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James Bond: No Time To Die - Keine Zeit Zu Sterben (25)

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    Es gibt 1.299 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von -Joker-.

      patri-x schrieb:

      Ist da schon Corona mit einbezogen? Wie ist denn die Situation in den USA, was Kinos angeht?



      Die Situation ist in Amerika eigentlich wieder entspannt. Venom 2 hat ja zum Beispiel letztes Wochenende 90 Millionen eingespielt.

      Es wirs wohl eher daran liegen, dass jetzt quasi wöchentlich ein Blockbuster nach dem anderen startet und daher die Leute bewusster auswählen, in welchen film sie so gehen.

      Bond hatte in Amerika aber generell nie den Stand wie etwa in Europa. Amerikaner tun sich ja generell schwer mit allem, was nicht aus eigenem Lande kommt.

      Daniel schrieb:

      @Schollek etwas weiter vorne findest du in einem Spoiler Teil ein Teil der Fragen die ich mir aufgrund des Drehbuchs stelle. Bei nur ein paar vereinzelten Schwächen wirst du mir ein Großteil der Fragen ja beantworten können. Also, ich freue mich auf deine kreativen Antworten!


      Spoiler anzeigen

      Daniel schrieb:

      1. - Sind die Engländer in einem Hochsicherheitstrakt ernsthaft so blöd ein künstliches Auge nicht zu erkennen über einen Zeitraum von 5 Jahren
      2. - Woher kommt eigentlich der schicke Aston Martin nach dem Bond nach einer "Cast Away" ähnlichen Rettungsaktion wieder in London ist?
      3. - Obruchev kann natürlich erst dann guten Gewissens von der farbigen Nomi getötet werden wenn er vorher noch etwas rassistisches raus haut (Wokeness)
      4. - Im übrigen, in was für eine Flüssigkeit fällt Obruchev eigentlich, und warum ist die tödlich?
      5. - Wie kann Safin eigentlich von der Anfangsszene bis zum Ende kaum bis gar nicht altern? (Drehbuch will keine Antwort geben)
      6. - Was machen die Leute in Safin's Labor eigentlich? Was sind das für Rote Stäbe im Wasser? Sind vielleicht sogar Menschen oder Klone in den anderen Wasserbehältern? Allgemein hätte ich gerne mehr über die Technik dahinter gewusst
      7. - Warum ist eigentlich die "Noh- Maske" sein Symbol? Gibt es zu der noch eine tiefere Verbindung dazu als einfach bei der Szene am Anfang?
      8. - Was war eigentlich Madeline's großes Geheimnis?
      9. - Woher kommt Safin's Besessenheit von ihr? Dass er sie liebt kommt überhaupt nicht rüber
      10. - Was ist eigentlich überhaupt seine Motivation? Für richtig Gott spielen zu wollen wie Stromberg oder Drax ist es zu plump und oberflächlich
      11. - Die Gadgets z.B. die Uhr sollten in der Regel früher eingeführt werden wie in "Leben und Sterben lassen"
      12. - Q sagt die Anlage ist alt und das öffnen der Tore sei ein komplexer Mechanismus, den Bond aber mit beliebigem Tastendrücken meistert (Drehbuch biegt es sich hin wie es braucht)
      13. - Früher hätte Bond das Pult im übrigen kaputt geschossen um genau ein schließen der Tore wieder zu verhindern (Drehbuch konstruiert künstlich die Folgesituation)
      14. - Dazu stirbt Bond traditionell auch nicht
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      Ich versuch es mal, so weit wie ich einige Sachen verstanden habe. (Dazu sei immer wieder daran erinnert, es handelt sich hier um einen James Bond Film, also ein Actionfilm der vorrangig unterhalten will):
      Spoiler anzeigen

