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Feuchtgebiete

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    Es gibt 18 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Snow.

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      Nachträglich eingefügt von Tomtec

      Feuchtgebiete
      Feuchtgebiete (Originaltitel), Deutschland 2013




      Studio/Verleih: Majestic Filmverleih
      Regie: David Wnendt
      Produzent(en): Peter Rommel
      Drehbuch: David Wnendt, Claus Falkenberg
      Kamera: Jakub Bejnarowicz
      Musik: Enis Rotthoff
      Genre: Komödie

      Darsteller:
      Carla Juri, Peri Baumeister, Meret Becker, Fred Aaron Blake, Marlen Kruse, Anna König, Christoph Letkowski, Axel Milberg

      Inhalt:
      Sie experimentiert beim Masturbieren gern mit Gemüse. Körperhygiene ist ihrer Ansicht nach weit überschätzt. Sie provoziert ihre Umwelt, indem sie ganz unmädchenhaft ausspricht, was andere nicht einmal zu denken wagen: Das ist Helen Memel!

      Helen (CARLA JURI) ist eine Herausforderung für ihre geschiedenen Eltern (MERET BECKER und AXEL MILBERG) – und wünscht sich doch nichts sehnlicher, als eine wiedervereinte Familie. Geborgenheit findet sie nur bei ihrer Freundin und Blutsschwester Corinna (MARLEN KRUSE), mit der sie kein gesellschaftliches Tabu auslässt.

      Als Helen sich eines Tages bei einer missglückten Intimrasur verletzt, muss sie ins Krankenhaus. Dort ist sie nicht nur für Chefarzt Prof. Notz (EDGAR SELGE) ein ungewöhnlicher Fall. Ihr ungestümer Witz und ihre Wahrhaftigkeit machen sie zu einer Sensation im ganzen Krankenhaus. Helen wittert die Chance, ihre Eltern am Krankenbett wieder zu vereinen und findet in ihrem Pfleger Robin (CHRISTOPH LETKOWSKI) einen Verbündeten, dem sie dabei gehörig den Kopf verdreht...

      Kino-Start (D):22.08.2013
      Kino-Start (USA):-
      Laufzeit:109 Minuten
      Altersfreigabe:ab 16 Jahren


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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Tomtec“ ()

      mein cousin wohnt weiter weg und schrieb schon während des film das wort schei**e. dann fragte ich was genau, daraufhin schrieb er "der ganze film ist so was von schei**e".

      keine ahnung, wie das zu bewerten ist. ich persönlich habe das hörbuch ausgemacht. fremdschämen pur. wir sind nicht prüde, aber freund und ich waren nur angewidert und fanden nix daran gut. alleine schon die schreckliche stimme von Charlotte Roche.




      "Sei einfach du selbst, das Leben ist zu kurz um ein anderer zu sein"

      Ich denke mal, dass sich an diesem Film bzw. auch dem Buch einfach die Geister scheiden. Einen direkten Vergleich zum Buch können wir nicht ziehen, da wir es nicht gelesen haben. Im Gespräch mit ein paar Lesern konnten wir - nachdem wir unsere Eindrücke vom Film vermittelt haben - allerdings erfahren, dass der Film wohl besser als das Buch sein soll.

      Aber klar, "Feuchtgebiete" ist wirklich nicht jedermanns Sache.
      ich musste mir die letzten tage auch das hörbuch anhören
      also meine freundin und ich kamen aus dem lachen nicht mehr raus

      wir wären schon längst in den film gegangen aber leider wohnen wir am arsch der welt
      müssen etwas fahren um ins kino zu gehen
      und dort läuft der film erst ab donnerstag

      ich bin auf jedenfall sehr gespannt
      wie man das alles so umgesetzt hat
      und wie weit der film geht
      das buch ist ja an manchen stellen sehr extrem

      ich denk mal das ich ne menge spass haben werde
      Ich habe ihn eben mit meiner Frau gesehen.
      Ich kann den Humor, das Thema und die Ausdrucksweise gut ab, sie tut sich generell schwer. Ich war begeistert und: sie auch!

      Er startet sehr krass und entwickelt sich zu einem sehr emotionalen Film, wenn man sich drauf einlässt.

      Regie- und Kunsttechnisch auf einem hohen Niveau. Ich war mehr als überrascht. Gibt ihm eine Chance (ich selbst kenne das Buch nicht!). Schauspielerisch ist von solide (Axel Milberg) sowie sehr überzeugend (Carla Juri) bis belanglos alles dabei.

