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Gandhi

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    Es gibt 8 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Data.

      Gandhi




      Originaltitel: Gandhi

      Erscheinungsjahr: 1982

      Laufzeit: ca. 183 Minuten

      FSK: ab 12 Jahren

      Regie: Richard Attenborough

      Darsteller: Ben Kingsley, Candice Bergen, Edward Fox, Trevor Howard, Martin Sheen, Daniel Day-Lewis uvm.

      Handlung:

      Gandhi (Ben Kinsley) geht 1893 als Rechtsanwalt nach Südafrika, um die dort lebenden Inder gegen die strikten Apartheidsgesetze zu vereinen. Er praktiziert dort zum ersten Mal den passiven, gewaltlosen Widerstand, der später zum Kennzeichen seines Freiheitskampfes gegen die Briten wird. Ab 1915 lebt er dann wieder in Indien und verfolgt nur ein Ziel: Indiens Unabhängigkeit vom britischen Empire. Aber mehr als 30 mühsame Jahre vergehen, bis sein Traum wahr wird und Indien 1947 die










      Schaue den gerade im TV, sehr guter FIlm. Hier im Forum habe ich nur einen Thread zur DVD gefunden.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Tony_Montana“ ()

      Sehr interessanter, beeindruckender und sehr gut gespieltes Drama.
      Hatte mich damals wirklich fasziniert.
      Wunderbar gespielt von Kingsley ! :goodwork:

      U.a war ja Alec Guiness für die Rolle vorgesehen gewesen.
      Aber ich glaube besser als Kingsley hätte es keiner machen können.
      Die Ähnlichkeit war verblüffend.
      Viele Inder gingen beim Anblick Kingsleys in Maske ja auf die Knie. Haben ihn regelrecht angebetet.

      Es war ja auch der bis dato der Film mit den meisten Statisten.
      Die Massenszenen waren faszinierend !

      8 von 10
      - Gandhi

      Sir Richard Attenboroughs Meisterwerk und sein vielleicht größtes Vermächtnis für die Filmwelt ist zugleich eine Message, die Liebe, Frieden und soziale Gerechtigkeit kommunziert und ja, das sind universelle Themen, die in jedes Zeitalter passen. Doch gerade in diesen Tagen, in der soziale Ungleichheit - auch im globalen Sinne - ein immer wichtigeres Thema wird, resoniert die Stimme dieses Films doch ganz besonders stark.

      Gandhi erzählt die Geschichte von Mahatma Gandhi, beginnend im Jahr 1893, welches seine Friedensbewegung gegen britische Unterdrückung startet und endet am Tag seines Todes 55 Jahre später.

      Ich bin normalerweise nicht der größte Fan von biografischen Historien-Filme dieser Art, was vor allem daran liegt, dass sie oft viel zu lang sind und sich das Ansehen manchmal wie Hausaufgaben anfühlt. Ben-Hur war für mich so ein Beispiel, wo ich mich lange dagegen sträubte, den anzusehen und am Ende war es tatsächlich richtige Arbeit, sich durch einen großteils gut gefilmten Sandalenfilm durchzuarbeiten, der aber dennoch gut und gerne um einige Sequenzen hätte gekürzt werden können.

      Gandhi fühlt sich anders an. Besser. Rund und unterhaltsam. Und das liegt in meinen Augen vor allem daran, dass das Drehbuch hier den Menschen in den Vordergrund stellt und seine Motivationen, seine Träume und seinen Frust ergründet. Es ist eine Sache, Geschichten von solch außerordentlicher historischer Signifikanz als große Epen darzustellen. Es ist aber viel wichtiger zu zeigen, warum diese Geschichten wichtig sind. Und ja, während Gandhi groß und ausschweifend ist und Richard Attenborough ein Auge für atemberaubende Set-Pieces hatte und wusste, diese einzufangen, so vergisst er doch nie den Grund, warum er überhaupt in diese Welt eintaucht. Und dieser Grund ist der kleine, braune Mann aus Indien, der aus reiner Überzeugung heraus und ohne gewalttätige Vorsätze eine Bewegung in Gang gesetzt hat, die den Werdegang seines Landes auf nie denkbare Weise umlenkt, die Machtverhältnisse des britischen Imperiums erschüttert und im asiatischen Raum vielleicht sogar besiegelt hat.