      1. Die werden sicherlich mitbekommen haben, das Blofeld ein Glasauge hat (welches er allem Anschein nach, nach der Explosion in Spectre bekommen hat). Aber das es sich hierbei nicht um ein normales sondern ein High-Tech-Auge handelt, damit haben sie demnach einfach nicht gerechnet und somit anscheinend nicht überprüft. In Skyfall konnte Silva bspw. auch den MI6 infiltrieren mit seiner Festplatte/Laptop.
      2. Den hat er sich sicherlich mal gekauft gehabt oder sogar vom MI6 gestellt bekommen. Spione haben eigentlich oftmals Notunterkünfte, Autos, Waffen und andere Werkzeuge in Verstecken, falls sie mal untertauchen müssen und sie nicht ohne was dastehen.
      3. Ja, das fand ich auch plump. Fand die neue 007 insgesamt auch eher nicht so toll geschrieben. Vor allem diese Pseudo-Coolness.
      4. Safins Vater war ja Chemiker. Haben die in dieser toxischen Flüßigkeit eventuell die Nanobots vervielfältigt? Er wollte ja zumindest eine Massenvernichtungswaffe daraus herstellen. Das hab ich aber leider nicht genau mitbekommen. Meine aber das Obruchev den Zweck des Labors beiläufig erwähnt hat.
      5. Ich frag mich da immer, wie da einige darauf kommen? Im Prolog sieht man Safins Gesicht überhaupt nicht. Lediglich ein Teil seines entstellten Gesichts und da hauptsächlich das Kinn. Lassen wir vom Prolog bis zum Showdown 15 Jahre vergangen sein. Malek ist aktuell 40 und damals demzufolge 25. Ich finde, dass er bisher sowieso kaum gealtert ist. Viel diskutabler finde ich da eher, dass Vesper Lynd in Casino Royale erst 23 gewesen sein soll. :D
      6. Siehe 4. Punkt
      7. Da gibt der Film einfach keine Antwort drauf.
      8. Das sie ein Kind von James Bond hat. Das ist auch das, was sie Bond in Italien bei der Verfolgungsjagd erzählen wollte. Denn als sie in den Zug gesetzt wird, hält sie sich den Bauch. Und es ist übrigens auch das, wo Blofeld gern dabei sein und Bonds Gesicht sehen möchte, wenn sie ihm die Neuigkeit erzählt. Zumindest habe ich das so aufgefasst.
      9. Das erklärt er aber und zwar als er bei ihr in der Sprechstunde sitzt (glaube ich zumindest, eventuell auch etwas später). Hab nur nicht mehr den genauen Wortlaut im Ohr. Und zwar sagt er sowas in der Art, wenn man das Leben eines Menschen in der Hand hat und ihn retten kann oder halt nicht (als sie unter Wasser im Eis ist) baut sich eine besondere Beziehung auf. Er hat seitdem ihre Augen nie vergessen und musste immer an sie denken. So sinngemäß.
      10. Als Q die Festplatte entschlüsselt ist da eine Simulation der Auswirkung der Nanobots drauf. Und dann erzählt er etwas vom "Auslöschen ganzer ethnischen Bevölkerungsschichten" (aber nicht welche genau). Sah nach Europa bzw. der westlichen Welt aus. Vermutlich alles aus Rache aufgrund des Verlustes seiner ganzen Familie. Ja, das ganze ist etwas weit hergeholt, aber steht in Tradition zu früheren Schurken in den Bond-Filmen.
      11. Wer sagt das? Ist das ein filmisches Gesetz? In den ersten Craig-Bond-Filmen gab es nahezu überhaupt keine Gadgets.
      12. Ich glaube, die ganze Szene war einzig auf einen Lacher aus (ohne großen Sinn). Wobei, warum sollte eine 50 Jahre alte sowjetische, mechanische Anlage megakomplex sein? Gefühlt gab es früher immer nur große Knöpfe und Hebel und die hat Bond gedrückt. :D
      13. Das kann gut sein.
      14. Bis auf dieses mal. Felix Leiter ist übrigens schon zum zweiten mal gestorben. Und Blofeld zum gefühlt 10. mal. :D Es gibt halt immer ein erstes mal. ;)
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      Das sind zumindest meine persönlichen Gedankengänge und Interpretationen, also kein Gewähr auf Richtigkeit. Und ich hab auch nie behauptet, das Drehbuch wäre frei von Mängeln. Nur finde ich, es werden auch Fehler gesucht, wo mMn keine sind bzw. die man auch getrost ignorieren kann, wie bei 90% aller anderen Blockbuster. ;)

