Gone Girl – Das perfekte Opfer (David Fincher)

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    Es gibt 96 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Samo.

      patri-x schrieb:

      DerPat schrieb:


      @patri-x : Was hat Dich am Ende gestört? Ich empfand als äußerst, vorallem die letzte Einstellung. Sehr passend zur ersten Einstellung des Filmes.

      Spoiler anzeigen

      Nick setzt weiterhin in der Falle von Amy.

      Ich fände ein Ende ála er tötet sie, sie tötet ihn, sie begeht Selbstmord wahnsinnig einfach und klischeehaft.



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      Wieso sitzt er in der Falle? Er hätte sie auch rechtzeitig verlassen können. Außerdem sagt er der Polizei nichts, auch wenn es keine Hinweise gibt. So wird ja gar nicht mehr ermittelt. Und dass sie auf einmal einfach so schwanger ist, kam mir auch zu plötzlich, vor allem, dass er es so hinnimmt.


      Doch,
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      er hat es der Polizei erzählt, auch wie sie ihm alles unter der Dusche beichtete. Der Fall ist aber abgeschlossen und an das FBI abgegeben, da Nick keine Beweise/Hinweise für ihre Taten hat und es nach außen hin als ein perfekt aufgelöster Fall erscheint ... "Verschwundene Frau kann sich aus den Zwängen ihres Entführers reißen und kehrt nach Hause zurück!"
      Aber mal ganz davon abgesehen kann Nick sie auch nicht verlassen, da er einfach "schwach" ist. Sie formte Nick zu ihrem perfekten Mann, sie beichtet ihm alles und dennoch bleibt er bei ihr ... sie bekommt was sie möchte, das war bereits ihr ganzes Leben so und das wird sich auch nicht ändern.


      Klar wirkt das Ende nicht ganz authentisch, das tut aber fast der gesamte Film nicht. Dafür ist Gone Girl überraschend gewitzt ausgefallen und nimmt sich einfach selbst nicht all zu ernst. Ich mag das Ende sehr, es ist selten, dass bei so großen Filmproduktionen ein so unkonventionelles Ende gewählt wird ... herrlich. Ein erstklassiger Thriller, der trotz seiner langen Laufzeit nicht ansatzweise ermüdend wirkte.

      8,5 von 10 Krawatten
      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :halbstern: :stern2:
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      Ah, jetzt fällt es mir auch wieder ein:

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      ​Es war nicht, dass er es der Polizei nicht erzählt, sondern dass die Polizistin, die nachbohrt, ständig unterbrochen und schief angesehen wird. Total absurd. Als ob FBI-Agenten die Indizien einfach so abschmettern würden, weil es der Frau ja ach so schlecht geht. Da hab ich mich auch aufgeregt.

      patri-x schrieb:

      Ah, jetzt fällt es mir auch wieder ein:

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      ​Es war nicht, dass er es der Polizei nicht erzählt, sondern dass die Polizistin, die nachbohrt, ständig unterbrochen und schief angesehen wird. Total absurd. Als ob FBI-Agenten die Indizien einfach so abschmettern würden, weil es der Frau ja ach so schlecht geht. Da hab ich mich auch aufgeregt.


      In dieser Szene wollte ich am liebsten selbst weit ausholen und ... :poke:
      Aber das ist ein perfektes Beispiel dafür, wie bewusst überspitzt alles dargestellt wird. Natürlich würden Polizisten so eine Frage nicht unbeantwortet lassen, aber solche Momente gibt es den ganzen Film über. Das meinte ich mit:
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      Sie hat ihr ganzes Leben das bekommen was sie wollte und so bekommt sie auch hier was sie möchte... und das wird sich nicht ändern.

      patri-x schrieb:

      DerPat schrieb:


      @patri-x : Was hat Dich am Ende gestört? Ich empfand als äußerst, vorallem die letzte Einstellung. Sehr passend zur ersten Einstellung des Filmes.

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      Nick setzt weiterhin in der Falle von Amy.

      Ich fände ein Ende ála er tötet sie, sie tötet ihn, sie begeht Selbstmord wahnsinnig einfach und klischeehaft.