      Ben Kingsley ist eine absolute Wucht in dieser Rolle, sieht er seinem Vorbild doch verblüffend ähnlich und kann mit minimalen Gesten und vokalen Betonungen ganze Szenen dominieren. Es fällt einem in manchen Szenen nicht schwer zu glauben, warum ein so unscheinbarer kleiner Mann eine solche Gefolgschaft hinter sich vereinen konnte. Der Film ist teilweise harter Tobak. Das Jallianwala Bagh Massaker ist entsetzlich anzuschauen, ebenso wie der friedliche Protest an den Salzwerken. Martin Sheens Charakter übermittelt anschließend die Worte (vermutlich an die Editoren seiner Zeitung) "Whatever Moral Ascendency the West Held was lost here today". Und ich denke, das ist wirklich, was die Macht des Westens in dieser Region zu einem Ende gebracht hat.

      Gandhi vermeidet die meisten Fallen, in die biografische Filme gern und oft treten. Ja, er ist lang und episch. Aber viel wichtiger ist, er hat mich berührt auf eine Weise, wie es wenige Filme dieser Art schaffen. Die Gründe hierfür liegen darin begründet, dass er eine ehrliche Message hat, dass er seinen Charakteren vertraut und dass er über weite Strecken auch einfach unterhaltsam gespielt, gefilmt und geschnitten ist. Ich brauche oft die richtige Stimmung, um mir Biografien anzuschauen. Ich bin froh, dass ich diesen nun endlich erfahren konnte.
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase



      Ich habe den Film aus einem bestimmten Grund ins Herz geschlossen.

      Mein Klassenlehrer der sonst eine ziemlich faule Sau war (von Klasse 5 - 10 konsequent die Übung "Ich, Du, Er, Sie, Es, Wir, Ihr, Sie" in Deutsch wiederholt) hat uns diesen Film im Geschichtsunterricht sehen lassen.
      Es war der einzig interessante Film den er uns je gezeigt hat und auch wenn meine asozialen Klassenkameraden den Film mit dauernden Kommentaren und Zwischenrufen gestört haben war ich doch der einzige der dessen Faszination erlegen ist.


      Ein absoluter Klassiker unter den Biopics, er verklärt zwar Gandhi größtenteils aber dass allgemein populäre seines Lebens wird gezeigt und darauf kommt es für mich an.
      Bei diesem Film kann man nämlich was lernen! Hat wohl meiner Klasse nicht gepasst.
      Wenn du filmisch sehen willst wie das heutige Indien und Pakistan entstanden sind , guck Gandhi!

      Kingsley bietet hier die beste Leistung seiner Karriere und nie hat Indien auf der Leinwand schöner gewirkt, hätte ich keine Schlangenphobie wäre ich längst mal dahin gereist und hätte liebend gerne eine Fahrt in einem dieser überfüllten Züge mitgemacht.


      Auf jeden Fall eine Art Herzensfilm von mir 9/10
      Bunt ist das Dasein - Und granatenstark!

      Data schrieb:

      Ich bin normalerweise nicht der größte Fan von biografischen Historien-Filme dieser Art, was vor allem daran liegt, dass sie oft viel zu lang sind und sich das Ansehen manchmal wie Hausaufgaben anfühlt.


      Stimmt ein paar Filme haben das...
      Oder das Abklappern von wichtigen Stationen im Leben der Figur.... Was dann manchmal einer Doku näher kommt als einem Spielfilm... (Wobei auch das funktionieren kann)

      Aber Ghandi ist ein Meisterwerk. Spontan würd ich sagen, vielleicht das beste Biopic überhaupt (wenn mir grad keins entfallen ist)....
      Und hier finde ich den Begriff "gewaltige Bilder" mal wirklich angebracht....

      Nachtrag: Lawrence von Arabien spielt für mich in der gleichen Liga :)
      Love is the light
      Scaring darkness away, yeah

      Frankie Goes to Hollywood, The Power of Love....
      Aus aktuellem Anlass finde ich das fürs Forum passend...

      joerch schrieb:

      Data schrieb:

      Ich bin normalerweise nicht der größte Fan von biografischen Historien-Filme dieser Art, was vor allem daran liegt, dass sie oft viel zu lang sind und sich das Ansehen manchmal wie Hausaufgaben anfühlt.