      Ach ja und mein richtiger Name ist übrigens Leck, Schol-leck 8)

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Scholleck“ ()

      Somit kommt die Craig-007-Ära also zu ihrem Ende. Sie war zwar qualitativ ein stetiges auf und ab, insbesondere "Quantum of Solace" war der absolute Tiefpunkt, doch insgesamt ist es dennoch schade, dass nun Schluss ist. Daniel Craig war einer der besten Bond-Darsteller, der einst mit "Casino Royale" frischen und vor allem richtig guten Wind in die Reihe gebracht hat, nachdem sie jahrelang vor sich hin staubte. Nun bildet No Time to Die das große Finale einer beinahe fast 16-jährigen Geschichte, die sogar mehr oder weniger über die Filme immer mal weitergesponnen wurde.

      No Time to Die ist gewiss nicht der beste "James Bond"-Film, auch nicht von Craig, aber er ist ein gelungener Abschluss, der ein oder zwei mutige Momente bereithält und auf einer emotionalen Note endet. Die Craig-Filme hatten generell den großen Vorteil, dass sie stets etwas persönlicher wirkten als alle Filme seiner Vorgänger. Das machte die Figur an sich zwar nicht nahbarer, aber zu einem gewissen Grad doch ein bisschen greifbarer. Und genau diese Stärken schafft es No Time to Die nochmals auszuspielen, zwar niemals so perfekt wie in "Casino Royale" oder "Skyfall", aber sie sind da. Bezeichnend für die persönliche Note ist hier diesmal leider auch der Bösewicht des Films. Safin wird eher wie eine Randnotiz behandelt, er ist nicht so richtig oft zu sehen und seine Motivation ist bis zum Schluss eigentlich unklar bzw. nicht nachzuvollziehen. Schade um Rami Malek, der seit "Mr. Robot" einfach kein Händchen mehr für gute Rollen zu haben scheint. Aber hier muss seine Figur dem inneren Konflikt Bonds weichen und gerät somit an die Seitenlinie.

      So wird in diesem Film auch viel Zeit auf Dialoge verwendet. Ein bisschen mehr 'Show, don't tell' hätte dem Ganzen hier zwar durchaus gut getan, doch am Ende des Tages ist es immer noch ein Agenten-Actioner, um den dieses Beziehungskonstrukt drumherum gebaut werden muss. Doch nichtsdestotrotz funktioniert dies überraschend gut und weiß in den meisten Momenten zu überzeugen. Ebenso wie die Action, die wieder mehr erkennbar inzseniert ist, die Kamera wackelt nicht allzu sehr und macht Spaß zu verfolgen, aber das war bei Cary Joji Fukunaga auch nicht anders zu erwarten.

      So kommt über die extrem lange Laufzeit von 163 Minuten auch keinerlei Langeweile auf. Es macht Spaß den Figuren zu folgen, die Action zu bestaunen und auch der Gefühlsduselei beizuwohnen. Dazu gesellen sich immer mal humoristische Einlagen, die meistens gelungen sind und glücklicherweise nicht albern wirken. Auch die Integration neuer Figuren ist gelungen, selbst wenn hier manche etwas zu kurz geraten. Ana de Armas hätte man mehr Screentime gönnen können, und auch Lashana Lynch als neue Doppel-Null-Agentin ist eine wunderbare Erweiterung des Bond-Kosmos.

