Wege zum Ruhm

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      Wege zum Ruhm

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      Wege zum Ruhm



      Originaltitel: Paths of Glory
      Filmlänge: ca. 83 min
      DVD Erscheinungstermin: 4. Juli 2002
      Herstellungsland: USA
      Produktionsjahr: 1957
      Genre: Kriegsfilm
      FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
      Regie: Stanley Kubrick
      Darsteller: Kirk Douglas, Ralph Meeker, Adolphe Menjou, George Macready, Wayne Morris, Richard Anderson, Joe Turkel, Christiane Kubrick, Jerry Hausner, Peter Capell, Emile Meyer, Bert Freed, Kem Dibbs, Timothy Carey, Fred Bell, John Stein, Harold Benedict, Paul Bös, Leon Briggs, Wally Friedrichs, Halder Hanson, James B. Harris, Rolf Kralovitz, Ira Moore, Marshall Rainer, Roger Vagnoid

      Infos zur DVD
      Hülle: Amaray
      Anzahl der DVDs: 1
      Distributor: MGM Home Entertainment
      DVD-Typ: 5
      Regionalcode: 2
      Bildformat: 4:3 Vollbild (1.33:1)
      Sprache: Deutsch: Dolby Digital 1.0 (Mono)
      Englisch: Dolby Digital 1.0 (Mono)
      Spanisch: Dolby Digital 1.0 (Mono)
      Französisch: Dolby Digital 1.0 (Mono)
      Italienisch: Dolby Digital 1.0 (Mono)

      Extras:
      Kinotrailer

      Filminhalt:
      Der ehrgeizige General Mireau (George Macready) sieht während des Ersten Weltkriegs seine Chance zum beruflichen Aufstieg. Dafür gibt er den Befehl eine deutsche Festung zu stürmen. Ein aussichtsloses Unterfangen – die Soldaten verweigern den Gehorsam. Um die „Moral der Truppe“ wieder herzustellen, wird an drei Soldaten ein Exempel statuiert. Ihr Regimentskommandeur Colonel Dax (Kirk Douglas) will vor dem Kriegsgericht die eigentlichen Schuldigen zur Verantwortung ziehen: die Generäle.

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      Noch keine Reviews? Dann passt es ja gut das ich ihn in der Filmchallenge ausgewählt habe. Gestern habe ich den Film selber gesehen und hier kommt meine Review...

      1957 kam der Film von Meisterregisseur Stanley Kubrick ins Kino. Das ist lange her. Die Thematik dieses Antikriegsfilms ist aber zeitlos und aktuell. Sie wirft unbequeme Fragen auf über Moral, Gewissen, Täter und Opfer über Mitläufertum über Schuld, Gehorsam, Befehle und die Konsequenzen diese zu verweigern auch wenn es das eigene Leben kosten könnte. Auch die Sinnlosigkeit des Krieges wird hier gezeigt, wie Männer verheizt werden ohne Rücksicht auf Verluste und zum Ruhm des Vaterlandes. Wenn im Vorfeld Kalkulationen darüber gemacht werden wie viele durchkommen so als würde es nicht um Menschenleben gehen sondern nur um Zahlen. Wie höhergestellte Offiziere ihre Macht missbrauchen können. Alles Thematiken die sehr interessant sind und einen zum nachdenken bringen wie man selber in der einen oder anderen Situation gehandelt hätte. Dazu werden die Grabenkämpfe des 1. Weltkriegs sehr schonungslos und direkt in Bilder umgesetzt auch wenn aufgrund der damaligen Zeit Gewalt und Brutalität noch nicht so gezeigt werden durfte wie später (das hat Kubrick in Clockwork Orange und Full Metal Jacket nachgeholt).

      Was ist Wege zum Ruhm also für ein Film? Ein Antikriegsfilm. Ein Gerichtsdrama, eine Gesellschaftssatire und Sozalstudie. Außerdem ist der Film ein Statement gegen die Todesstrafe. Alles in einem. Von der Laufzeit her ist der Film relativ kurz, es kommt nie langeweile auf. Die Schauspieler machen ihre Sache sehr gut. Kubrick liefert eine Regieleistung ohne Fehl und Tadel ab auch wenn er von seinem Zenit noch ein Stück entfernt war.

      Fazit: ein sehenswerter Film der zum denken anregt und den Krieg schonungslos in seiner ganzen Grausamkeit zeigt.