      Stimmt ein paar Filme haben das...
      Oder das Abklappern von wichtigen Stationen im Leben der Figur.... Was dann manchmal einer Doku näher kommt als einem Spielfilm... (Wobei auch das funktionieren kann)




      Ganz ehrlich ich finde ein Biopic darf ruhig möglichst lang sein wenn es zum Ziel hat die Person an sich und nicht ein einziges wichtiges Thema dass mit dieser Person zu tun hat zu beleuchten.
      Ich selbst möchte möglichst viel über die Person erfahren und deren wichtigste Stationen.
      Und selbst wenn man nur das Thema Teilung von Indien genommen hätte wären mehr als zwei Stunden Film dabei raus gekommen.
      Bunt ist das Dasein - Und granatenstark!
      Ein guter Film (unabhängig von Biopic) kann meinetwegen 5 Stunden lang sein ;)
      Aber manche Biopics sind halt keine Filme (gefühlt), sondern Abhandlungen - dann ist mir eine gute Doku manchmal lieber.
      Ein Film sollte auch den Unterhaltungsaspekt erfüllen ;) Darum ging es ja @Data glaube ich - ich sehe es zumindest so.
      Ich lese ja durchaus auch mal Biographien, von wem auch immer - historischen Personen, Politikern, usw - egal ob ich die Person um die es geht mag oder nicht - interessant muss sie sein..... Ich muss nicht jede davon als Film haben - weil z.B. die letzte - Gregor Gysi - als Film wohl nicht sooo irre wäre ;)
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      Frankie Goes to Hollywood, The Power of Love....
      Aus aktuellem Anlass finde ich das fürs Forum passend...

      joerch schrieb:

      Data schrieb:

      Ich bin normalerweise nicht der größte Fan von biografischen Historien-Filme dieser Art, was vor allem daran liegt, dass sie oft viel zu lang sind und sich das Ansehen manchmal wie Hausaufgaben anfühlt.


      Stimmt ein paar Filme haben das...
      Oder das Abklappern von wichtigen Stationen im Leben der Figur.... Was dann manchmal einer Doku näher kommt als einem Spielfilm... (Wobei auch das funktionieren kann)

      Aber Ghandi ist ein Meisterwerk. Spontan würd ich sagen, vielleicht das beste Biopic überhaupt (wenn mir grad keins entfallen ist)....
      Und hier finde ich den Begriff "gewaltige Bilder" mal wirklich angebracht....

      Nachtrag: Lawrence von Arabien spielt für mich in der gleichen Liga :)


      Ich unterscheide hier ein bisschen zwischen regulären Biopics wie Malcom X und Ed Wood (die ich beide zu den besten dieses Genres zählen würde), die sich auf die Geschichte eines Mannes konzentrieren und... wie kann man das nennen... historischen Biopics, wenn das irgendwie Sinn, wo ich Gandhi oder Lawrence of Arabia einordnen würde. Letzterer übrigens auch ein sehr gutes Beispiel für eines der ganz großen Werke aus diesem Genre, wenn auch eines, das mit vier Stunden wirklich richtig viel Sitzfleisch fordert. Auch Sandalenfilme - denen ich üblicherweise nicht so viel abgewinnen kann - wie Cleopatra fallen für mich in letztere Kategorie.

      Aber ja, auf die Länge kommt's in meinen Augen tatsächlich nicht an (hö-hö). Ein Film hat zunächst die Aufgabe, zu unterhalten und nicht, eine Doku zu sein. Wenn du das willst, dann gibt es zu jedem Thema genügend Bücher zu lesen und Videos auf youtube zu sichten. Daher ist es einem Film erlaubt, geschichtliches Material zu kürzen und anzupassen und auf eine zentrale Message zu zu komprimieren. Das hat Gandhi in meinen Augen hervorragend gemeistert, denn der Film fühlt sich nie wie Geschichtsunterricht an, sondern schafft es, den Unterricht - wenn man so will - unterhaltend rüber zu bringen. In meinen Augen hat Attenborough - der witzigerweise ähnliche Sentimente in seiner Einführung der DVD äußert - hier also alles richtig gemacht.
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase



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