      No Time to Die ist ein gelungener Abschluss einer wegweisenden Ära und lässt den Zuschauer mit einem lächelnden und einem tränenden Auge zurück. Der Film mag nicht perfekt sein, aber das braucht er auch gar nicht, das Wichtigste wurde behandelt und zu einem zufriedenstellenden Ende gebracht.
      Mein Filmtagebuch



      „I think storytelling is all about children. We human beings love to hear stories being told - and it first happens when you're a kid.“
      - David Chase

      Scholleck schrieb:

      Burning schrieb:

      Schade um Rami Malek, der seit "Mr. Robot" einfach kein Händchen mehr für gute Rollen zu haben scheint.


      *hust* Bohemian Rhapsody *hust*

      :D


      Feature-Vorschlag für MI: User mit "Gefällt mir nicht" bewerten können.

      :uglylol:
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase



      "Keine Zeit zum Sterben" nun erfolgreichster Film 2021 in Deutschland


      In gerade einmal 11 Tagen hat es der neue James Bond Film "Keine Zeit zum Sterben" geschafft, der erfolgreichste Film 2021 bisher in Deutschland zu werden.

      Innerhalb der 11 Tage lockte der Film 2,56 Millionen Besucher in die deutschen Kinos. Damit überholt er locker die bisherige Nr. 1 "Fast & Furious 9" mit bisher 1,96 Millionen Besuchern.

      Bisher haben es dieses Jahr nur 5 Filme in Deutschland geschafft, die 1 Million Besuchermarke zu durchbrechen.

      Neben Bond und Fast & Furious 9, sind dies auf Platz 3 der Kinderfilm "Paw Patrol - Der Kinofilm" mit 1,33 Millionen Besuchern, auf Platz 4 "Dune" mit 1,24 Millionen Besuchern und auf Platz 5 die deutsche Krimikomödie "Kaiserschmarrndrama" mit 1,10 Millionen Besuchern.
      Einige deutsche Heimkino-Editionen angekündigt!

      Darunter eine Special Edition mit einem Aston Martin DB5-Modell, diese wird exklusiv auf amazon erhältlich sein. Außerdem hat Universal ein Blu-ray Digibook in Aussicht gestellt. Einen Termin gibt es noch nicht.

      Quelle: collectors-junkies.com/james-b…erben-im-4k-steelbook-uk/

      'You Can’t Kill the Boogeyman!'
      War nun gestern auch drin - habe vorher ein Re Run der Craig Bond Filme gemacht und muss sagen Craigs letzter Bond ist neben Quantum Trost sein schwächster Bond - leider
      Ich hätte mir für ihn einen besseren Abgang gewünscht doch leider trifft hier der Spruch weniger wäre mehr gewesen wie die Faust aufs Auge.
      Der Film war viel zu lang - die Liebesgeschichte zwischen Bond und Madleine Swann war mehr Haupt - als Nebenstory. Und das sollte in einem Bond Film eigentlich nicht der Fall sein - da möchte ich eine Story mit einem durchgeknallten Bösewicht den Bond stoppen muss und das der Film dann da auch seinen Fokus drauf legt - war hier leider nur bedingt der Fall.
      Kommen wir zum nächsten Problem - der Bösewicht - ich fande Rami Salek furchtbar - ich halte ihn für einen guten Schauspieler aber in "No Time to Die" wirkte er total fehl am Platz. Man hatte das Gefühl seine Rolle war mehr Mittel zum Zweck als das man das Hauptmerk auf ihn gelegt hat. Die Beweggründe warum er die Halbe Menschheit mit dem Virus ausrotten wollte bleiben dem Zuschauer auch ein Rätsel.
      Das Ende -
      Spoiler anzeigen
      joa kann man so annehmen aber auch hier störte mich das man das Gefühl hatte Bond hatte seinen Lebenswillen verloren anstatt das er versuchen wollte von der Insel zu fliehen. Vermutlich hätte er es sogar geschafft aber er sollte ja sterben. Auf mich wirkte das mehr so dass er fast schon freiwillig in den Tod gegangen ist und seinen kompletten Lebenssmut verlorern hatte. Bei einem Bond hätte ich mir gewünscht dass er bis zum Ende gefighet hätte und man als Zuschauer zumindest das Gefühl hat dass er alles getan hat um sein Leben zu retten - war hier etwas seltsam die Umsetzung - von daher hat mich das Ende zu keiner Sekunde berührt - im Gegenteil