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      "Wege zum Ruhm"
      [Stanley Kubrick / USA ´57]
      7,50 / 10


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      Auch mich hat die von @sladge initiierte Film Challenge erneut zu Kubrick´s "Wege zum Ruhm" geführt. Einmal habe ich das Werk bereits gesehen, wobei das nun schon einige Jahre zurückliegt, in denen ich als Teenie derartige Filme noch nicht gebührend zu schätzen wusste. Während ich beispielsweise "Shining", "Full Metal Jacket", "Eyes Wide Shut" oder "2001" bereits zahlreiche Male verschlungen habe, fehlte mir hier irgendwie der nötige Impuls, auch diesen Film hier nochmal anzugehen, doch genau diesen Anlass habe ich hiermit bekommen. Fast spöttisch wirkt der Titel "Paths of Glory", sofern man diesen in Verbindung zur grundlegenden Intention des Films sieht. Der Soldat als Instrument, tödliche Willkür, fragwürdige Ethik, emotionales Abstumpfen und das grundsätzliche Übel des Kriegs werden dargestellt. Dabei könnte Kubrick nicht kritischer zur Sache gehen. Allein die prunkvoll-edlen Räumen, in denen innerhalb exquisiter Gespräche über Leben und Tod entschieden wird, stehen nicht nur optisch, sondern auch symbolisch in extremen Kontrast zum tristen wie tragischen Kriegsschauplatz. Zwar darf man wohl behaupten, dass man teilweise mit eher eindimensionalen Charakteren zu Werke geht, die aber gerade deswegen als personifizierte Probleme des Krieges fungieren und daher treffenden Symbolcharakter haben. Inszenatorisch deutet der Meister-Regisseur bereits an, zu was er fähig ist. Da denke ich zum Beispiel an die Vorstoß-Szene, die ziemlich authentisch und hektisch von der Kamera eingefangen wurde. Künstlerisch konnte er sich natürlich später noch viel weiter entfalten, das steht jedenfalls nicht zur Debatte, wobei die schlichtere, härtere Inszenierung sowieso gut zur Thematik passt. Ebenfalls fällt die behäbigere Dynamik, die ältere Filme nun einmal mit sich bringen, kaum negativ ins Gewicht. Obwohl nur ein Handlungsstrang läuft, war der Film in meinen Augen nie langweilig, was auch daran liegen mag, dass man sich mit seinen knapp neunzig Minuten nicht übernommen hat. Schauspielerisch hat mich nun keine Leistung in Ekstase versetzt, als Kollektiv leistete der Cast jedoch eine sicherlich gute Leistung ab. Guter, höchst kritischer Film, der es Kubrick folglich ermöglichte, zum wohl größten Regisseur aller Zeiten zu werden. Ganz alte Filme zu bewerten fällt mir immer schwer. Setzt man sie nun in den zeitlichen Kontext, wäre vieles anders zu bewerten, wobei am Ende dann doch die heutige Wahrnehmung zählt. Ich schließe mich letztendlich also nicht nur inhaltlich @sladge ´s Worten an, sondern gehe ebenso wertungsmäßig in ähnliche Regionen.
      Tja Kubrick ist nicht so mein Regiesseur. "Spartacus" und "Full Metal Jacket" sind zwei Filme von ihm die mir zusagten, ohne mich in Euphorie verfallen zu lassen. "2001" und "Clock Work Orange" haben mir so zugesagt das ich keinen der beiden Filme länger als 30 Minuten gesehen habe. Alle anderen Werke habe ich bisher nicht gesehen und auch kein großes Interesse dran. Dieses Werk war mir dann auch gar nicht bekannt.

      Kriegsfilme sind generell nicht so mein Gebiet, ich habe selten Lust mir Filme dieses Genre anzuschauen. Allerdings kommt es öfter vor das mir die Filme in dem Genre sehr gut gefallen, weil sie mich packen, mitreißen und meine Interpretation der Botschaft erschreckend ist. Immerhin hatte ich bei "Wege zum Ruhm" keine Probleme den Film bis zum Ende zu schauen und auch bis zum Ende dachte ich das vielleicht noch irgendwas passiert was den Film für mich auch in die Region hebt, wie bei meinen Vorrednern. Außer Kirk Douglas konnte mich kein Schauspieler überzeugen. Da würde ich mich Metalhead anschließen im Gesamtcast sind die Leistungen zielführend und solide. Die Schrecklichkeit des Krieges und die Konsequenzen werden in vielen anderen (Anti-)Kriegsfilmen für mich ansprechender umgesetzt. Das mag zum einen an dem Alter des Films liegen und zum anderen das ich viele spätere Werke des Genres schon gesehen habe. Die Botschaft des Films wurde sicherlich 1958 auch anders aufgenommen als wenn man den Film 2014 zum ersten Mal sieht. Der Kreislauf der sich am Ende schliesst, der existiert bis heute. Sogesehen ist die Thematik halt immer noch hochaktuell.

      6/10
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      Laufende Serien: The Last Ship (2.), Lethal Weapon (1.), The Walking Dead (8.), The Muppets (1.)
      Serienstaffeln 2017: -30-
      Filme 2017:
      -57-
      Kubrick-Meisterwerk endlich auf Blu-ray!

      Filmconfect erlöst die Kubrickaner und veröffentlicht "Wege zum Ruhm" in ihrer Mediabook-Reihe Filmconfect Essentials. Passender kann man eine Reihe in der sich dieser Film befindet nicht nennen. Als Extras gibt es ein 20-seitiges Booklet und das originale Kinoplakat.

      Quelle: bluray-disc.de/blu-ray-filme/w…book-edition-blu-ray-disc
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