehefrau auch eher das er sie umbringen will und folgt damit den weiteren Spuren die sie gelegt hat. Wobei die Sachlage eigendlich zu eindeutig war. Beispiel: wenn das Tagebuch mit "er könnte mich umbringen" endet und das die letzen Worte sind bevor er sie vermeintlich umbringt so ist das mehr als unrealistisch. Denke das auch deshalb die ermittelnde Polizistin skeptisch war.
      Als Leser des Buchs muss ich sagen, dass der Film wirklich sehr gelungen ist. Viele Dinge, die sich im Buch etwas gezogen haben, wurden hier gut kompakt zusammengefasst, ohne aber die wesentlichen Punkte zu vernachlässigen. Was das Ende betrifft, so kam es mir vor, als hätte man sich dafür 1-2 Minuten mehr Zeit nehmen können. Ich weiß, dass es im Buch auch so kurz und bündig ist. Aber:
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      Ich schätze es, dass David Fincher seinen Zuschauern nicht alles unter die Nase reibt und auf dem Silbertablett serviert "(Whats in the box?"), trotzdem ein Satz mehr dazu, wie Amy nun doch schwanger ist, wäre hilfreich gewesen, da es im Buch auch nochmal angesprochen wird. Und es zeigt ein weiteres Mal, wie listig Amy tatsächlich ist. Und 1-2 Sätze zusätzlich zur Motivation Nicks, mit Amy zusammenzubleiben hätte ich ebenfalls schön gefunden.


      Ansonsten hat mir alles sehr gut gefallen und die ultimative (Anti?-)Klimax ist einfach genial. Ich habe das Ende vom Buch gehasst. Und je länger ich es sacken lies, umso besser gefiel es mir. Und nachdem ich den Film nun gesehen habe, war mir auch klar, wie Fincher in diese Geschichte passt. Er sucht ja immer nach den dunklen Seiten der Menschen. Und das passt hier einfach perfekt zusammen.
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      Puh. Nach "Social Network" konnte ja kein besserer Film von Fincher mehr kommen. Ein wenig mehr hatte ich mir aber schon erwartet. Zwar setzt er seine von mir gerne boshaft als "Parfümwerbungslook" genannte Ästhetik wieder nahezu fehlerfrei um aber irgendwie fehlt mir in "Gone Girl" die millimetergenaue Präzision, die Finchers Arbeit so ausmacht. Vor allem im Mittelteil habe ich mitunter das Gefühl, dass der Film auch von jedem anderen x-beliebigen Regisseur hätte stammen können. Auch das Drehbuch ist ein bisschen sumpfig, gleitet in einem dahin ohne einen echten Höhepunkt. Na gut *die* Szene stach dann doch schon einigermaßen heraus.

      Vielleicht liegt das aber auch daran, dass "Gone Girl" kein wirkliches Handlungsding ist sondern sich stark mit seinen Charakteren auseinandersetzt. Rosamund Pikes Leistung fand ich durchaus gelungen aber oscarwürdig noch nicht unbedingt. Sie hat allerdings das Glück, einen weiblichen Charakter mit sehr vielen Ebenen spielen zu können und das Glück hat man beileibe nicht oft in Hollywood. Jede Schauspielerin aus der A-Liste von Hollywood hätte so eine Performance abliefern können. Aber sei es drum. Es macht Spaß, ihr zuzusehen und mal einen etwas vielschichtigeren weiblichen Charakter zu erfahren als das, was uns Hollywood da sonst so bietet. Ben Affleck spielt den fertigen Ehemann ganz gut, nimmt man ihm ab. Tyler Perry hatte nicht viel Screentime, konnte aber seiner Figur doch die affektierte Ostküstenkrone aufsetzen. Carrie Coon war eine echte Überraschung. Zwar ist ihr Charakter weder ausgearbeitet noch darf er viel machen aber sie schafft es, in Erinnerung zu bleiben. Nicht übel neben solchen Schwergewichten. Der Film selbst hätte etwas knackiger gepaced sein dürfen, 30 oder 20 Minuten weniger wären nicht übel gewesen. Unterm Strich also wäre etwas weniger etwas mehr gewesen und auf die Charakterstudie hätte man sich noch mehr einlassen können.

      Ansonsten: Wieder ein etwas schwächerer Film von Fincher. Bei fast jedem anderen Regisseur aber wäre es eine überdurchschnittliche Leistung geworden. Mal schauen, was der Nächste so hergibt.

      6 von 10 Champagner- (oder war es Wein?) -Flaschen

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      "You're fighting a war you've already lost."
      "Well, I'm known for that."
      Oft habe ich versucht mir den Film wegen der guten Kritiken
      anzusehen aber erst jetzt habe ich es geschafft und da Fincher zwei der
      besten Thriller überhaupt inszeniert hat, war ich dementsprechend mit
      hohen Erwartungen dran gegangen....

      Nun ja ich will nicht sagen dass der Film durchschnittlich ist, aber ein Meisterwerk wie Sieben ist er in meinen Augen nicht...

      Anfangs zieht sich die Story etwas aber nach und nach steigt die Spannungskurve
      an und immer mehr versinken die Darsteller in einen Sumpf von Intrigen
      und lügen man weiss nie wem man glauben oder vertrauen kann!!!

      Ben Affleck spielt den Ehemann solide und auf seine Darstellung als batman
      nächstes Jahr,,bin ich sehr gespannt, Rosamund Pike dagegen hat die
      Oscarnominerung wirklich verdient, starke Leistung

      Jetzt aber der Punkt wo gone girl für mich Abzüge bekommt, nämlich das
      Ende.... Für mich zu plötzlich und unbefriedigend weil man es nicht so
      ganz nachvollziehen kann da hat für mich der Knalleffekt gefehlt wie bei Finchers besten Werken....

      7 /10
      Eben zu ende gesehen. Ich saß 2,5 Stunden sehr mitgerissen vor dem Fernseher und war wirklich gespannt, wie der Film aus gehen wird. Bin mit dem Ende soweit zufrieden, aber ich finde, dass der Schluss vielleicht noch ein paar Minuten gebraucht hätte um sich ein bisschen mehr zu erklären, aber okay.
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      Rosamund Pike spielt die böse Bitch sehr gut und
      Ben Affleck sehe ich generell gerne. Ich ärgere mich nicht, die Blu Ray gekauft zu haben. 8/10

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „patri-x“ ()

      Mich hat der Film nicht so umgehauen.
      Die erste halbe Stunde war zäh mit, wie ich finde, nervigen Dialogen.
      Dann wurde der Film interessanter, es gab einige interessante Wendungen, aber alles zu zäh und leider relativ spannungslos.
      Aber nicht schlecht und gut zum einmal gucken. :goodwork:

      Bin aber sowieso kein Fan von Fincher. Dieser ist einer seiner besseren.
      SIE7BEN war bis jetzt mit großem Abstand sein bester Film.

      6/10