      Auch weis ich nicht was ich davon halten soll das Bond plötzlich
      Spoiler anzeigen
      Vater ist
      klar wenn man sich von Frau zu Frau bumst kann das schon mal passieren aber will ich sowas in einem Film sehen ? Eigentlich nicht
      Kommen wir zu den positiven Sachen
      Die Actionszenen waren absolut erstklassig - alleine die Actionszenen in Italien - bombastisch
      Auch im Finale gab es einige sehr schöne Actionszenen - eine sogar komplett ohne Schnitt - keine nervige Wackelkamera und alles schön zu erkennen.
      Daniel Craig als Bond war/ist einfach tip top - ich mag ihn als Schauspieler und mit "Casino Royale" hatte er uns damals den besten Bond Film aller Zeiten beschert.
      Ana de Armas - scheiße war die hot - leider viel zu wenig Screentime - die Szenen mit ihr waren absolut atemberaubend und da stimmte auch einfach die Chemie zwischen ihr und Craig - besser als als zwischen Craig und Lea Seydoux .
      Christoph Waltz - leider auch viel zu wenig Screentime , aber jede Minute mit ihm war ein absoluter Genuss - einer der besten Schauspieler aller Zeiten - grandioser Typ

      "No time to Die" hatte starke aber auch leider sehr schwache Momente zudem war er einfach viel zu lang, dennoch kommen Bond Fans bei den Actionszenen voll auf ihre Kosten

      6/10 vergifteten Garten
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      - No Time to Die

      Der finale Vorhang für Daniel Craig in seiner Rolle als James Bond ist gefallen. Sechs Jahre nach Spectre, erblickt No Time to Die endlich das Licht der Welt - mit starker Verspätung, hätte er doch bereits im November 2019 in die Lichtspielhäuser kommen sollen und wurde wegen Turbulenzen hinter der Kamera und anschließend wegen der Covid-Pandemie etliche Male nach hinten verschoben. Es war eine lange Geburt, bis Craigs letzter Auftritt als Bond der Welt vorgestellt werden konnte. Das Publikum war gespannt, die Erwartungen waren hoch und sehr zufrieden kann ich sagen, dass sich das Warten im Großen und Ganzen gelohnt hat und der mich Abschied mit genau der richtigen Mischung aus Wehmut und dem Gefühl, dass es weitergehen kann, zurückgelassen hat.

      Der Plot schließt nahtlos an die Geschehnisse des Vorgängerfilmes an und zeigt einen Bond, der sich, getrennt von seiner Liebe Madeleine, aus der Agentenwelt zurückgezogen hat. Doch dann taucht sein alter Freund Felix Leitner auf, der ihn bittet, der Entführung eines russischen Wissenschaftlers nachzugehen, welcher die Entwicklung einer Bio-Waffe überwacht hat, die zur Gefahr für Milliarden von Menschenleben wird und die Weltordnung auf den Kopf stellen könnte.

      Ich denke, mit dieser relativ großzügigen Umschreibung des groben Plots, habe ich den Lesern dieses Textes nicht zu viel vorweggenommen. Es passiert – so viel sei gesagt – eine Menge in diesen etwas mehr als 160 Minuten Laufzeit. Das Drehbuch ist verdammt straff getaktet und es vergeht keine Szene, in der nicht irgendwas für den Plot relevantes passiert und damit den Zuschauer bei der Stange hält, denn jede Entwicklung ist mit einem leckeren Twist versehen, der das Weiterschauen verdammt aufregend macht. Diese hohe Ausdauer ist wahr für alle Craig-Bonds. Was bei No Time to Die aber noch hinzukommt, ist das Gefühl der Finalität. Seit Casino Royal hat man eine Politik daraus gemacht, dass die neuen Bonds vor allem eines haben müssen: Konsequenzen. Und mit Konsequenzen einher kehren Trauer, Schmerz, Verlust. Die Craig-Filme haben diese menschliche Seite - die Tragik hinter all dem Spaß - besser vermittelt, als alle anderen Filme in der Geschichte der Serie dies je vermochten. Es war den neuen Filmen stets enorm wichtig zu zeigen, dass dieser Job mit enorme Kosten kommt und dass die Rechnung irgendwann bezahlt werden muss. Ein blanker Reset mit Beginn eines neuen Filmes - das sollte eine Sache der Vergangenheit sein. Und hier hat das Drehbuch zu No Time to Die, eben jene Kosten aufzuzeigen, hervorragende Arbeit geleistet und ein Ende mit Tragweite geschaffen, das der Reise dorthin einen Wert gegeben hat.