      Diesmal betrifft es nunmal das Thema der Weiblichkeit mehr als das, was ich bisher gesehen habe. Die Reaktionen zeigen eben jenes Problem, was Frau Roche mit dem Buch offenbar ansprechen möchte.

      Der Film wird die Letzten (wie mich) mit der Nachricht erreichen. Ich hoffe auf Diskussion.

      Nicht 08/15, sondern 08/10 Punkten

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „DJK“ ()

      @Sam:

      Eigentlich ist es sehr schwer greifbar, dazu muss man den Film erst gesehen und Helen verstanden haben.

      Natürlich will Frau Roche an die Offenheit und am Selbstbewusstsein der Frauen appellieren. Das ist die oberflächliche Botschaft. Mich persönlich hat die Charakterentwicklung von Helen gefallen.
      Spoiler anzeigen
      Sie ist eine Person, die mit ihrer "Offenheit" zur Sexualität, ihrem Körper, dem Spiel mit den Körpern der anderen Menschen, Sekreten und mit dem Bruch von Tabus kokettiert und auch offen anspricht.
      Letztendlich sieht man im Laufe des Films, wie diese Fassade fällt und nur noch eine sehr leere Hülle bleibt. Am Ende sitzt dort ein total verlassener, verletzter Mensch, der mit den äußeren Reizen, Sexualität und krassen Gefühlsausdrücken die innere Leere füllt und somit wohl auch die innere Befindlichkeit versucht hat zu betäuben. Sie ist durch die Familie und andere Zustände zu dem geworden was sie ist.


      So würde ich das aus dem Film herauslesen, das Buch soll wohl noch eine andere Sache sein.

      irgendwie war der film nicht das was ich erwartet habe
      ich fand den film ziemlich harmlos da fand ich das hörbuch zb viel krasser
      aber lag vielleicht auch daran das sich da das ganze bei mir im kopf abgespielt hat

      der film ist auf jeden fall nicht so schlimm wie viele sagen
      viel wird nicht gezeigt
      manches nur angedeutet also die kamera hällt nicht voll drauf
      bei der szene mit der pizza musste ich schon lachen hab nicht damit gerechnet
      so etwas zu sehen

      eigentlich ist das ganze ein film über das erwachsen werden
      gut umgesetzt ist das schon aber mir hat da irgendwas gefehlt

      die hauptdarstellerin ist klasse
      von der würde ich gern noch mehr sehen

      sicher gibt es leute die das ekelig finden und über einige sachen nicht lachen können
      leute die schon probleme mit dem buch hatten sollten nicht ins kino gehen

      der film ist nicht gut aber auch nicht wirklich schlecht irgendwas dazwischen
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      Das Buch habe ich gelesen und fand es gut. Den Film hab ich gesehen und fand ihn nicht gut. Ich weiß nicht, ich bin bestimmt mit anderen Erwartungen ins Kino gegangen. Was im Buch geschrieben und im Kino rübwergebracht wurde, dass sind zwei Paar Schuhe. Ich bin enttäuscht und fordere Schadenersatz :). Wer hat den Film auch gesehen?
      Original von Castiel
      Wollten den gestern anschauen. Alter ich mußte nach 10 Minuten ausmachen sonst hätte ich gekotzt


      Ich habe auch das Buch gelesen und ich muss zugeben, dass es darin, obwohl ich wirklich hart im nehmen bin, eine Stelle gab, bei der auch mir schlecht wurde. Und da der Film wirklich relativ akkurat die Handlung des Buches wiedergibt, war das auch im Film an der gleichen Stelle der Fall. Ist also nichts ungewöhnliches. :D

      Das WC am Anfang hat mir nichts ausgemacht. "Soll sie doch machen" hab ich mir gedacht. Was der Typ, der nachher bei ihr oral zu Gange ist davon getragen hat, möchte ich allerdings nicht wissen. Dazu noch der Vergleich mit Hüttenkäse. Ähm...ja. ^^

      Mir ging es vielmehr um die Stelle, als sie
      Spoiler anzeigen
      sich im Krankenhaus auf den Hebel setzt, mit dem man die Betthöhe verstellen kann und sich damit alles wieder aufreißt. Da war/ist bei mir Kopfkino angesagt. Frische Wunden im Krankenhauskontext gehen bei mir gar nicht. :uglylol:


      Allgemein muss ich aber sagen, dass ich damals im Kino sehr überrascht war, wie viel man vom Buch wirklich in den Film übernommen hat. Großen Respekt auch an Hauptdarstellerin Carla Juri. Zwar hatte sie ein "Intim-Double", aber auch davon mal abgesehen ging sie voll und ganz in der Rolle auf und zeigte wirklich (fast) alles von sich. Das muss man erst mal können (wollen).