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      Wieso sitzt er in der Falle? Er hätte sie auch rechtzeitig verlassen können. Außerdem sagt er der Polizei nichts, auch wenn es keine Hinweise gibt. So wird ja gar nicht mehr ermittelt. Und dass sie auf einmal einfach so schwanger ist, kam mir auch zu plötzlich, vor allem, dass er es so hinnimmt.


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      Er sitzt in der Falle, weil die Presse noch zu genau auf ihn schaut und der Film zeigt ja gut, wie Amy die Presse ebenfalls lenken bzw. einschätzen kann.

      Das mit der Schwangerschaft kam tatsächlich sehr merkwürdig, wieso ist sie eigentlich schwanger? Sex hatten sie ja nicht.

      Mein Letterboxd Profil: letterboxd.com/patrick_suite/

      DerPat schrieb:

      patri-x schrieb:

      DerPat schrieb:


      @patri-x : Was hat Dich am Ende gestört? Ich empfand als äußerst, vorallem die letzte Einstellung. Sehr passend zur ersten Einstellung des Filmes.

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      Nick setzt weiterhin in der Falle von Amy.

      Ich fände ein Ende ála er tötet sie, sie tötet ihn, sie begeht Selbstmord wahnsinnig einfach und klischeehaft.



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      Wieso sitzt er in der Falle? Er hätte sie auch rechtzeitig verlassen können. Außerdem sagt er der Polizei nichts, auch wenn es keine Hinweise gibt. So wird ja gar nicht mehr ermittelt. Und dass sie auf einmal einfach so schwanger ist, kam mir auch zu plötzlich, vor allem, dass er es so hinnimmt.


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      Er sitzt in der Falle, weil die Presse noch zu genau auf ihn schaut und der Film zeigt ja gut, wie Amy die Presse ebenfalls lenken bzw. einschätzen kann.

      Das mit der Schwangerschaft kam tatsächlich sehr merkwürdig, wieso ist sie eigentlich schwanger? Sex hatten sie ja nicht.



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      Sie hat die Spermaproben von Nick aus der Klinik doch noch behalten (Nick ging davon aus sie seien entsorgt worden, sie hat jedoch lediglich die Unterlagen vernichtet gehabt).
      Ich werde ihn morgen sehen und bin sehr gespannt. Das Buch habe ich vor drei Tagen ausgelesen. Ich fand das Ende anfangs auch etwas komisch, ich hätte eher mit etwas anderem, abrupterem gerechnet. Allerdings denke ich, dass man sich schon auch damit anfreunden kann. Außerdem heißt es ja, dass das Filmende anders sein soll - ich werde mich aber nicht spoilern lassen. :)

      TheKillingJoke schrieb:

      Ich werde ihn morgen sehen und bin sehr gespannt. Das Buch habe ich vor drei Tagen ausgelesen. Ich fand das Ende anfangs auch etwas komisch, ich hätte eher mit etwas anderem, abrupterem gerechnet. Allerdings denke ich, dass man sich schon auch damit anfreunden kann. Außerdem heißt es ja, dass das Filmende anders sein soll - ich werde mich aber nicht spoilern lassen. :)


      Ah, dann bitte morgen Bericht erstatten wie Du die Verfilmung fandest und welche großen Unterschiede es gab. Interessiert mich! :)
      Mein Letterboxd Profil: letterboxd.com/patrick_suite/
      @DerPat

      Puh, dann hoffe ich mal, ich hab bis dahin nicht alle Details des Buches vergessen. :)

      Ich finde, es war sehr spannend und ich blieb als Leser immer gut am Ball, auch, wenn es hier und da etwas sperrig wirkte. Ich gehe jetzt einfach mal (ohne irgendwelche Kritiken gelesen zu haben) davon aus, dass Fincher das Ganze auf sehr angenehme Art komprimiert und mit einer entsprechend beklemmenden Optik inszeniert hat. Was Ben Affleck angeht, fand ich es beim Lesen echt witzig: Sein Charakter wird im Buch als jemand beschrieben, dessen Gesicht im öffentlichen Rampenlicht erstarrt, weswegen er kühl, starr und emotionslos wirkt. Wenn ich jetzt fies wäre, würde ich sagen, dass das Affleck schon ziemlich in die Karten spielt. ;) Aber nein, ich halte ihn nicht für einen großartigen Schauspieler, aber ich denke, er hat sich gemacht und wird da eine gute Leistung abrufen. Auf Miss Pike bin ich allerdings sehr gespannt...
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      DerPat schrieb:

      @TLCsick :

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      Warum hatten sie das Sperma einfrieren lassen?