      Ich habe zum Schluss hin tatsächlich die eine oder andere Träne verdrücken müssen. Ich weiß nicht, wann ich das das letzte mal über einen Bond sagen konnte. Und gleichzeitig habe ich wilder gelacht, als ich dies bei vielen anderen Einträgen aus der Serie getan habe. Ich habe genossen, wie mit Querverweisen zu den Vorgängern gespielt wurde und wie kinderleicht man mit gewissen Erwartungen gespielt hat („It’s only a number“ ist ein ziemlich clever platzierter Kommentar auf die Zankereien unter den Fans, wer auf jeden Fall nicht den nächsten Bond spielen darf und ich mochte es, wie das ganz unverfroren den Zuschauern ins Gesicht geschlagen wurde). Gut platzierte Actionsequenzen, denen es teilweise an Originalität fehlte, die aber handwerklich ordentlich in Szene gesetzt waren, zeigen Cary Joji Fukanaga als talentierten Regisseur, dem es zwar an einer eigenen Handschrift fehlt, der aber dennoch Szenen wie die Konfrontation zwischen Bond und Blofeld zu einem Mini-Horrorthriller aufziehen kann, der regelrecht ins Knochenmark schießt.

      Der Film hätte ein rundum gelungenes Paket sein können, wäre da nicht der Auftritt Rami Maleks, der den Superschurken Lyutsifer Safin im Film mimt. Ohne zu viel ins Detail über seine Rolle gehen zu wollen, sei gesagt, dass der Charakter nicht nur unglaublich blass ist (no pun intended) und dessen Motivation im besten Falle karikaturistisch (und im schlimmsten Falle ein McGuffin) ist, sondern dass er sich auch für die größten Kontinuitätssorgen im Plot verantwortlich zeichnet, welche das Sehvergnügen stark trüben. Dem ist natürlich nicht geholfen, dass Malek zu den langweiligsten Schauspielern seiner Generation zählt. Warum er derzeit in gefühlt jeder zweiten Hollywood-Großproduktion zu sehen ist, ist mir schleierhaft - und ihm scheint es stellenweise nicht anders zu gehen, fragt sein Blick doch oft irritiert, wo er sich gerade befindet, was dazu führt, dass er es auch nicht schafft, über die Eindimensionalität des Charakters hinwegzuspielen. Dadurch fällt No Time to Die vor allem in letzten Drittel deutlich ab, nimmt hier die Präsenz von Malek doch zu und damit die Trägheit, die er ohne große Mühe jeder Szene verleiht, an der er teilnimmt.

      Es gab mal Zeiten, in denen ein großartiger Bond an der Qualität seines Bösewichts gemessen wurde. Nicht immer, aber es gibt einen Grund, warum man sich heute noch so begeistert an Goldfinger zurückerinnert (ich meine, es gibt eine Handvoll and Bonds, die sogar nach ihren Bösewichtern betitelt wurden, so einprägsam sind diese gewesen). Denn wenn der Gegner ein würdiges Gegenstück zu unserem liebsten Geheimagenten darstellt, dann gibt der Film einfach gleich doppelt so viel her. Lyutsifers Gewicht hält sich glücklicherweise in Grenzen, so dass die oben genannte Regel hier nicht voll zutrifft. Und das ist auch abgesehen von Malek gut so, ist No Time to Die doch ausreichend damit beschäftigt, ein Finale für Daniel Craig zu sein und ihm und den anderen Charakteren, die wir über die vier Vorgängerfilme so sehr ins Herz geschlossen haben, ausreichend Tribut zu zollen.