      Insgesamt fand ich den Film als Buchumsetzung völlig okay. Zwar wird der Fokus etwas verschoben, aber allein schon die Tatsache, dass jeder Zuschauer von der Minute an, in der er den Film guckt, Avocados nie wieder mit den selben Augen sehen wird, find ich zu geil. :troll:

      Zur Nachahmung sei das aber nicht empfohlen. Wirklich realistisch ist das Szenario nämlich nicht. Ich glaube kaum, dass man so viel abstraktes Zeug anstellen und dennoch gesund bleiben kann...
      Sehr mutiger Film. Aber an vielen Stellen wirklich wiederlich und ekelhaft was mich ziemlich abgestoßen hat. Rein technisch gesehen vielleicht der beste deutsche Film den ich je gesehen habe mit tollen Kamerafahrten, Splitscreens und anderen tollen Spielereien. Das hatte echt Hollywood Niveau. Die Erzählweise und das Tempo haben mir auch gut gefallen. Wobei die Story sehr dünn ist. Die Schauspieler sind solide.

      Insgesamt etwas über durchschnitt und damit...

      :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern: :stern2: :stern2: :stern2: :stern2:
      Widerlich, abstoßend, Grenzen auslotend. Als jemand, der bisher einen großen Bogen um Charlotte Roches gleichnamigen Bestseller Feuchtgebiete machte, aber schon immer wenigstens einmal den Film gesehen haben wollte, war es nun mit dem gestrigen Tage soweit. Ich übertreibe gewiss nicht, wenn ich behaupte, dass der vorliegende Film mich erstmals seit langer Zeit dazu gebracht hat bei einigen Filmszenen kurz den Blick vom Bildschirm abwenden zu müssen - ein Umstand, der inzwischen aufgrund der filmischen Abstumpfung nur noch recht selten stattfindet. Der Film ist - überspitzt betrachtet - eine Huldigung an alle nur erdenklichen Körperflüssigkeiten, die der menschliche Körper fähig ist zu produzieren. Und doch würde man dem Film definitiv Unrecht tun, wenn man ihn nur darauf reduzieren würde, denn unter der bewusst ekelhaften, rauen und ungefilterten Oberfläche befindet sich eine tiefgründige Geschichte, die es wert ist gehört und erzählt zu werden.

      Als Zuschauer begleiten wir einen kurzen Lebensabschnitt im Leben der 18 jährigen Helen, die unter schwierigen Verhältnissen aufwuchs und sich aufgrund einer
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      missglückten Rasur im Krankenhaus
      wiederfindet. Dort findet der Großteil des Films statt, wobei mittels einiger Rückblenden immer wieder zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart hin- und hergewechselt wird. Die Geschichte weiß dabei stets zu überzeugen und auch wenn nicht dauerhaft eine gewisse Spannung aufrecht erhalten werden kann, so war ich trotzdem die ganze Zeit über interessiert zu erfahren, wie es mit den Charakteren weitergeht - stets das beste Zeichen dafür, dass, obwohl die Geschichte vielleicht nicht die allerspannendste sein mag, weinigstens die Charaktere durchweg interessant und gelungen sind.

      Der Soundtrack ist, bis auf eine Sequenz, nicht sehr einprägsam und erinnerungswürdig, aber das braucht er auch gar nicht zu sein, denn die Schauspieler sind bis in die kleinste Nebenrolle perfekt gecastet ( starke Leistungen von Axel Milberg, Meret Becker und Christoph Letkowski ). Authentisch und facettenreich kommen sie daher und hauchen der Geschichte so viel Leben ein, wie es nur möglich ist. Hauptdarstellerin Carla Juri, welche den Charakter Helen mimt, gebührt dabei das größte Lob von allen. Naiv, frech und ohne Scheu vor Nacktszenen und Szenen, die Ekel hervorrufen, ist sie es, welche die treibende Kraft in diesem Film ist und ohne deren wunderbar erfrischendes Spiel Feuchtgebiete sicherlich weit weniger faszinierend geworden wäre.

      Ein qualitativ hochwertiger deutschsprachiger Filmbeitrag, der es auf eindringliche Art und Weise versteht festgefahrene Tabus zu brechen, und sich gerade deshalb in dieser Hinsicht unter Filmen wie beispielsweise Angst essen Seelen auf und Der Untergang - die ebenfalls mit ihren Themen unerhörtes und bis dato nicht für möglich gehaltenes zeigten - , gut aufgehoben fühlt.


      7,5 - 08/10

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