      Zum Glück sehe ich mir Sonntag nochmal den Film an, diesmal in Originalsprache.


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      War das nicht in Verbindung mit einer Spende in einer Spermabank? Warum er überhaupt spendet weiß ich aber nicht mehr.... wenn das überhaupt erklärt wurde.
      "Gone Girl"
      [David Fincher / USA ´14]
      8,00 / 10


      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern2: :stern2:

      David Fincher. Ein Mann, auf den noch Verlass ist. "Gone Girl" ist ein überdrehtes, aber intelligentes Thriller-Katz- und Mausspiel, das durch die verschiedenen Perspektiven, in welchen die Story erzählt wird, einen großen Reiz auf mich ausübte und zudem trotz der stolzen Laufzeit Tempo und Dynamik bewahrt. Bereits die Einführungsphase wurde trotz noch ausbleibender Spannung bereits sehr gut erzählt, dank smarter Dialoge und einer Inszenierung, die stilsicherer nicht sein könnte. Pike machte in meinen Augen einen sehr überzeugenden Job, wobei man ihr alle Facetten abnimmt, während ebenfalls Affleck mit seiner Rolle umzugehen weiß. Zwar soll es Hollywood noch ein paar Darsteller geben, die hier womöglich noch mehr brillieren hätten können, aber Anlass zur negativen Kritik ist keinesfalls gegeben. Überrascht war ich, wie leicht es mir fiel, MPH in seiner Rolle zu akzeptieren. Gut gespielt. Mir gefielen die absonderlichen Entwicklungen sowie die Unberechenbarkeit, sodass ich das Ende absolut positiv wahrgenommen habe. Das passte in meinen Augen wie die Faust auf´s Auge. Spannend, ob nun aus intimer, polizeilicher oder medialer Sicht sowie inszenatorisch ganz große Klasse, aber ganz unter uns, das konnte man erwarten. Ein manipulativer, psychotischer Fincher, der sich vielleicht vier oder fünf seiner Filme unterordnen muss, aber diese internen Vergleiche sind grundsätzlich auf aller höchstem Niveau. Starker Kinoabend gestern. In einer Zweitsichtung sollte punktemäßig noch Luft nach oben sein.

      Mein Filmtagebuch & Mein Serienarchiv



      Pokemon - The Curse of Kanto
      Directed by David Lynch
      wenn ich in threads von fincherfilmen mir die kritiken durchlese und die punkte dazu, verstehe ich das gegenueber anderen kinofilmen nicht. da sind die fast identisch. die punkte - nicht die kritiken.

      wird wohl daran liegen, dass man von vornerein weiss man bekommt was anspruchsvolleres.

      naechste woche bei mir soweit. american psycho, yeah! das letzte mal gabs ja ne susstudio hommage in verblendung.

      freue mich. auch auf die heimversion fuer die couch, da gefiel mir verblendung nochmal besser!

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „levi“ ()

      Toller Film! Hat mir sehr gut gefallen. Logiklöcher können da sein, aber an so was häng ich mich für gewöhnlich nicht auf, wenn so gut wie alle andere Faktoren passen. Vielleicht gibt's von mir mal mehr zum Film, aber zunächst muss ich einem Wunsch nachkommen.

      @Der Pat

      Wegen den Unterschieden zum Buch:

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      Unterm Strich haben sie sich wirklich sehr genau an die Buchvorlage gehalten. Kann mir kaum vorstellen, dass Fans des Romans da viel zu meckern haben. Zu Gunsten der Dynamik und des Tempos wurden glaub zwei bis drei Stellen gestrichen. Beispielsweise geht Nick mit einem Kumpel und dem Schwiegerpapa auf eigene Faust in die Mall. Ich erinnere mich auch daran, dass sein gespieltes Geständnis à la "Ich bin kein Mörder, aber ein schlechter Ehemann" nicht im Rahmen einer Fernsehshow stattfand, sondern spontan in einer Bar, in leicht angetrunkenem Zustand und mit einer Bloggerin oder so. Also alles Sachen, die man streichen oder eben straffen kann.