      Daniel Craig selbst war konsistent gut in all seinen Ausflügen in der Rolle und gibt auch hier eine superbe Darstellung ab, die sich oft noch über die Qualitäten des Drehbuches abhebt. No Time to Die ist ein unglaublich rasanter, unterhaltsamer Film, der viel Spaß bietet und die melancholischen Akzente zum richtigen Zeitpunkt mit der notwendigen Erhabenheit setzt. Aus meiner Sicht also ein mehr als würdiger Abschied, fokusiert er sich doch auf das Wesentliche, wodurch seine Schwächen nicht ganz so sehr ins Gewicht fallen. Hätte er jetzt noch einen besseren Gegner, gespielt von einem ebenbürtigen Schauspieler, hätte der Film perfekt werden können. So bleibt es ein Abschied mit einem sicht-, aber verkraftbaren, Makel.
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase



      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Data“ ()

      Umso mehr man darüber nachdenkt, umso unsympathischer und schlechter wird Craigs letzter Bond Auftritt. Der Film wird nicht gut altern.

      Was man so hört: "Jammerlappen Bond" trifft es schon ganz gut.

      Als großer Bond Fan muss man schon festhalten, daß es wohl Connery und Moore auch nicht gefallen hätte, was Sie aus dieser Figur gemacht haben.

      -Joker- schrieb:

      Als großer Bond Fan muss man schon festhalten, daß es wohl Connery und Moore auch nicht gefallen hätte, was Sie aus dieser Figur gemacht haben.


      Und wie rechtfertigst du diese Projektion?

      ”Jammerlappen” trifft es - entgegen deiner Auffassung - überhaupt gar nicht. Weil er Gefühle zeigt? Was ist denn das für ein Macho-Bild eines “echten Mannes” von vorvorgestern? Bond wird hier als Mensch gezeigt, voll und ganz im Geiste, wie die Craig-Bonds auch bisher präsentiert wurden.
      "I think there should be visuals on a show, some sense of mystery to it, connections that don't add up. I think there should be dreams and music and dead air and stuff that goes nowhere. There should be, God forgive me, a little bit of poetry." - David Chase



      Data schrieb:

      -Joker- schrieb:

      Als großer Bond Fan muss man schon festhalten, daß es wohl Connery und Moore auch nicht gefallen hätte, was Sie aus dieser Figur gemacht haben.


      Und wie rechtfertigst du diese Projektion?

      ”Jammerlappen” trifft es - entgegen deiner Auffassung - überhaupt gar nicht. Weil er Gefühle zeigt? Was ist denn das für ein Macho-Bild eines “echten Mannes” von vorvorgestern? Bond wird hier als Mensch gezeigt, voll und ganz im Geiste, wie die Craig-Bonds auch bisher präsentiert wurden.


      Es war einfach zuviel des Guten. Bond war nie ein Romantiker und soll es auch nicht sein.

      Die Frauen im Bond haben Power, da wären wir wieder beim Thema Feminismus und Craig wird völlig verweichlicht dargestellt.

      Applaus :knuddel:
      Wie findet ihr denn die Chemie zwischen Daniel Craig und Léa Seydoux? Als Schauspieler mag ich ja ja beide, aber rübergekommen ist da bei mir nix. Sie war jetzt auch in "Spectre" als große Liebe Bonds für mich nicht plausibel. Bei Eva Green hingegen habe ich es Bond abgenommen, dass sie ihm etwas bedeutet. In "Keine Zeit zu sterben" ist das natürlich suboptimal, wenn die Beziehung nicht so recht zündet, weil im Kern ja schon eine Liebesgeschichte, beziehungsweise ein Familiendrama erzählt wird.
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