      Nur kam in meiner Erinnerung das Ende der Geschichte im Buch anders rüber als im Film. Im Kino hatte ich am Ende ganz stark das Gefühl, dass Nick nun der Gefangene seiner eigenen Ehefrau ist. Im Buch drückt er ihr am Ende nochmal was rein, indem er meint, dass sie sich jetzt vor ihm nicht mehr verstellen kann und keine Auswahlmöglichkeiten hat, welchen Charakter sie ihm vorspielt. Sie muss zum ersten Mal in ihrem Leben sie selbst sein, was sie im Buch ziemlich wurmt. Ich glaube, dieser Aspekt schimmerte im Film nicht so richtig durch, aber ihr könnt mich gerne korrigieren. :)
      Vielen lieben Dank, @TheKillingJoke ! :) Schön, dass Du deine Freude damit ebenfalls hattest.

      Ich hab heute mir mal mit dem Hörbuch angefangen, das gibt es gerade nämlich bei Spotify. Irgendwie lässt mich der Film nicht los, vorallem morgen geht es in die OV Vorstellung.

      Was ist eigentlich mit @-=Zodiac=- ? Du warst doch immer auch recht fincherversessen?
      Mein Letterboxd Profil: letterboxd.com/patrick_suite/
      Toller und spannender Thriller von Fincher. Ich hatte erst Bedenken, dass die Autorin selbst das Drenbuch verfasst... Aber gelungen.
      Komischerweise spielen eher mittelmäßige Schauspieler, wie Ben Affleck, Neil Patrick Harris oder Tyler Perry alle ziemlich gut in dem Film. Bravo an den Regisseur.
      Absolut herausragend natürlich Rosamund Pike, die auch nicht gerade als Charakterdarstellerin bekannt ist. Der Oscar dürfte für sie din sein.
      9/10
      Vielleicht bekommt "Gone Girl" seine technischen Oscarnominierungen (Kamera, Ton, Schnitt), aber für die großen Kategorien ist der Stoff der Academy bestimmt zu düster, zu brutal, zu verrucht. Vielleicht bekommt Fincher eine Entschädigungsnominierung, weil er in den Neunzigern übergangen wurde. Aber ich vermute es nicht.

      Gestern war ich in der OV Vorstellung. Ben Affleck kam mir da etwas zermürbter und fertiger vor, aber ansonsten top Synchroarbeit.
      Jetzt hab ich das auch mit dem
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      ​Sperma verstanden, dass sie ihn bietet eine Probe abzugeben und sie hinter seinem Rücken diese wohl abholt.


      Die Leute, die den Film gesehen haben, welcher Beduetung würdet ihr der Katze geben?

      Meine Vermutung:
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      ​für mich ist die Katze eine Spieglung von Nick Dunne. Er wird in der ersten Hälfte hin und her gereicht und kann selbst nicht groß handeln und (Katze beobachtet Medien, Nick achtet auf Katze und trägt sie in Sicherheit, Margo streichelt auffällig oft die Katze).
      Aber letztendlich ist es sehr offen und vielleicht führt uns Fincher um die Nase herum. Bin auf die Heimkinoauswertung samt Audiokommentar gespannt, die ist bei Fincher immer hörens- sehenswert.
      Mein Letterboxd Profil: letterboxd.com/patrick_suite/
      Hier mal der Link zu einer ausführlichen Kritik von mir. Ich bin inzwischen bei 9 von 10 Punkten gelandet. Gefällt mir immer noch gut und er hallt schön nach. Auf jeden Fall einer der besten Filme des Jahres bisher. Für mich reiht er sich problemlos in den wirklich starken Frühling ein, also sprich "Dallas Buyers Club", "12 Years A Slave", "The Wolf Of Wallstreet" oder "Her".

      popcornguys.wordpress.com/2014…-girl-das-perfekte-opfer/